Veröffentlicht am 31. Juli 2023 von Juan Proll
– Zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2025
Wo sieht man die meisten Tiere in Afrika?
Wer in Afrika auf Safari geht, möchte vor allem Wildtiere sehen. Möglichst viele noch dazu. Doch wo sieht man die meisten Tiere in Afrika? Der heutige Blog gibt Antworten.
Die Faszination der afrikanischen Tierwelt
Wer gezielt eine Safari in Afrika bucht, will natürlich Tiere sehen. Und das so viel wie möglich. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als in den Wildschutzgebieten Afrikas unterwegs zu sein und auf Pirsch zu gehen.
Ich liebe es, auf den Grasebenen den Zebras und Gnus dabei zuzuschauen, wie sie friedlich ihre Gräser zupfen. Es fasziniert mich, den Giraffen mit ihren laufstegtauglichen Bewegungen hinterherzusehen.
Und wie herrlich ist es, ein Rudel Löwen zu entdecken, das im Schatten eines Baumes ruht und sich nicht einmal vom verlockenden Duft einer vorbeilaufenden Impala-Antilope zu mehr Aktivität verführen lässt.
Unschlagbar auch die Momente am Wasserloch, wenn Elefanten ihre Privatheit einklagen und die durstigen Mittrinker*innen vertreiben. „Haut ab ihr Strauße, Springböcke, Kuhantilopen, Kudus, Warzenschweine, Schakale und wer sich sonst noch gerade ohne Rüssel hier aufhält.“
Wo aber sind so viele Tiere, dass man überhaupt die Chance hat, so etwas zu sehen?

Welches Land in Afrika hat die meisten Tiere?
Wenn wir die Länder in den südlichen und östlichen Safari-Regionen Afrikas vergleichen, ist Tansania wahrscheinlich das Land mit den meisten Tieren.
Vor allem wegen des Serengeti-Ökosystems und des Ngorongoro-Kraters besitzt es eine unglaubliche Vielfalt und Dichte an Wildtieren und macht das Land zu einem echten Paradies für Safari-Enthusiasten.
Doch im Safari-Erleben sind die Unterschiede nur graduell, denn all die nachfolgend beschriebenen Länder verfügen über einen atemberaubenden Tierreichtum.
Südliches Afrika
Südafrika ist berühmt für seine vielfältigen Nationalparks, wie den Kruger-Nationalpark, der zu den größten und bekanntesten Wildreservaten Afrikas gehört. Hier kannst du die sogenannten „Big Five“ – Löwe, Elefant, Büffel, Leopard und Nashorn – in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
Südafrika hat eine beeindruckende Tierpopulation und Artenvielfalt, ist aber nicht das Land mit der höchsten Tierdichte in Afrika.
Namibia ist bekannt für seine atemberaubenden Wüstenlandschaften in der Namib und der Kalahari. Reich an Tieren ist das Land auch. Die große Besonderheit hier sind vor allem die Wüstenelefanten und Wüstenlöwen sowie Nashörner, die unter wüstenartigen Bedingungen sehr gut überleben.
Der Etosha-Nationalpark ist ein Highlight für Tierbeobachtungen im Land. Doch trotz einer großen Vielfalt an Tieren ist ihre Gesamtzahl im Vergleich zu anderen Ländern noch nicht die höchste.
Botswana gilt als eines der besten Länder für Tierbeobachtungen in Afrika. Das Okavango-Delta ist ein UNESCO-Weltnaturerbe mit einer einzigartigen Wasserlandschaft, die eine Vielzahl von Tieren anzieht. Hier kannst du Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Löwen und viele Vogelarten beobachten.
Das Moremi-Wildreservat und der Chobe-Nationalpark sind ebenfalls bekannt für ihre beeindruckende Tierdichte.
Die nachhaltigen Safari-Optionen in Botswana sorgen für ein authentisches Erlebnis in unberührter Natur und bieten im Vergleich mit den Nachbarländern die größte Tierdichte in den Schutzgebieten.

Östliches Afrika
Uganda ist vor allem für seine Berggorillas im Bwindi-Impenetrable Forest bekannt. Neben Gorillas kannst du auch Schimpansen, Elefanten und Flusspferde in den zahlreichen Nationalparks wie Queen Elizabeth beobachten.
Der Murchison-Falls-Nationalpark bietet zudem eine beeindruckende Wasserfallkulisse und eine reiche Tierwelt. Als Safari-Destination steht Uganda aber noch im Schatten von Kenia und Tansania.
Kenia beherbergt eine enorme Vielfalt an Wildtieren, insbesondere im Masai-Mara-Nationalreservat, das Teil des Serengeti-Mara-Ökosystems ist. Hier kannst du große Herden von Gnus, Zebras, Gazellen und Raubtieren beobachten. Das Land ist berühmt für seine Tiermigrationen, die jährlich Tausende von Tieren anziehen.
Die Tierdichte in Kenia ist hoch, und das Land gilt als eines der besten Orte, um eine große Vielfalt an Tieren in freier Wildbahn zu erleben.
Tansania ist die Heimat des Serengeti-Nationalparks und des Ngorongoro-Kraters, zwei der wichtigsten Schutzgebiete für Wildtiere in Afrika mit außergewöhnlichem Tierreichtum. Die Serengeti ist bekannt für seine riesigen Tierherden und die jährliche Migration der Gnus und Zebras.
Der Ngorongoro-Krater ist eine der größten intakten Calderen der Welt – eine imposante, beckenartige Landschaft, entstanden durch den Einsturz eines erloschenen Vulkans – und bietet eine beeindruckende Konzentration an Tieren, darunter Löwen, Nashörner, Flusspferde und viele andere Arten.
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Auf diesen Safaris siehst du besonders viele Tiere:
Kenia & Tansania – Faszination Ostafrika
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Wo sieht man die meisten Tiere in Afrika – Ein Überblick nach Ländern
Die Frage „Wo sieht man die meisten Tiere in Afrika“ ist leider auch eine Luxusfrage in einer Welt, in der wir uns freuen sollten, überhaupt welche zu sehen. Denn wir Menschen sind es, die ihre Lebensräume immer weiter einengen oder sie aus Profitgier töten.
Glücklicherweise sind es aber auch wir Menschen, die inzwischen viel – wenn auch immer noch nicht genug – für ihren Schutz tun. Es gibt sie deshalb, die Gebiete, in denen immer noch sehr viele Ikonen der afrikanischen Tierwelt zu bewundern sind.
Hier eine Reihe von Beispielen aus dem südlichen und östlichen Afrika.
Uganda
Uganda entwickelt sich mehr und mehr zu einer beliebten Safari-Destination. Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist nicht nur landschaftlich ein Leckerbissen, sondern verfügt auch über eine artenreiche Tierwelt.
Zwar musst du hier auf Giraffen, Zebras, Nashörner und Gnus verzichten, hast im Gegenzug aber 10 Primaten-Arten, die sich von Baum zu Baum schwingen. Darunter auch Schimpansen, die in diesem Park zusammen mit den Baumlöwen eine Besonderheit sind.
Vor allem aber verfügt Uganda im Südwesten des Landes über zwei Gorilla-Hotspots. Zum einen ist da der Mgahinga-Gorilla-Nationalpark. Er ist Teil des trinationalen Virunga-Schutzgebietes für Berggorillas.
Die Gorillas hier dürfen visumfrei zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo verkehren – ‚Gorillas ohne Grenzen’ sozusagen. Es sind weltweit nur diese drei Länder, in denen überhaupt noch Berggorillas leben.

Das zweite Gebiet für Ugandas Berggorillas liegt knappe 50 km nördlich und ist der Bwindi Impenetrable Forest National Park. Dieser einzigartige Dschungel ist aufgrund seines Artenreichtums und der hier ansässigen Berggorilla-Population UNESCO Weltnaturerbe.
Kenia
Die eindeutig meisten Tiere des Landes sieht man hier in der Masai Mara an der Grenze zu Tansania. Die Masai Mara bildet ein riesiges Ökosystem mit der Serengeti.
Das wissen auch die Tiere, die alljährlich auf ihrer „Großen Wanderung“ zwischen Juli und Oktober den Weg über den krokodilreichen Marafluss wagen, um das leckere Gras der Maasai Mara zu testen. In diesen Monaten gehört die Tierdichte hier zu den höchsten im gesamten Afrika.
Im Vergleich Masai Mara und Serengeti hat die Mara in punkto Publikumsnähe die Nase vorn. Die Flussüberquerungen sind leichter zu erreichen und die Unterkünfte häufig günstiger.

Der Amboseli Nationalpark trumpft mit sehr ursprünglich gebliebenen Elefantenpopulationen und herrlichen Aussichten auf den Kilimandscharo.
Überhaupt ist das Mutterland der Safari reich an Tierwelt. Unter all den Optionen lohnt sich auch die Ol Pejeta Conservancy. Sie ist derzeit der einzige Ort der Welt, wo du das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn, das Südliche Breitmaulnashorn UND das Nördliche Breitmaulnashorn bewundern kannst.
Tansania
Unbestrittene Nummer 1 der meisten Tiere ist hier die Serengeti. Von manchen Arten gibt es so viele, dass sie sogar Verhaltensweisen annehmen, die anderswo eher untypisch sind. Nirgendwo sonst zum Beispiel sehe ich Gruppen der sonst nachtaktiven Tüpfelhyänen so häufig tagsüber durch die Gegend marodieren wie hier.

Aber mehr noch: Der größte Teil der „Great Migration“ ist in diesem Nationalpark unterwegs. Daher bekommt man allein die Gnus millionenfach. Diese Große Wanderung der Tiere ist nicht immer leicht verfolgbar.
Wer aber zwischen Januar und Februar kommt, kann im Südosten gleich am Eingang des Parks das Massenkalben der Gnus miterleben. Ein unvergessliches Erlebnis.
Der Ngorongoro Krater gleich nebenan hat vor allem eine hohe Tierdichte und ist ein weiterer Weltklasse-Spot für Tierbeobachtungen. Spektakulär ist ebenfalls die Landschaftsszenerie der UNESCO-Weltnaturerbearena.
Doch damit nicht genug, denn auch Tansania ist ein Mutterland der Safari und bietet in den meisten seiner Parks Unmengen von Tieren. Daher erwähne ich nur noch den Gombe Nationalpark sowie den Mahale Mountain Nationalpark für Affenliebhaber*innen.
Beide Nationalparks sind vor allem für ihre Schimpansen bekannt. Gombe ist die Wahlheimat von Dr. Jane Goodall, die hier über Jahrzehnte bahnbrechende Studien zu den Menschenaffen machte. Mahale hat aber eine deutlich größere Population und ist touristisch viel besser erschlossen.
Südafrika
In Südafrika siehst du die meisten Tiere im Kruger Nationalpark. Vor allem hat er im Vergleich zu allen anderen Schutzgebieten in Südafrika die größte Artenvielfalt.
Im Hluhluwe-Imfolozi hast du dagegen die besten Chancen auf Nashörner. Der Park ist wesentlich kleiner als der Kruger Nationalpark, hat aber eine proportional höhere Nashorndichte. Einst war es für Jahre die letzte Bastion der Nashörner in Südafrika.

Wenn auch ohne Giraffen, sehr wohl aber mit den Big Five ist vor allem für Elefanten-Freunde der Addo Elephant Park eine Empfehlung. Der Name ist Programm, die Tierwelt aber bunt.
Namibia
Die meisten Tiere in Namibia findest du ganz besonders in den Trockenzeit-Monaten im Etosha Nationalpark. Es ist dort vor allem zwischen Mai und Oktober/November so regenarm und trocken, dass die Tiere immer weniger Wasserlöcher finden, die sie in immer größeren Mengen ansteuern.
Die meisten dieser Wasserlöcher kannst du als Besucher*in leicht erreichen. Ideal für viele Tierbeobachtungen. Allerdings gibt es in Namibia keinen Nationalpark, wo die Big Five zusammen vertreten sind. Im Etosha fehlen zum Beispiel die Büffel. Die findest du im Bwabwata Nationalpark.

Eine Besonderheit in dieser Aufzählung hier ist die außergewöhnliche Tierwelt im Westen des Landes an und in der Namibwüste. Besonders in der Region entlang der Flüsse Hoarusib, Hoanib, Uniab, Huab und Ugab vom südlichen bis zum nördlichen Kaokoveld kannst du stark wüstenangepasste Wildtiere entdecken.
Wer zum Beispiel von Sesfontein eine Tour am Hoanib entlang Richtung Küste macht, wird den eigenen Augen kaum trauen, wenn zwischen den Sandhaufen vor dir eine unerwartete Welt an Tieren auftaucht, darunter Zebras, Giraffen, Springböcke, Oryxe, Kudus, Hyänen aber auch Wüstenelefanten und Wüstenlöwen.
Botswana
Botsuanas Tier- und Naturschutzpolitik der letzten Jahrzehnte hat großen Anteil daran, dass die schon immer stark vertretene Tierwelt unzählig geblieben ist. Auch die landschaftlichen Bedingungen sind ein absoluter Glücksfall für den Artenreichtum.
Besonders hervorzuheben sind das Okavangodelta und der Chobe Nationalpark.

Wenn die Wassermassen der Regenzeit aus dem weit entfernten Hochland Angolas das Okavangodelta erreichen, verwandelt sich die weitestgehend trockene Landschaft über mehr als 20.000 km2 in eine blühende Wasser- und Inselwelt.
Den Tieren bleibt das nicht verborgen und schon strömen sie zwischen Juni und Oktober in dieses wahrgewordene Paradies. Zu sehen ist afrikanische Tierwelt satt.
Auch der Chobe Nationalpark ist eine Topadresse im Land. Gerade am Chobefluss in der Umgebung von Kasane tummelt sich in der Trockenzeit zwischen Juni und Oktober die Crème de la Crème der afrikanischen Tierwelt.
Vor allem heißt es unter Experten, dass sich an den Ufern die größte Elefantenpopulation des Kontinents ansammelt. Sowohl im Okavangodelta als auch im Chobe Nationalpark sind traumhafte und tierreiche Safaris zu Lande und zu Wasser möglich.
Wann sieht man die meisten Tiere in Afrika
In der südlichen Hemisphäre gibt es die vier Jahreszeiten nach mitteleuropäischen Maßstäben nicht. Stattdessen lösen sich hier Regenzeiten und Trockenzeiten ab. Generell bewegen sich die meisten Säugetiere Afrikas lieber im Trockenen als im Regen. So wie wir Menschen auch.
Das ist ein Grund, warum du die meisten Tiere in der Trockenzeit der jeweiligen Safari-Destination sehen kannst. Und mit zunehmender Trockenheit wird es immer besser. Das liegt daran, dass dichte Vegetation ausdörrt und für bessere Sicht sorgt. Gleichzeitig trocknen auch die Wasserlöcher aus.
An den weniger werdenden Trinkstellen versammeln sich daher immer mehr Tiere. Gut für die reisenden Gäste, die in dieser Zeit ihre kurze Urlaubszeit mit maximalen Tierbeobachtungen genießen können.
Diese Trockenzeiten sind in den Safari-Topdestinationen des östlichen Afrikas grob von Mai bis Oktober und häufig, aber nicht überall, noch einmal zwischen Januar und März.
In den entscheidenden Safari-Destinationen des südlichen Afrikas liegen die besten Chancen auf tierreiche Begegnungen ebenfalls in den Monaten zwischen Mai und Oktober. Vielerorts verlängert sich das Vergnügen sogar bis in den November hinein.

Wo sieht man die meisten Tiere in Afrika – ein Fazit
Im östlichen und südlichen Afrika gibt es zahlreiche atemberaubende Orte, um die Tierwelt nicht nur vielfältig, sondern auch reichhaltig zu erleben. Im östlichen Afrika sind die Serengeti in Tansania und die Maasai Mara in Kenia die Topadressen dafür.
Diese Nationalparks sind berühmt für ihre großen Tierwanderungen, bei denen Millionen von Gnus, Zebras und Gazellen auf der Suche nach Wasser und Weide durch die Lande ziehen.
Im südlichen Afrika sind der Kruger-Nationalpark in Südafrika, der Chobe-Nationalpark und das Okavango-Delta in Botswana sowie der Etosha-Nationalpark in Namibia hervorragende Orte, um Tiere zu sehen.
Der Kruger bietet eine große Vielfalt an Wildtieren. Der Chobe-Nationalpark ist berühmt für seine großen Elefantenherden, während Etosha mit seinen Salzpfannen und Wasserlöchern eine einzigartige Tierbeobachtung ermöglicht.
Du kannst also sowohl im östlichen als auch im südlichen Afrika beeindruckende und reichhaltige Tierbeobachtungen genießen. Vor allem wenn du die besten Reisezeiten beachtest, um deine Chancen zu erhöhen, wirklich vielen Tieren zu begegnen.
Wer nach diesen Tipps hier noch Rückfragen hat oder Unterstützung bei der Planung einer Afrika-Reise braucht, egal ob auf einer geführten Safari mit Guide oder Selbstfahrer*in-Tour unterwegs, kann sich gerne an uns wenden.
Dank unseres engen Kontaktes zu unseren Tochterfirmen in Afrika wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Afrika-Erlebnis.





