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Veröffentlicht am 1. Juli 2024 von Juan Proll

– Zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2025

Mit Kindern nach Namibia oder Südafrika reisen? Unser Vergleich

Gelungene Familienreisen funktionieren nur dann, wenn Eltern UND Kinder glücklich sind. Viele Top-Safari-Destinationen in Afrika stellen sich darauf ein. Ob man mit Kindern nach Namibia oder Südafrika reisen sollte, erfahrt ihr im heutigen Blog.

Zwei Traumziele für Familien

Sowohl Südafrika als auch Namibia sind für Familien besonders gut als Einstiegsländer in Afrika geeignet. Schon weil sie in der Hauptreisezeit in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa liegen. Und weil beide Länder eine gute Infrastruktur, günstige Preise, ein geringes Malariarisiko und malariafreie Gebiete haben.

Außerdem können Familien hier vielfältigere Aktivitäten unternehmen und müssen den Fokus nicht ausschließlich auf Pirschfahrten in den Nationalparks legen. Weiterhin haben Familien mit Kindern in Namibia und Südafrika die Wahl, ob sie mit einem Mietwagen selbst fahren oder eine geführte Tour mit Guide unternehmen möchten.

Auch die Sicherheit in den touristischen Gebieten und die politische Stabilität sind Pluspunkte. Dennoch sollten gerade Familien bei ihrer Urlaubsplanung immer einen Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amtes werfen.

Südafrika oder Namibia mit Kindern Familienreise

Zugegeben, es gibt eine ganze Reihe von Dingen, auf die man achten sollte, wenn man mit Kindern auf Safari geht. Auch der Reiseverlauf einer Familiensafari sieht etwas anders aus als der einer Safari nur für Erwachsene.

Wir schauen heute aber auf den familienfreundlichen Vergleich der beiden Länder, um zu schauen ob man mit Kindern nach Namibia oder Südafrika reisen sollte.

Mit Kindern nach Namibia oder Südafrika: Land und Leute

Namibia und Südafrika sind zwei Länder in unmittelbarer Nachbarschaft, die aber dennoch kaum unterschiedlicher sein können.

Südafrika – Vielfalt, Küste und Kultur

Südafrika ist mit über 1,2 Millionen Quadratkilometern und über 60 Millionen Menschen (Deutschland: über 357.000 km2 und über 84 Millionen) ein riesiges und gleichzeitig bevölkerungsreiches Land.

Allein die zwölf offiziellen Landessprachen (einschließlich der Gebärdensprache) deuten schon den Kulturreichtum der verschiedenen Volksgruppen an: Zulus, Xhosas, Sothos, Tsongas, Pedis, San, Afrikaaner und viele mehr.

Die sanften Wogen und wilden Wellen gleich zweier Großmeere stranden an den rund 2.800 Küstenkilometern (Luftlinie) des Landes. Badespaß und Wassersport werden in Afrikas südlichstem Land großgeschrieben. Es gibt tolle Strände und Buchten ohne Ende.

Auch Wandern ist auf Tages- und Mehrtagesrouten entlang der Küste oder in den Bergen extrem beliebt. Vor allem aber ist Südafrika ein Safariland mit herausragenden Wildschutzgebieten.

Süafrika oder Namibia Reise für Kinder

Namibia – Weite, Wüste und Wildnis

Namibia ist mit rund 825.000 km2 Fläche zwar für mitteleuropäische Verhältnisse ebenfalls riesig, aber die ca. 3 Millionen Einwohner*innen lassen fantastisch viel Platz für Natur. Gleichzeitig leben spannende Volksgruppen im Land, die, wie zum Beispiel die Himbas, Hereros, Damaras oder San außerordentlich spannende Kulturbegegnungen bieten.

Links und rechts des zentralen Hochlandes dominieren Wüsten die ehemals deutsche Kolonie: die Kalahari im Osten, die Namib im Westen. Daher sind atemberaubende Landschaftspanoramen häufig, Schatten aber selten.

So ist Wandern zwar möglich, aber weit weniger ausgeprägt als im Nachbarland. Im Kontrast dazu steht der florierende Sambesi-Streifen im äußersten Nordosten.

Die über 1.750 km lange Küste grenzt allein am Atlantischen Ozean. Doch bringt der Benguela Meeresstrom nur sehr kaltes Wasser aus der Antarktis. Daher ist hier eher Angeln als Baden angesagt. Umso einladender ist Namibia als Safariland, das vor allem noch viele freilebende Wildtiere hat.

Anreise & Direktflüge

Namibia und Südafrika sind gut mit Europa verbunden und daher trotz langer Flüge leicht erreichbar.

Flüge nach Namibia

Namibia wird von Frankfurt und München aus direkt angeflogen. Hinzu kommen eine Reihe von Zwischenstopp-Flügen, auch für Reisende aus Österreich und der Schweiz. Das bedeutet weniger Flüge insgesamt nach Namibia und damit auch weniger Touristen im Land.

Flüge nach Südafrika

Um nach Südafrika zu reisen, gibt es derzeit Direktflüge von Frankfurt und München nach Johannesburg (ca. 10,5 Std.) und nach Kapstadt (ca. 12 Std.). Ebenso von Zürich nach Johannesburg (ca. 10,5 Std.) und Kapstadt (ca. 11 Std.), die aber häufig deutlich teurer sind als von Frankfurt.

Amsterdam ist für viele Deutsche eine weitere Direktflugoption zu diesen beiden Städten. Bei Flügen mit Zwischenstopp ist die Anbindung nach Südafrika schier grenzenlos.

Zwei beliebte Reisen für Familien mit Kindern:

Namibia Familienreise

12 Tage Familienreise Gruppenreise Gästefarmen, Lodges, Adventure Camping
Preis pro Person: ab 3.590 EUR im Doppelzimmer

Spannende Aktivitäten, aufregende Tierbeobachtungen und viel Zeit in der Natur – verbringen Sie unvergessliche Ferien in Namibia mit der ganzen Familie. In 12 Tagen und in kleiner Gruppe erkunden Sie gemeinsam mit Ihrem Guide das faszinierende Land im Südlichen Afrika.

Selbstfahrer-Rundreise: Südafrikas Süden & Garden Route

15 Tage Selbstfahrerreise Individualreise Gästehäuser & Lodges
Preis pro Person: ab 1.110 EUR im Doppelzimmer

Sie fahren entlang der malerischen Garden Route bis zum Addo Elephant Park, wo Sie nach Afrikas Big Five Ausschau halten. Zurück nach Kapstadt besuchen Sie die für Südafrika bekannten Winelands.

Klima & Beste Reisezeit für Familien

Abgesehen von einem vegetations- und regenreichen Nordosten dominieren im restlichen Namibia vor allem wüstenartige Landschaften, wo es die meiste Zeit des Jahres trocken ist. Südafrika besticht durch eine Vielzahl von Klimazonen, sodass man das ganze Jahr über irgendwo im Land eine beste Reisezeit finden kann.

Südafrika

Südafrika hat mit seinen sehr unterschiedlichen Klimazonen immer irgendwo schönes Wetter. Wo gerade die beste Reisezeit in Südafrika ist, hängt von den Monaten ab. Während es in Europa sommert, regnet es in der Kap-Region im Südwesten durchschnittlich 9 bis10 Tage im Monat und die Tag-Nacht-Temperaturen pendeln zwischen 18 °C und 7 °C.

Anders in der Johannesburg-/Pretoria-Gegend im Nordosten, wo es für ein paar Tropfen zeremonielle Regentänze braucht und die Tag-Nacht-Temperaturen zwischen 20 °C und 5 °C schwanken.

Wenn ihr also mit der Familie in den europäischen Sommerferien nach Südafrika reisen möchtet, erwarten euch Regen sowie angenehme bis frische Temperaturen in Kapstadt und auf der Garden Route. Gleichzeitig ist es die beste Reisezeit für einen Besuch ohne Regen im Kruger Nationalpark und somit für eine Safari im Nordosten des Landes.

Kapstadt Innenstadt

Namibia

Die beste Reisezeit in Namibia für Familien ist zwischen Juni und Oktober, wenn die dann herrschende Trockenzeit dafür sorgt, dass sich die Tiere auf immer weniger Wasserstellen konzentrieren und damit zahlreicher zu sehen sind.

Auch die ganzjährig hohen Temperaturen gepaart mit dem kaum vorhandenen Schatten sollten Familien bei der Reiseplanung mit Kindern im Auge behalten. Die nachtkühlste (6 °C) und tagesangenehmste (20 °C) Zeit ist von Juni bis August. Die heißesten Monate sind November bis März, mit Nacht-Tag-Temperaturen von 17 °C bis 31 °C und mehr.

Der Regen fällt vor allem zwischen Dezember und März, mit einer besonderen Vorliebe für den Nordosten von Rundu in den Sambesi-Streifen hinein. Dagegen sehen die Küste und der Süden des Landes in der Regel sehr wenig bis gar keine Niederschläge.

Familiensafari Etosha Nationalpark

Gesundheit & Sicherheit: Malaria, Straßen & medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist sowohl in Namibia als auch in Südafrika gesichert. Aufgrund der deutlich dichteren Besiedlung in Südafrika ist die nächste gute ärztliche Versorgung nicht weit. In Namibia sind die Distanzen außerhalb der Städte größer. Bei besonderen gesundheitlichen Konditionen ist die Absicherung in Südafrika insgesamt besser.

Eine Reisekrankenversicherung mit einer Rücktransportoption sollte auf keinen Fall fehlen.

Malaria

In beiden Ländern gibt es malariagefährdete Gebiete aber auch Regionen, die malariafrei in Namibia und malariafrei in Südafrika sind.

In beiden Ländern liegen die berühmtesten Nationalparks in der Malariazone: Namibias Etosha Nationalpark und Südafrikas Kruger Nationalpark. Während der Trockenzeit ist in diesen Parks das Malariarisiko von Juni bis Oktober am geringsten.

Wie man auf Afrika-Reisen mit dem Malariarisiko umgeht und wie man sich schützen kann, erfahrt ihr hier.

Impfungen

Für Impfempfehlungen, wie zu Hepatitis, Tetanus oder Tollwut, solltet ihr euch tropenärztlich beraten lassen. Familien, die als Selbstfahrende unter Campingbedingungen reisen, sollten die gesundheitliche Absicherung besonders ernst nehmen.

Sicherheit auf den Straßen

Dominierend sind Schotterpisten in Namibia – daher Vorsicht mit der Geschwindigkeit auf rutschigem Untergrund.

Die Straßen in Südafrika sind größtenteils gut befahrbar. Vorsicht aber vor kompromisslosen Minibustaxi-Fahrern in den Städten. Vorsicht auch vor den Schlaglöchern auf manchen Nebenstraßen einiger Provinzen – nicht nur wegen der Löcher, sondern auch wegen des rücksichtslos fahrenden Gegenverkehrs.

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Kulturerlebnisse mit Kindern

Kulturerlebnisse mit Kindern sind in Namibia und Südafrika möglich, wenngleich auch für die Kinder altersabhängig unterschiedlich interessant.

Namibia – Begegnungen mit den San

In Namibia fallen Volksgruppen wie die San, Himbas, Hereros oder Damaras unterwegs immer wieder in ihrer traditionellen Kleidung auf. Außerdem unterhalten sie auf einigen typischen Reiserouten ein sogenanntes „Living Museum“. Hier zeigen sie jahrtausendealte Lebensweisen, spannend für Eltern wie auch für Kinder.

Auf einem Bushwalk mit den San zu erfahren, mit welchen Pflanzen man schnell seine Halsschmerzen wieder los wird, oder wie man Fallen bei der Jagd stellt, oder wie man aus ein paar Spuren im Sand den Verlauf einer ganzen Nacht beschreiben kann, ist einfach faszinierend.

Kulturbegegnung Namibia

Südafrika – Regenbogennation & lebendige Städte

In Südafrika sind solche Living Museums weniger verbreitet und nicht unbedingt auf den typischen Touristenrouten zu finden. Auch sieht man weit weniger traditionelle Kleidung. Trotz der vielen verschiedenen Volksgruppen in Südafrika findet ihr Ursprünglichkeit also deutlich häufiger in Namibia.

Kulturerlebnisse sind dafür stärker in den Städten zu haben. Zum Beispiel ist das Apartheid Museum in Johannesburg ein lehrreicher Ort, der die Geschichte der Apartheid aufzeigt und spezielle Programme für Kinder hat. Vorausgesetzt sie sprechen Englisch.

Auch auf einer geführten Tour per Boot zu der Insel Robben Island, wo Nelson Mandela inhaftiert war, können Kinder viel über die Geschichte Südafrikas lernen. Und im Cape Town Museum gibt es interaktive Ausstellungen, die für Kinder spannend sind.

Safaris & Tiererlebnisse für Familien

Der Heimatzoo zuhause ist Familien mit Kindern oft vertraut. Die Wildnis von Namibia und Südafrika sind dagegen einzigartige Erlebnisorte.

Safari mit Kindern in Südafrika

Südafrika hat weit mehr National- und Provinzparks mit großem Tierreichtum als Namibia. Darunter auch einige Big Five Destinationen, wie den Kruger National Park, Hluhluwe-iMfolozi oder den Addo Elephant National Park.

Dazu kommen etliche Game Reserves, wie zum Beispiel Kariega und Simbavati. Das sind in der Regel private Wildschutzgebiete, in denen man vielfach die Big Five sehen kann.

Vor allem aber wird dort viel individueller auf Familien eingegangen; es gibt spezielle Angebote für Kinder und sogar Betreuungsmöglichkeiten, damit die Eltern auch mal ein paar Stunden für sich haben. In dieser Hinsicht ist Südafrika mit Kindern schon sehr vielfältig ausgelegt.

Giraffenjunges Pirschfahrt

Außerdem hat das Land mit dem iSimangaliso Wetland Park bei St. Lucia einen UNESCO-Naturerbe dekorierten Park, der vorbei an den Big Four bis zum Indischen Ozean führt und zu einem erfrischenden Plansch im Meer einlädt.

Besonders gibt es hier auch die für Familien leicht zugängliche Möglichkeit, mit einem Boot landeinwärts die Tierwelt vom Wasser aus zu entdecken: Krokodile, Hippos, Elefanten, Wasservögel und so weiter.

In Hermanus könnt ihr besonders zwischen August und Oktober mit einem Boot hinaus auf das Meer, um Wale zu beobachten. Auch der Zugang zu den Pinguinen in Simons Town oder in Bettys Bay ist einfach.

Safari mit Kindern in Namibia

Unsere geführte Namibia Familienreise bietet einen hervorragenden Einstieg für Familien, die erstmals im südlichen Afrika auf Safari gehen möchten. Zelten in der Wüste, entspannte Wanderungen, ein Besuch im Robbenparadies von Cape Cross, aufregende Pirschfahrten im Etosha Nationalpark und vieles mehr, speziell für Familien mit Kindern ab 6 Jahren.

Da spielt es auch keine Rolle, dass es im Land keinen einzigen Nationalpark gibt, wo alle Big Five aus Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel beisammen sind. Im berühmten Etosha Nationalpark fehlt der Büffel. Es gibt dort die Big Four und die Big Others.

Auch die Game Reserve Kultur ist längst nicht so ausgeprägt wie in Südafrika. Eher trifft man Jagdfarmen an. Bootsfahrten kann man nach viel Fahrtaufwand nur in den Grenzgebieten zu Angola und Botswana machen. Meist mit weniger Aussichten auf erfolgreiche Tierbeobachtungen.

Aber anders als in Südafrika findet ihr in Namibia noch große und immer größer werdende Wildgebiete ohne Einzäunungen. Darunter auch im Westen in den Konzessionsgebieten zwischen dem Brandberg und Purros.

Hier könnt ihr neben verschiedenen Antilopen mit ein bisschen Glück auch Wüstenelefanten, Löwen, Giraffen oder Strauße sehen. Mit noch mehr Glück sogar Leoparden und Nashörner. Überhaupt ist in Namibia die Wahrscheinlichkeit groß, unterwegs immer wieder Tiere zu entdecken. Das lockert die Fahrten auch für Kinder immer wieder mal auf.

Safarierlebnis Namibia

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Beide Länder sind voller Highlights und Sehenswürdigkeiten.

Südafrika – Kapregion, Garden Route & Big Five Reservate

Südafrika hat mit Blick auf die Menge seiner Sehenswürdigkeiten sicher die Nase vorn. Kapstadt und die Region stehen für die Tafelberge und Badeorte, das Kap der Guten Hoffnung, die Pinguine, die Gefängnisinsel Robben Island und die Weingebiete.

Von hier geht es auf die Garden Route zum Garden Route Nationalpark, wo sich die Küste von Wilderness, Knysna und Storms River mit den Bergen und ihren Urwäldern trifft. Unweit dahinter garantiert der Addo Elephant Nationalpark einen großartigen Safariauftakt, gefolgt vom iSimangaliso Wetland Park und dem Hluhluwe-iMfolozi Park.

Dazwischen geht es landeinwärts zu den sagenumwobenen Drakensbergen mit dem zweithöchsten Wasserfall der Welt. Schließlich folgen der Blyde-River-Canyon und Kruger Nationalpark im hohen Nordosten.

Pinguine Boulders Beach

Namibia – Dünen, Wüste & Wildtiere

Namibia hat weniger Sehenswürdigkeiten als Südafrika. Noch dazu liegen sie weiter auseinander. Da es nicht Schlag auf Schlag geht, bringt es aber eine gewisse Ruhe. Zu den Highlights gehören unter anderem die Städte Swakopmund, Lüderitz und die Geisterstadt Kolmanskop mit ihrer kolonialen Vergangenheit.

Vor allem aber beeindrucken Natur- und Kulturphänomene wie der Köcherbaumwald und der Spielplatz der Riesen; Afrikas größte Schlucht Fish River Canyon; die zu den welthöchsten gehörenden Dünen im Sandmeer von Sossusvlei und das Dalí-eske Deadvlei; die Spitzkoppe und Twyfelfontein mit der auf Fels verewigten San-Kunst; die riesige Robbbenkolonie am Cape Cross; die einmaligen Wüstenlöwen und Wüstenelefanten; schließlich Etosha, Bwabwata und der Waterberg.

Düne springen Sossusvlei

Reisearten im Vergleich

Sowohl in Namibia als auch in Südafrika können Familien Selbstfahrerreisen, geführte Touren und Fly-in-Safaris machen. Als Selbstfahrende könnt ihr euch flexibel und spontan auf eure Kinder einstellen.

Auf den geführten Touren nimmt euch euer Guide viel Organisatorisches und eine Menge mehr ab. Die Guides sind den Linksverkehr gewohnt. Sie ersparen euch mit ihrem Wissen die Zeit, zu viel eigene Recherchen über Land, Leute und Tiere zu betreiben.

Sie kennen die Strecken, können Zeiten sehr gut managen und euch damit unterwegs den Raum geben, euch zurückzulehnen und zu entspannen oder den Kids mehr Aufmerksamkeit zu widmen. All das jedenfalls, wenn ihr eine privat geführte Tour macht. Die ist für Familien deutlich empfehlenswerter als eine Gruppenreise mit fremden Singles und Pärchen ohne Kinder.

Gruppenreisen sind außerdem nicht für alle Kinder geeignet, da die Gruppe im Vordergrund steht und der Guide weniger auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen kann. Es bedarf schon einer gewissen Reife und Disziplin, um das Gruppengefüge nicht zu sprengen. Unsere Namibia Familienreise ist dagegen so konzipiert, dass sie für Kinder sehr gut geeignet ist.

Ebenso kann bei wenig Zeit und größeren Sprüngen in alle Extremitäten des Landes eine Fly-in-Safari Sinn machen. Bei dieser Variante fliegen euch Kleinflugzeuge bis zu den Airstrips privater Unterkünfte und Wildschutzgebiete.

Mietwagenreise Familien Namibia

Mit dem eigenem Mietwagen durch das Land

In Südafrika unterwegs

Südafrika ist sehr gut geeignet für Reisen im eigenen Mietwagen. Das Land verfügt über ein sehr gutes Straßennetz und über eine sehr gute Infrastruktur mit Tankstellen, Reparaturwerkstätten und Unterkünften sowie Campingplätzen.

Abgesehen von der Hochsaison und gleichzeitiger Ferienzeit der Südafrikaner*innen könnt ihr hier meist sehr flexibel und spontan reisen. In den Nationalparks dürft ihr auch als Selbstfahrer*in fahren, in den privaten Game Reserves allerdings nicht.

In Namibia unterwegs

Namibia ist für Selbstfahrende bei weitem entspannter als Südafrika, da weniger Verkehr. Stressgefühle können aber schnell aufkommen, wenn unterwegs irgendetwas nicht läuft. Verständlich, denn es gibt viele menschenleere Gegenden, in denen kaum Autos zu sehen sind und keine Reparaturwerkstätte oder Tankstelle existiert.

Handyverbindungen sind oft im Funkloch. Und die Unterkunftsknappheit jenseits der größeren Städte schränkt zudem eure Spontaneität und das flexible Handeln ein. Klingt abschreckend, soll es aber nicht sein. Es soll nur für alle Eventualitäten sensibilisieren.

Strand & Baden

Endlos Küste gibt es in Südafrika und Namibia. Hier wird mehr Badeurlaub gemacht, dort mehr geangelt.

Badelust und Wassersport in Südafrika

Südafrika hat gleich zwei Weltmeere zur Auswahl. Der Indische Ozean ist der wärmere, der nicht nur Spaß an den schönen Stränden verschafft, sondern auch im Wasser. Wassersport am Atlantischen Ozean findet in der Regel nur im Taucheranzug statt. Wer ihn nicht hat, springt unerschrocken ohne spezielle Wärmekleidung in die Kälte.

Strandleben ist auf jeden Fall ein wichtiges Lebensgefühl in der Regenbogennation. Deswegen gibt es auch so viele sehr gut zugängliche Strände im Land. Aber es kann richtig voll werden, vor allem während der großen Weihnachtsferien.

Als Familie nach Südafrika oder Namibia reisen

Angeln statt Baden in Namibia

In Namibia ist die Strandkultur viel weniger ausgeprägt als in Südafrika. Unter der Woche sieht man dort mehr Angler als Badegäste. Swakops Hausstrand sieht man allenfalls in der Hauptferienzeit über Weihnachten gut gefüllt.

Der kalte Benguela Meeresstrom ist nichts für Warmduscher. Auf der Strecke von Swakopmund bis tief in den Skeleton Coast National Park gibt es aber unzählige Strandzugänge, für diejenigen, die gerade auf diesem Küstenabschnitt unterwegs sind und zumindest mal den Fuß reinhalten möchten.

Neue Badeorte sind in den letzten Jahren allerdings zwischen Swakopmund und Walvis Bay entstanden. Ich finde, diese Orte sind eher funktional statt schön geworden. Aber sie bieten Spielmöglichkeiten für Kinder.

Unterkünfte, Essen & Preisniveau

Touristenleben in Südafrika

Das riesige Unterkunftsangebot kommt Familien sehr entgegen und berücksichtigt alle Unterkunftsarten und Budgets, vom Camping über Backpacker bis hin zu luxuriösen Zelten und Lodges. In den Nationalparks sind sie meist von Zäunen geschützt, anders als in vielen Game Reserves.

Zum Standard vieler Unterkünfte gehört ein Swimmingpool. Immer mehr bieten auch einen kleinen Spa-Bereich. Die größeren Anlagen haben oft noch einen Spielplatz im Angebot. Wie unter „Safari und Tiere“ schon ausgeführt bemühen sich auch immer mehr Unterkünfte um familiengerechte Angebote.

Die Preise des Landes sind im Durchschnitt – abgesehen von den Nationalparkgebühren – günstiger als in Namibia, auch für Mietwagen und Essen. Die außerordentlich abwechslungsreiche Küche bietet Lokales und Internationales mit spannenden indischen und kapmalayischen Einflüssen.

Auch Kinderteller sind meist Teil des Menüs. Die Restaurant-Kette „Spurs“ hat sich sogar darauf spezialisiert, jedem Kind zum Geburtstag ein Ständchen zu singen. Auch Vegetarier*innen und Veganer*innen finden zunehmend mehr Angebote.

Touristenleben in Namibia

Namibia kommt trotz stark ausgebauter Unterbringungsangebote den großen Wachstumsraten im Tourismus nicht hinterher. Zudem bevorzugen viele ländliche Unterkünfte, klein und familiär zu bleiben. Das sorgt für ein gutes Angebot in den Städten und für Engpässe in den ländlichen Regionen. Für spontane Buchungen gibt es daher wenig Spielraum.

Viele Unterkünfte betonen ihre natürliche Umgebung und verzichten auf Zäune, auch im Umfeld von Wildtieren. Für Familien heißt es hier, mit den Kids klare Absprachen zu haben beziehungsweise stärker auf sie aufzupassen. Im Etoscha Nationalpark dagegen sind die Unterbringungen bis auf das Dolomite Resort umzäunt.

Twyfelfontein Adventure Camp

Wenn auch die Nationalparkgebühren vergleichsweise günstig sind, so bleiben die Unterkunfts-, Mietwagen- und Essenspreise in Namibia im Schnitt höher als in Südafrika. Die Auswahl an Wild auf dem Grill – Kudu, Springbock, Zebra, Impala, … – ist ein zentrales Element der namibischen Küche, die zwar hervorragend, aber weniger abwechslungsreich ist. Dennoch stellt man sich auch hier verstärkt auf Vegetarier*innen, Veganer*innen und Kinder ein.

Fazit – Welches Land passt besser zu eurer Familie?

Im Vergleich wird deutlich, dass beide Länder besondere und sehr eigene Vorzüge bieten, wenn es um die Frage geht, ob das Reisen mit Kindern nach Namibia oder Südafrika besser ist.

Namibia ist groß und kaum bewohnt. Südafrika ist größer, aber insgesamt wesentlich dichter besiedelt. Das erlaubt Südafrika einerseits mehr Angebote für Familien mit Kindern und Namibia andererseits ein stärkeres Verschmelzen mit der Natur.

Es kommt daher verständlicherweise sehr auf die Vorlieben der Familie an, um hier eine familiengerechte Entscheidung zu treffen. Vielleicht ist es auch eher die Frage: Wohin geht es zuerst?

Namibia oder Südafrika mit Kindern Fazit

Mit Kindern nach Namibia oder Südafrika reisen? Ich hoffe, du siehst jetzt klarer.

Für Rückfragen und weitere Unterstützung bei der Planung deiner Reise stehen wir gerne bereit, egal ob auf einer geführten Individualtour oder Selbstfahrer*in-Reise unterwegs.

Dank unseres engen Kontaktes zu unseren Tochterfirmen in Namibia und Südafrika wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Afrika-Erlebnis.