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Veröffentlicht am 15. August 2022 von Juan Proll

Namibias Norden: Was muss man sehen?

Keine Lust auf eine geführte Tour? Lieber privat und ohne Guide durch Namibia touren? Aber offen sein für ein paar brauchbare Reisetipps, die nicht in der Masse von Reiseführern untergehen? Wer danach sucht, ist hier richtig. Denn ich teile meine Tipps, was man in Namibias Norden sehen muss.

Landschaft in Namibias Norden Kaokoveld
Die wunderschönen Landschaften allein machen eine Reise in Namibias Norden zu einem Erlebnis.

Sehenswürdigkeiten gibt es viele in Namibia. Doch was sollte man neben dem Besuch der bekanntesten unbedingt noch tun, was sehen, was probieren? Häufig sind die einfachen Reiseführer zu dünn gehalten für brauchbare Zusatzinfos. Andere wiederum strotzen geradezu vor Empfehlungen. Dann weiß man oft nicht, wie viel davon in zwei bis drei Wochen überhaupt realistisch ist. Wie schon mit den Reisetipps für die Südhälfte Namibias so will ich euch heute einige für die Nordhälfte mit auf den Weg geben, westlich vom Etosha Nationalpark von Windhoek bis hinauf zu den Epupa Falls.

Unsere Lieblings-Touren in Namibas Norden:

Der Norden von Namibia (Selbstfahrer-Reise)
Namibias unberührter Norden (Privat-Geführte Rundreise)

Reisetipps für die Nordhälfte Namibias

Die bekanntesten und ohnehin empfehlenswertesten Sehenswürdigkeiten in der Nord- bzw. Nordwesthälfte des Landes sind:

  • Spitzkoppe
  • UNESCO-Weltkulturerbe Twyfelfontein
  • Etosha Nationalpark

Einen Abstecher wert ist aber auch die folgende Auswahl von Sehenswürdigkeiten in Namibias Norden:

Sehenswürdigkeiten in Nord-Namibia: Die Robben von Cape Cross

Egal, ob ihr von Swakopmund entlang der Skelettküste oder von der Spitzkoppe kommt: Schon bald stellt sich die Frage, ob sich dieser Aufwand durch die Ödnis der Wüste überhaupt lohnen kann. Es ist genau dieser Moment, der die Erwartungen auf ein Minimum herunterschraubt und gleichzeitig die Sinne öffnet für ein Maximum an Wunder, das die Tierwelt zu bieten hat: Robben so weit das Auge reicht.

Wenn Cape Cross erreicht und die Robbenkolonie in Sicht ist, sprudelt es im Bauch voller Freude. Schon bei der Ankunft am Parkplatz stehen die ersten dieser südafrikanischen Seebären Spalier, etwas mürrisch aber wohlwollend. Die große Masse hält sich jedoch jenseits des Laufstegs auf, der aus 35 Tonnen recyceltem Plastik hergestellt ist und dem Gast Sicherheit bietet.

Gerade in der Gebär- und Paarungszeit ist es nicht leicht, das Gatter zu erreichen. Im Zickzack-Kurs müsst ihr durch die Vorhut-Bataillon der Meeresgeschöpfe. Habt ihr aber erst einmal das Tor passiert und blickt auf den Küstenstreifen vor euch, kennt die Faszination keine Grenzen mehr: Vor einem liegen je nach Saison bis zu 250.000 Robben auf nasskaltem Gestein.

Robben Cape Cross Sehenswürdigkeit Nord Namibia
Den Robben von Cape Cross sollte man in Nordwest Namibia auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Sie heulen wie Ziegen oder Schafe. Der Gestank nach ihren freizügig veräußerten Exkrementen ist scharf und stechend in der Nase. Der einstige Picknick-Bereich für Besucher*innen ist invadiert und vollgeschissen. Und doch mag man nicht wegschauen oder angewidert davonlaufen. Im Gegenteil: Man ist mitten unter ihnen und will nicht wieder weg.

Die Weiße Lady am Brandberg

In der westlichen Erongo-Region ragt Namibias höchster Berg empor: der Brandberg. Sein höchster Gipfel erhebt sich ca. 2.573 m über dem Meeresspiegel. Doch beeindruckender als das sind seine rund 43.000 Felsmalereien. Sie sind etwa 2000 – 4000 Jahre alt und werden den nomadisch lebenden San-Völkern jener Zeit zugeschrieben.

Die herausragendste Zeichnung unter ihnen zeigt die sogenannte „White Lady“. Sie ist vor allem wegen ihrer Geschichte so berühmt. Denn heute weiß man, die Lady ist ein Mann, oder genauer gesagt: ein „Scha-Mann“. Diese Felszeichnung wird geschützt wie ein heiliger Kral. Ihr könnt daher nur in Begleitung eines Guides dorthin gehen. Das macht das Vorhaben aber nicht komplizierter: Den Guide mietet ihr automatisch mit der Zahlung des Eintritts. Mit ihm oder ihr geht es dann auf den gemütlichen, insgesamt 1,5 bis 2 Stunden langen Weg. Die kleine Wanderung führt durch meist sehr trockene Granitfelslandschaft zur White Lady.

Namibias Norden – was muss man sehen: Vingerklip – der warnende Zeigefinger

Östlich von Khorixas im Ugab-Tal liegt in einer kreativ erodierten Landschaftsszenerie die Vingerklip Lodge. Sie ist offen für Tagesbesucher*innen und bietet Gästen nicht nur herrliche Aussichten, sondern auch eine wahre Touristen-Attraktion: die etwa 35 Meter hohe Fingerklippe. Diese Felsnadel aus Sedimentgestein überragt die Ebene wie ein Mahnmal, das an die zerstörerischen Kräfte der Natur erinnert, die sie selbst nur knapp überlebt hat: ein wahrer Fels in der Brandung.

Vingerklip Lodge Namibia Norden

Das naturkreierte Designer-Stück ist das Haupt-Feature in einer ohnehin atemberaubenden, terrassenartig geformten Landschaft, die ihr auf kleineren Wanderwegen erkunden könnt.

Tipps für Mietwagenrundreisen in Namibias Norden: Shoppen in Opuwo

Auf dem Weg durch das Kaokoveld nach Norden führt es euch durch den faszinierenden Ort Opuwo. Wenn hier von Shoppen die Rede ist, dann eigentlich nur vom Supermarkt-Shopping. In diesem Städtchen findet ihr den letzten großen Lebensmittelmarkt, bevor es in Richtung angolanische Grenze weitergeht. Ein nettes Café gibt es gleich nebenan. Wer aber nach Kleidung und Schuhen sucht, findet diese hauptsächlich nur an einfachen heimischen Marktständen.

Sehenswert klingt das bisher vielleicht nicht. Aber der eigentliche Charme des Ortes liegt in etwas anderem: Es gibt keine zweite Stadt im Land, die so sichtbar bunt an Kulturen ist wie Opuwo. Jahrhunderte alte Tradition und Neuzeit treffen hier aufeinander. Opuwo ist das regionale Zentrum der Himba-Kultur. Daneben begegnet ihr hier auch Menschen der Ovatwa, Ovatjimba, Ovazemba, Ovaherero und Damara. In farbenfroher Kleidung, opulentem Schmuck und mit bemalter Haut verwandeln sie den grauen Ort in eine Regenbogenstadt.

Straßenbild in Opuwo in Nordnamibia

Namibias Norden – was muss man sehen: Mit Vierradantrieb zu den Wüstenelefanten und Wüstenlöwen

Die Wüstenelefanten und Wüstenlöwen gehören entlang der Flüsse Hoarusib, Hoanib, Uniab, Huab und Ugab zur Hauptattraktion vom südlichen bis zum nördlichen Kaokoveld. Sich auf die Suche nach ihnen zu begeben, ist nur mit Vierradantrieb möglich. Es geht durch Tiefsand und angetrocknete Flussläufe.

Gute Zwischenstationen auf dem Weg nach Norden sind die Torra- und die Palmwag- Schutzgebiete („Conservancies“) oder Sesfontein. Hier könnt ihr euren Wagen auch stehen lassen und euch einer geführten Tour anschließen, die euch tief in die Namibwüste bringt. Unterwegs begegnet ihr mit einem bisschen Glück ebenso Zebras, Springböcken, Giraffen, Oryxen oder Kudus.

Was muss man in Namibias Norden sehen Wüstenelefanten
Wüstenelefanten sind eine der besonderen Sehenswürdigkeiten im nördlichen Namibia.

Aber auch die landschaftlich faszinierenden Gegenden der Hartmannberge und des Marienflusstals bieten einzigartige Allradabenteuer. Auf keinen Fall solltet ihr mit nur einem Fahrzeug hier durchfahren. Auf dem Van Zyl’s Pass sind schon einige Geländewagen liegen geblieben … und Taxis gibt es hier keine. Der ausschließlich von Ost nach West zu bewältigende Pass ist eine große fahrerische Herausforderung. Er führt bis hinunter ins grüne Marienflusstal und ist landschaftlich besonders reizvoll.

Ein Besuch im Himba-Dorf und bei den Epupa Falls

Hoch im Nordwesten am Grenzfluss zu Angola sorgen die Stromschnellen des Kunene im kleinen Ort Epupa für einen spektakulären Wasserfall. An den Schluchtenhängen krallen sich mächtige Baobab-Bäume. Und morgens wirkt der Fluss im aufgehenden Sonnenlicht beschaulich, bevor er sich mutig über eine Reihe von Kaskaden in eine 40 Meter tiefe und enge Schlucht stürzt. Nachdem euch der Anblick mit genügend Ruhe und Entspannung erfüllt hat, könnt ihr die einmalige Gelegenheit nutzen, ein Himba-Dorf zu besuchen und den Morgen mit einigen der letzten halbnomadisch lebenden Menschen in Afrika zu verbringen.

Epupa Falls Sehenswürdigkeit Namibias Norden

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