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Veröffentlicht am 24. April 2023 von Juan Proll

Ein Six-Pack guter Tipps für einen Besuch im Kruger Nationalpark – Wissenswertes für deine Safari

Der Kruger Nationalpark ist der berühmteste Park Südafrikas und einer der begehrtesten Safari-Destinationen weltweit. Auf über 19.485 km² Fläche bietet diese Oase afrikanischer Tierwelt höchstes Wildlife-Vergnügen. Hier erwartet euch ein 6-Pack wertvoller Infos und Tipps für den Kruger Nationalpark. Wissenswertes für eine abwechslungsreiche und sichere Reise. 

1) Der Kruger Nationalpark: Wissenswertes & Überblick

Südafrikas Nationalpark Nummer 1 ist unangefochten der Kruger Nationalpark (Krüger Nationalpark). Wer hierher kommt, will Tiere in der Wildnis sehen. Wie auf jeder Safari könnt ihr Pech haben und wenig sehen. Aber es ist unmöglich nichts zu sehen. Die Landschaft und Tierwelt des Parks strotzt vor Vielfalt: Nach vorsichtigen Schätzungen leben hier ca 1.000 Leoparden, 1.500 Löwen, über 4.000 Krokodile, 17.000 Elefanten, 48.000 Büffel und wohl mindestens 150.000 Impalas. Aber auch Giraffen, Zebras, Nashörner, Wildhunde, Hyänen, Flusspferde, Gnus und andere Antilopen sind in dieser Hochburg südafrikanischer Fauna zuhause.

Tiersichtungen Wissenswertes Krüger Nationalpark Südafrika

Geprägt ist der Park von Flusslandschaften, großen Ebenen und immer wieder auftauchenden Felseninseln. Den nördlichen Teil schmücken Mopanewälder, Buschweiden und Affenbrotbäume. Die zentralen Gebiete gefallen durch offene Gras- und Baumsavannen. Dagegen durchziehen vorwiegend Dornenakazien und Grasland den Süden. Für den maximalen Genuss sorgt eine hervorragende touristische Infrastruktur mit Wegen, Unterkünften und Aktivitäten. Am Ende würden viele gerne länger bleiben als geplant, doch meist ist die Zeit ohnehin schon knapp. Sicher könnte man einfach mal kurz durchfahren. Aber empfehlenswert finde ich mindestens 2 Nächte und 3 Tage, um wenigstens ein bisschen das Kruger Nationalpark Feeling zu bekommen.

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2) Tipps fürs Autofahren im Krüger Nationalpark

Der Krüger Nationalpark ist ohne Frage bestens geeignet für Selbstfahrer*innen. In der Regel reicht als Fahrzeug ein zweiradbetriebenes aus. Ein höherer Radabstand ist stellenweise wünschenswert, wenn ihr nicht nur auf den asphaltierten Hauptstraßen flanieren, sondern auch die schotterbelegten Nebenstraßen nach Tieren absuchen möchtet. In der Regenzeit zwischen Dezember und März kann sich die Situation schlagartig verändern und plötzlich geht auf den Schotterpisten nichts mehr ohne Vierradantrieb. Wichtig ist generell das Einhalten einiger Regeln. Wenn ihr euch an den Zufahrtstoren registriert, bekommt ihr eine kleine Broschüre, die viele leider nicht oder nicht richtig zu lesen scheinen. Hier einige Beispiele wichtiger Regeln:

  • Bleibt jederzeit in eurem Fahrzeug, es sei denn, ihr befindet euch in einem ausgewiesenen Bereich, der euch erlaubt auszusteigen. Fahrzeugtüren müssen geschlossen bleiben und kein Körperteil darf aus dem Fenster hängen.
  • Im Park gilt eine strenge Geschwindigkeitsbegrenzung. 50 km/h auf Teerstraßen und 40 km/h auf Schotterpisten. Ihr werdet schnell merken, dass selbst diese Geschwindigkeit oft zu schnell ist, wenn man konzentriert nach Tieren Ausschau hält.
  • Haltet euch an die Torzeiten, entweder an den Außentoren oder an den Unterkunftstoren. Timing ist alles, wenn ihr keine Strafen zahlen wollt.
  • Das Füttern von Tieren ist verboten. Es gefährdet sowohl die Tiere, die mit dieser „Menschenkost“ nicht klarkommen. Und es gefährdet Besucher*innen, die in der Hoffnung auf Futter attackiert werden.
  • Und natürlich gilt auch im Park LINKSVERKEHR. Auch das kann schon mal schnell vergessen werden, nachdem ihr minutenlang völlig begeistert auf das Saugverhalten einer Zecke am Hinterteil eines Büffels geschaut habt.
Elefantenherde Selbstfahrer Kruger Nationalpark

Eine weitere Herausforderung ist vor allem die Situation in Big Five Sightings, wenn viele Autos in einer großen Traube um Elefanten, Löwen, Leoparden, Wildhunden oder Nashörnern herumstehen. Hier scheinen sich sämtliche Regeln kurzfristig aufzulösen. Umsichtiges Fahren ist jetzt sehr gefragt.

3) Welche Gates gibt es im Krüger Nationalpark? Die Zufahrtstore

Je nachdem wie früh oder spät ihr mit eurer Planung seid, kann das schon einen Einfluss auf die Reiseroute in den Kruger Nationalpark haben. Denn wer gerne innerhalb des Parks übernachten möchte, hat früher noch eine weit bessere Auswahl als später. Besonders beliebt ist der südliche Teil des riesigen Wildschutzgebietes. Hier gibt es ganz im Süden zwei und im Südwesten weitere drei Zufahrtstore. Sieben kleinere und größere Camps bieten Schlafplätze drinnen und draußen. Vor allem der Südwesten ist aus der Region Pretoria / Johannesburg kommend am schnellsten zu erreichen. Achtung: Die Südafrikanische Nationalparkverwaltung empfiehlt aktuell Reisenden, aus Sicherheitsgründen nicht über das „Numbi-Gate“ im Südwesten zu kommen und alternative Zufahrtstore zu nutzen.

Unsere Lieblingstouren im Kruger Nationalpark

Bushveld & Krüger Nationalpark

5 Tage Safari Gruppenreise Lodges
Preis pro Person: ab 860 EUR im Doppelzimmer

Auf dieser geführten Safari-Tour zum Krüger Nationalpark und dem privaten Balule Nature Reserve erleben Sie Südafrikas fantastische Tierwelt ganz nah und besuchen die Highlights entlang der Panorama Route.

Nördliches Südafrika: Norden & Ostküste Intensiv

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Diese Mietwagenrundreise führt Sie durch den Norden und an die Ostküste Südafrikas und macht einen Abstecher in das Königreich Eswatini. Eine perfekte Kombination aus Natur und Tierwelt: Drakensberge, Krüger Nationalpark, Panorama Route und mehr.

Im zentralen Teil des Nationalparks gibt es im Westen nur zwei Zugänge. Von hier aus sind acht Unterkünfte gut zu erreichen. Wenn nicht gerade Hochsaison ist, geht es hier generell schon ruhiger zu als im Südteil. Auf der Ostseite grenzt der Kruger an Mosambik und stößt dort auf den Limpopo National Park. Zwar sollten hier längst für eine freiere Tierwelt alle Grenzzäune abgerissen sein, aber es ist leider bisher nur zu einem kleinen Teil der Fall. So gibt es im Osten zwei Zufahrten: im nördlich zentralen Bereich und ganz oben im nördlichen Teil. Wer also noch einen kleinen Abstecher ins Nachbarland machen möchte, findet hier Möglichkeiten.

Im Norden des Krüger Nationalparks geht es ganzjährig sehr viel gelassener zu als in südlicher Richtung. Über zwei Zufahrtstore auf der Westseite erreicht ihr vier verschiedene Unterkünfte. Für alle Reisenden aus Johannesburg oder Pretoria kommend liegt dieser Abschnitt am weitesten entfernt. Da er auch vegetationsreicher ist, dadurch Tiere schwerer zu finden sind und gleichzeitig das Malaria-Risiko auch noch höher ist, machen sich viele Kruger-Interessierte also gar nicht erst auf den Weg hierher. Wer aber die Einsamkeit liebt und sich den Herausforderungen erschwerter Tiersichtungen gerne stellt, ist hier richtig.

Zugangstor Kruger Nationalpark Wissenswertes

„Kruger National Park Guide and Map“

Die Karte für den Kruger Nationalpark – Wissenswertes nicht nur für Selbstfahrer: „Kruger National Park Guide and Map“ ist eine dünne, bunte Din-A4-Broschüre, die es auch auf Deutsch gibt. Sie enthält die wichtigsten Informationen über den Kruger Nationalpark sowie detaillierte Illustrationen seiner vielfältigen Tier- und Vogelwelt. Mittendrin findet ihr auch Karten mit allen Zugangstoren, Straßen, Unterkünften und Rastplätzen. Besonders wenn ihr als Selbstfahrer*innen unterwegs seid und euer Reiseführer zu viele Kruger-Lücken aufweist, solltet ihr diese Broschüre am besten schon am Eingang kaufen.

4) Unterkünfte Jumping

Eigentlich ist „Unterkünfte Jumping“ ein sehr beliebter Sport unter Reisenden in den größeren Nationalparks des Kontinents. So kann man innerhalb eines Nationalparks entspannt auf Tagestour gehen und längere Strecken Tierwelt genießen. Außerdem sieht man insgesamt mehr vom Park. Am Ende fährt man nicht mehr zurück zu der Lodge oder der Campsite, wo man noch die Nacht zuvor verbracht hat, sondern stoppt einfach zwei oder drei Unterkünfte weiter.

Allerdings gibt es für viele auch gute Gründe in einer Unterkunft zu bleiben und die Umgebung von dort aus zu erkunden. Das macht das „Unterkünfte Jumping“ aber nicht unmöglich, sondern in einer anderen Weise interessant. Zum Beispiel bin ich ein absoluter Fan der Strecke vom Skukuza Restcamp zum Lower Sabie Restcamp. Die Idee ist einfach: Trink morgens noch einen Kaffee oder Tee, den du dir in deiner Unterkunft selbst brauen kannst, pack ein paar Kekse oder ein Müsli-Riegel und natürlich Wasser ein und fahr los, sobald das Camp-Tor mit dem ersten Tageslicht öffnet. Genieße das Erwachen der Tiere. Oder triff sie auf ihrem Weg zu einem gemütlichen Plätzchen, wo sie tagsüber abhängen. Raubkatzen sind je nach Jahreszeit gerne noch bis 9 Uhr aktiv unterwegs im Kruger.

Die gesamte Strecke folgt dem Lower Sabie Fluss, ist ca. 47 km lang und kann locker zwischen 3 und 5 Stunden dauern. Seid also nicht überrascht, wenn ihr erst um 11 Uhr zu eurem wohlverdienten Frühstück im Lower Sabie Restaurant kommt. Kurz vor Lower Sabie ist noch dieser einzigartige Krokodil- und Hippo-Pool. Da denkst du, du hast es geschafft, riechst sogar schon den Kaffee und vergisst es dann aber für die nächste Stunde rasant schnell, weil du jetzt plötzlich vor diesem kleinen See stehst. Wie auch immer: spätestens danach ist Brunch-time. Ich liebe es. Nach einer ausgiebigen Pause geht es schließlich auf der anderen Seite des Flusses entspannt zurück nach Skukuza. Auf diese oder ähnliche Weise lassen sich gut Fahrten und Pausen zwischen Unterkünften gestalten.

Giraffe Safari Kruger Nationalpark

5) Kruger Nationalpark Wissenswertes: Was kann man hier machen? Aktivitätenmix

Neben den täglichen Pirschfahrten bietet der Kruger Nationalpark noch eine Reihe abwechslungsreicher Aktivitäten. Zwar sind Skateboards, Rollschuhe, Motorräder und Fahrräder auf den öffentlichen Straßen des Schutzgebietes verboten, aber deswegen müsst ihr nicht den ganzen Tag im Auto sitzen. Im Angebot sind morgendliche Zu-Fuß-Safaris in der Wildnis, Mehrtageswanderungen mit Zeltübernachtungen unter den Sternen, Mountainbike-Trails oder Vogelbeobachtungen. Auch Golf spielen (Skukuza Camp) ist möglich. Und wen es doch stärker ins Fahrzeug zieht, kann spezielle Geländestrecken für 4×4-Fahrzeuge testen oder Nachtsafaris mitmachen. Bei der Buchung eurer Unterkunft solltet ihr eure Aktivitätenwünsche mit einbeziehen und schauen, wo sie angeboten werden. Hier findet ihr Hilfen für eure Planung.

Tiersichtungen und Aktivitäten Tafel

6) Kruger Nationalpark – Wissenswertes: Was ihr sonst noch wissen und berücksichtigen solltet

  • Der Kruger Nationalpark birgt ein Malariarisiko, das mit der Regenzeit und zum Norden hin steigt.
  • Der Gebrauch von Drohnen ist im Kruger Nationalpark wie auch in allen anderen Nationalparks des Landes grundsätzlich verboten.
  • Wundert euch während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober nicht über Buschbrände im Kruger. Sie sind (in der Regel) kein Zufall und werden an ausgewählten Orten entzündet und brennen gelassen. Diese Feuer werden von den Rangern genau überwacht und nur unter günstigen Bedingungen entfacht, wenn die Feuergefahr-Indizes niedrig bis mäßig sind.
  • Vor allem die großen Camps haben kleine Supermärkte vor Ort. Diese Läden sind in der Regel ausgestattet mit Souvenirs, „Braai“-Fleisch und gängigen Lebensmitteln. Die Geschäfte schließen normalerweise 30 Minuten nach den Camp-Toren.
  • Übrigens gibt es an den meisten Zufahrtstoren, größeren Rastplätzen und den Unterkünften (vor der Rezeption) eine Tierbeobachtungstafel von Gästen für Gäste. Hier werden mit farbigen Magneten, die jeweils einem Tier zugeordnet sind, die Stellen markiert, wo die wichtigsten Ikonen des Nationalparks gesehen wurden. Das hilft nicht nur den Guides.
  • Wer es moderner als auf klassischen Bildtafeln haben möchte, kann sich im Google-Play-Store die App „Latest Sightings“ herunterladen. Sie benachrichtigt euch über Sichtungen in eurer Nähe, damit ihr sie zeitnah aufsuchen könnt.
Flusslandschaft Südafrika

Wer noch mehr Tipps für den Kruger Nationalpark und Wissenswertes speziell für Selbstfahrer*innen lesen möchte, findet dies hier. Wir stehen gerne für Rückfragen und zur Unterstützung bei der Planung und Buchung eures Abenteuers bereit – egal ob auf einer geführten Safari oder einer Selbstfahrer*in-Reise unterwegs. Dank unseres engen Kontaktes zu unserer Tochterfirma in Südafrika wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Südafrika-Erlebnis.