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Veröffentlicht am 4. Juli 2022 von Juan Proll

7 Hinweise & Tipps für den Besuch des Kgalagadi Transfrontier Parks in Botswana

Der Kgalagadi Transfrontier Park im Südwesten Botswanas wurde im Jahr 2000 als erster Park seiner Art im südlichen Afrika durch den Zusammenschluss zweier Schutzgebiete gegründet: dem Kalahari Gemsbok Nationalpark in Südafrika und dem Gemsbok Nationalpark in Botswana. Im heutigen Blog möchte ich euch Hinweise und Tipps für den Kgalagadi Transfrontier Park mit auf den Weg geben, damit ihr einen entspannten Besuch erlebt.

Kgalagadi Transfrontier Park Tipps
Wunderschöne und abgelegene Landschaften erwarten euch im Kgalagadi Transfrontier Park.

In der großen Weite des Kgalagadi Transfrontier Parks verblassen rote Dünenwellen und grünes Buschwerk im Unendlichen. Herden von Springböcken, Elen-Antilopen, Spießböcken und Streifengnus folgen den frisch wachsenden Gräsern. Imposante Kameldornbäume bieten Schatten für majestätische Schwarzmähnenlöwen und Aussichtspunkte für Leoparden und Greifvögel. Ein Besuch in diesem Kalahari-Paradies lohnt sich. Und mit den folgenden 7 Hinweisen lässt sich der Aufenthalt leichter planen.

Hinweis 1: Tiefsandige Straßen

Der länderübergreifende, internationale, von Südafrika und Botswana gemeinsam verwaltete Park ist ein riesiges Gebiet (größer als Belgien). Asphaltstraßen gibt es hier keine. Stattdessen durchziehen tiefsandige Pisten diese ungebändigte Wildnis. Abgesehen von einigen Ausnahmen im südafrikanischen Teil des Parks kommt ihr hier am sichersten nur mit Vierrad-Antrieb durch. Und wer weiß? Vielleicht reizt euch ja auch das besondere Busch-Feeling und ihr wollt einmal in die Isolation der speziell ausgewiesenen 4×4 Strecken. Das nötige Permit für die verschiedenen Allradstrecken könnt ihr euch in einem der drei großen Camps besorgen. Vorbuchen kann notwendig sein. Mindestens ein weiteres Fahrzeug muss euch in der Wildnis Botsuanas begleiten.

Hinweis 2: Die Landschaft

Die Landschaft des Transfrontier Parks besteht typischerweise aus Salzpfannen, offenen Ebenen und flachem Buschland, das nach Süden hin dichter wird. Unberührte Wüste, kleine vegetationsbedeckte Dünen, Grasland, Busch und Wälder beeindrucken die Augen der Betrachtenden. In der Regenzeit füllen sich die Pfannen mit Wasser und die Wüste hüllt sich in eine pflaumige Grasdecke. Ganzjährig fließende Flüsse gibt es hier keine. Stattdessen aber die unverkennbaren Verläufe zweier ausgetrockneter Flussbetten, des Auob und des Nossob.

Mondnacht und Sandpiste im Kgalagadi Transfrontier Park

Hinweis 3: Die Tierwelt

Der Park ist Lebensraum für Herden unterschiedlichster Antilopenarten. Schwarzmähnige Löwen, Geparden und Leoparden streifen umher. Zebras, Elefanten, Nashörner und Büffel gibt es keine, dafür aber mächtige Giraffen, knuddelige Erdmännchen, Hyänen und Afrikanische Wildhunde. Außerdem könnt ihr hier die riesigen Nester der winzigen Siedelweber-Vögel (Sociable Weaver) bewundern.

Erdmännchen Kgalagadi Transfrontier Park Tipps
Die flinken Erdmännchen kannst du im Kgalagadi Transfrontier Park beobachten.

Hinweis 4: Das Wetter

Die Kgalagadi ist eine riesige halbtrockene Savanne von erstaunlicher Schönheit. Es regnet hier kaum. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 200 mm pro Jahr. Bevor im November der erste Regen fällt, ist die Landschaft vertrocknet gelb. Schon längst sammeln sich die Tiere an den verbliebenen Wasserlöchern. Leichtes Spiel also für Touristen, ihnen hier zu begegnen.

Mit der Regenzeit kommt aber auch die heiße Zeit. Noch bis weit in den Januar hinein sind Spitzentemperaturen von über 40° Celsius nichts Außergewöhnliches. Schon kurz nach den ersten Niederschlägen erblüht die Wüste. Erst ab April wird es wieder merklich kühler. Da der Sommer in den folgenden Monaten in Europa ist, bleibt dem südlichen Afrika nur der Winter. Im Juni, Juli und August fällt das Thermostat auch schon mal auf unter 0° Celsius. Tagsüber scheint sich das Wetter hin und wieder mit Temperaturen über 20° Celsius für die Unannehmlichkeiten der Nacht zu entschuldigen. So bleibt der Park ganzjährig ein Abenteuer. Und ganzjährig frei von Malaria!

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Hinweis 5: Die Unterkünfte

Die deutlich bessere Infrastruktur findet ihr im südafrikanischen Teil des Parks. Neben 6 kleineren Wilderness-Camps gibt es hier vor allem 3 große, umzäunte und schön angelegte Campingplätze. Von ihnen ist Twee Rivieren am größten. Es liegt am Südeingang des Parks und hat sogar ein Restaurant. In Richtung Norden und tief im Park befindet sich Nossob. Von den drei Camps bietet es das vermeintlich beste »Buscherlebnis«. An der Grenze zu Namibia liegt das Mata Mata Camp.

Alle drei südafrikanischen Camps bieten Stellplätze und Chalets, einen Pool, einen kleinen Einkaufsladen und eine rettende Tankstelle. Bitte denkt an die zeitweise ungewöhnliche Tageshitze und tankt Benzin nur am kühlen Morgen. Diesel ist unsensibler und gibt es den ganzen Tag. Publikumsnahe Wasserlöcher zur Tierbeobachtung gibt es nur in Mata Mata und Nossob.

Anders dagegen die Übernachtungssituation in den Bush- und Wilderness-Camps in Botswana. Two Rivers im Süden, Rooiputs in der Mitte, Mabuasehube im Osten und Polentswa im Norden bieten nur wenige Chalets, sind sehr beliebt und daher schnell schon für das ganze Jahr ausgebucht. Zäune gibt es dort keine und Zeltplätze sind auch keine vorgesehen.

Lagerfeuerstimmung Kgalagadi Transfrontier Park Tipps

Hinweis 6: Die Ein- und Ausreise

Der Zugang zum Park ist durch fünf Tore in drei verschiedenen Ländern möglich! Von Südafrika aus erfolgt der Zugang durch das Twee Rivieren Gate, von Namibia durch das Mata-Mata Gate und von Botswana durch die Two Rivers, Mabuasehube und Kaa Gates. Für die Einreise sind allein von Namibia aus einreisend Reisepässe erforderlich. Ansonsten nur, wenn die Ausreise über ein anderes Gate in ein anderes Land geplant ist. Wer von Botswana nach Südafrika weiterreisen möchte, muss die Einreiseformalitäten in Twee Rivieren erledigen. Euren Pass solltet ihr aber dennoch immer dabei haben, weil sie auch für die Ausstellung der Park-Permits gerne mal kontrolliert werden.

Tipps für den Kgalagadi Transfrontier Park – Hinweis 7: Was ihr sonst noch brauchen könntet

  • Die Campingplätze von Twee Rivieren, Nossob und Mata-Mata haben Wäschewannen und Bügelmöglichkeiten, allerdings kein Bügeleisen.
  • In Twee Rivieren habt ihr auch sicher Handyempfang.
  • Das Restaurant serviert Frühstück und Abendessen (à la carte).
  • Einen Geldautomat gibt es nur bei Twee Rivieren.
  • In den großen Camps findet ihr auch Informationszentren wie zum Beispiel das Raubtierzentrum im Nossob Camp.
  • Verstecke am Wasserloch könnt ihr im Nossob und Mata Mata Camp nutzen.
  • Die Camps verfügen über begrenzte Kühleinrichtungen und können Touristen keinen Kühlservice anbieten.
  • Die Geschäfte in Twee Rivieren, Mata-Mata und Nossob verkaufen unter anderem Supermarkt-Waren wie frisches Fleisch, Milch, Käse, Eier, Brot, Wein und Bier. Da der Bestand aber schnell mal ausverkauft sein kann, solltet ihr euren Essensplan schon von Einreise in den Park sicherstellen.
  • Benzin (bleifrei) und Diesel sind bei Mata-Mata, Nossob und Twee Rivieren erhältlich. Premium-Benzin bekommt ihr nur im Rastlager Twee Rivieren.
  • Alle Karten, Kredit- und Debitkarten werden an den Tankstellen im Park akzeptiert.
  • Fünf Picknickplätze stehen im gesamten Park mit Grillmöglichkeiten und Gemeinschaftswaschanlagen zur Verfügung. Nur Wasser gibt es dort keins.

Botswanas Kgalagadi Transfrontier Park erlaubt nicht nur faszinierende Safaris ins Tierreich, sondern auch exklusive Begegnungen mit atemberaubender Natur. Mit diesen Tipps für den Kgalagadi Transfrontier Park seid ihr gut gerüstet für euer Abenteuer. Wir stehen gerne für Rückfragen und Unterstützung bei der Planung deiner Botswana-Reise bereit, egal ob auf einer geführten Reise oder Selbstfahrer*in-Tour unterwegs. Dank unseres engen Kontaktes zu unserer Tochterfirma in Botswana wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Botswana-Erlebnis.