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Veröffentlicht am 23. Oktober 2023 von Juan Proll

Lohnt sich der Addo Elephant Nationalpark in Südafrika?

Längst ist der Addo-Elefanten-Nationalpark mehr als nur die Summe seiner Elefanten. Er ist der drittgrößte Nationalpark Südafrikas und strotzt vor einer beeindruckenden Vielfalt an Landschaften, Pflanzen und Tieren. Lohnt sich der Addo Elephant Nationalpark? Ich finde: Auf jeden Fall!

Der Addo-Elefanten-Nationalpark: Ein Überblick

Sein Name wird der Vielfalt des Nationalparks schon längst nicht mehr gerecht. Er vereint inzwischen fünf Großlebensräume (Biome) – Nama Karoo, Fynbos, Wald, Dickicht und Grasland – mit eigenen Ökosystemen und den darin vorkommenden Pflanzen, Tieren, sonstigen Organismen und leblosen Bestandteilen. Zu den derzeit knapp 1.720 km2 Parkfläche auf dem Festland kommen noch weitere rund 72 km2 maritimes Schutzgebiet. Und die Planungen gehen weiter: Zu Lande will man auf gut 2.381 km2 und vor der Küste auf etwa 1.164 km2 erweitern. Doch schon heute ist das Alleinstellungsmerkmal dieses Nationalparks, für das gesamte südliche Afrika, die Big Seven innerhalb eines Parks zu sehen: Elefanten, Löwen, Nashörner, Leoparden, Büffel, plus Wale, plus Weiße Haie.

Nashörner im Addo Elephant Nationalpark

Auf der Verlängerung des Garden Route Nationalparks liegt der Südeingang des Addos nur gut 45 km von Gqeberha‘s (ehemals Port Elizabeth) internationalem Flughafen entfernt. Er ist Südafrikas südlichster Big Five Nationalpark und damit auch Kapstadt am nächsten.

Der Addo Elephant Nationalpark ist in acht Sektionen unterteilt:

  1. Darlington Area
    Dieser Abschnitt bietet:
    – 4×4 Strecken für abenteuerliche Geländefahrten,
    – Angelmöglichkeiten am Darlington Stausee,
    – sehr gute Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und
    – Übernachtungsmöglichkeiten auf einem Campingplatz.
  2. Kabouga Area
    Auch hier gibt es:
    – 4×4 Strecken für abenteuerliche Geländefahrten,
    – sehr gute Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und
    – Übernachtungsmöglichkeiten auf einem Campingplatz und in Cottages.
  3. Zuurberg Area
    In dieser Sektion findet ihr:
    – Wanderstrecken,
    – sehr gute Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und
    – Übernachtungsmöglichkeiten auf einem Campingplatz.
  4. Nyathi Area
    Dieser an einem Fluss verlaufende Abschnitt bietet:
    – atemberaubende Aussichten auf eine Wasserstelle voller Elefanten und Büffel,
    – sehr gute Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und
    – Übernachtungsmöglichkeiten in voll ausgestatteten Cottages für die Selbstversorgung.
  5. Addo Main Camp Area
    Dieser Abschnitt vom Addo Main Camp im Norden bis zum Matyholweni Camp im Süden ist das Hauptgebiet für Safari-Enthusiasten in diesem Nationalpark.
    Hier gibt es:
    – ein Museum, einen Shop, ein Restaurant und eine Tankstelle,
    – einen Lehrpfad, eine beleuchtete Wasserstelle mit Beobachtungsunterstand und Picknikplätze,
    – hervorragende Wildtier- und Vogelbeobachtungsmöglichkeiten sowie
    – eine Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten im Zelt oder in festen Unterkünften.
  6. Colchester Area
    Der südliche Bereich des Sektors 5 gehört rein formal auch schon zur Colchester Area. Doch zur Vereinfachung beziehe ich mich hier allein auf den Abschnitt im Umfeld der Ortschaft Colchester. Hier findet ihr am Rande und in der Ortschaft, die außerhalb des Nationalparks liegt:
    – Restaurants, einen größeren und einen kleineren Supermarkt,
    – eine Tankstelle, eine Reparaturwerkstatt,
    – eine Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten in festen Unterkünften,
    – Bootsfahrten im Sundays River und Angeltouren sowie
    – Bademöglichkeiten am Strand im Dünenstreifen des Nationalparkgebiets.
  7. Woody Cape Area
    In dieser Sektion findet ihr:
    – Wandermöglichkeiten,
    – sehr gute Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und
    – Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Selbstversorgungshütten.
  8. Marine Protected Area
    Dieser Abschnitt bietet:
    – maritime Tierwelt,
    – die Vogelinseln Bird Island (nicht besuchbar) und St. Croix Islandgroup (Pinguine)
    – Waltouren (aber nur bei privat akkreditierten Anbietern in Gqeberha buchbar).

Lohnt sich der Addo Elephant Nationalpark? Bei dieser Vielfalt versteht ihr bestimmt schon sehr gut, warum ich das mit einem deutlichen Ja beantworten würde. Natürlich kann ich euch deswegen leider auch nicht gleich alle Sektionen vorstellen und konzentriere mich daher im Rahmen dieses Blogs auf die beiden Abschnitte „Addo Main Camp Area“ und „Colchester Area“.

Zwei unserer Lieblingstouren mit Addo Elephant Nationalpark:

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Selbstfahrer-Rundreise: Südafrikas Süden & Garden Route

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Sie fahren entlang der malerischen Garden Route bis zum Addo Elephant Park, wo Sie nach Afrikas Big Five Ausschau halten. Zurück nach Kapstadt besuchen Sie die für Südafrika bekannten Winelands.

Addo Elephant Nationalpark – ein kurzer Blick in die Geschichte

Der Name lässt euch sicher schon vermuten, dass die Geschichte des Nationalparks eng mit dem Schicksal der Elefanten verbunden ist. Schon seit dem 17. Jahrhundert wurden hier die großen Elefantenherden für ihr Elfenbein und andere Tierarten für Trophäen gejagt. Ab dem späten 18. Jahrhundert siedelten sich dann immer mehr Farmer*innen an. Der Druck auf die Elefanten stieg, der Verlust ihrer Habitate nahm zu. Sie holten sich das Wasser und die Ernte von den Farmen, mussten dafür aber einen hohen Tribut zahlen. Die Farmer*innen taten alles, um die Elefanten auszulöschen. Angesichts grausamer Abschlachtungen wandelte sich das Bild in der Öffentlichkeit und der Schutz der letzten Elefanten dieser Region wurde gegen den Widerstand der Farmbetreiber*innen gefordert.

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1931 war es dann so weit: ein ca. 20 km2 großes Schutzgebiet wurde bestimmt und zum Nationalpark erklärt. Es galt, die letzten zwölf noch lebenden Elefanten in dieser Gegend zu retten. Nur wie sie in den Park bekommen? Bitten und Betteln halfen natürlich nicht, dafür aber Schrotflinten, Feuerwerkskörper und systematisch gelegte Brände. Ein Bulle wehrte sich tapfer und wurde dafür schließlich vom Parkmanager erschossen. So waren es nur noch elf.

In den folgenden Jahren ging es für die Elefanten Ein und Aus. Entweder, weil es keine Zäune gab, oder, weil diese die Dickhäuter nicht aufhalten konnten. Zwischendurch überlud man die Pflanzen- und Früchtefresser mit Zitrusobst aus den Anbaugebieten der Region, nur um sie innerhalb der Parkgrenzen zu halten. Das schuf neue Begierden und damit neue Probleme, mit Konsequenzen bis heute: Zitrusfrüchte dürfen offiziell nicht in den Park eingeführt werden. Erst 1954 stand der erste elefantensichere Zaun. Seitdem hat der Park eine Menge Zuwachs bekommen. Heute schätzt man die Population der Elefanten auf über 600. Ein weiterer Grund, warum sich ein Besuch im Addo-Elefanten-Nationalpark lohnt.

Lohnt sich der Addo Elephant Nationalpark? Als Selbstfahrer*in oder auf einer geführten Tour unterwegs

Wir bieten Selbstfahrer*in-Touren und geführte Rundreisen an, die den Addo Elephant National Park ansteuern. Auch für uns geht in dieser Region kein Weg an diesem Schmuckstück vorbei. Wer also auf die besonderen Vorzüge eines Guides verzichten möchte, kann hier sehr gut im eigenen Fahrzeug den Park besuchen. Ein 2×4 betriebenes Fahrzeug reicht in der Regel aus, ein erhöhter Unterbodenabstand beruhigt, um sich auch auf den schotterbelegten Nebenstraßen auf der Suche nach Tieren wohlzufühlen. Dichter Busch wechselt sich mit weiten Grasebenen ab. Denkt an das Einhalten einiger Regeln für Selbstfahrende. Welche das im Detail sind, steht auf der Nationalpark-Landkarte, die ihr nach der Registrierung und Bezahlung am Eingang bekommt.

Geführte Pirschfahrt im Addo Elephant Nationalpark lohnt sich

Extra Tipps für Selbstfahrer*innen

Ein paar zusätzliche Tipps – sehr speziell für den Addo Elephant National Park – möchte ich aber gerade den Selbstfahrenden unter euch noch mit auf den Weg geben:

  • Wer nicht im Park untergebracht ist, sondern drumherum, zum Beispiel in Colchester (südlich des Parks) oder Addo Village (westlich) sollte die Öffnungs- und Schließungszeiten sehr genau im Auge behalten. Die sind saisonal unterschiedlich, gehen in der südafrikanischen Winterzeit bis 18 Uhr und in der Sommerzeit bis 19 Uhr. Bis dahin müsst ihr aus dem Pirschfahrten-Bereich heraus sein. Hinzu kommt, dass es in der Winterzeit ab Juni schon vor 18 Uhr bereits dunkel ist. Ihr könnt schon ab 17:15 Uhr immer weniger sehen. Fotos sind jetzt nur noch mit großen Einschränkungen möglich.
  • Im Süden des Parks, am Matyholweni Gate, müsst ihr gleich ganz aus dem Park herausfahren. Das ist im nördlich gelegenen Addo Main Camp aber anders. Hier fahrt ihr durch ein erstes Gate hinaus aus der Pirschfahrten-Zone und seid damit erst einmal im Hauptcamp des Parks. Um ganz aus dem Park herauszukommen, müsst ihr durch das Camp hindurchfahren. Dahinter kommt ein zweites Gate. Dieses Gate müsst ihr aber erst spätestens um 22 Uhr verlassen. Wer also noch im Camp-Restaurant in Ruhe gut essen möchte, kann das tun. Nur informiert bitte vorher die Rezeption oder einen Restaurant-Angestellten über eure Pläne. Bittet sie darum, das Sicherheitspersonal am Gate zu informieren.
  • Wer eine Buchung innerhalb des Parks hat und über den südlichen Eingang kommt, muss im Blick behalten, dass die Rezeption hier bereits um 17 Uhr offiziell schließt, auch wenn das Gate für die Herausfahrt noch länger geöffnet ist.
  • Der Parkbereich vom Addo Main Camp bis zum Südausgang wird in etwa der Mitte durch eine Hauptstraße (Schotterpiste) in zwei Bereiche getrennt. Es ist eine Durchgangsstraße für die Einheimischen. Ihr dürft auf dieser Straße zwar bis zum West- und Ostgate fahren, aber nicht den Park auf diesem Weg verlassen oder über diesen Weg hineinkommen. Für Wildbeobachtungen sind diese Straßen auf jeden Fall interessant. So verläuft zum Beispiel das Löwengebiet derzeit entlang der östlichen Straßenführung (Richtung N10), die wiederum das Territorium der Wildkatzen nördlich abgrenzt.
  • Ein idealer Tag im Addo Elephant Nationalpark könnte so verlaufen: Einfahrt über das Südgate mit Picknick-Korb ohne Zitrusfrüchte. Abfahren aller Straßen der Südhälfte gemäß Addo-Karte. Nachdem ihr die Löwen gefunden, Elefanten gesehen, Strauße bewundert, Antilopen hinterhergeschaut und vielleicht sogar ein Nashorn entdeckt habt, geht es zur Mittagspause auf die Jack’s Picnic-Site in der Nordhälfte. Gut erholt, gesättigt und blasenentlastet geht es in den Nachmittag. Alles, was ihr vorher noch nicht gesehen habt, findet ihr hoffentlich jetzt: Büffel, Hyänen, Jackale, Leoparden, Zebras und den endemischen flügellosen Mistkäfer. Nur Giraffen werdet ihr nicht sehen, denn die gibt es hier nur außerhalb des Nationalparks. Spätestens zur Schließungszeit verlasst ihr das innere Ausgangstor zum Addo Main Camp. Der Hunger ist schon wieder da und der Durst erst recht. Also gönnt ihr euch ein leckeres Abendessen im Restaurant und seht zu, dass ihr allerspätestens um 22 Uhr das äußere Haupttor verlasst.

    Nun heißt es, außen herum über die R335 zum Addo Village zu fahren und weiter – wer nach Colchester muss – bis zur N2 in Richtung Colchester oder alternativ vom Nordtor rechts ab über die R342, Paterson und N10 auf die N2 Richtung Colchester.
  • Warnung: Die Nationalpark-Verwaltung warnt derzeit alle Gäste, die aus Richtung Gqeberha (ehemals Port Elizabeth) zum Park anreisen oder über Addo Village hinaus in Richtung Gqeberha fahren. Sie empfiehlt, aus Sicherheitsgründen die Route R335 zwischen N2 und Addo Village zu vermeiden und stattdessen folgende Wege zu nutzen: Entweder über die N2 bis Colchester und dort den Südeingang des Parks am Camp Matyholweni nutzen. Oder der N2 weiter hinter Colchester bis zum Abzweig N10 folgen und über Paterson sowie der R342 dahinter zum Main Camp fahren. Für die Nachtroute zurück heißt es also, in die andere Richtung zu denken.

Lohnt sich der Addo Elephant Nationalpark? Was ihr sonst noch wissen und berücksichtigen solltet

  • Der Addo-Elefanten-Nationalpark ist kein offizielles Malariagebiet!
  • Drohnen sind im Addo Elephant National Park grundsätzlich verboten. Wer eine dabei hat, muss es gleich am Eingang angeben und sich die Drohnen-Tasche bis zum Verlassen des Parks versiegeln lassen.
  • Im Hauptcamp gibt es einen kleinen Supermarkt, ausgestattet mit Souvenirs, Braai-Fleisch und gängigen Lebensmitteln. Gut für Noteinkäufe und Snacks, nicht mehr. Das Geschäft schließt normalerweise 30 Minuten nach den Camp-Toren.
  • Am Rande des Hauptcamps, aber innerhalb der Camp-Umzäunung befindet sich der PPC Discovery Trail. Mit seinen Informationstafeln entlang des 1,8 km langen Rundweges bietet dieser kleine Lehrpfad nicht nur einen abwechslungsreichen Spaziergang durch das Dickicht, sondern auch Wissenswertes über die Fauna und Flora der Region. Die erste, rund 400m lange Schleife ist auch für sehbehinderte und rollstuhlfahrende Gäste geeignet.

Lohnt sich also der Addo Elephant Nationalpark? Das dürfte hoffentlich deutlich geworden sein. Wir stehen gerne für Rückfragen und zur Unterstützung bei der Planung und Buchung eures Südafrika-Abenteuers bereit – egal ob auf einer geführten Safari oder einer Selbstfahrer*in-Reise unterwegs. Dank unseres engen Kontaktes zu unserer Tochterfirma in Südafrika wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Südafrika-Erlebnis.