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Veröffentlicht am 28. Februar 2022 von Juan Proll

Ist Kenias Samburu National Reserve sehenswert?

Die Masai Mara, der Amboseli und der Tsavo Nationalpark sind Kenias Top-Safari-Adressen. Daneben gibt es eine ganze Reihe kleinerer und weniger bekannter Schutzgebiete. Eines davon ist die Samburu National Reserve. Ob es für Safari-Liebhaber*innen sehenswert ist, ist die Frage des heutigen Blogs.

Sehenswert Samburu Nature Reserve Kenia
Eine Safari im Samburu Nature Reserve – sehenswerte Landschaften im 4×4 Fahrzeug

Traut man den Berichten von Reisenden, dann ist die Frage „Ist Kenias Samburu National Reserve sehenswert“ ganz schnell mit einem klaren „Ja“ beantwortet. In den Rückmeldungen wird das Schutzgebiet in der Landesmitte Kenias gerne als ein kleines Paradies für Naturliebhaber*innen und Ruhe suchende Reisende beschrieben. Was ist es also, was Samburu lohnenswert machen könnte?

Samburus Abgeschiedenheit

Der geringere Bekanntheitsgrad im Vergleich zu Kenias Safari-Aushängeschilden wie der Masai Mara, dem Amboseli Nationalpark oder dem Tsavo West Nationalpark verhindert den Run auf Samburu ebenso wie die rund 320 km Entfernung zur Hauptstadt Nairobi. Für die Großstädter ist der Weg zum Big Migration Geschehen der Masai Mara oder zu der Kilimandscharo-Kulisse des Amboseli Nationalparks einfach kürzer. Es sind häufig die wiederkehrenden Touristen, die sich für die Samburu Nature Reserve als Alternative interessieren.

Samburus Flora und Fauna

Geht es um die Frage, ob die Samburu Nature Reserve sehenswert ist, dann spielen Fauna und Flora bei vielen Reisenden eine wichtige Rolle. Das Samburu Nationalreservat ist im Vergleich zu vielen anderen Orten des Landes mit Regen eher weniger gesegnet. Die vorherrschenden Vegetationsformen sind daher offene Grassavannen und trockenes Buschland. Lebkuchenbäume, Wildfeigen und Akazien garnieren die Uferränder. Nach dem Regen im April und November zeigen sich sogar einige bemerkenswerte Blumen wie zum Beispiel die pink-rote Wüstenrose.

Sehenswert Samburu Kenia Wüstenlilie
Die Wüstenrose – ein sehenswerter Farbtupfer in Kenias Samburu Nature Reserve

Hunderte von heimischen Vogelarten bringen zusätzlich Farbe und Abwechslung. Unter ihnen sind auch Marabus, Eisvögel und Geier. Zu den Landtieren, die sich diesen Bedingungen angepasst haben und hier leben, gehören allen voran erst einmal die so genannten Samburu Special 5: dazu gehören die Oryxantilopen, Grevyzebras, die seltenen Giraffengazellen (Gerenuks), Netzgiraffen und die blaugrau-beinigen und -halsigen Somali-Strauße. Aber auch Dikdiks, Gnus, Grant-Gazellen, Kleine Kudus und Elen-Antilopen fühlen sich in diesem Lebensraum heimisch. Das sind beste kulinarische Voraussetzungen für Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Geparden und Streifenhyänen, die deswegen auch gerne Teil der hiesigen Tierwelt sind. Dass trotz des bescheidenen Niederschlags auch Krokodile, Wasserböcke, Flusspferde und Elefantenherden in diesem Naturschutzgebiet leben, ermöglicht der Ewaso Nyiro Fluss. Soweit also ein dickes Plus, das für den Park spricht.

Sehenswert Samburu Norden Kenia Ewaso Nyiro
Der Ewaso Nyiro Fluss ist die Lebensader für viele Tiere aber auch Menschen der Samburu Region

Ein weiteres Plus dieser Nature Reserve ist der gute Ruf der Leoparden, hier weniger scheu als andernorts zu sein. Das heißt also mehr Sichtungen dieser wunderschönen Wildkatze.

Einen Abstrich muss das Schutzgebiet durch Einflüsse von außerhalb hinnehmen: Traditionell führt der Ewaso Nyiro ganzjährig Wasser. Doch immer wieder kann es zu Dürrejahren in der Region kommen, in denen das Wasser knapp wird. In den letzten Jahren hat zudem die Landwirtschaft flussaufwärts immer mehr Flusswasser für sich beansprucht und damit saisonales Austrocknen des Gewässers zusätzlich begünstigt. All diese Einflüsse wirken sich auf die Präsenz der Tierwelt aus. 2021 war zum Beispiel ein extremes Dürrejahr, das viele Tiere nicht überlebten. Bleibt zu hoffen, dass sich Samburu schnell davon erholt.

Ist die Samburu National Reserve sehenswert? – Drei für Eins

Die Samburu National Reserve hat die Besonderheit, dass zwei weitere Naturreservate am gleichen Fluss angrenzen: die Buffalo Springs National Reserve auf der Flussseite gegenüber und die Shaba National Reserve an den Ufern weiter östlich. Sie alle teilen sich Bereiche desselben Ökosystems und unterscheiden sich in anderen. Und das Schöne ist: Alle drei Schutzgebiete können mit dem gleichen Eintrittsticket besucht werden.

Unterkünfte in der Samburu Nature Reserve

Die Freiheit, mit einer Eintrittskarte gleich drei Schutzgebiete genießen zu können, bringt ebenso die Chance mit sich, nach einer geeigneten Unterkunft zu suchen, welche die Qualität des Aufenthalts noch zusätzlich erhöht. Eine ganze Reihe der Unterkünfte liegt direkt am Fluss und bietet wunderschöne Aussichten auf die Auenlandschaft.

Die Sarova Shabe Game Lodge zum Beispiel trumpft nicht nur mit einer atemberaubenden Lage, sondern war eine Zeit lang auch die Heimat der Naturschützer Joy und George Adamson. Joy schrieb das Epos „Born Free“ über das Löwenbaby Elsa, das sie nach dem unglücklichen Tod der Katzenmama bei sich aufzogen. Ende der 1990er Jahre verweilte der weißbärtige Professor Albus Dumbledore aus den Harry Potter Filmen, alias Richard Harris, wochenlang in dieser Lodge. Er drehte den Film „To Walk With Lions“ in diesem Naturreservat und spielte die Rolle des Naturschützers George Adamson.

Das Elephant Bedroom Camp ist ein weiteres Beispiel. Diese wunderschön am Fluss gelegene Lodge mit ihrem luxuriösen und luftig-transparenten Ambiente liegt in der Samburu National Reserve. Den Namen der Unterkunft könnt ihr viel besser nachvollziehen, wenn ihr hier einmal ein paar Tage verbringt. Es gibt Zeiten, da laufen so viele Elefanten durch das Camp, dass man wirklich denken könnte, sie kommen nach Hause in ihr Schlafzimmer.

Elephant bedroom Camp Samburu
Das Elephant Bedroom Camp am Ewaso Nyiro River – eine der schönsten Unterkünfte im Samburu

Die Kultur der Samburu

Im Umfeld der Samburu National Reserve leben auch Familien des Samburu-Volkes. Kulturell und sprachlich sind sie eng mit den Masai verwandt. Sie hüten Kamele, Rinder und Ziegen und tragen auch ein ähnlich traditionelles Gewand aus Decken und Perlen. Allerdings haben sie nicht-traditionelle Praktiken wie Handel und Landwirtschaft schneller in ihr Leben integriert als viele Masai. Einige der Lodges in den Schutzgebieten arbeiten auch eng mit ihnen zusammen. Sie sind Angestellte und Manager, Geld aus den Tourismus-Einnahmen geht in ihre Schulen und in die Infrastrukturentwicklung. Ein Besuch bei der ein oder anderen Familie ist grundsätzlich möglich.

Alles in allem erfüllt das Samburu Naturreservat eine Menge von dem, was man sich von einem Trip dorthin erwartet: spannende Tierwelt, tolle Landschaft, kulturelle Begegnungsmöglichkeiten und großartige Unterkünfte – es ist in der Tat ein kleines Paradies für Naturliebhaber*innen und Ruhe suchende Reisende.

Für Rückfragen sowie zur Unterstützung bei der Planung deiner Kenia-Reise stehen wir gerne bereit. Dank unseres engen Kontaktes zu unserer Tochterfirma in Kenia wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Kenia-Erlebnis.