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Veröffentlicht am 31. Juli 2017 von Melanie Springmann

Reisen in Südafrika? Viel zu gefährlich- die 5 größten Angstklischees

Immer wieder hört man in den deutschen Nachrichten und auch über Bekannte Schauergeschichten von Afrika, Unruhen, Überfällen, Raub und Kriminalität. Aber diese, durch die Medien sehr punktuell auftretenden Nachrichten, sollten Sie nicht abschrecken, diesen schönen Kontinent und das traumhafte Südafrika zu besuchen.

Unsere Elefant-Tours-Reisespezialistin Melanie hat für Sie die größten Angstklischees untersucht.

1. Schwimmen in Südafrika geht nicht- alles voll mit Haien und viel zu kalt!:

Dies ist eines der größten Klischees, die über Südafrika verbreitet werden. Ich habe es getestet auf einem 4-wöchigen Road Trip mit meinem Kollegen. Bevor ich losfuhr, hörte ich alles Mögliche darüber, wie schlecht Südafrika für einen Badeurlaub geeignet ist. Angefangen von Haien über die Eiseskälte des Wassers und heimtückische Strömungen, die einen ins Meer hinausziehen. Es gab Unmengen solcher Geschichten und ich als großer Fan des Ozeans war sehr enttäuscht das zu hören. In Südafrika angekommen lernte ich dann als erstes, dass hauptsächlich der Atlantik zu kalt ist, um darin zu schwimmen. Auf diesen trafen wir bei unserer Reise jedoch erst in De Kelders am Ende der dritten Woche, denn der Indische Ozean und der Atlantik treffen sich in Cape L‘Agulhas. Auf unserer Reise entlang der Küste von St. Lucia bis nach Chintsa fuhren wir also entlang des Indischen Ozeans – der nicht zu kalt zum Baden ist.

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Meine Angst vor Strömungen und Haien wurde dann zum Glück auch noch durch eine wunderbare Erfindung, die man fast überall entlang der Küste findet, getilgt: den Salzwasserpool! An vielen Stränden, in denen das Meer zu stark ist, um darin zu baden, wurden große Becken errichtet, die vom Meer gefüllt werden und in denen man toll schwimmen kann (umsonst).

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Und zu guter Letzt gab es auf unserer Route sowohl in Port Edward als auch in Chintsa die Möglichkeit, direkt im Meer baden zu gehen.

Ich kann also Entwarnung geben! Und die Strände entlang der Route sind wunderschön. Breite, weiße Sandstrände, die sanft abfallen und in denen man wunderbar in den Wellen tauchen, hüpfen und schwimmen kann.

2. Beim Autofahren unbedingt immer Ersatzbenzin dabeihaben!

Tanken ist in Südafrika in weiten Teilen des Landes kein Problem, es gibt eigentlich überall genug Tankstellen und als Deutscher genießt man die Tankassistenten, die einem das eigentliche Tanken abnehmen und auch mal eben noch die Scheiben putzen und sowohl den Ölstand als auch den Reifendruck messen – welch ein Luxus.

Nur an der Wildcoast von Durban bis nach Port Elizabeth sollte man vorher nochmals volltanken, denn hier kann man sonst etwas ins Schwitzen kommen.

3. Wenn Mietwagen und Road Trips – dann nur mit Geländewagen!

Bei der Wahl des Fahrzeuges ist vor allem während der Regenmonate darauf zu achten, einen höher gelegenen Wagen, wie einen SUV oder ein Geländefahrzeug, auszuwählen. Dies gilt insbesondere für Fahrten in die privaten Game Reservate, da man hier schon mal gut 10 km auf Schotterwegen, die sehr uneben sein können, unterwegs ist. Für die Garden Route reicht aber auch ein ganz normales Fahrzeug – ob Kleinwagen oder Limousine. Eine Klimaanlage ist allerdings zu empfehlen. 🙂

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Da wir viel auf Schotterwegen unterwegs waren, hatten wir uns für den Toyota Avanza entschieden. Wir kamen damit gut zurecht, hätten uns aber ab und zu etwas mehr Beinfreiheit und einen stärkeren Antrieb gewünscht. 😉

4. Leitungswasser bloß nicht trinken!

Vor unserer Abreise habe ich mich auch gefragt, wie es mit der Wasserversorgung aussieht. Ich würde grundsätzlich davon abraten, das Wasser aus dem Hahn zu trinken. Die Südafrikaner selbst tun das aber Tag für Tag und auch in Restaurants wird oft kaltes Leitungswasser zum Essen gereicht. Grundsätzlich ist das Wasser aus dem Hahn trinkbar. Ebenso wie Cocktails und Drinks mit jeder Menge Eiswürfeln. Sollten Sie einen extrem empfindlichen Magen haben, greifen Sie eventuell besser auf Wasserflaschen zurück, die es (leider nur in Plastik) in jedem Supermarkt und an jeder Tankstelle en masse gibt. Fürs Zähneputzen ist das Wasser in jedem Fall geeignet. Trinkwasser bekommt man in allen Flaschengrößen an jeder Tankstelle. Wir haben uns meistens morgens beim Volltanken für den Tag damit eingedeckt und hatten somit nie ein Wasserproblem.

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5. Zu Fuß unterwegs ist viel zu gefährlich!

Lassen Sie sich von der negativen Berichterstattung nicht abschrecken. In der Innenstadt von Kapstadt hat sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Kriminalitätsrate liegt hier deutlich unter der von Johannesburg. Tagsüber kann man dort problemlos zu Fuß unterwegs sein, auch abends gelten die Long Street und insbesondere die Victoria & Albert Waterfront als sicher. Auch im Rest Südafrikas ist das Reisen per Mietwagen und als Selbstfahrer absolut kein Problem.

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Dennoch sollte jeder Südafrikabesucher wissen: Auch fast 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid bleibt das Land gespalten. Statt der Hautfarbe trennt die extrem ungleiche Einkommensverteilung das Land am Kap. Das enorme Wohlstandsgefälle, Gewalt und Kriminalität gehören zu den Hauptproblemen des jungen Landes. Doch der „überwiegende“ Teil der Gewaltkriminalität erfolgt in Gegenden und unter Umständen, von denen üblicherweise deutsche Urlaubs- oder Geschäftsreisende nicht betroffen sind.

Natürlich muss man, wie immer auf einer Reise, ein paar kleine Dinge beachten:

  • Nicht im Dunkeln unterwegs sein.
  • Nicht anhalten, wenn einem eine Situation am Straßenrand suspekt erscheint.
  • Seine Wertgegenstände nicht offen im Auto liegen lassen. Alles was im Auto bleibt, sollten Sie blickgeschützt im Kofferraum einschließen.
  • Vermeiden Sie, als Tourist erkannt zu werden. Der Fotoapparat gehört in eine unauffällige Tasche, Wertsachen nicht sichtbar am Körper tragen und wenn möglich im Hotelsafe lassen.
  • In Gebieten, in denen wilde Tiere leben, langsam fahren und die Fenster geschlossen halten.
  • Bei Ausflügen in Nationalparks, wie bei einer Wanderung auf den Tafelberg bei Kapstadt: benutzen Sie keine einsam gelegenen Wanderwege.
  • Meiden Sie Downtown Johannesburg, Soweto und Innenstädte nach Einbruch der Dunkelheit. Tragen Sie keinen Schmuck.
  • Reservieren Sie Ihr Taxi bei zuverlässigen, bekannten Unternehmen. Ihr Hotel oder Ihre Lodge hilft gerne bei der Bestellung.

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All das sind jedoch grundlegende und selbstverständliche Maßnahmen, die man auch in jeder anderen Stadt oder in verlassenen Gebieten anderswo beachten würde.

Ich kann nach vier Wochen Road Trip in Südafrika meine anfänglichen Bedenken guten Gewissens in den Wind schießen.

Genießen Sie Ihre Zeit mit fantastischer Natur, lächelnden Menschen und jeder Menge tollen Erlebnissen in Südafrika!