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Veröffentlicht am 18. Mai 2020 von Juan Proll

6 Gründe, warum man eine geführte Südafrika-Rundreise machen sollte

Als Guide lebe ich natürlich davon, dass Touristen in einem fremden oder fernen Land geführte Rundreisen buchen. Jetzt einen Blog darüber zu schreiben, warum man eine geführte Südafrika Rundreise machen sollte, stellt mich berechtigterweise sofort unter Generalverdacht, Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Aber keine Sorge: Noch geht es mir gut. Ich bekomme als Guide weit mehr Südafrika und Namibia-Rundreisen angeboten, als ich schaffen kann. Hier geht es mir darum, Unentschlossenen und Zweiflern Erfahrungen aus erster Hand weiter zu geben, warum Reisende geführten Touren wählen, ob privat oder in der Kleinstgruppe.

6 Gründe, warum Urlauber eine geführte Südafrika-Rundreise machen sollten

1. Die Angst, mit dem Mietwagen alleine durchs Land zu fahren

Linksverkehr, Autoentführung, schlechter Straßenzustand und immer wieder Menschen und Tiere auf der Strecke sind die Hauptgründe für viele zu sagen: „Nein, will ich nicht!“

Der Linksverkehr ist sowohl in Südafrika wie auch in Namibia unvermeidlich. Es ist natürlich eine Umstellung zur Fahrweise in den deutschsprachigen Ländern in Europa. Entsprechend erfordert es Konzentration und Fokus. Man muss es sich in der individuell unterschiedlich langen Phase der Eingewöhnung immer wieder bewusst machen: „Links, links, …“ Aber dennoch: In Spontanreaktionen, „aufgeregten“ Momenten und Schrecksekunden greifen gerne altvertraute Automatismen. Für viele ein Wagnis, das sie nicht eingehen wollen.

Warum eine geführte Rundreise Südafrika
Ungewöhnlicher Straßenverkehr – ein Grund für viele, eine geführte Rundreise zu machen

Autoentführung, schlechter Straßenzustand sowie Menschen und Tiere auf der Strecke sind regional unterschiedlich stark anzutreffende Phänomene. Manchmal gar nicht existent, manchmal echt ein Ärgernis. Aber wie viel Zeit will man da in Recherche investieren, um die konkreten Bedingungen vor Ort auf der ausgewählten Route genau auszuchecken?

2. Warum eine geführte Südafrika Rundreise machen? Die Angst vor Kriminalität

Die Entscheidung für eine geführte Südafrika Rundreise treffen viele aus einem Bedürfnis nach Sicherheit. Mit einem Guide fühlen sich die meisten Reisenden einfach geschützter. Der Guide kennt sich aus. Er/sie weiß, wo man hin kann und in welches Viertel man besser gar nicht erst hineinfährt. Sie/er kann Hinweise geben, worauf man achten sollte, was wo wann oder bis wann okay ist. Und der Guide ist in der Regel auch über sehr aktuelle Entwicklungen informiert, von denen selbst die frisch gedruckten Reiseführer noch nichts wissen.

Guide Juan auf der geführten Rundreise durch Südafrika
Ein Guide gibt Sicherheit – hier unser Guide und Autor Juan Proll

Wichtig ist zu verstehen, dass Reisende auf einer Selbstfahrerreise sich zwar immer wieder vor Ort, zum Beispiel an der Rezeption ihrer Unterkünfte, aktuelle Sicherheitshinweise abholen können. Aber nur der Guide gibt ihnen das Gefühl, nicht „allein“ zu sein, wenn es irgendwo mal „komisch“ wird. Ich erlebe das immer wieder, zum Beispiel auf lokalen Märkten, wenn sich alle Blicke auf die Fremden richten oder tatsächlich mal jemand mit strengem Gesichtsausdruck sehr nahe kommt. Von mir fühlen sich viele Gäste dann gestärkt, wenn ich mit einer beruhigenden Geste reagiere, ihnen die Situation erklären oder bei Bedarf auch mal ein Verhaltenshinweis geben kann, … oder wenn ich mich ganz einfach vor sie stelle. Das hat Abenteuerwert, führt zu interessanten Gesprächen danach, ist Genuss steigernd und gleichzeitig eine gemachte Erfahrung, der man sich alleine so nicht ausgesetzt hätte.

3. Abgeben von Verantwortung

Dieser Punkt ist weitreichender, als man im ersten Moment denken mag, wenn es darum geht, warum man eine geführte Südafrika Rundreise machen sollte. Es handelt sich ja nicht um einen 3-Wochen-Pauschalurlaub, wo man sich die ganze Zeit in nur einem Hotel befindet und sich zwischen Zimmer, Strand und Buffet bewegt. Reisen heißt unterwegs sein und mehr als nur die Sonne und das Meer vor der Hoteltür zu sehen. Reisen beinhaltet sehr viel Planung, bei der man sich eben überlegen kann, wie viel man davon selber macht oder anderen überantwortet. Selbst für die bei uns gebuchten Selbstfahrer Touren legen wir uns da schon enorm ins Zeug. Spätestens bei Antritt der Reise ist man dann aber auf sich allein gestellt.

Entspannen auf der geführten Südafrika-Rundreise
Einfach mal abschalten auf der geführten Rundreise

Anders bei den geführten Südafrika Rundreisen. Mit dem Operations Manager als Rückendeckung ist es der Guide, der sich um die Durchführung der Reise kümmert. Angefangen damit, dass er/sie die Gäste durchs Land chauffiert, die Streckenroute plant, dabei auf alle Straßenmacken achtet und sich um das Wohlergehen der Mitreisenden und die Fahrtüchtigkeit des Autos sorgt. Der Guide achtet auf Abfahrts- und Ankunftszeiten, erledigt das Einchecken im Hotel, beanstandet für die Gäste irgendwelche Mängel in den Zimmern und stellt sicher, dass die Qualität von optional gebuchten Angeboten bei externen Anbietern gut ist. Der Guide informiert die Gäste über Land und Leute, erklärt Sehenswürdigkeiten, Tierwelt und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ebenso führt der Guide die Besucher sicher über Märkte, durch Stadtviertel und Wildtier-Gebiete. Reisende geben damit fast alle Eigenverantwortung der Reiseorganisation ab und begeben sich vertrauensvoll in die Hände des Guides.

4. Alles auf dem Silbertablett serviert

Für unsere Gäste bedeutet das Abgeben von Verantwortung, sich praktisch um nichts sorgen zu müssen. Das Programm ist abgestimmt. Unsere Gäste müssen nicht darüber nachdenken, wo will ich heute hin, wie komme ich von A nach B und fahre ich noch hier oder dort vorbei. Sie müssen auch nicht mehr unglücklich darüber sein, selbst nach zwei Wochen reisen sich immer noch mit der Zeit total zu verschätzen und erst in der Dunkelheit in der Unterkunft anzukommen. Statt selber zu fahren, ist genussvolles aus dem Fenster schauen möglich. Hier und da hebt man mal den Arm mit der Kamera in den Händen, um ein Foto zu schießen. So stoppt man hier und stoppt man dort, schaut sich Dinge an, lauscht den Erläuterungen des Guides und erreicht die Übernachtungslodge trotzdem noch vor Sonnenuntergang.

Warum eine geführte Südafrika Rundreise machen?
Entspannt reisen in der Kleinstgruppe, hier in Südafrikas Western Cape

Diese Art zu reisen ist wie der Gang in ein Sterne-Restaurant, weil man nicht selber kochen möchte. Gerade unsere Gäste in beruflich verantwortlichen Positionen schätzen es sehr. Jene, die jeden Tag zigfach wichtige und unwichtige Entscheidungen treffen müssen und sich freuen, wenn das mal jemand anderes für sie übernimmt und sie bei diesem „Jemand“ das Gefühl haben, dass er/sie weiß, was sie/er da tut. Sich ganz auf den Genuss konzentrieren, komplett in eine andere Welt einzutauchen und zwei oder drei Wochen lang mit einem netten Guide zusammen das Land erleben – das ist Urlaub und Erholung pur. Und damit man nach dieser Zeit nicht komplett unter einer passivitätsbedingten Muskelatrophie zu leiden beginnt, sieht der Reiseablauf natürlich auch eine Menge großartiger Aktivitäten vor. So bekommt man das Land auf einem Silbertablett serviert, ohne darauf getragen zu werden.

5. Wissen und Erfahrung des Guides – ein wichtiger Grund für eine geführte Südafrika-Rundreise

Die Entscheidung für eine geführte Südafrika Rundreise hat natürlich auch viel mit den Qualitäten eines Guides zu tun. Dazu gehören nicht nur soziale und kommunikative Skills, um eine Reisegruppe mit einem Wohlfühlgefühl durch die Urlaubszeit zu tragen. Auch das Wissen über Land und Leute sowie persönliche Erfahrungen mit dem Leben hier sind wertvolle Bereicherungen. Ich bin schon immer ein Fan von Reiseführern in Form von Büchern gewesen. Vor allem jenen, die wirklich komplexere Einblicke in Länder wie Südafrika oder Namibia gewähren. Manches darin kann auch ein Guide nicht besser erklären, und manche Information bezieht er/sie sogar hieraus. Aber genau so wie ein Schulbuch nicht den Lehrer ersetzt, ersetzt ein Reiseführer nicht zwangsläufig den Guide. Sie ergänzen sich.

Gründe für geführte Südafrika-Rundreise
Näher dran, zur richtigen Zeit am richtigen Ort – der Guide macht es möglich!

Aber der Guide – so stellen viele Reisende fest – ist derjenige, der die Informationen zur richtigen Zeit aus dem Hut zieht, sie in einen konkreten Kontext stellt, sie aus dem Bereich des Abstrakten und Platonischen auf eine Ebene des Erlebens und Verstehens bringt. Er/sie macht es möglich, Buchinhalte auf die Wirklichkeit zu übertragen, sie zu sehen, zu riechen, zu tasten. Hinzu kommen Momente, in denen Reisende erleben, dass das Wissen des Guides über das des Buches hinausgeht. Plötzlich hält die Gruppe an. Irgendwo im Nirgendwo. Keiner weiß warum. Alle anderen Autos fahren nur fragend dran vorbei. Selbstfahrer. Doch dann fängt der Guide an zu erzählen, füllt den Raum mit Bildern, beschreibt Szenen aus einer vergangenen Zeit: eine historische Schlacht, die Existenz einer ehemaligen Ansiedlung, oder der einstige Drehort zu einem bekannten Hollywood-Movie.

Gründe für eine geführte Südafrika-Rundreise mit Guide
Ein Guide teilt unschätzbares Wissen auf einer geführten Rundreise

Ein weiteres Plus ist die Verbundenheit des Guides mit dem Land. Viele persönliche Erfahrungen und Eindrücke aus dem alltäglichen Leben fließen mit ein. Der Guide ist ein „Einheimischer“ und direkter Repräsentant des Landes, hat eine sehr eigene Geschichte damit und überblickt eine lange Zeit von Entwicklungen. Hieraus ergibt sich für viele Reisende eine zusätzlich interessante Erlebnis-Mischung durch Insider-Wissen. Lobola, der „Brautpreis“, oder das Leben während der Apartheid sind hier nur zwei Beispiele von vielen.

6. Wir gönnen uns mal was

Warum eine geführte Südafrika Rundreise? Weil manche sich einfach gerne mal was extra gönnen: das Rund-um-Sorglos-Paket! Leicht zu verstehen, worin dies besteht, wenn ihr aufmerksam die vorherigen Punkte gelesen habt. Und doch gibt es zum Vorhergesagten einen kleinen Unterschied. Es hat die Nuance von „Wir wollen uns selber verwöhnen“. Ähnlich dem Geburtstagskind, das eigentlich gefeiert, betüddelt und versorgt werden sollte, aber als „guter Gastgeber“ selbst die ganze Zeit macht und tut und dann zur Abwechslung mal entscheidet: „Nee, mach ich dieses Jahr nicht! Ich möchte einfach nur Geburtstagskind sein.“ Da wird das Reisebüro nun zum Geburtstagsplaner und der Guide zum Eventmanager. „Okay“, sagt das Geburtstagskind, „es kostet ein bisschen mehr, aber hey, dafür muss ich mich um fast nichts kümmern, habe meine Zeit zurück und kann ganz für meine Familie und Freunde da sein.“ Auch auf einer Reise bedeutet das mehr qualitative Momente mit den mitreisenden Familienangehörigen oder Freunden. Und als Zugabe oben drauf gibt es noch die volle Aufmerksamkeit für das Urlaubsland mit seinen andersartigen Kulturen, seiner faszinierenden Tierwelt und seinen stimmungsvollen Landschaften.

Lohnt sich eine geführte Rundreise durch Südafrika?
Das Rund-um-sorglos-Paket im Guardian Peak Wine Estate in Südafrika

Für die, die keine privat geführte Tour machen, sondern sich einer Reisegruppe anschließen, kommt häufig noch ein besonderes Geschenk hinzu: das Kennenlernen neuer Menschen während der Reise. So viele Freundschaften sind so schon entstanden, die noch Jahre danach halten. Die Begegnung interessanter Persönlichkeiten ist hier eher die Regel als die Ausnahme. Okay, zugegeben: in Südafrika machen wir nur Rundreisen für Gruppen von bis zu maximal 8 Personen, in Namibia für bis zu 6 Personen. Ich kann mir vorstellen, dass es in größeren Reisegruppen ganz anders zugehen mag. Aber in unseren Kleingruppen ist es insgesamt sehr viel persönlicher, eben nicht anonym. Die Reisenden, die hier unsere Gäste sind, wissen das und wollen das. Auch wenn nicht immer eine Freundschaft daraus wird, verbringt man dennoch zusammen eine schöne Reisezeit.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und Interesse an einer geführten Südafrika Rundreise oder Namibia Rundreise bekommen hat, kann sich gerne vertrauensvoll an uns wenden. Wir organisieren privat geführte Rundreisen und Reisen in Kleinstgruppen.

Aber egal, ob für eine geführte Rundreise oder eine Selbstfahrerreise in Südafrika oder Namibia – wir stehen auf jeden Fall für Rückfragen und zusätzliche Unterstützung bereit. Meldet euch bei uns – euer Traum, unsere Expertise, eure individuelle Afrika-Reise.