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Veröffentlicht am 1. März 2021 von Juan Proll

Welche Nationalparks sollte man in Südafrika besuchen? Unsere 5 Favoriten im Inland

Südafrika – einst Land der Apartheid – hat sich von seinem alten Image zu einem kulturellen Hotspot und zu einer Top-Safari-Destination in Afrika gemausert. Der Schutz von Kultur und Natur ist ein gesellschaftliches Anliegen. 1645 geschützte Gebiete, davon 22 offiziell Nationalparks, die helfen, den kulturellen und natürlichen Reichtum Südafrikas zu sichern. Die 5 sehenswertesten Nationalparks im Inland Südafrikas möchte ich euch hier vorstellen.

5 Nationalparks in Südafrika, die Du besuchen solltest

Südafrika-Kenner*innen werden sich wundern, dass solch prachtvolle Parks wie der Hluhluwe-iMfolozi-Park oder die Blyde River Canyon Nature Reserve nicht in den Empfehlungen unten aufgeführt sind. Der Grund dafür ist allein der Umstand, dass sie in Südafrika keinen Nationalpark-Status haben. Gleiches gilt für den Pilanesberg National Park, auch wenn sein Name anderes suggeriert. Einbeziehen werde ich aber den uKhahlamba-Drakensberg Park, der UNESCO-Weltnaturerbe-Status hat und damit einen besonders hochrangigen Schutz genießt.

Naturschutzgebiete Blyde River Canyon Südafrika
Neben Nationalparks gibt es in Südafrika auch Nature Reserves und weitere Naturschutzgebiete, die jeweils einen anderen Schutzstatus genießen.

Die Nationalparks Südafrikas sind über das ganze Land verstreut. Einige, wie zum Beispiel der Kruger Nationalpark, fokussieren hauptsächlich wild lebende Tiere. Andere lenken das Auge auf atemberaubende Landschaften sowie eventuell vorhandene archäologische Kulturgüter, wie zum Beispiel der uKhahlamba-Drakensberg Park. Sie alle stehen für eine breite Palette von einzigartigen Impressionen und Angeboten an Abenteuer-, Outdoor- und Safari-Aktivitäten. Hier meine 5 Tipps der besten Nationalparks im Inland Südafrikas:

Mapungubwe Nationalpark

Der Park liegt im obersten Nordosten des Landes, dort wo der mächtige Shase River auf den Limpopofluss stößt, an der Grenze zu Botswana und Zimbabwe. Grund genug, über die eigenen Grenzen hinauszudenken und das Projekt „Greater Mapungubwe Transfrontier Conservation Area“ voranzutreiben. Mapungubwe schützt sowohl die kulturhistorische Stätte des einstigen Königreiches Mapungubwe mit dem zentralen Mapungubwe-Hügel als auch die Wildtiere und Flusswälder entlang des Limpopoflusses. Mapungubwe ist Malaria-Gebiet.

Zwischen ca. 900 und 1290 entwickelte sich hier eine Hochkultur in der von Sandsteinhügeln, Mopane- und Auenwäldern sowie Baobabs (Affenbrotbäumen) geprägten Savannenlandschaft. In dem als UNESCO-Weltkulturerbe deklarierten Gebiet entdeckten Archäologen in einer Grabstätte die berühmte goldene Nashornfigur, die zusammen mit anderen Artefakten im Mapungubwe-Museum in Pretoria ausgestellt ist.

Diese malerische Landschaft ist einer der wenigen Orte in Afrika, an denen sowohl Erdmännchen als auch Nilkrokodile leben. Sie ist überhaupt die Heimat einer vielfältigen Tierwelt, in der Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Breitmaulnashörner, Elen- und Oryxantilopen sowie zahlreiche andere Antilopenarten ebenso zu Hause sind, wie auch Löwen, Leoparden, Afrikanische Wildhunde und Hyänen und mehr als 400 Arten von Vögeln.

Sehenswerte Nationalparks Mapungubwe Südafrika
Der Mapungubwe Nationalpark – weniger bekannt, dennoch sehenswert vor allem für Kulturinteressierte und Landschaftsliebhaber | Foto: South African Tourism

Kruger Nationalpark

Östlich von Mapungubwe liegt der Kruger Nationalpark – Südafrikas größter, berühmtester und beliebtester Park. Er ist das Mekka aller Safaribegeisterten und Flaggschiff des Landes mit seinem Reichtum an Großwild, bunter Vogelwelt und gefürchteten Reptilien. Über 19.000 qkm auf denen sich geschätzt etwa 1.000 Leoparden, 1.500 Löwen, über 4.000 Krokodile, 17.000 Elefanten, 48.000 Büffel und wohl mindestens 150.000 Impalas bewegen. Wohl nicht alle 17.000 Elefanten, aber einige dieser Wildtiere könnt ihr zum Beispiel auch auf unserer geführten Südafrika Rundreise Faszination Südafrika sehen.

Flusslandschaften, relativ flaches Land mit immer wieder auftauchenden Felseninseln prägen den Park. Mopanewälder, Buschweiden und Affenbrotbäume dominieren den nördlichen Teil, offene Gras- und Baumsavannen den zentralen Teil, vorwiegend Dornenakazien und Grasland den Süden. Die Landschaft des Parks präsentiert sich vielfältig und die touristische Infrastruktur mit Wegen, Unterkünften und Aktivitäten ist hervorragend. Der Krüger Nationalpark ist definitiv einer der sehenswertesten Parks im Land. Aber auch hier ist Malariagebiet.

Bester Nationalpark Südafrika  Krüge Kudu
Der bekannteste und einer der besten Nationalparks Südafrikas für Tierbeobachtungen: Der Krüger Nationalpark

Golden Gate Highlands Nationalpark

Eingebettet in die sanften Ausläufer der Maloti-Drakensberge im nordöstlichen Freistaat liegt der Golden Gate Highlands Nationalpark. Die Kulisse ist majestätisch. Dramatische Sandsteinfelsen, von der Sonne ‚vergoldet’, teils bekleidet in einem grasig-blumigen Kleid, teils nackt und die lange Geschichte seiner Entstehung zeigend. Dieser Hochlandpark lädt ein zum Wandern oder Reiten, zum Verweilen oder einfach nur durchfahren, zum Erkunden der Felszeichnungen des San-Volkes oder Genießen der Panoramen. Eine feine Auswahl an Wildtieren, eine vielfältige Auswahl an Pflanzen und spektakuläre Orte zum Beobachten von Vögeln komplettieren ein visuell atemberaubendes Erlebnis in diesem Park.

Ungewöhnlich ist hier auch das „Vulture’s Restaurant“. Speisen mit den Geiern, könnte man vermuten. Aber was die da fressen, wird euch eher nicht schmecken. Auch das Basotho Cultural Village ist in dieser Ecke des Landes besuchenswert, da dieses lebende Museum gute Einblicke in die Lebenskultur der Basotho bietet. Unterwegs im Park gibt es Zebras, Weißschwanzgnus, Elen-Antilopen, Blessböcke, Schakale und andere Tiere zu sehen.

Welche Nationalparks besuchen Südafrika Golden Gate highlands
Ein lohnender Park für alle Naturliebhaber und Aktiv-Urlauber: Der Goldern Gate Highlands Nationalpark

uKhahlamba-Drakensberg Park

Dieser Park ist der südafrikanische Teil des mit Lesotho grenzübergreifend geschaffenen Maloti-Drakensberg Park. Er ist zudem UNESCO-Welterbe der Menschheit. Die „Jury“ beschreibt den Park als „außergewöhnlich natürlich schön in seinen hoch aufragenden Strebepfeilern aus Basalt, prägnanten dramatischen Kürzungen und Wällen aus goldenem Sandstein … Die Vielfalt der Lebensräume des Gebiets schützt ein hohes Maß an endemischen und global bedrohten Arten, insbesondere Vögel und Pflanzen … [und es] enthält auch viele Höhlen und Felsunterstände mit der größten und konzentriertesten Gruppe von Zeichnungen in Afrika südlich der Sahara. Sie repräsentieren das spirituelle Leben der San, die über einen Zeitraum von 4.000 Jahren in dieser Gegend lebten.

Die Drakensberge sind die höchsten Berge des Landes, mit dem Mafadi als höchsten Gipfel in Südafrika auf 3.450 m Höhe. Das Gebirge ist ein riesiges Rundmassiv, das wie eine gigantische Festung wirkt. Mittendrin: die Enklave Lesotho. Die Drakensberge sind ein Wanderparadies, wo lange und kürzere Wege zu gigantischen Felsformationen wie das Amphitheatre oder Cathedral Peak führen, oder zum Tugela Wasserfall, dem mit 948 m zweithöchsten der Welt – jedenfalls nach einer guten Regenzeit. Die Drakensberge erleben Aktiv-Urlauber auch auf unseren geführten Trekkingreisen, Wandern in den Drakensbergen oder Südafrika: Berge & wilde Küste, zu einigen der schönsten Wanderzielen des Landes.

Drakensberge welche Nationalparks besuchen Südafrika
Wanderbegeisterte sollten auf ihrer Südafrika-Reise unbedingt die Drakensberge besuchen

Kgalagadi Transfrontier Park

In diesem länderübergreifenden, internationalen, von Südafrika und Botswana gemeinsam verwalteten Park geht es nur mit Vierrad-Antrieb. Asphaltstraßen gibt es hier keine. An der Westseite grenzt der Park noch dazu an Namibia, von wo man auch in den Park „einreisen“ kann. Die Landschaft des Transfrontier Parks besteht typischerweise aus Salzpfannen, offenen Ebenen und flachem Buschland, das nach Süden hin dichter wird. Es ist ein riesiges Gebiet (größer als Belgien) mit unberührter Wüste und kleinen vegetationsbedeckten roten Dünen, Grasland, Busch und Wäldern. In der Regenzeit füllen sich die Pfannen mit Wasser und die Wüste hüllt sich in eine pflaumige Grasdecke.

Der Kgalagadi Transfrontier Park reizt mit echten Kalahari-Wüstenerlebnissen. Er bietet gute touristische Infrastruktur und erlaubt dennoch individuelle Wildnis-Abenteuer. Der Park ist Lebensraum für wandernde Herden von Spießböcken, Gnus, Springböcken und Elen-Antilopen, begleitet von lauernden Raubtieren wie Löwen, Geparden und Leoparden. Zebras gibt es keine, dafür aber Giraffen, Erdmännchen, Hyänen und Afrikanische Wildhunde.

Auf südafrikanischer Seite gibt es einen Parkabschnitt, der als Schutzgebiet und Kulturerbe an zwei einheimische Volksgruppen, den San und den Mier, abgetreten wurde. Dieser Teil des Parks ist bekannt unter dem Namen !Ae!Hai Heritage Park und darf von den beiden Kommunen zum Erhalt der eigenen Kultur sowie zur Generierung von Einnahmen aus dem Tourismus genutzt werden. Gäste sind also willkommen.

Beste Nationalparks Südafrika Kgalagadi Transfontier
Der beeindruckende Kgalagadi Transfontierpark ist größer als Belgien und kann von Südafrika, Botswana und Namibia aus besucht werden

Südafrikas Inland-Nationalparks sind nicht nur typische Safaris ins Tierreich, sondern auch Begegnungen mit natürlicher und kultureller Vielfalt. Wir stehen gerne für Rückfragen und Unterstützung bei der Planung deiner Südafrika-Reise bereit, egal ob Gruppenreise oder Selbstfahrer-Tour. Dank unseres engen Kontaktes zu unserer Tochterfirma in Südafrika wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Südafrika-Erlebnis.