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Veröffentlicht am 16. Mai 2016 von Juan Proll

Mozambique Spitting Cobra – die Schlange mit der Doppelwaffe

Der zweifelhafte Ruhm der Schwarzen Mamba als eine der tödlichsten Schlangen Afrikas ist kaum zu überbieten. Eine unglückliche Begegnung mit ihr und der überdrehte Pulsschlag kommt schnell zum absoluten Stillstand. Scheu ist sie, aber fühlt sie sich bedroht, kann sie zur aggressiven Bestie werden und beißt dann gerne gleich mehrfach zu. Mit einer Überdosis Gift im Körper naht jäh das Ende.

Doch die Schwarze Mamba ist nicht die einzige Gefahr! Eine andere weit verbreitete, in Südafrika, Mosambik, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Tanzania, Malawi und Swaziland anzutreffende Giftschlange ist die Mozambique Spitting Cobra (Mosambik Speikobra). Was sie der Schwarzen Mamba voraus hat? Nun: sie ist nicht nur ein Giftzahn, sondern auch eine Giftspritze.

Als Mensch plötzlich vor ihr zu stehen, ohne zu wissen, wen man vor sich hat, kann im wahren Sinne schnell ins Auge gehen. Obwohl die Mozambique Spitting Cobra gerade mal zwischen 90 cm und 1,40m klein und relativ schmal ist, schafft sie es dennoch, mit erstaunlicher Präzision über eine Distanz von 2 m einer Bedrohung eine toxische Serum-Ladung in das Sehorgan zu spucken.  Das Fatale daran ist, dass sie das ansatzlos aus der Bodenposition heraus kann und sich gar nicht mal dafür aufrichten muss (was sie in der Regel aber schon noch tut).

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Hat man das giftige Cocktail erst einmal in den Augen, heißt es, sofort den einhergehenden Schmerz und Schock abzuschütteln und die Augen für mindestens 1 Minute mit Wasser auszuspülen, will man nicht gänzlich erblinden. Wer beruflich mit ihr zu tun hat, weil er/sie diese Kobra z.B. auf einer Lodge-Anlage entdeckt und von dort entfernen will, sollte auf jeden Fall eine Schutzbrille tragen. Erkennbar ist sie vor allem an dem schwarzen „Halsband“ unterhalb des Kopfes.

Beißen kann die Mozambique Spitting Cobra natürlich auch. Damit erhöht sich ihr Waffenarsenal gegenüber irgendwelchen Angreifern. Beißt sie oder speit sie, ist hier also die Frage. Wünschenswert ist weder das Eine noch das Andere!