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Veröffentlicht am 29. Juni 2015 von Vivien Sommer

Beautiful Botswana – Natur pur!

Im November 2014 trat ich voller Vorfreude meine dritte Reise in das südliche Afrika an. Ab München ging es für meine Kollegin Constanze Walsdorf und mich mit der South African Airways zunächst einmal nach Johannesburg, kurz durch den Transitbereich und weiter mit der Air Botswana nach Maun in Botswana.
Dort wurden wir von einigen unserer lokalen Partnern herzlich in Empfang genommen. Da es sich bei dieser Reise um eine Inforeise des Fremdenverkehrsamts „Botswana Tourism“ handelte, somit noch viele weitere Teilnehmer aus Europa an diesem Tag anreisten, wurden wir zunächst in Gruppen von jeweils 7 Personen aufgeteilt. Ein Flug mit einer 13-Sitzer Cessna-Maschine über und in das Okavango Delta ließ mich die bereits lange Anreise vergessen und ich genoss die atemberaubende Aussicht über das größte Inlanddelta weltweit.

Flugzeug

Unsere erste Nacht sollten wir direkt im Okavango Delta verbringen. Nach unserer abenteuerlichen Landung auf einem staubigen „Airstrip“ führte uns ein kurzer Fußweg zu dem Camp Okavango. Viel Zeit blieb uns hier jedoch nicht. Nach einem kurzen Rundgang zu den geräumigen, feststehenden Zelten und einer kühlen Erfrischung in dem tollen Loungebereich des Camps stiegen wir auf ein Speedboot um, das uns durch die windenden Kanäle des Deltas zu unserer heutigen Unterkunft, der Xugana Lodge, brachte – aber nicht, ohne vorher noch von den motivierten und freundlichen Mitarbeitern der Lodge auf einer Sandbank mit Tee, Kaffee und Snacks überrascht zu werden. Nach diesem unvergesslichen Erlebnis ging es weiter zu der Lodge, die traumhaft schön an einer Lagune liegt und gerade für Vogelliebhaber perfekt geeignet ist. Neben den Wasseraktivitäten kann man zudem an geführten Pirschwanderungen auf den umliegenden Inseln teilnehmen. Erst einmal freute ich mich jedoch sehr über das üppige Abendessen und eine ruhige Nacht in den sehr stilvoll eingerichteten Zimmern mit Blick auf die Lagune.

Boot

Nach dem Besuch des Okavango Delta ging es per Flug weiter nach Khwai, an den Rand des Moremi Game Reserves. Hier haben wir zunächst das Sango Safari Camp besucht. Dieses Camp ist sehr geschmackvoll eingerichtet und unbedingt einen Besuch wert. Für die zweite Nacht war das Machaba Camp vorgesehen, das in einem kleinen Galeriewald direkt am Khwai River liegt und etwas luxuriöser als das Sango Safari Camp ist. Von der Veranda aus hat man einen großartigen Ausblick und kann die verschiedensten Tiere beobachten, die zum Trinken an den Fluss kommen. Auch das Essen ist in beiden Camps wirklich ausgezeichnet. Allerdings werden im Machaba Camp keine Wasseraktivitäten angeboten – möchte man also eine Mokoro-Fahrt unternehmen (Einbaumkanu), ist auf jeden Fall das Sango Safari Camp die richtige Wahl. Auch die Moremi-/Khwai-Region bietet ausgezeichnete Tierbeobachtungsmöglichkeiten und da die beiden Unterkünfte außerhalb des Moremi Game Reserves liegen, konnten wir hier unter anderem auch eine Nachtpirschfahrt unternehmen. Ein absolutes Highlight war jedoch das ansässige Rudel von Wildhunden, das uns am nächsten Morgen direkt vor dem Camp erwartete und neugierig das Pirschfahrzeug inspizierte.

Fahrzeug

Am dritten Tag ging es mit dem Allrad-Safarifahrzeug unseres Partners Bush Ways weiter in die Savute-Region, im südwestlichen Teil des Chobe Nationalparks. In der Vergangenheit floss der Savute Channel nur unregelmäßig und lag einst sogar bis zu 70 Jahre lang trocken. Dies änderte sich jedoch im Jahr 2009, als der Kanal nach fast 30 Jahren aufgrund der sehr starken Regenfälle erstmals wieder zu fließen begann. Während der Trockenzeit gleicht die Region einer kargen und wüstenähnlichen Landschaft, bei der die Wildtiere nun vom wieder fließenden Savute Channel profitieren. Dieser Kontrast ändert sich in der Regenzeit, wenn sich die saisonalen Pfannen mit Wasser füllen und das Marschgebiet von einer üppigen grünen Landschaft überzogen wird. Das weite offene Land der Savute-Marschregion sorgt für eine hohe Population von Zebras, Gnus und Büffeln, was wiederum Raubkatzen, Hyänen und Wildhunde anlockt und spektakuläre Tierbeobachtungen ermöglicht. Der Weg zu dem Zeltplatz war demnach eine einzige Safari. Die folgende Nacht verbachten wir nicht in einer Unterkunft, sondern in den geräumigen Zelten von Bush Ways – die alle über ein eigenes, angrenzendes „Badezimmer“ mit Buschdusche und Buschtoilette verfügen. So bekamen wir ein sehr gutes Gefühl für die geführten Mobile Safaris unseres Partners, während der diese Zelte von Mitarbeitern auf- und abgebaut werden- und man sich um nichts kümmern muss. Auch das über dem offenen Lagerfeuer gezauberte Abendessen war hervorragend.

Auf unserem Weg in Richtung Norden haben wir zunächst die Savute Safari Lodge besucht, eine wirklich schöne Unterkunft, die ich wärmstens weiterempfehlen kann. Danach führte uns der Weg in die Chobe Forest Area zu der sehr hochwertigen Ghoha Hills Lodge, die auf dem wohl einzigen Berg in einem Umkreis von 50 Kilometern liegt und demnach von jedem der 16 Zimmer aus spektakuläre Ausblicke auf die umliegende Region bietet. Ich spürte sofort die Herzlichkeit und die Leidenschaft der beiden Manager und auch der gesamten Mitarbeiter. Diese Lodge ist ein absolutes Highlight für eine Reise in Botswana und sicherlich nach wie vor ein kleiner Geheimtipp.

Landschaft

Die letzte Station unserer Reise war Kasane. Zunächst fuhren wir zum Chobe Elephant Camp und der nahegelegenen, sehr exklusiven Ngoma Safari Lodge, welche beide ca. eine Stunde von Kasane und kurz vor dem Grenzübergang nach Namibia liegen. Beide Unterkünfte wurden hoch oben auf ein Plateau gebaut und man hat von dort eine großartige Aussicht auf den bekannten Chobe River. Während eines weiteren Stopps besichtigten wir die Chobe Game Lodge (die einzige Unterkunft innerhalb des Chobe Nationalparks), die ihren ganz eigenen Charme hat und sehr vom marokkanischen Stil geprägt ist. Sie zählt außerdem zu den ersten Unterkünften, die ihre Pirschfahrzeuge und Boote umrüsten auf Elektroantrieb.

Nach Ankunft aller Reisegruppen in Kasane startete die Konferenz von dem Botswana Tourism Board in Kooperation mit der Botswana Tourism Organisation, an der meine Kollegin und ich stellvertretend für Elefant-Tours teilnehmen durften. An den ersten Tagen standen Workshops zu den verschiedenen Regionen Botswanas auf dem Programm, unter anderem der Lynianti Region, der zentralen Kalahari oder aber dem Kgalakgadi Transfrontier Park. Außerdem bot sich uns die Möglichkeit, Kontakte mit verschiedenen Anbietern von Unterkünften und Safaris sowie Sales Agents aus Europa zu knüpfen. Ein weiterer Bestandteil waren weitere Aktivitäten wie zum Beispiel der Besuch der in Namibia gelegenen und wohl exklusivsten Unterkunft in dieser Region, der Chobe Savannah Lodge. Die Anreise ist nur per Boot über den Chobe Fluss möglich, weshalb dieser Ausflug mit der Besichtigung des bekannten Hausboots „Pride of the Zambezi“ verbunden wurde. Ein abschließender Rundflug mit Blick auf den Chobe-Fluss rundete den Aufenthalt in diesem wunderschönen und vielseitigen Land ab.

Flug

Ab dem internationalen Flughafen Kasane ging es zunächst wieder mit der Air Botswana nach Johannesburg und ab dort weiter mit der South African Airways nach München.

Abschließend kann ich sagen, dass ich eine kurze, aber umso erlebnisreichere Reise durch Botswana genießen durfte. Gerade während der von Experten gehaltenen Vorträge über die verschiedenen Regionen des Landes bemerkte ich, dass man nie auslernt und es vor allem in Verbindung mit dieser atemberaubenden Tier- und Naturvielfalt Botswanas immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Mit den neu gewonnen Erfahrungen und Eindrücken unterstütze ich Sie sehr gerne bei der Planung und Verwirklichung Ihrer persönlichen Botswana-Reise.