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Veröffentlicht am 13. April 2015 von Juan Proll

Malva Pudding

Nach einem leckeren Abendessen in einer gemütlichen Lodge bin ich eigentlich immer so abgefüllt, dass ich am liebsten ein Taxi bestellen würde, um vom Essenssaal zu meinem Zimmer zu kommen. Man müsste es mir eigentlich ansehen: die Wampe zur Schwangerschaftsform geweitet, der Gesichtsausdruck glücklich und die Augen umherschauend nach einem geeigneten Siesta-Platz.

Dennoch tendieren die Kellner – beinahe unbarmherzig – dazu, erneut auf mich zuzusteuern und zu fragen, ob ich bereit bin für den Nachtisch. „Oh Mann“, strömt es dann aus mir heraus, „wo soll ich den denn noch hinpacken, wenn nicht in ein Doggy-Pack zum mitnehmen?“

Häufig sind sie mit so einem Ausspruch überfordert. Ihre Hilfe suchenden Blicke versuchen zu verstehen aber ihr freundlich abwartendes Lächeln signalisiert dringenden Wiederholungsbedarf. Also frage ich höflich: „Was gibt es denn Leckeres?“

Von den vielen möglichen Antworten gibt es wenige, dessen Worte eine magische Wirkung auf meinen Magen hätten und umgehend eine vollständig automatische Reorganisation desselbigen initiieren würden, aber „Malva Pudding“ ist eine davon.

Es ist ein süßer Pudding, eher ein Kuchen, und kapholländischen Ursprungs. Es enthält Aprikosen-Marmelade und hat eine schaumige karamellisierte Textur. Noch wenn es heiß ist, wird darüber eine heiße Vanille-Soße gegossen und dann gerne mit Eiscreme serviert. So mag ich es jedenfalls am liebsten, denn selbstverständlich ist auch hier dem Ideenreichtum für Varianten kaum Grenzen gesetzt – z.B. ergänzt um Ingwer oder Datteln oder Weinbrand.

Um die Namensgebung ranken Legenden. Ich persönliche favorisiere die Geschichte, in der Malva ihre heimliche Liebe mit süßen Leckereien zu verführen versucht und sie mit ihrem selbst kreierten Dessert schließlich Erfolg hat. Der Mann schließt berührt seine Augen, ihm entrinnt ein zärtlich rauschendes „Mmmhhh“ und es öffnet sich sein Herz.

Na ja, warum nicht? In jedem Falle gebe ich euch mal eine Rezeptvariante weiter, die euch hoffentlich, wie vielen anderen in Südafrika und Namibia, ein kulinarisches Dinner-Finish bereitet:

http://www.kapstadtmagazin.de/rezepte/malva-s-dafrikanischer-kuchen/106_22_16982