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Aktiv auf Kenia Safari: eine Wanderung auf den Mt Longonot

Kenias traumhafte Natur erlebt man auf einer Safari am besten, indem man einfach einmal aus dem Auto aussteigt und losläuft. Das ist mitten in der Masai Mara zugegeben keine gute Idee und auch verboten. Aber im Longonot Nationalpark, dort kann man die Wanderschuhe schnüren und auf den inaktiven Vulkan klettern.

Wir waren dort und finden: ein Highlight auf einer aktiven Kenia Safari.

 

Die Kenia Safari sehen, riechen und fühlen

Nur wenige Kilometer neben der Straße von Nairobi nach Naivasha liegt im Great Rift Valley der Longonot Nationalpark, die Hauptattraktion des 52 Quadratkilometer kleinen Parks ist der erloschene Vulkan Mt Longonot.

Viel los ist am Hauptgate am Fuß des Berges. Einige Schulklassen und Jugendgruppen haben sich für diesen Samstagvormittag vorgenommen, den Berg zu erklimmen. Aufgeregt schnattern alle durcheinander; wir freuen uns, zu sehen, dass Kenias Jugend Zeit in der wunderschönen Natur verbringt. Schnellen Schrittes überholen wir die Gruppen dennoch, um die Ruhe der Natur genießen zu können.

Nach einem kurzen gemächlichen Spaziergang wird es plötzlich steiler – die Wanderung beginnt. Über schmale Sandpfade laufen wir vorbei an vielen Akazien, auf deren mit Stacheln bedeckten Ästen Ameisen herumwuseln. Die eierförmigen, schwarzen Akaziensamen haben ein kleines Loch, was bei Wind einen Ton erzeugt – whistling thorntree, pfeifender Dornenbaum, werden die Akazien deshalb auch genannt. Auf unserer Kenia Safari lernen wir jeden Tag etwas Neues.

Steil und staubig ist der Aufstieg und lange sieht man nicht viel mehr als Sand und Steine vor den Füßen. Das ist definitiv der aktive Teil einer Kenia Safari. Außer Puste bleiben wir stehen, drehen uns um und werden mit einem Ausblick belohnt, der bis zum Lake Naivasha reicht.

Mehr als drei Kilometer geht es so immer weiter hinauf. Zwischendurch können wir auf geraden Teilstrecken unsere Beine ausruhen, aber meist geht es steil bergauf. Sonnencreme und Kappe waren definitiv eine gute Idee. Doch schon nach 50 Minuten haben wir es geschafft: Die letzten zwei Meter staubigen Sands bringen wir hinter uns und vor uns eröffnet sich plötzlich ein gigantischer Ausblick auf den dicht und dunkelgrün bewachsenen Kraterrand und -boden.

Wo wir nun schon einmal so weit gekommen sind, wollen wir nicht gleich wieder hinunter und laufen im Uhrzeigersinn den Kraterrand entlang. Die Schulklassen wählen die andere Laufrichtung und wir werden ihnen nur kurz am höchsten Punkt wiederbegegnen.

Rechts der dichtbewachsene Kraterboden, links die Weite des Great Rift Valley – so stellen wir uns eine aktive Kenia Safari vor, mittendrin in der Natur, riechen, sehen, fühlen.

Mehr als sieben Kilometer lang geht es entlang des Kraterrands. Die Erosion hat kleine Pfade gebildet, durch die wir uns durchschlängeln.

Die Sicht auf den Krater belohnt für die steilen Aufstiege – ein Anblick, den die meisten auf ihrer Kenia Safari verpassen werden, wenn sie von Nairobi direkt an den Lake Naivasha fahren.

Nach vier Stunden auf der Uhr und 14 Kilometern in den Beinen, sind wir zurück am Fuß des Berges. Unsere Kenia Safari kann weiter gehen – wir sind müde, aber bereit für das nächste Abenteuer!

Gut zu wissen:

  • Wenn Zeit oder Ausdauer am Wandertag nicht reichen, kann man auch nach dem Aufstieg gleich wieder hinunterlaufen. Die Umrundung des Kraters ist kein Muss.
  • Am Eingang des Parks stehen vorgeschnitzte Wanderstöcke zur Verfügung, die den Aufstieg erleichtern.
  • Es kann sehr heiß und staubig werden. Genügend Wasser, Sonnencreme und eine Kappe sind wichtig.

Melden Sie sich bei uns und wir planen gemeinsam Ihre aktive Safari durch Kenia!

Ann-Kristina Rönchen

Ann-Kristina lebt seit 2012 in Südafrika und schreibt von Kapstadt aus über Reise- und Naturthemen aus dem südlichen und östlichen Afrika. Während ihres Studiums lebte sie in Lettland, Kenia, Thailand und Südafrika, wo sie schließlich ihr Politik- und Soziologiestudium abschloss. Im bunten Kapstadt ist sie nun zu Hause, packt aber bei der nächstbesten Gelegenheit gleich Zelt und Wanderschuhe ein, um die Natur des Western Capes zu genießen.

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