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Veröffentlicht am 13. Juli 2015 von Juan Proll

Mandela Day – Ein Tag der guten Taten

Jährlich grüßt Mandela Day. … Auch dieses Jahr am 18. Juli. … Dann zieht der Geist Nelson Mandelas hinaus in die Welt, um überall Menschen zu beseelen und dazu zu bewegen, wenigstens an diesem einen Tag und wenigstens für 67 Minuten eine gute Tat zu vollbringen. Für viele ist dieser Tag schöner als Weihnachten, weil es nicht darum geht, die eigene Familie mit den typischen Konsumgütern zu beschenken.
Stattdessen ist das Motto, die Welt zu verbessern und Gutes zu tun – in der Nachbarschaft, im Viertel, für hilfebedürftige Menschen, soziale Einrichtungen oder dem Straßenhund. Alles ist denkbar.

Inspiration zu diesem „Internationalen Mandela Tag“ war Mandela selbst, als er 2008 in einer Ansprache zu seinem 90. Geburtstag den Anwesenden sagte: „Es ist in eurer Hand … aus unserer Welt … eine bessere für alle zu machen.“ 2009 wurde es von der UN abgesegnet und 2010 international eingeführt. Zack, so schnell kann es gehen, ein bisschen Veränderung herbeizuführen, … zumindest wenn man Mandela heißt.

Die „67 Minuten“ sind eine Referenz zu den aktiven Jahren des Friedensnobelpreisträgers für eine bessere Welt: 67 Jahre Widerstand und Kampf gegen das Apartheid-System, Knast, Versöhnung und schließlich Vater der Nation Südafrika – all das mit dem Ziel einer humanen, gerechten und freien Gesellschaft.

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Seit Tagen laufen in diesem Land bereits die Ankündigungen und Vorbereitungen. Nicht alle reduzieren ihre Bereitschaft auf den 18., sondern haben längst angefangen, Pullover zu stricken oder Decken zu nähen, die sie dann am besagten Tag an arme Leute verschenken wollen. Andere misten schon ihre Bücherbestände aus, um Bibliotheken in Schulen und Townships zu beglücken. Sogar Gefängnisinsassen beteiligen sich an nachbarschaftlichen Diensten und erledigen Wohnungsrenovierungen für alte Menschen mit geringem Einkommen. Und für die Kinder ist eine Gruppe von Handwerkern unterwegs, beschädigte Kinderspielplätze zu reparieren.

Für manche Initiativen ist es auch erst ein Anfang, wie z.B. für eine Projektgruppe, die am Mandela Tag damit startet, in den Townships der Nation die leicht brennbaren Baumaterialien der einfachen Hütten  mit einer feuerresistenten Farbe einzupinseln. Leider sind Brände in den Townships signifikant häufiger als in den Innenstadtvierteln.

Wahrscheinlich wird der Mandela Tag nirgends so zelebriert wie in Südafrika selbst,  wo die Verbundenheit der Menschen des Landes zu ihrem „Madiba“ nach wie vor sehr groß ist. Doch auch im Rest der Welt gibt es zahlreiche Aktivitäten. Die Mandela-Foundation meldete im letzten Jahr mehr als 800 geplante Aktionen in 73 Ländern.

Was genau in Deutschland läuft, kann ich nicht sagen. Ich weiß aber, dass Elefant-Tours in Gundelfingen/Freiburg das kommende Wochenende (18. + 19.Juli) ausgewählt hat, um ein „Afrikanisches Sommerfest“ zu seinem 10-jährigen Bestehen zu feiern und seinen Besuchern auf diese Weise Gutes zu tun. Wer also in der Nähe ist, sollte ruhig einmal vorbeischauen.

Ich selbst werde an diesem Tag in Südafrika sein und mich ganz bestimmt irgendwo unters Volk mischen. Was genau ich machen werde, entscheidet sich sehr kurzfristig. Und ihr? Habt ihr schon eine Idee, wenn nicht das „Afrikanische Sommerfest“? Möglichkeiten gibt es sicher genug, denn wie heißt es doch so schön:
„Es gibt viel zu tun! Packen wir es an!“

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„MEN AND WOMEN WHO FIGHT THE SURPRESSION OF THE HUMAN VOICE, WHO FIGHT DISEASE, ILLITERACY, IGNORANCE, POVERTY, SOME ARE KNOWN, OTHERS ARE NOT. THOSE ARE THE PEOPLE WHO HAVE INSPIRED ME.” (Nelson Mandela)