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Veröffentlicht am 13. Januar 2020 von Juan Proll

Was kann man in Wilderness machen? Ich verspreche dir Wilderness

Wilderness – was für ein Name für ein idyllisches Städtchen am Indischen Ozean. Doch was kann man in Wilderness machen? Wenn ich nur an diesen Ort im Garden Route Nationalpark denke, entspanne ich sofort und fange gleich an, meinen Körper im rhythmischen Reggae-Stil zu bewegen. Mein musikalisches Dope dazu ist ein Song von Ras Sheehama, einem namibischen Künstler, der seine Gesangskarriere aber in Südafrika startete.

Sein Album „Travelling“ enthält in einem preisgekrönten Lied die Zeile „Travelling through the wilderness“. Vogelgezwitscher begleitet dabei das instrumentale Orchester. Innerlich hebe ich ab, fliege ich über diese Wahnsinnslandschaft hinweg, schaue begeistert auf einen kilometerlangen Strand, folge neugierig einem Fluss von seiner Meeresmündung über eine Lagune hinweg vorbei am Ortszentrum und weiter zu einem atemberaubenden Panorama aus Seen und Wäldern. Wilderness wühlt mich auf und erfüllt mich gleichzeitig mit tiefster Harmonie.

Wilderness: Was kann man machen?

In meinem heutigen Blog-Beitrag möchte ich dir verraten, was man in Wilderness unternehmen kann. Ich stelle dir die besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten am Höhepunkt der Gardenroute vor!

Übrigens: Hier findest du unsere Südafrika-Rundreisen für Selbstfahrer!

Wilderness GardenRoute Suedafrika

Versprechen muss man halten

„Ich verspreche dir Wilderness“ ist in der Gründungsmythologie der Ortschaft der zentrale Satz in unterschiedlich erzählten Geschichten. Ihnen gemeinsam ist die Liebe zweier Menschen zueinander, in der sie sich als Hochzeitsgeschenk nichts sehnlicher wünscht als ein Stück Land in der Wildnis, und er derjenige ist, der ihr diesen Traum erfüllt. Ein kleiner Schritt für die beiden, ein großer für den Tourismus. Von ihrem alten Farmgebäude blieb leider nichts übrig, aber das paradiesisch-romantische Flair ist dafür weiterhin gut erhalten.

An dieser Stelle in die Wildnis einzutauchen und ein gemeinsames Leben aufzubauen, war zu diesem Zeitpunkt vor rund 150 Jahren gar nicht so einfach. Die tiefen Schluchten der Flüsse Kaaimans und Touw sowie die dichten Wälder waren immer ein schwieriges Hindernis für Ochsenkarren. Erst der aufwändige Bau der Sieben-Pässe-Straße zwischen George und Knysna öffnete das Küsten- und Seengebiet für Besiedlungen, als sie diese Region Ende der 1860er Jahre erreichte. Ab 1952 wurde diese alte Passstraße in den Ruhestand entlassen und durch eine Küstenstraße, die N2, ersetzt.

Was kann man in Wilderness unternehmen? Der Wow-Effekt

Wilderness und sein Umland als Teil des Garden Route Nationalparks profitieren in infrastruktureller Hinsicht sehr von dem Highway N2. Aber auch die Aussichten entlang der Strecke sind vom allerfeinsten, ein ‚kulinarischer’ Höhepunkt für die Sinne. Wenn man an einem sonnigen Tag von George, dem westlichen Gateway zum Garden Route Nationalpark, in Richtung Wilderness fährt, dann erreicht man bald eine exotisch anmutende Waldlandschaft mit steil aufragenden Berghängen. Hier überquert Südafrikas erste kurvig gebaute Brücke das bernsteinfarbene Wasser des Kaaimans River. Eine Stelle, an der Reisende vor 1952 mit ihren wie auch immer betriebenen oder gezogenen Wagen manchmal wochenlang ausharren mussten, bis sie den Fluss sicher überqueren konnten, weil er zu voll mit Wasser war. Er wurde daher auch „Keeromrivier“ (Dreh-um-Fluss) genannt, weil einige Reisende angesichts des tosenden Wassers umkehren und versuchen mussten, einen anderen Weg zu finden, um ihr Ziel zu erreichen.

Ja, so ändern sich die Zeiten. Früher wollte man schnell hindurch, heute mag man am liebsten mitten auf der Brücke stehen bleiben, um den Ausblick zu genießen.

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Dann setzt man seine Reise fort und fährt den relativ kurzen Weg hinauf zum Kaaiman’s Rivier Pass – immer noch mit schönsten Perspektiven auf und über den Fluss –, bis man oben am so genannten Dolphins Point ankommt. Erstmals erspäht man das Meer. Spätestens hier erahnt man auch, dass sich hinter der bevorstehenden scharfen Linkskurve eine fantastische Aussicht öffnen könnte. Die Kurve nähert sich, die Spannung steigt. Und dann passierts: „Wooowww! Irre! Klasse! Gigantisch! Sagenhaft!“, und keine Ahnung, was sonst noch so an Kommentaren kommt. Das Auto mag man am liebsten mitten auf der Straße parken und aussteigen, um nur schnell zu dem Aussichtspunkt zu kommen, der 270-Grad-Ausblicke bietet, darunter eines der besten Panoramen auf Wilderness und seinem endlos langen Strand. Garden Route Nationalpark at its best.

Menschen baden im Meer, surfen in den Wellen, liegen im goldbraunen Sand, spazieren am Wasser entlang. Perlenkettenartig aufgereiht dahinter stehen kleine Häuschen und Villen in der ersten und zweiten Reihe mit Blick über den Indischen Ozean. Kommt man hier am Nachmittag an, wirft die Sonne von Westen scheinend ein warmes Licht auf die Kulisse. Von links kreuzen Paraglider das Blickfeld. Fast geräuschlos schweben sie über einen hinweg auf ihrem Weg hinunter zur Landung. Unweigerlich freut man sich auf die Tage, die kommen.

Was tun in Wilderness?

Was kann man in Wilderness machen? Das hängt natürlich davon ab, wie viel Zeit man hat. Wenn ich als Guide auf der Faszination Südafrika Rundreise mit Gästen auf der Garden Route unterwegs bin und hier eintreffe, haben wir immerhin zwei Tage Zeit. Das reicht für wundervolle Sonnenauf- und -untergänge am Strand. Wenn das Wetter mitspielt, natürlich. (Mehr zum Klima und beste Reisezeit in meinem Blog „Die Garden Route, ein Highlight in Südafrika – aber wo liegt die Garden Route?“)

Was kann man in Wilderness machen

Es erlaubt Möglichkeiten, aus dem großen Paket der hier angebotenen Wassersportaktivitäten eine kleine Auswahl zu treffen. Und es bietet Gelegenheiten für erholsame Momente beim Lesen, Plaudern und Kaffeetrinken, während man auf der Terrasse der Unterkunft sitzt und hin und wieder dem Spiel der Meereswogen folgt. Paragliding ist immer auch eine Option. Ebenso der Besuch am wirklich besonderen „Map of Africa View Point“, wo man auf eine Landschaftsformation blickt, die an die Konturen des afrikanischen Kontinents erinnert … sanft umspült vom Kaaimans River. Kunsthandwerk-Interessierte sowie Hobby Café- und Restaurant-Tester kommen hier selbstverständlich auch auf ihre Kosten. Das kleine, überschaubare Ortszentrum mit seinem einladenden Ambiente bietet hierfür genügend Raum.

Mein Favorit unter den Angeboten in Wilderness

Natürlich haben alle Reisenden sehr individuelle Vorstellungen darüber, wie sie die Zeit an einem Ort verbringen möchten. Was kann man in Wilderness machen? Mein großer Favorit unter all den erdenklichen Aktivitäten in Wilderness ist die folgende Variante:

Man miete sich ein Kanu am Touw Fluss, paddle damit ca. 45 Minuten flussaufwärts tief in den Dschungel hinein, ziehe es dort an Land und gehe dann weitere 45 Minuten durch herrlichsten Primärwald auf bestens präparierten Pfaden und Bordwalks. Unterwegs erhältst du intensive Einblicke in die Flora dieses Naturreiches und kannst die buntesten Vögel entdecken, wie zum Beispiel den außerordentlich schönen und farbenfrohen Knysna Lourie beziehungsweise Knysna Turaco, der in Südafrika und eSwatini endemisch ist. Am Ende des Weges erwartet dich schließlich eine echte Erfrischung. Nein, leider kein Eiswagen. Dafür aber ein Wasserfall mit einem kleinen See davor, in dem du baden kannst. Piranhafrei. Herrlich!

Aktivitaeten in Wilderness Garden Route

Irgendwann heißt es natürlich, wieder den Rückweg anzutreten, frisch gebadet und gut erholt. Der Weg zurück wird leichter. Es geht hinunter und im Wasser mit der Strömung. Ein toller Ausflug! Kalkuliere etwa 4 Stunden für diesen Ausflug, wenn es entspannt sein soll.

Diese Wanderung auf dem „Half-collared Kingfisher Trail“ kann man auch ohne Kanu machen. Die Gesamtzeit bleibt aber in etwa die gleiche.

Die Garden Route ist ohne Zweifel eine besondere Attraktion in der Westkap- und Ostkap-Provinz Südafrikas. Wilderness ist eines der unbestrittenen Highlights. Auch wenn ich mit Gästen auf unserer Faszination Südafrika Rundreise unterwegs bin. Wilderness und die Garden Route auf einer Gruppenreise kennen zu lernen oder sie in eine Selbstfahrerreise in Südafrika einzubauen ist absolut empfehlenswert.

Was man in Wilderness machen kann, was am besten passt und wie ihr es am besten macht? Meldet euch bei uns und wir planen gemeinsam.

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