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Veröffentlicht am 5. Januar 2026 von Juan Proll

– Zuletzt aktualisiert am 8. Januar 2026

Trinkgeld in Namibia: Was ist üblich und angemessen?

Ob in Restaurants oder Hotels oder nach geführten Touren mit lokalen Guides fragen sich viele Touristen: „Wie ist es mit dem Trinkgeld in Namibia: Was ist üblich und angemessen?“ Antworten dazu gibt der heutige Blog.

Warum Trinkgeld in Namibia wichtig ist

Zunächst einmal: Trinkgeld in Namibia zu geben ist nicht Pflicht, sondern freiwillig.

Gleichzeitig wird es jedoch im Tourismussektor als fester Bestandteil der Servicekultur erwartet und geschätzt. Diese Praxis hat sich über Jahre etabliert und ist tief in der namibischen Tourismusbranche verwurzelt.

Anders als in Europa, wo Trinkgeld oft wirklich optional ist, spielt es in Namibia eine wichtigere Rolle. Die Gehaltsstrukturen im namibischen Tourismus berücksichtigen traditionell, dass Trinkgelder einen Teil des Einkommens ausmachen, ähnlich wie in anderen Ländern mit etablierter Trinkgeldkultur. Für Guides, Servicekräfte und Hotelpersonal stellt Trinkgeld daher eine erwartete und kalkulierte Einkommenskomponente dar.

Deshalb ist es hilfreich, Trinkgeld als Teil des touristischen Erlebnisses zu verstehen. Es zaubert nicht nur ein Lächeln in die Gesichter des Servicepersonals, sondern stärkt auch den Tourismussektor in Namibia.

Wie viel Trinkgeld sollte man in Namibia geben? Ein Überblick

In Namibia ist Trinkgeld ein wichtiger Bestandteil der Gastfreundschaft. Das heißt aber nicht, dass du ein Trinkgeld für schlechten Service zahlen musst. Hier sind die wichtigsten Faustregeln für die verschiedenen Servicebereiche des Landes:

Grundsätzliche Faustregeln

In Namibia wird Trinkgeld oft als Zeichen der Wertschätzung für guten Service gesehen. Üblicherweise gibt man 10% des Rechnungsbetrags, abhängig von der Dienstleistung.

Generell kann schon ein kleiner Beitrag große Wirkung zeigen. So freut sich ein Tankwart, nachdem er dein Auto mit Benzin versorgt, die Scheiben gewaschen und den Luftdruck geprüft hat, über bescheidene 5-10 Namibische Dollar (N$) (ca. 0,25 bis 0,50 Euro) mehr, als du sie vermissen könntest.

Am Tresen einer Bar und im Taxi kannst du dagegen die Rechnung aufrunden oder einen festen Betrag von etwa 10-20 N$ (ca. 0,50 bis 1 Euro) als Trinkgeld hinterlassen.

Für das Personal in Hotel und Lodges sowie für Safari-Guides gelten wiederum andere Regeln mit unterschiedlich hohen Trinkgeldern. Dazu weiter unten mehr.

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Unterschiede zwischen Restaurant, Hotel/Lodge, Safari, Stadt/Land

In einem Restaurant oder Resort zahlst du in der Regel ein Trinkgeld von 10 % für den Tischservice, gerne bis zu 15 % bei besonders guter Bedienung.

Auch in Lodges und Hotels ist Trinkgeld für das Personal üblich. Wir empfehlen eine Pauschale von mindestens 50 N$ (2,50 Euro) pro Nacht pro Zimmer.

Safari-Guides sind für ein unvergessliches Safari-Erlebnis sehr bedeutend und bekommen bei Halbtages- und Tagestouren ein Trinkgeld zwischen 50 und 100 N$ (ca. 2,50 bis 5 Euro) pro Person für Gruppen-Safaris und bis zu 150 N$ (ca. 7,50 Euro) pro Person und Tag für private Safaris. Einem extra Fahrer oder Fährtenleser solltest du die Hälfte des Trinkgeldes geben, das du dem Guide zahlst.

Bist du auf einer Safari über mehrere Tage unterwegs, empfehlen wir ein Trinkgeld von 5-7,50 Euro (oder 100-150 N$) pro Person pro Tag für den Guide.

In der Stadt oder auf dem Land unterscheiden sich die oben erwähnten Trinkgeldempfehlungen nicht, jedoch freuen sich die Angestellten in den ländlichen Bereichen aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und Entfernung zur nächsten Bank mehr über ein Bar-Trinkgeld in lokaler Währung.

Angemessenes Trinkgeld

Ein angemessenes Trinkgeld ist

  • rund 10% des Rechnungsbetrags in Restaurants und Cafés,
  • Aufrundung der Rechnung oder 10-20 N$ (ca. 0,50 bis 1 Euro) an Straßenständen, in Bars oder Taxis,
  • etwa 50 N$ (ca. 2,50 Euro) pro Nacht für Hotel und Lodges
  • sowie 50-150 N$ (ca. 2,50 bis 7,50 Euro) pro Tag für den Guide auf Safari-Touren.

Zu viel oder kulturell unpassend

Ein höheres Trinkgelder (mehr als 15% der Rechnung) kann im Einzelfall absolut angemessen sein. Gleichzeitig kann es allgemein aber als unangebracht angesehen werden, da sie den lokalen Wert des Trinkgeldes überschreiten.

Generell gilt: Das Trinkgeld sollte angemessen und im Verhältnis zum Service stehen, ohne zu übertreiben.

Trinkgeld für Guides, Tracker & Fahrer

Guides, Tracker*innen und Fahrer*innen sind die Verbindungsstücke zwischen dir und dem Erleben eines unvergesslichen Urlaubs in Namibia. Dir ihr Land zu zeigen, liegt ihnen besonders am Herzen. Die Trinkgeldempfehlung für sie fallen allerdings unterschiedlich aus.

Safari-Guide (driver-guide)

Safari-Guides spielen eine wichtige Rolle dabei, deine Safari zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Sie setzen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten ein, um dich mit Land und Leuten vertraut zu machen und um dir dabei zu helfen, Wildtiere zu entdecken und zu identifizieren. Häufig sind sie als Guide und gleichzeitig Fahrer*in unterwegs, um dir die Sehenswürdigkeiten zu zeigen.

Ein Trinkgeld für sie ist daher bei Halbtages- und Tagestouren im Land Cruiser üblich und liegt zwischen 50 und 100 N$ (ca. 2,50 bis 5 Euro) pro Person für Gruppentouren und 100-150 N$ (ca. 5 bis 7,50 Euro) pro Person und Tag für private Touren.

Bist du auf einer Safari über mehrere Tage unterwegs, fallen für den Guide deutlich mehr Stunden pro Tag an. Daher empfehlen wir hier mindestens ein Trinkgeld von 5-7,50 Euro (oder 100-150 N$) pro Person pro Tag.

Ein Guide erklärt einer Reisegruppe etwas, während alle gemeinsam im Safariauto sitzen.

Tracker, Ranger & Fahrer*in

Ist neben dem Safari-Guide ein*e extra Fahrer*in oder Fährtenleser*in dabei, solltest du ihm oder ihr die Hälfte des Betrags geben, den du dem Guide geben hast, insbesondere wenn er oder sie einen großen Anteil zum Erlebnis beigetragen hat.

Tracker bzw. Fährtenleser*innen sind allenfalls bei Halbtagestouren und Tagestouren dabei und würden sich bei einer Gruppensafari über 25-50 N$ (ca. 1,30 bis 2,50 Euro) pro Person freuen, bei einer privaten Safari über rund 50-75 N$ (ca. 2,50 bis 4 Euro).

Fahrer*innen, die den Safari-Guide auf einer Tour begleiten, kannst du auf einer Gruppensafari gerne mit 25-50 N$ (ca. 1,30 bis 2,50 Euro) pro Person erfreuen und bei einer privaten Safari mit rund 50-75 N$ (ca. 2,50 bis 4 Euro). Begleiten sie dich für mehrere Tage, empfehlen wir 60-80 N$ (ca. 3 bis 4 Euro) pro Person pro Tag.

Trinkgeld im Restaurant & Café

Wenn du in einem Restaurant oder Resort essen gehst, wird bei gutem Service in der Regel ein Trinkgeld von 10 % für den Tischservice gegeben, gerne mehr bei besonders guter Bedienung.

Achte bei der Rechnung aber darauf, ob nicht schon eine Servicegebühr eingerechnet ist. Es ist nicht üblich, kommt aber vor. In diesem Fall musst du natürlich nicht noch extra Trinkgeld geben.

Bei Restaurants mit Buffets oder Selbstversorgungsangeboten wird in der Regel kein Trinkgeld erwartet, es sei denn, du wurdest persönlich bedient.

In ungezwungenen Lokalen wie Straßenständen oder Bars reicht es, die Rechnung aufzurunden oder unabhängig von der Gesamtrechnung 10 bis 20 N$ (ca. 0,5 bis 1 Euro) Trinkgeld zu geben.

Gäste sitzen im Außenbereich einer Bäckerei in Solitaire, in der für guten Service auch Trinkgeld gegeben wird.

Trinkgeld im Hotel & in Lodges

Sammel-Tip-Boxes in Lodges

In Lodges und Hotels ist Trinkgeld für das Personal üblich. Hier wird häufig eine Pauschale von 50 N$ (2,50 Euro) pro Nacht empfohlen. Viele Unterkünfte haben dafür extra eine zentrale Trinkgeldbox an der Rezeption stehen, damit das Trinkgeld fair unter allen Mitarbeitern aufgeteilt werden kann, einschließlich Rezeptionisten, Reinigungskräften, Kofferträgern und Wartungspersonal.

Am besten zahlst du dein Trinkgeld gesamt am Ende deines Aufenthalts und nicht nach jeder einzelnen Dienstleistung.

Zimmerreinigungspersonal / Housekeeping

Willst du dein Trinkgeld speziell auf das Zimmerpersonal beschränken und nicht die Trinkgeldbox an der Rezeption nutzen, empfehle ich 20 N$ (ca. 1 Euro) pro Tag. Dann zahlst du aber am besten sofort, denn morgen könnte bereits jemand anderes für dein Zimmer zuständig sein.

Du müsstest es dieser Person gezielt mit Worten oder direktem Überreichen zugänglich machen. Es einfach nur wortlos auf dem Nachttisch oder einer anderen Ablage zu hinterlegen, geht nur am Abreisetag. Ansonsten bleibt es unangetastet liegen.

Gepäckträger*innen

Grundsätzlich fallen auch die Gepäckträger*innen unter die 50 N$ (ca. 2,50 Euro) Trinkgeldpauschale, die bei deiner Abreise in die allgemeine Trinkgeldbox der Unterkunft geht. Willst du sie individuell bezahlen, sind 10 N$ (ca. 0,50 Euro) meist ausreichend.

Den Gepäckträgern am Flughafen kannst du gerne 20 N$ (ca. 1 Euro) zahlen, denn der ist nicht besonders groß und braucht nur kurze Wege. Außerdem benutzen auch die Gepäckträger*innen hier heute ganz modern die praktischen Gepäckwagen.

Rezeption & sonstiges Personal

Auch das Rezeptionspersonal fällt grundsätzlich unter die 50 N$ (ca. 2,50 Euro) Trinkgeldpauschale, die bei deiner Abreise in die allgemeine Trinkgeldbox der Unterkunft geht.

Es sollte schon eine außerordentliche Leistung sein, bevor du ein Extra-Trinkgeld in frei gewählter Höhe zahlst. Das kann zum Beispiel ein hoher koordinativer Aufwand sein, um deinen besonderen Wünschen nachzukommen.

Ein Mann fegt im Morgengrauen eine Straße, hinter ihm steigt ein Schwarm Vögel auf.

Trinkgeld für Parkwächter, Aktivitätsanbieter & andere Dienstleister

Auch bei den folgenden Dienstleistungsgruppen gibt es keine festen Regeln, sondern allgemeine Empfehlungen, die dir eine Orientierung geben können:

Parkwächter*innen / Car Guards / Einkaufstütenträger*innen

In Namibia gibt es eine ganze Reihe von Berufsgruppen, die wir so in Mitteleuropa gar nicht kennen. Dazu gehören die Parkwächter*innen in den Innenstadt-Straßen, an besonderen Veranstaltungsorten bzw. In-Restaurants oder an touristischen Hotspots, die dir gerne einen sicheren Parkplatz zuweisen und deinen Wagen überwachen.

Auch das Hilfspersonal an den Kassen von Supermärkten, das den Käufern die Lebensmittel in die Tüten steckt und anschließend gerne bereit ist, den Einkauf zu deinem Auto zu bringen, ist uns wenig vertraut.

Sie alle bieten ihre bescheidenen Dienste natürlich in der Hoffnung auf ein kleines Trinkgeld an, was ihrem Überleben und dem der Familie dient. Für sie ist die empfohlene Höhe 5-10 N$ (ca. 0,25 bis 0,50 Euro).

Aktivitätsanbieter (Bootsfahrten, Dünen, Quad, Kajak, Bushwalk)

Bei all deinen Aktivitäten kommt es natürlich darauf an, ob dich jemand begleitet oder leitet. Bei einer Bootsfahrt ist das meist der Fall. Wenn der Kapitän dann auch noch etwas über die Gewässer, das Ökosystem und die Tierwelt erzählt, ist ein Trinkgeld angemessen.

Bei einem 2- bis 3-stündigen Bushwalk mit einem Guide sind ebenfalls die Voraussetzungen für ein Trinkgeld gegeben.

Die empfohlene Höhe liegt in beiden Fällen bei 20-50 N$ (ca. 1 bis 2,50 Euro) pro Person, je nach Aktivität und Qualität.

Bist du dagegen im Kajak oder auf dem Quad allein unterwegs, ist Trinkgeld überflüssig.

Lokale Guides bei kulturellen Besuchen

Eine beliebte Form, Land, Leute und Kultur kennenzulernen, sind Besuche von traditionell lebenden Volksgruppen oder Gemeinschaftsprojekten. Hier gibt es meist eine Spendenbox, die man mit einem kleinen Unterstützungsbeitrag füttern kann, der je nach Projekt und deinen Eindrücken die empfohlene Höhe von 20-50 N$ (ca. 1 bis 2,50 Euro) auch mal übersteigen kann.

Bei den Himba-Besuchen im hohen Nordwesten (Kaokoveld) neigen die Guides dazu, einen Teil deiner Zahlung in Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände anzulegen, die sie den Himbas bei deiner Ankunft überreichen. Hier bleibt dann nur noch das Trinkgeld für den lokalen Guide, mit dem du die Führung machst. Die empfohlene Höhe für den Guide liegt bei 30-60 N$ (ca. 1,50 bis 3 Euro) pro Person.

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Trinkgeld für Taxis & Transfers

Eine uns sehr vertraute Berufsgruppe sind die Taxi- und Shuttlefahrer*innen, die es vor allem in den Städten reichlich gibt.

Taxi-Fahrer*in in Städten

Taxi-Fahrten innerhalb der Stadt haben in der Regel einen Festpreis. Über deine Unterkunft erfährst du nicht nur, wie teuer die Fahrt ist, sondern du bekommst gleichzeitig ein Taxi des Vertrauens seitens der Unterkunft.

Trinkgeld ist auch hier nicht Pflicht. Gibst du welches, kann es die Aufrundung eines Betrages oder 5-10 N$ (ca. 0,25 bis 0,50 Euro) extra sein.

Fährst du während des Berufsverkehrs oder weiter aus der Stadt hinaus, sind 10 N$ (ca. 0,50 Euro) immer noch okay.

Private Transfers & Flughafenshuttles

Private Transfers und Shuttleservice-Fahrten führen meist weit aus der Stadt hinaus, zum Beispiel wenn es von Windhoeks Innenstadt zum Internationalen Flughafen geht oder wenn du von Windhoek nach Swakopmund fährst.

Trinkgelder sind erneut kein Muss, können aber je nach Strecke und Service gerne bei 10-20 N$ (ca. 0,50 bis 1 Euro) pro Person liegen.

Was, wenn ich nicht sicher bin? Praktische Tipps

Wenn du dir unsicher bist, wie viel Trinkgeld du in Namibia geben sollst, helfen dir ein paar praktische Tipps hoffentlich weiter:

  1. Beobachte andere Gäste: In manchen Situationen, wie bei geführten Aktivitäten, kannst du schauen, wie viel andere Gäste geben.
  2. Kleine Beträge sind auch okay: Bist du unsicher, helfen auch kleinere Beträge, wie 5 N$ (ca. 0,25 Euro) für den Parkwächter oder Tankwart. Es wird trotzdem geschätzt!
  3. Frage im Zweifel: Frage ruhig die Hotelleitung oder deinen Guide, was üblich ist. Sie helfen dir gern weiter. Bist du mit anderen Gästen unterwegs, kannst du auch sie fragen, ob sie es genauer wissen.
  4. Runde einfach auf: Bist du dir bei einer Rechnung nicht sicher, runde einfach auf, um ein Trinkgeld zu hinterlassen, ohne viel nachzudenken. Oder wende schlicht die 10 % Empfehlung an, wenn es für eine Leistung einen Preis gibt.
  5. Prüfe die Rechnung: Bevor du in einem Restaurant ein Trinkgeld zahlst, prüfe schnell die Rechnung, ob nicht schon automatisch ein Trinkgeld eingerechnet ist.
  6. Wähle Bargeld oder Karte: Rechnungen kannst du generell gut mit Karte zahlen, inklusive Trinkgeld. Es schadet aber nicht, das Personal zu fragen, ob das Trinkgeld auch tatsächlich ankommt. Im Zweifelsfall kannst du dann das Trinkgeld lieber bar bezahlen. Ähnliches gilt in ländlichen Gebieten, wo für das Personal keine Bank in der Nähe ist.
  7. Qualität des Services: Denk daran, dass das Trinkgeld nur für guten Service gedacht ist.
Zwei Gläser Wein in einem open-air Restaurant am Abend.

Was sollte ich vermeiden?

In Namibia gibt es einige Dinge, die du im Umgang mit Trinkgeldern vermeiden solltest, um Missverständnisse zu vermeiden und respektvoll zu bleiben:

  1. Kein Trinkgeld bei schlechtem Service: Ein angemessenes Trinkgeld sollte immer die Qualität des Service widerspiegeln.
  2. Unangemessen hohe Trinkgelder geben: Zwar ist ein großzügiges Trinkgeld nett, aber sehr hohe Beträge könnten als unhöflich oder unangemessen wahrgenommen werden.
  3. Trinkgeld in Form von „Geschenken“ anstelle von Geld geben: In Namibia wird Trinkgeld normalerweise in bar gegeben, statt in Form von Geschenken wie Lebensmittel oder anderen Sachwerten, bei denen du schnell falsch liegen kannst.
  4. Trinkgeld zu spät geben: Trinkgeld sollte zeitnah gegeben werden, idealerweise direkt nach dem Service. Lediglich im Hotel zahlst du kein Trinkgeld für die Einzelleistung, sondern am Ende des Hotelaufenthalts für die Gesamtleistung.
  5. Trinkgeld in fremder Währung: Trinkgeld in der lokalen Währung hat stets Priorität. Am Ende sind Euro- oder USD-Scheine bei gutem Service aber besser als gar kein Trinkgeld. Münzen in fremder Währung sind dagegen nutzlos, weil nicht umtauschbar.

Häufige Fragen zum Thema Trinkgeld in Namibia

Muss ich immer Trinkgeld geben?

Nein, Trinkgeld ist nicht obligatorisch, aber es wird als Zeichen der Wertschätzung für guten Service gesehen. Wenn der Service gut war, ist es üblich, ein Trinkgeld zu geben.

Bei schlechtem Service kannst du es auch weglassen oder nur einen kleinen Betrag geben.

Wie viel Trinkgeld gibt man auf einer geführten Rundreise in Namibia?

Für Safari- oder Tour-Guides sind auf Halbtages- und Tagestouren 50-100 N$ (ca. 2,50 bis 5 Euro) pro Person üblich. Bei privat geführten Touren bis zu 150 N$ (ca. 7,50 Euro).

Bei Mehrtagestouren fallen für den Guide deutlich mehr Stunden pro Tag an, so dass um die 150 N$ (ca. 7,50 Euro) pro Person und Tag Trinkgeld empfehlenswert sind. Bist du mit einer größeren Gruppe unterwegs, kann der Betrag je nach Gruppengröße etwas höher ausfallen.

Bei Fahrern sind je nach Tourdauer 25-80 N$ (ca. 1,30 bis 4 Euro) pro Person angemessen.

Gebe ich in jeder Lodge Trinkgeld?

Ja, es ist üblich, in Lodges in Namibia Trinkgeld zu geben, insbesondere für Zimmerpersonal, Gepäckträger*innen und andere Angestellte. Der Betrag variiert, aber pauschal 50 N$ (ca. 2,50 Euro) pro Nacht für das gesamte Hotelpersonal sind üblich.

Du kannst je nach Service mehr oder weniger geben und das Geld in der Regel in eine Trinkgeldbox an der Rezeption einwerfen. Die hoteleigenen Safari-Guides sind die einzigen, die ihr Trinkgeld gesondert von den Gästen bekommen.

Ist es besser, am Ende oder täglich Trinkgeld zu geben?

Es ist beides in Ordnung. Tägliches Trinkgeld zeigt, dass du den Service regelmäßig würdigst, während ein einmaliges Trinkgeld am Ende der Reise eine pauschale Anerkennung darstellt. Es hängt von deinem persönlichen Stil und der Art des Services ab.

Zumindest in Hotels und bei Guides ist es aber üblich, das Trinkgeld am Ende der Leistungen zu überreichen.

Sollte ich Bargeld oder Umschläge nutzen?

Bargeld ist die bevorzugte Methode für Trinkgeld in Namibia. Umschläge sind nicht notwendig.

Möchtest du es aber stilvoller machen, kannst du gerne einen Umschlag verwenden, um das Trinkgeld zu übergeben, besonders bei größeren Beträgen und wenn du über längere Zeit mit der betreffenden Person unterwegs warst. Häufig legen Gäste dann auch noch eine nette und unterschriebene Karte dazu.

Wie funktioniert Trinkgeld als Gruppe?

Eine Gruppe kann einen gemeinsamen Pool für Trinkgelder anlegen, wenn es nicht nur um einen Begünstigten, sondern gleich mehrere geht. Der Betrag wird dann gleichmäßig oder abgestuft verteilt. Guides in Namibia mögen es tendenziell lieber, wenn die Gäste die Aufteilung vornehmen und das Trinkgeld entsprechend überreichen.

Eine Gruppe kann auch überlegen, ob sie das Trinkgeld einsammelt und es mit einer nett be- und unterschriebenen Karte im Umschlag weiterreicht, oder ob alle Parteien einer Gruppe es individuell handhaben wollen und es dem Guide sowie Fahrer persönlich überreichen.

Was tun, wenn der Service schlecht war?

Bei schlechtem Service kannst du entscheiden, kein Trinkgeld zu geben oder nur einen minimalen Betrag zu zahlen. Es ist wichtig, respektvoll zu bleiben und, wenn nötig, deine Unzufriedenheit direkt und höflich zu äußern, um Missverständnisse zu vermeiden.

Fazit – Trinkgeld in Namibia mit Respekt & Augenmaß geben

In Namibia ist Trinkgeld eine sehr geschätzte Möglichkeit, guten Service zu würdigen. Aber es sollte stets mit Respekt und Augenmaß gegeben werden. Es ist nicht obligatorisch, wird allerdings in der Regel für besonderen Service erwartet.

Achte darauf, dass das Trinkgeld der Qualität des Services entspricht – zu viel oder zu wenig kann unangemessen wirken und die Wertschätzung in Frage stellen.

Als generelle Orientierung:

  • für den Service in Restaurants dienen 10 % Trinkgeld,
  • in Hotels pauschal 50 N$ (ca. 2,50 Euro) pro Nacht und
  • für Guides je nach Angebot zwischen 50-150 N$ (ca. 2,50 bis 7,50 Euro) pro Person pro Tag.

Grundsätzlich sind aber kleinere Beträge ebenfalls willkommen, vor allem bei Parkwächtern, Tankwarten und Einkaufshelfern.

Denk daran, dass Trinkgeld keine Pflicht ist. Wenn der Service schlecht war, kannst du es auch weglassen oder reduzieren. Insgesamt geht es darum, mit Fairness und Dankbarkeit zu handeln und die lokalen Gepflogenheiten zu respektieren.

Wer noch Rückfragen hat oder Unterstützung bei der Planung einer Namibia-Reise braucht, egal ob auf einer geführten Gruppenreise, einer geführten Individualreise oder Selbstfahrer*in-Tour unterwegs, kann sich gerne an uns wenden.

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