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Veröffentlicht am 26. Juni 2017 von Constanze Walsdorf

Südafrika, herrliche Vielfalt

Im November 2016 reiste ich nach Südafrika. Seit einiger Zeit wollte ich dieses Land bereisen, von dem ich einiges gehört und viele tolle Bilder gesehen hatte. Mit der South African Airways flogen wir ab Frankfurt direkt nach Johannesburg. Am Flughafen haben wir unseren Mietwagen von Bidvest übernommen, was reibungslos ablief.

Unser Weg führte uns durch Johannesburg zu verschiedenen Unterkünften, wie dem SA Safari Club, welcher nah beim Flughafen liegt und sich bei späten Flügen anbietet. Des Weiteren haben wir uns das B&B Melrose Place angesehen, das einen sehr schönen Garten hat und im englischen Landhausstil gehalten ist. Zum Schluss fuhren wir zu unserer heutigen Unterkunft, dem Bellgrove Guesthouse, im angesagten Stadtteil Sandton.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Graskop, was uns als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Blyde River Canyon diente. Die Fahrt hierhin war länger als gedacht und das Linksfahren noch ungewohnt, aber bereits nach wenigen Kilometern war die Umstellung gelungen. Auf dem Weg nach Graskop besuchten wir die Mac Mac Falls, einen zweigeteilten Wasserfall. Im Anschluss fuhren wir zur West Lodge, wo wir nächtigten. Die Begrüßung war sehr herzlich und wir fühlten uns sofort wohl. Die Lodge hat einen herrlichen Garten, welcher in voller Blüte stand. Das Abendessen haben wir dort eingenommen sowie das Frühstück am nächsten Morgen, was mit einer üppigen Auswahl serviert wurde.

Endlich ging es am Blyde River Canyon entlang, zuerst fuhren wir zu God´s Window. Die Wege sind alle gut begehbar und da es noch früh am Morgen war, hatten wir den Ausblick fast für uns alleine. Die meisten Leute sind nur bis nach God´s Window gelaufen, aber es lohnt sich dem steilen Weg zu folgen und auch die anderen Aussichtspunkte anzusehen. Vorbei an Wäldern und Hochebenen, auf denen wir kaum andere Autofahrer gesehen haben, war unser nächstes Ziel Bourke´s Luck Potholes.

Der Parkplatz ist weitläufig angelegt und wir begegneten auch gleich der ersten größeren Gruppe. Über Brücken und Steine kann man das Gelände ablaufen und in tiefe Strudellöcher schauen, die vom Wasser und losen Steinen in die Felsen gegraben wurden. Die Sonne brannte bereits auf uns herab und so nahm ich kurzerhand ein kühles Fußbad. Das nächste Highlight stand nun bevor, die Three Rondavels, gewaltige runde Felsen, die mitten aus dem Canyon aufragen. Der Blick ist einfach herrlich und nach zahlreichen Bildern konnte ich mich endlich losreißen und dem Pfad folgen, wo gleich der nächste unglaubliche Ausblick auf mich wartete. Nach vielem Staunen und Genießen setzten wir unseren Weg nach Hoedspruit fort. Wir sahen uns noch einige Lodges an, wie das Umvangati Haus. Diese Lodge ist recht neu erbaut und wirklich atemberaubend. In vollkommener Einsamkeit geht es einen steilen und abenteuerlichen Weg bergauf, der mit einem herrlichen Blick belohnt. Wer etwas Besonderes sucht und bereit ist, etwas mehr auszugeben, ist hier in jedem Fall richtig. Die Lodge ist sehr weitläufig gebaut, mit viel Marmor und einem Infinity Pool, man hat das Gefühl James Bond im nächsten Moment um die Ecke.

Als nächste besuchten wir die Blyde River Lodge, welche im typischen Lodge-Stil erbaut wurde. Im Garten begrüßte uns auch gleich eine Zebrafamilie.

Nach einem eindrucksvollen Tag fuhren wir zum Blyde Mountain Country House, wo wir überschwänglich begrüßt wurden. Vom Garten gibt es einen Blick direkt aufs Wasserloch und so konnten wir am Abend einige Gazellen beim Trinken und Grasen beobachten.

Hoedspruit liegt nicht weit entfernt vom Krüger Nationalpark und einigen privaten Game Reserves und so führte unser Weg nach Klaserie zur Gomo Gomo Game Lodge.

Nach Ankunft checkten wir in Ruhe ein und beobachteten, bei einem kühlen Getränke, die Elefanten im Wasserloch.

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Am späten Nachmittag ging es endlich auf den ersten Game Drive und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Zuerst bekamen wir zwei Löwinnen beim Fressen zu sehen.

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Nach ausgiebigen Beobachtungen fuhren wir weiter und durften mit viel Glück ein Rudel Wildhunde mit Jungen beim Fressen beobachten. Afrikakenner wissen, dass diese Tiere recht selten sind und es immer ein Glücksfall ist, sie zu sehen. Wir genossen, bei einem Sundowner, den Sonnenuntergang und machten uns auf den Rückweg zur Lodge. Nachdem sich alle frisch gemacht hatten, wurde unter freiem Sternenhimmel bereits das Abendessen serviert. Am nächsten Morgen wurden wir sehr früh zur ersten Pirschfahrt geweckt. Nachdem wir einige Elefanten, Gazellen, und Zebras sichteten, hörte unser Guide von einem wunderschönen Löwen. Diesen konnten wir uns nicht entgehen lassen und so fuhren wir direkt hin. Der Löwe hatte eine herrliche Mähne und posierte direkt für die Fotos, bevor er von dannen zog.

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Nach diesem tollen Erlebnis ging es zurück zur Lodge und für uns auch schon weiter in das Sabi Sands Game Reserve. Nach abenteuerlicher Fahrt sind wir im Elephant Plains angekommen. Die Lodge liegt in einem privaten Game Reserve, welches bekannt ist für seine guten Beobachtungsmöglichkeiten von Leoparden. Am Nachmittag nahmen wir an einer Pirschfahrt teil und wurden direkt mit dem Anblick eines großen Leoparden belohnt, welcher sich gerade vom Fressen erholte. Unser Guide war wirklich einmalig und am nächsten Tag sahen wir auf Pirsch sogar eine Leopardin mit einem Jungen. Nach diesen tollen Erlebnissen war ich restlos glücklich, als wir dann auf Fußpirsch noch ein Nashorn sahen, war ich im Safarihimmel angekommen.

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Dieses herrliche Game Reserve, mit seiner hohen Tierdichte und Nähe zum Krüger Nationalpark, kann ich daher wärmstens empfehlen.

Über den Kürger Nationalpark führte unsere Route uns nach Swasiland. Im Land angekommen, ging alles recht beschaulich zu und man sah hügelige Landschaften und viel Landwirtschaft. Die Nacht verbrachten wir im Milwane Wildlife Sanctuary in einem traditionellen Beehive. Diese Häuser sind der traditionellen Bauart nachempfunden und für diejenigen, die einmal etwas ungewöhnlicher Übernachten möchten. Das Wildlife Sanctuary hat eine herrliche Natur, überall bewegen sich Gazellen, Antilopen und Wildschweine. Man kann viele verschiedenen Aktivitäten wie Mountainbike, Reiten, Wandern ect… unternehmen.

Nach den Tagen mitten in der Natur fuhren wir nun nach St. Lucia an die Küste. St Lucia ist ein kleiner gemütlicher Ort, welcher viele schöne Bed and Breakfast hat. Wir übernachteten in der Lidiko Lodge, deren Mitarbeiter uns herzlich in Empfang nahmen und ein herrliches Frühstück servierten. Abends kann man sich in dem Ort frei bewegen und zu einem der unzähligen Restaurants laufen. Je nach Jahreszeit lassen sich hier Wale beobachten oder eine Fahrt im ISimangaliso Wetland Park unternehmen. Von hier kann man auch wunderbar einen Tagesausflug zum Hluhluwe Nationalpark machen. Der Park ist bekannt für seine Nashornpopulation und die herrliche hügelige Landschaft. Wir machten die Pirschfahrten im Park mit unserem Mietwagen und durften einige Nashörner mit Nachwuchs bestaunen, die keine fünf Meter von uns die Straße kreuzten. Da wir mit einem kleinen Honda unterwegs waren, ging uns hier ordentlich die Düse.

Nach so viel Tierbeobachtungen wollten wir nun etwas mehr über die Kultur des Landes erfahren und machten uns auf den Weg ins KwaZulu Natal. Wir fuhren zur Isibindi Zulu Lodge, welche mit den Einwohnern der Gegend eng zusammenarbeiten, wodurch wir einen authentischen Eindruck in diese stolze Kultur bekamen. Bei einem Ausflug besuchten wir einen Supermarkt und das Zuhause einer Zulu-Familie. Hier wurde uns viel über das traditionelle Leben erzählt. Wer etwas mehr über die Kultur der Zulu erfahren möchte, ist hier genau richtig.

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Zwei spannende Tage lagen hinter uns und zwei aufregende in den Drakensbergen vor uns. Die Drakensberge sind ein herrliches Gebirge, was das Herz jeden Wanderfreundes höherschlagen lässt. Um tief in die Natur einzutauchen und in den Nationalpark zu kommen, muss man oft schlechte Straßen mit tiefen Schlaglöchern passieren. Doch die tolle Landschaft und Abgeschiedenheit entschädigt für jede Strapaze und diese Gegend ist für jeden Outdoor-Freund ein Muss. Das rustikale Ardmoore Guesthouse liegt im lieblichen Champagne Valley, von wo aus sich viele Ausflüge unternehmen lassen. Nach diesen spannenden Erlebnissen im nördlichen Teil des Landes flogen wir von Durban nach Port Elisabeth. Da Port Elizabeth nicht weit weg vom Addo Elephant Park ist, unternahmen wir eine Pirschfahrt in dem für seine Elefanten bekannten Park. Wir wurden belohnt und durften zahlreiche Dickhäuter mit dem eigenen Fahrzeug beobachten. Wer lieber die Verpflegung und Pirschaktivitäten inklusive haben möchte, begibt sich in eines der privaten Game Reserves.

Natürlich wollten wir dies auch testen und begaben uns in das Amakhala Game Reserve, zum Hills Nek. Am Gate wird das Auto stehen gelassen und man unternimmt die erste Pirschfahrt zur Lodge. Wir sahen auch gleich eine große Elefantenherde beim Baden. Die Lodge selber bietet lediglich 5 Zimmer und ist sehr privat gehalten. Wir trafen hier nette Leute und erlebten einen wirklich lustigen Aufenthalt, mit zuvorkommendem Personal und schönen Tierbeobachtungen.

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Nach so viel Zeit auf Safari, zog es uns nun an die Küste zum Tsitsikamma Nationalpark. Diese schroffe Gegend, direkt am Meer mit steilen Klippen und wunderschönen Ausblicken, war in jedem Fall einen Besuch wert. Hier lassen sich Wanderungen unternehmen, aber auch für mehr Action ist gesorgt. So gibt es in der Gegend zahlreiche Brücken, von welchen Mutige einen Bungeejump wagen.

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Wir bevorzugten die ruhige Wandervariante und liefen über die Suspension Bridge im Tsitsikamma Park. Da dies ein leichter Spaziergang von ca. 30 Minuten pro Weg ist, nahm ich den steilen Anstieg hinter der Brücke in Angriff. Wenige wandern hier hoch, da es sehr steil ist und der Weg Trittsicherheit erfordert. Oben angekommen, wird man mit einem atemberaubenden Blick über das Meer und die Küste belohnt. Wir nächtigten in dem kleinen Ort Stromsriver, wo es zahlreiche Bed and Breakfast gibt. Am Abend kann man sich hier frei bewegen und in einem der Restaurants zu Abend essen.

Auf dem Weg nach Knysna unternahmen wir einen Abstecher nach Plettenberg Bay. Der Ort ist direkt am Meer mit breitem Sandstrand gelegen. Wir unternahmen einen Spaziergang und erstanden erste Souvenirs auf dem Markt. In Knysna angekommen besichtigten wir einige Unterkünfte, so dass wenig Zeit für Sehenswürdigkeiten blieb. Direkt an der Küste sollte es zum Abend natürlich frischen Fisch geben. Ein echter Geheimtipp ist Fisherman´s Wharf. Das Restaurant liegt versteckt im Hafen, es gibt lediglich einen Außenbereich mit einfachen Holzbänken. Der Fisch ist super lecker und hat ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Da es keine Lizenz zum Alkoholausschank gibt, sollte man sich seinen eigenen Wein mitbringen, Gläser und sogar Weinkühler werden gestellt. Alkoholfreie Getränke gibt es selbstverständlich zu kaufen.

Den kommenden Tag verbrachten wir in der kleinen Karoo, um genau zu sein in Oudtshoorn. Hier durfte ein Besuch in den Cango Caves, einer riesigen Tropfsteinhöhle, nicht fehlen. Um sicher zu gehen, sollte man in der Hochsaison sein Ticket reservieren, dies ist mit einem kurzen Anruf getan. Der Besuch ist informativ und die Höhlen sehenswert, auch mit Kindern eine schöne Abwechslung. Wer etwas mehr Zeit hat, kann auch eine Straußenfarm besuchen und zum Abendessen natürlich einmal ein leckeres Straußensteak probieren.

Die landschaftlich reizvolle R62 führte uns nach Hermanus. Dieser Ort ist besonders bekannt für seine Wale, welche im Dezember leider nicht mehr vor Ort waren. Trotzdem ist es ein netter kleiner Ort, welcher zu Strandspaziergängen einlädt. Wer es noch etwas ruhiger mag, sollte weiter nach De Kelders fahren. Wir übernachteten in der Sea Star Cliff Lodge, mit Blick direkt aufs Meer. Zur Walsaison lassen sich direkt vom Hotel die Wale beobachten. Ansonsten kann man hier Spaziergänge zum Sonnenuntergang unternehmen und in einem der Restaurants fangfrischen Fisch essen.

Nun ging unsere Reise langsam dem Ende zu und wir machten uns auf den Weg nach Stellenbosch. Für Weinliebhaber ist diese Gegend ein wahres Paradies. Es gibt unzählige Weingüter, auf denen Sie Weinverkostungen probieren können. Beeindruckt hat uns auch das Babylonstoren, eine große Farm mit Weinanbau. Es gibt auch riesige Gärten, einen Farmshop und eine hauseigene Bäckerei. Alle Produkte werden organisch hergestellt und bei einem Besuch der Gärten darf man eine Kostprobe von den reifen Früchten nehmen.

Als letzte Highlight stand für uns nun Kapstadt auf dem Programm. Die Stadt besticht durch ihre tolle Lage am Meer und dem Tafelberg der weithin sichtbar ist. Nun heißt es, wer die Wahl hat, hat die Qual und so erging es auch uns. Kapstadt lockt mit unzähligen Ausflugsmöglichkeiten, Märkten, Stränden, leckerem Essen und freundlichen Menschen. Auch die Waterfront ist ein Muss für jeden Besucher und letzte Souvenirs lassen sich hier oder am Green Market Square, in der Nähe der Long Street, erstehen. Nach herrlichen letzten Tagen nahmen wir Abschied von Südafrika.

 

Südafrika hat für mich eine herrliche Vielfalt an Möglichkeiten, von Safari, Trekkingabenteuern über schöne Städte bis zu Strandaufenthalten ist für jeden etwas dabei. Daher ein tolles Land, für Leute die Afrika kennenlernen möchten oder verschiedenen Interesse vereinen wollen.

Sollte bei Ihnen Südafrika auch ein Wunschziel sein und nun erfüllt werden, bin ich Ihnen bei der Planung Ihrer Traumreise gerne behilflich.