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Veröffentlicht am 2. März 2015 von Juan Proll

– Zuletzt aktualisiert am 31. August 2026

Der Überlebenskampf des Nashorns

Wer einem Nashorn auf Safari begegnet, erlebt einen ziemlich beeindruckenden Moment: Da steht plötzlich ein tonnenschweres Tier vor dem Jeep, scheinbar tiefenentspannt und mit dem Charme eines schlecht gelaunten Dinosauriers. Doch der Eindruck täuscht. Nashörner gehören weltweit zu den am stärksten bedrohten Großsäugern. Ihr Überleben hängt davon ab, dass Schutz, Wissenschaft, Politik – und auch wir Reisenden – am Ball bleiben.

Wie steht es heute um die Nashörner?

Wie viele Nashörner gibt es weltweit noch?

Weltweit leben heute rund 26.800 Nashörner in freier Wildbahn, über 80 % davon in Südafrika. wie die Bestandszahlen der International Union for Conservation of Nature (IUCN) von 2025 belegen. Das klingt vielleicht nach einer akzeptablen Zahl – bis man sie auf die sechs noch lebenden Arten verteilt.

Besonders dramatisch ist die Situation beim Nördlichen Breitmaulnashorn: Von ihm existieren nur noch zwei lebende Weibchen. Beim Java- und beim Sumatra-Nashorn sind es nur wenige Dutzend Tiere. Das Große Einhornnashorn (Panzernashorn) in Indien und Nepal macht dagegen Mut: Seine Bestände sind auf rund 4.075 Tiere gestiegen.

Auch das Afrikanische Spitzmaulnashorn entwickelt sich erfreulich und zählt inzwischen etwa 6.788 Tiere. Beim Breitmaulnashorn sieht es dagegen schlechter aus: Sein Bestand sank zuletzt deutlich und liegt aktuell bei etwa 15.752 schwergewichtigen Vertretern. Die Bilanz ist also ein echtes Auf und Ab – und zeigt: Nashornschutzkann durchaus funktionieren, ist aber keineswegs ein Selbstläufer.

Spitzmaul- und Breitmaulnashorn: Afrikas zwei Nashornarten

Afrikas zwei Nashornarten werden volkstümlich gerne als „schwarzes“ und „weißes“ Nashorn bezeichnet. Wer beide Arten nebeneinander sieht, versteht schnell, warum die Namen für Verwirrung sorgen. Denn weder ist das Spitzmaulnashorn besonders schwarz, noch das Breitmaulnashorn besonders weiß.

Das Breitmaulnashorn besitzt die breitere, fast rechteckige Schnauze und grast bevorzugt auf offenen Flächen. Das Spitzmaulnashorn hat dagegen eine spitzere, greiffähige Oberlippe und knabbert vor allem Blätter, Zweige und Triebe. Es kommt deshalb auch mit buschigerem Lebensraum zurecht.

Beide leben in Afrika südlich der Sahara und tragen zwei Hörner. Ihr Gefährdungsstatus unterscheidet sich allerdings deutlich: Das Spitzmaulnashorn gilt als vom Aussterben bedroht, während das Breitmaulnashorn insgesamt als potenziell gefährdet eingestuft wird.

Doch auch diese vermeintlich bessere Ausgangslage darf nicht täuschen: Allein 2024 ging der afrikanische Breitmaulnashornbestand deutlich zurück. Wer mehr über die beiden Arten erfahren möchte, findet im Blogbeitrag „Von schwarzen und weißen Nashörnern“ die ausführlichere Gegenüberstellung.

Eine Nashornmutter mit Jungtier in Ol Pejeta in Kenia.

Warum sind Nashörner weiterhin bedroht?

Warum werden Nashörner wegen ihres Horns getötet?

Der Grund ist so absurd wie tragisch: Das Horn ist auf dem Schwarzmarkt sehr wertvoll. In Teilen Asiens, allen voran China, wird es traditionell als (All-)Heilmittel verwendet oder mit vermeintlichen Wirkungen wie „Entgiftung“ in Verbindung gebracht.

Wissenschaftliche Belege für eine medizinische Wirkung gibt es nicht. Das Horn besteht neben kleinen Anteilen von Melanin und Kalzium hauptsächlich aus Keratin – demselben Faserprotein, aus dem auch unsere Fingernägel und Haare bestehen.

Hinzu kommen soziale Faktoren:  In Jemen erhalten zu Erwachsenen gewordene „Jungs“ traditionell ein Messer mit Griff aus Nashornhorn. In Vietnam gilt Nashornhorn als Gesellschaftsdroge, die Wohlstand und Macht ausdrückt.

Damit entsteht eine Nachfrage, die Kriminelle mit hohen Gewinnmargen bedienen. Für die Wilderer ist das Nashorn dagegen kein Symbol, sondern schlicht Beute: Horn ab, Tier tot.

Illegaler Hornhandel und organisierte Kriminalität

Der Weg vom Nashorn zum Käufer ist länger, als es die blutige Szene im Busch vermuten lässt. Nach der gewaltsamen Entfernung des Horns übernehmen häufig lokale Zwischenhändler die Hörner. Danach folgen weitere Käufer, Kuriere und Schmuggler, die die Ware über Grenzen und schließlich in internationale Absatzmärkte bringen.

Aus einzelnen Wilderern wird so eine regelrechte Lieferkette. Dahinter stehen teilweise hochorganisierte kriminelle Netzwerke. Sie beschaffen Informationen über Nashornbestände, organisieren Waffen und Fahrzeuge, bestechen gegebenenfalls Beteiligte und kümmern sich um den Transport.

Aufgrund der Qualität dieser organisierten Kriminalität reicht es längst nicht mehr, nur Wilderer im Busch festzunehmen. Erfolgreicher Nashornschutz bedeutet heute auch Geheimdienstarbeit, Finanzermittlungen, Grenzkontrollen und internationale Strafverfolgung.

Lebensraumverlust, Dürre und kleine Populationen

Wilderei ist der bekannteste Feind der Nashörner, aber nicht der einzige. Auch Lebensraumverlust, Zerschneidung von Lebensräumen und zunehmende Dürren setzen den Tieren zu. Gerade in trockenen Regionen kann Wassermangel die Tiere zusätzlich schwächen und die Nahrungssituation verschärfen.

Die IUCN weist darauf hin, dass solche Faktoren die positiven Effekte sinkender Wildereiraten teilweise wieder zunichtemachen. Besonders heikel wird es, wenn kleine Populationen voneinander isoliert sind. Dann treffen sich fortpflanzungsfähige Tiere seltener, und die genetische Vielfalt kann abnehmen.

Einige Nashornpopulationen im südlichen Afrika liegen bereits unter den Größen, die Fachleute für langfristig reproduktions- und genetisch stabile Bestände empfehlen. Ein Nashorn braucht also nicht nur Schutz vor dem Gewehr – es braucht auch genügend Platz, Wasser, Nahrung und Artgenossen.

Ein Nashorn voller Schlamm im Ngotongoro Krater in Tansania

Wie funktioniert moderner Nashornschutz?

Ranger, Schutzgebiete und internationale Zusammenarbeit

Nashornschutz ist längst mehr als ein Ranger mit Fernglas und Geländewagen. Ranger patrouillieren Schutzgebiete, verfolgen Spuren und reagieren auf verdächtige Aktivitäten. Dazu kommen Kamerafallen, Luftüberwachung, Funk- und Informationssysteme sowie die Auswertung von Hinweisen über Wilderer-Netzwerke. Sogar Militär ist unterwegs.

Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaften, Zoll und Grenzbehörden. Denn ein Nashorn kann in Afrika gewildert werden, während der Auftraggeber Tausende Kilometer entfernt sitzt. Internationale Kooperation hilft, diese Kette zu verfolgen und nicht am Schutzgebietszaun haltzumachen. Nationale und internationale Strafverfolgung sowie Handelsverbote stärken zudem die Schutzmaßnahmen.

Die aktuellen Erfolge zeigen, dass sich die Investitionen lohnen: Die afrikanische Wildereirate bei Nashörnern lag 2024 bei 2,15 Prozent und damit so niedrig wie seit 2011 nicht mehr (IUCN). Doch bei einer so kleinen Gesamtpopulation kann schon eine relativ geringe Zahl illegal getöteter Tiere erhebliche Folgen haben.

Warum werden Nashörner enthornt?

Es klingt zunächst ziemlich widersinnig: Um Nashörner zu schützen, nimmt man ihnen das Horn ab. Genau das wird in einigen stark von Wilderei betroffenen Gebieten gemacht. Unter Narkose wird das Horn fachgerecht gekürzt, wobei ein Sicherheitsabstand zum empfindlichen Bereich an der Hornbasis eingehalten wird.

Das Horn wächst anschließend wieder nach und muss deshalb regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls erneut gekürzt werden. Der Gedanke dahinter ist simpel: Ohne wertvolles Horn sinkt der finanzielle Anreiz für Wilderer.

Gemäß einer Studie aus dem Greater-Kruger-Ökosystem scheint dieser Ansatz tatsächlich hilfreich. Die Studie an mehr als 2.200 Nashörnern in elf Reservaten stellte nach der Enthornung einen Rückgang der Wilderei um rund 78 % fest. Ob das allein der Enthornung zuzuordnen ist, ist aufgrund parallel laufender Schutzmaßnahmen fraglich.

Denn weiterhin wurden auch enthornte Tiere getötet. Schließlich zählt jedes Gramm bei Kilopreisen, die in Spitzenzeiten bei 60.000 US$ bis 80.000 US$ lagen. Die Enthornung scheint dennoch ein wirksames Werkzeug zu sein, ersetzt aber weder Ranger noch Überwachung noch Strafverfolgung.

Umsiedlungen, Überwachung und genetisches Management

Manchmal ist der beste Platz für ein Nashorn schlicht ein anderer. Tiere werden deshalb aus besonders gefährdeten Gebieten in besser geschützte Reservate umgesiedelt. Solche Translokationen können Populationen vergrößern, neue Fortpflanzungspartner zusammenbringen und die genetische Vielfalt verbessern.

Moderne Technik hilft dabei: Sender liefern Informationen über Aufenthaltsorte und Bewegungsmuster, Kamerafallen verraten, welche Tiere in einem Gebiet unterwegs sind, und DNA-Analysen können einzelne Tiere oder sogar Spuren eindeutig zuordnen.

Bei winzigen Populationen wird zudem genau geplant, welche Tiere miteinander verpaart werden sollten. Klingt ein bisschen nach Nashorn-Blinddating – ist aber ernsthafte Populationsbiologie. Gerade bei kleinen, isolierten Beständen kann dieses genetische Management über die Zukunft einer Art entscheiden.

Warum sind lokale Gemeinschaften für den Nashornschutz entscheidend?

Ein Schutzgebiet funktioniert langfristig nur dann, wenn die Menschen in seiner Umgebung ebenfalls etwas davon haben. Deshalb gehören Arbeitsplätze, Ausbildung und lokale Beteiligung zunehmend zum modernen Naturschutz. Menschen aus umliegenden Gemeinden können beispielsweise als Ranger, Guides, Fahrer oder Mitarbeiter in Lodges und Schutzprojekten arbeiten.

Auch Einnahmen aus dem Tourismus können einen direkten wirtschaftlichen Wert schaffen. Wenn ein lebendes Nashorn Arbeitsplätze und Einnahmen bringt, während ein totes Nashorn nur illegalen Händlern Geld einspielt, verschiebt sich die Rechnung zugunsten des Naturschutzes.

Die IUCN betont deshalb ausdrücklich lokale Verantwortung, gemeinsame Vorteile und Zusammenarbeit mit den Gemeinden als wichtige Bestandteile erfolgreicher Nashornschutzprogramme. Naturschutz funktioniert schließlich nicht im luftleeren Raum – und schon gar nicht an Menschen vorbei.

Ein Nashorn ohne Horn in Südafrika, eine Schutzmaßnahme gegen Nashorn-Wilderei.

Fortschritte und Rückschläge: Gibt es Hoffnung für die Nashörner?

Die langsame Erholung des Spitzmaulnashorns

Das Spitzmaulnashorn zeigt eindrucksvoll, dass jahrzehntelanger Schutz Wirkung haben kann. Der Bestand ist auf rund 6.788 Tiere gestiegen – gegenüber etwa 6.195 bei einer vorherigen Schätzung der International Rhino Foundation (IRF). Das ist ein Grund zur Freude, aber noch lange kein Freifahrtschein.

Die Art gilt weiterhin als vom Aussterben bedroht und bleibt dem Druck durch Wilderei und Lebensraumverlust ausgesetzt. Der Erfolg ist deshalb weniger „Mission accomplished“ als vielmehr: Die Richtung stimmt.

Kann das Nördliche Breitmaulnashorn noch gerettet werden?

Beim Nördlichen Breitmaulnashorn klingt die Geschichte beinahe wie Science-Fiction. Die letzten beiden lebenden Tiere, Najin und ihre Tochter Fatu, sind weiblich und können nicht mehr für Nachwuchs sorgen. Seit dem Tod des letzten männlichen Tieres Sudan im Jahr 2018 ist eine natürliche Fortpflanzung damit ausgeschlossen.

Doch die Wissenschaft gibt sich nicht geschlagen. Aus Eizellen von Fatu und eingefrorenem Sperma verstorbener Männchen wurden Embryonen erzeugt. Diese werden nicht Najin oder Fatu eingepflanzt, sondern sollen von südlichen Breitmaulnashorn-Weibchen als Leihmüttern ausgetragen werden.

2024 begann BioRescue mit entsprechenden Embryotransfers in der Ol Pejeta Conservancy in Kenia. Gleichzeitig wurden weitere Embryonen erzeugt. Die Versuche brachten bisher noch keine dauerhafte Schwangerschaft.

Das Ziel ist ambitioniert: Aus konserviertem genetischem Material soll irgendwann wieder eine fortpflanzungsfähige Population entstehen. Ob das gelingt, weiß niemand. Aber allein die Tatsache, dass ein Tier, das praktisch schon mit einem Fuß im Kapitel „ausgestorben“ steht, überhaupt noch eine wissenschaftliche Rettungschance besitzt, ist bemerkenswert.

Weniger Nashorn-Wilderei bedeutet noch keine Entwarnung

Die sinkenden Wildereiraten sind eine gute Nachricht. Gleichzeitig schrumpften afrikanische Nashornbestände 2024 insgesamt, unter anderem wegen Dürre und anderer Faktoren. Einige Populationen sind zudem so klein, dass ihre langfristige genetische Stabilität gefährdet ist. Nashornschutz bleibt deshalb eine Daueraufgabe – eher ein Geländelauf im Schlamm als ein Sprint auf der Tartanbahn.

Ein Nashorn mit einem sehr langen Horn, neben ihrem Jungtier auf der Solio Ranch in Kenia.

Was können Reisende zum Nashornschutz beitragen?

Wie verantwortungsvoller Tourismus Schutzgebiete unterstützt

Ein Nashorn auf Safari zu beobachten, ist nicht nur ein schönes Erlebnis für das persönliche Fotoalbum. Verantwortungsvoll betriebener Tourismus kann Schutzgebieten ganz konkret Geld und Arbeitsplätze bringen.

Eintrittsgebühren, Übernachtungen, Safaris und Dienstleistungen schaffen Einnahmen, die unter anderem Schutzmaßnahmen finanzieren und lokale Arbeitsplätze sichern. Zudem geben sie den Menschen der Gemeinde das Gefühl, dass ihre tierischen Ressourcen zu ihrem Wohl beitragen.

Wichtig ist allerdings, genauer hinzusehen: Nicht jedes Projekt mit dem Etikett „Conservation“ ist automatisch seriös. Gute Anbieter können transparent erklären, wohin Einnahmen fließen, wie lokale Gemeinden beteiligt werden und welche Schutzmaßnahmen tatsächlich unterstützt werden.

Der entscheidende Gedanke lautet: Ein lebendes Nashorn kann über viele Jahre wirtschaftlichen Wert erzeugen – für Ranger, Guides, Lodges, Gemeinden und Schutzgebiete. Genau darin liegt eine der großen Chancen des Safari-Tourismus: Das Tier muss nicht nur geschützt werden. Es muss auch für Menschen vor Ort einen Wert haben, solange es lebt.

Wo kann man Nashörner in Afrika am besten sehen?

Gute Chancen auf Nashornbeobachtungen gibt es vor allem in Ländern des südlichen und östlichen Afrikas. Südafrika besitzt mit rund 84 % weiterhin mit Abstand die größten Nashornbestände weltweit, aber auch Namibia, Botswana, Simbabwe, Kenia, Tansania und andere Länder bieten Chancen, die Tiere in Schutzgebieten zu erleben.

Welches Reiseziel am besten passt, hängt davon ab, ob du eher Breitmaul- oder Spitzmaulnashörner sehen möchtest, welche anderen Tiere auf der Wunschliste stehen und welche Art von Safari du bevorzugst.

Eine ausführliche Übersicht mit konkreten Schutzgebieten und Reisetipps findest du im Blog „Wo kann man am besten Nashörner sehen?“.

Ein Nashorn auf der Solio Ranch.

Häufige Fragen über Nashörner

Woraus besteht das Horn eines Nashorns?

Das Horn eines Nashorns besteht hauptsächlich aus Keratin – demselben faserigen Protein, das auch in menschlichen Haaren und Fingernägeln steckt. Es ist also kein Knochen und besitzt keinen knöchernen Kern wie ein Geweih. Die Keratinfasern wachsen aus der Haut heraus und bilden das charakteristische Horn. Und nein: Medizinische Wunderkräfte sind darin nicht versteckt. Wissenschaftliche Belege für eine heilende Wirkung von Nashornhorn gibt es nicht.

Wächst das Horn nach einer Enthornung wieder nach?

Ja. Ein Nashornhorn wächst nach einer fachgerecht durchgeführten Enthornung wieder nach, ca. 7 cm pro Jahr. Deshalb ist Enthornung keine einmalige Angelegenheit. Um die Maßnahme „sinnvoll“ zu gestalten, müssen Tiere regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls erneut enthornt werden.

Genau hier liegt auch eine der Grenzen der Methode: Wilderer können trotzdem ein enthorntes Tier töten, weil jedes Gramm zählt. Die Tiere sind daher in regelmäßigen Abständen weiteren Enthornungen und damit einhergehenden Belastungen ausgesetzt.

Wie alt werden Nashörner?

Nashörner können in freier Wildbahn mehrere Jahrzehnte alt werden. Je nach Art und Lebensbedingungen sind etwa 35 bis 50 Jahre möglich, in einem Zoo vereinzelt auch älter, wie das Breitmaulnashorn Natala, dass im Dortmunder Zoo mit 53 verstarb. In der Wildnis gehören neben den natürlichen Todesursachen wie Altersschwäche oder tödliche Revierkämpfe (bei Männchen) vor allem Dürren, immunschwächende Inzucht, Lebensraumverlust und Wilderei.

Können Nashörner wirklich schlecht sehen?

Ja – zumindest im Vergleich zu vielen anderen Säugetieren ist ihr Sehvermögen eher schwach. Nashörner verlassen sich deshalb stark auf Geruch und Gehör, um ihre Umgebung wahrzunehmen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie blind durch die Savanne stapfen. Bewegungen in der Nähe können sie durchaus erkennen.

Wer einem Nashorn begegnet, sollte sich deshalb keinesfalls darauf verlassen, dass es einen nicht sieht. Ein Nashorn, das plötzlich losläuft, ist schließlich ein ziemlich überzeugendes Argument, in jedem Falle vorsichtig zu sein – und sie sind schnell.

Ein Nashorn im Ngorongoro Krater.

Nashörner erleben und ihren Schutz unterstützen

Nashörner zu retten ist keine Aufgabe, die sich mit einer einzelnen spektakulären Maßnahme erledigen lässt. Es braucht Ranger, Schutzgebiete, Forschung, nationale und internationale Strafverfolgung, lokale Gemeinschaften und langfristige Finanzierung.

Gleichzeitig zeigen die steigenden Bestände des Spitzmaulnashorns und anderer Populationen, dass konsequenter Schutz tatsächlich etwas bewegen kann. Für Reisende bedeutet das: Wer Nashörner auf einer verantwortungsvollen Safari erlebt, tut mehr, als nur ein schönes Foto mit nach Hause zu nehmen.

Die Wahl seriöser Anbieter und Schutzgebiete unterstützt eine Tourismuswirtschaft, in der lebende Nashörner einen echten Wert haben. Bist du auf einer Afrika-Reise unterwegs und siehst eines dieser wundervollen horntragenden Kreaturen, ist die beste Nachricht aus der Wildnis ganz einfach: Dieses Nashorn ist noch da!

Hast du noch Rückfragen, stehen wir selbstverständlich bereit, unterstützen dich bei der Planung und begleiten dich auf der gesamten Tour, egal ob auf einer privat geführten Rundreise, einer Gruppenreise oder Selbstfahrer*in-Tour unterwegs. Dank unseres engen Kontaktes zu unseren Tochterfirmen in Afrika wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Afrika-Erlebnis.