Veröffentlicht am 25. April 2022 von Juan Proll
– Zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2026
Was kann man auf Sansibar machen? Die 10 schönsten Aktivitäten und Erlebnisse
Sansibar – allein der Name weckt schon das Fernweh. Der Insel-Archipel im Indischen Ozean verspricht weißen Sand, türkisblaues Wasser und so viel mehr. Aber was kann man auf Sansibar machen? Wer sich das fragt, findet neben entspannten Strandtagen jede Menge Abwechslung: die historische Altstadt Stone Town, duftende Gewürzgärten, tropischen Wald, farbenprächtige Korallenriffe und traditionelle Dhows, dazu Wassersportmöglichkeiten und einen Streetfood-Markt.
Kurz gesagt: Sansibar Aktivitäten gibt es reichlich. Wir stellen dir zehn Erlebnisse vor, die Kultur, Natur, Meer und Genuss verbinden und sich wunderbar mit ein paar Tagen Nichtstun am Strand kombinieren lassen. Denn auch das gehört zu Sansibar. Und zwar ausdrücklich.

1. Stone Town zu Fuß entdecken
Stellst du dir die Frage, was man auf Sansibar unbedingt machen sollte, kommst du an Stone Town kaum vorbei. Die historische Altstadt an der Westküste von Unguja, der Hauptinsel des Sansibar-Archipels, ist UNESCO-Welterbestätte.
Die alten Mauern Stone Towns tragen die Spuren vergangener Jahrhunderte, doch der Herzschlag der Stadt gehört der Gegenwart. Menschen wohnen und arbeiten hier, Kinder gehen zur Schule, Nachbarn halten einen Plausch – und schreiben die Geschichte der Altstadt jeden Tag weiter.
Am besten erkundest du Stone Town zu Fuß und lässt dich ein wenig treiben. Hinter jeder Ecke warten neue Details: kunstvoll geschnitzte Türen, schmale Gassen, kleine Läden und Gebäude, in denen sich Einflüsse aus Afrika, der arabischen Welt, Indien und Europa miteinander verbinden. Genau diese kulturelle Mischung macht die Stadt so besonders.
Bei einem geführten Rundgang erfährst du außerdem mehr über die Geschichte Sansibars – von der Zeit als bedeutendes Handelszentrum bis zur Geschichte des Sklavenhandels. Das ist nicht immer leichte Kost, gehört aber zur Geschichte der Insel und sollte entsprechend respektvoll eingeordnet werden.

Unser Tipp: Plane Stone Town nicht nur als kurzen Fotostopp ein. Ein halber oder besser noch ganzer Tag gibt dir deutlich mehr Gelegenheit, die Stadt wirklich kennenzulernen.
2. Eine Gewürzfarm besuchen
Sansibars Hauptinsel Unguja trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Spice Island“. Gewürze gehören seit Jahrhunderten zur Geschichte und zum Handel der Insel – und bei einem Besuch auf einer Gewürzfarm wird aus dem Gewürzregal zu Hause plötzlich ein ziemlich spannender Lernort.
Bei einer geführten Tour entdeckst du beispielsweise Nelken, Zimt, Muskat, Vanille, Pfeffer, Ingwer oder Kardamom. Vieles davon kennt man aus der Küche, aber längst nicht jede*r weiß, wie die Pflanzen eigentlich aussehen oder wie die Gewürze geerntet und verarbeitet werden.
Dazu kommen häufig tropische Früchte und andere Nutzpflanzen. Guides erklären, wie bestimmte Pflanzen vor Ort in der traditionellen Heilkunde verwendet werden, welche Rolle die Gewürze in der Geschichte Sansibars spielten und welche kulinarische und wirtschaftliche Bedeutung sie bis heute haben. Eine Gewürztour ist deshalb mehr als ein Ausflug für die Nase: Sie verbindet Landwirtschaft, Geschichte, Küche und Natur – und macht verständlich, warum Sansibar weit über seine Strände hinaus bekannt geworden ist.
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3. Im Jozani Forest durch Sansibars Natur wandern
Jetzt wird es grün: Der Jozani Forest im Jozani Chwaka Bay Nationalpark liegt im Süden von Unguja und ist ein wichtiger Naturraum auf der Insel. Er ist vor allem für den Sansibar-Stummelaffen bekannt. Diese Primaten kommen nur auf Sansibar vor. Aber auch andere Affenarten und zahlreiche weitere Tiere leben in diesem Lebensraum.
Bei einem Rundgang durch den Wald geht es deshalb nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Tiere abzuhaken. Viel schöner ist es, sich Zeit zu nehmen, die Mangroven, den Wald und die Tierwelt als Ökosystem wahrzunehmen. Mit einem bisschen Glück entdeckst du hier auch Weißkehlmeerkatzen, Elefantenspitzmäuse, Ducker-Antilopen, Buschschweine, Chamäleons und einige der ca. 40 Vogel- und 50 Schmetterlingsarten, die in diesen Wäldern beheimatet sind.
Noch dazu erlebst du einen spannenden Kontrast zum Strand: Eben noch die Füße im Sand, jetzt auf einem Spaziergang unter dichtem Blätterdach am Wegesrand. Wer sich für Natur und Tierwelt interessiert, bekommt hier einen ganz anderen Eindruck von Sansibar.
Und natürlich gilt: Vorsicht Wildtiere! … Also Abstand halten, ruhig beobachten und den Lebensraum respektieren – dann machen die Begegnungen gleich doppelt Freude.
4. Beim Schnorcheln Sansibars Unterwasserwelt entdecken
Was kann man auf Sansibar machen, wenn man nicht nur am Strand liegen möchte? Ab ins Wasser! Die Korallenriffe rund um die Insel machen Sansibar zu einem beliebten Ziel zum Schnorcheln und Tauchen. In den warmen Gewässern kannst du tropische Fische, Korallen und mit etwas Glück auch Meeresschildkröten entdecken.
Zu den bekannten Gebieten gehört das Mnemba-Atoll vor der Nordostküste. Geschnorchelt wird rund um das Riff, das sich über eine Länge von etwa 7 x 5 Kilometer zieht, eine Vielzahl von Korallen sowie über 600 verschiedene Korallenfische beheimatet und Chancen auf Sichtungen von Delfinen, Muränen, Löwenfischen, Oktopussen und Hummern offeriert. Hier befindet sich auch die private Insel Mnemba, die du dir aber nur vom Wasser aus anschauen kannst, wenn du dort kein Gast bist.
Auch andere Küstenabschnitte bieten Möglichkeiten zum Schnorcheln oder Tauchen. Welche Stelle sich eignet, hängt unter anderem von Wetter, Gezeiten und den örtlichen Bedingungen ab. Wer aber bisher hauptsächlich über Sansibars Strände gesprochen hat, wird spätestens mit Maske und Schnorchel feststellen, dass unter der Wasseroberfläche der Inselurlaub erst recht weitergeht.
5. Mit einer traditionellen Dhow in den Sonnenuntergang segeln
Eine Dhow mit ihrem charakteristischen dreieckigen Segel gehört zu Sansibars Küstenlandschaft wie die Sonne zum Himmel. Diese traditionellen Boote werden bis heute genutzt – für den Fischfang, für Handelsgeschäfte und für touristische Fahrten auf dem Meer.
Für Reisende ist eine Dhow-Tour vor allem eines: herrlich entschleunigend. Statt Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sitzt du gemächlich auf dem Wasser, der Wind füllt das Segel und Sansibars Küste zieht langsam vorbei. Es geht in die weniger leicht zugänglichen Buchten – und ist Romantik pur.
Besonders stimmungsvoll wird es am späten Nachmittag. Wenn die Sonne tiefer steht und das Licht wärmer wird, beginnt die Insel vom Wasser aus noch einmal ganz anders auszusehen. Und während du mit einem erfrischenden Getränk in der Hand dem Sonnenuntergang entgegensegelst, bereitet sich die Insel auf den Abend vor.
Viel mehr braucht es manchmal gar nicht.
6. Einen Tag auf dem Wasser und an einer Sandbank verbringen
Ein Tag auf dem Wasser gehört für viele Reisende zu den beliebtesten Sansibar Ausflügen. Typischerweise geht es mit einer Dhow hinaus aufs Meer, zwischendurch wird geschnorchelt und je nach Tour steht eine Sandbank auf dem Programm. Dazu gibt es häufig ein Mittagessen mit frischem Fisch oder Meeresfrüchten.
Das Prinzip ist denkbar einfach – und gerade deshalb so schön: ein bisschen Bootsfahrt, ein bisschen Schwimmen, ein bisschen Unterwasserwelt und ziemlich viel Meer. Auf einer Sandbank barfuß mitten im Indischen Ozean zu stehen, fühlt sich ohnehin ein wenig so an, als hätte jemand den Strand einfach ins Wasser gestellt.
Solche Ausflüge werden an verschiedenen Stellen Sansibars angeboten. Die konkreten Routen und Bedingungen können je nach Ausgangsort, Gezeiten und Wetter variieren.

7. Paje und die Ostküste aktiv erleben
Paje an der Ostküste ist der richtige Ort für alle, denen ein Strandtag gerne ein bisschen mehr Bewegung bringen darf. Die Gegend hat sich zu einem bekannten Zentrum für Kitesurfen entwickelt. Die flachen Küstengewässer und die Windbedingungen schaffen dafür gute Voraussetzungen.
Auch wer nicht selbst aufs Kiteboard steigen möchte, kann hier einiges unternehmen: lange Strandspaziergänge, Baden, Wassersport ausprobieren oder einfach den Kitesurfern bei ihren eleganten Flugmanövern zuschauen. Das hat durchaus Unterhaltungswert – besonders dann, wenn man selbst sicher im Sand sitzt.
Charakteristisch für die Ostküste ist außerdem der starke Wechsel von Ebbe und Flut. Bei Ebbe zieht sich das Meer teilweise weit zurück und gibt große Flächen des Meeresbodens frei. Das verändert in ziemlich spektakulärer Weise die Landschaft innerhalb weniger Stunden.
Paje zeigt damit eine andere Seite Sansibars: jünger, aktiver und mit viel Raum für Wassersport.

8. Sansibar kulinarisch entdecken
Eine Reise nach Sansibar ist nicht nur ein Augenschmaus. Auch der Geschmackssinn darf ordentlich mitmischen. Die Küche der Insel spiegelt ihre Geschichte wider: afrikanische, arabische, indische und weitere Einflüsse treffen aufeinander, verfeinert mit den Gewürzen, für die Sansibar bekannt ist.
Auf den Tellern landen unter anderem frischer Fisch und Meeresfrüchte, Reisgerichte, Currys und verschiedene Snacks. Wer sich durch die Küche probiert, bekommt deshalb auf sehr gaumenverwöhnende Weise einen Eindruck davon, wie vielfältig die Geschichte der Insel ist.
Besonders spannend wird es auf Märkten und bei Streetfood-Angeboten. Eine Sansibar Pizza etwa hat mit einer italienischen Pizza ungefähr so viel gemeinsam wie ein Dhow-Segelboot mit einem Katamaran. Probieren lohnt sich trotzdem.
Wer Sansibar kulinarisch kennenlernen möchte, sollte sich Zeit lassen, lokale Gerichte auszuprobieren und nicht ausschließlich im Hotelrestaurant essen. Schließlich gehört gutes Essen zu den schönsten Verwöhnmomenten des Reisens.
9. Stone Town am Abend und den Forodhani Night Market erleben
Stone Town ist tagsüber sehr faszinierend, bekommt am Abend aber noch einmal ein ganz anderes Flair. Schon am späten Nachmittag lohnt es sich, an die Uferpromenade zu kommen. Während Jugendliche von der Kaimauer ins Meer springen und rund um die Forodhani Gardens langsam Leben einkehrt, werden die ersten Essensstände aufgebaut.
Nach Sonnenuntergang verwandelt sich der Platz in einen lebhaften Streetfood-Markt. Auf den Grills brutzeln Fisch, Meeresfrüchte und Fleischspieße, dazu gibt es Sansibar Pizza und frisch gepresste Säfte. Die verführerischen Gerüche, das leckere Essen und die lebhafte Stimmung machen Forodhani Gardens zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Besucher*innen.
Diese besondere Atmosphäre macht den Abend so interessant. Und während sich hier Familien, Freunde, Reisende und Händler*innen begegnen, bricht über dem Wasser langsam die Dunkelheit herein.
Unser Tipp: Hunger mitbringen. Der wird hier nämlich ziemlich zuverlässig bedient.
10. Einfach einen Tag am Strand verbringen
Ja, wirklich: Nichts tun gehört zu den besten Aktivitäten auf Sansibar. Leben nach dem Motte „Hakuna Matata“ („Keine Probleme“). Schließlich muss ein Urlaub nicht jeden Morgen um 7 Uhr mit einem Ausflugsprogramm beginnen. Nach einer Safari durch Tansania oder mehreren ereignisreichen Tagen darf der Reiseplan auch einmal aus einem einzigen Punkt bestehen: Strand.
Sansibar zeigt, dass es nicht immer die Karibik sein muss, wenn man romantische Spaziergänge über feinen weißen Sand machen möchte oder verträumt unter sanft wehenden Palmen am Strand liegen will. Kilometerweit kannst du hier laufen, dabei schöne Buchten entdecken und Leichtigkeit atmen. Der Strand, eine Sehenswürdigkeit.
Abends, kurz bevor die Sonne in die erfrischenden Fluten des Ozeans eintaucht, füllen immer mehr Einheimische diverse Strandabschnitte mit Leben: Kinder tollen herum, Männer spielen Fußball, Frauen stehen abseits und Fischer fahren mit ihren Dhows hinaus auf das Meer. Halte Ausschau nach netten Strandbars, wo du die stimmungsvollen Eindrücke sehr gut mit einem leckeren Cocktail herunterschlemmen kannst.
Auch lohnt es sich, die unterschiedlichen Küsten kennenzulernen. An der Nordküste rund um Nungwi und Kendwa spielt der Gezeitenwechsel für den klassischen Badeurlaub eine geringere Rolle. An der Ostküste sind Ebbe und Flut dagegen besonders deutlich sichtbar. Das Meer kann sich dort weit zurückziehen und den Strand völlig verändern.

Welche Aktivitäten auf Sansibar lassen sich gut miteinander kombinieren?
Einige Sansibar Aktivitäten lassen sich wunderbar zu einem Tagesausflug verbinden. Stone Town und eine Gewürzfarm passen beispielsweise gut zusammen: Erst geht es durch die historische Altstadt, anschließend in die Welt von Nelken, Zimt und Vanille. Auch ein Besuch im Jozani Forest lässt sich gut mit einem Aufenthalt an der Ostküste verbinden.
Wer mehrere Tage auf Sansibar verbringt, sollte trotzdem nicht versuchen, jeden Tag mit Ausflügen vollzustopfen. Zwei oder drei ausgewählte Unternehmungen und dazwischen ausreichend Strandzeit sind für viele Reisende die angenehmere Mischung. Schließlich wäre es etwas widersinnig, für einen Erholungsurlaub nach Sansibar zu fliegen und dort einen Terminplan aufzustellen, der selbst einem Großraumbüro die Schamesröte ins Gesicht treiben würde.
Wie viele Tage sollte man für Sansibar einplanen?
Wie lange du auf Sansibar bleiben solltest, hängt davon ab, womit du die Insel kombinierst. Nach einer Safari in Tansania dienen 3 bis 4 Tage der reinen Erholung und sind etwa eine Woche auf Sansibar eine schöne Größenordnung, um einige Ausflüge mit mehreren entspannten Strandtagen zu verbinden. Aber länger geht immer. Vor allem für Reisende, die möglichst viele Aktivitäten auf Sansibar unternehmen möchten, lohnt sich etwas mehr Zeit.
Besonders reizvoll ist die Kombination aus Safari und Strand: Erst geht es auf Pirschfahrt durch die Nationalparks Tansanias, anschließend folgt der entspannte Inselteil. So wechseln sich Tierbeobachtungen und Abenteuer mit Meer, Kultur und Erholung ab.
Mehr Inspiration findest du bei unseren Tansania-Reisen sowie unseren hier empfohlenen Tansania-Reisetipps.

Fazit: Was sollte man auf Sansibar unbedingt machen?
Was man auf Sansibar unbedingt machen sollte, ist einfach zu beantworten: Genieße das Leben! Dazu bietet die Insel eine ganze Menge – und genau das ist das Schöne an Sansibar. Du kannst morgens durch die historischen Gassen von Stone Town spazieren, mittags den Duft von Nelken und Zimt auf einer Gewürzfarm genießen und am nächsten Tag zwischen tropischen Fischen über ein Korallenriff schnorcheln.
Du kannst den Jozani Forest erkunden, mit einer Dhow über den Indischen Ozean segeln, in Paje das Kitesurfen lernen, dich durch Sansibars Küche probieren oder abends auf dem Forodhani Night Market einen Snack nach dem anderen zu dir nehmen. Und dann gibt es natürlich noch die vielleicht schwierigste Aktivität von allen: nichts tun.
Unsere Top 10 zeigen deshalb vor allem eines: Sansibar ist weit mehr als eine schöne Kulisse für ein paar Strandtage. Die Insel verbindet Natur, Geschichte, Kultur, Meer und Genuss auf engem Raum.
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