Veröffentlicht am 29. Dezember 2014 von Juan Proll
– Zuletzt aktualisiert am 16. Mai 2025
Botswana‘s Juwel: Meine Bootsfahrt auf dem Chobe Fluss
Der Chobe-Fluss in Botswana wird oft als Juwel bezeichnet – und das zu Recht. Er ist nicht nur ein Highlight für Reisende, die die Magie Botswanas hautnah erleben möchten, sondern auch ein lebenswichtiger Lebensraum für die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt der Region.
Der Chobe Fluss – Eine Kurzinfo
Der Chobe-Fluss liegt im Norden Botswanas und bildet stellenweise die Grenze zu Namibia. Er entspringt in Angola, fließt durch das Caprivi-Streifen-Gebiet und mündet schließlich in den Sambesi.
Der Fluss ist lebenswichtig für die Tierwelt der Region, vor allem während der Trockenzeit, wenn viele Tiere an seinen Ufern Wasser suchen.
Der Fluss durchzieht den Chobe-Nationalpark, eines der bekanntesten Wildschutzgebiete Afrikas. Besonders berühmt ist der Park für seine riesigen Elefantenherden. Schätzungen zufolge leben hier über 50.000 Tiere. Auch Flusspferde, Krokodile, Büffel und zahlreiche Vogelarten lassen sich am Chobe-Fluss hervorragend beobachten.
Bootssafaris auf dem Fluss bieten eine einzigartige Perspektive auf das afrikanische Tierleben.

Meine Bootssafari – Persönliche Erfahrung
Was für ein Wintertag! Gefühlte 25 Grad, Sonnenschein und strahlend blauer Himmel. In Begleitung von vier Arbeitskolleginnen sitze ich im T-Shirt an Bord eines Ausflugsbootes, greife zu Nüssen und anderen Leckereien neben mir, nippe an mein erfrischendes Getränk und schaue entspannt über die Railing hinaus auf den Fluss und seine Wunder.
Gemütlich geht die Fahrt durch den Chobe River. Sein besonderer Charme liegt nicht nur im Anblick des weitreichenden Überschwemmungslandes mit seinen kleinen Grasinseln. Vor allem verzaubert die Vielfalt und Menge von Land- und Wassertieren, die hier beheimatet sind.
Wer jetzt denkt: „Wow, so einen Job möchte ich auch gerne haben“, dem kann ich nur sagen: „Ja, verständlich! Aber hier Urlaub zu machen ist noch toller!“

Anders als in Mitteleuropa verursacht der Winter in diesen Breitengraden tagsüber keine Temperaturstürze. Es bleibt durchschnittlich bei milden 21 Grad. Allerdings bringt er zwischen Mai und September Flüsse leerende Trockenheit.
Oft sind das herausfordernde Situationen für alle, die hier leben. Für den weitgereisten Touristen aber, der sich sein Wasser vorher noch schnell im Supermarkt besorgen kann, sind diese Bedingungen traumhaft.
Wenn die Gewässer in dieser Jahreszeit immer mehr ausdünnen, verwandelt sich der Chobe zu einer Oase der heimischen Tierwelt. Hier gibt es selbst in der schlimmsten Dürre immer noch Wasser!
Nur langsam bewegt sich unsere Flussgondel vorwärts. Es gibt einfach zu viel zu entdecken: Rappen-Antilopen, Wasserböcke, Impalas und Kudus auf den ufernahen Weiden; Giraffen, die sich vorsichtig dem Wasser nähern und wie wir nach Löwen Ausschau halten; Affen, die sich entlang einer Baum-Promenade von Ast zu Ast schwingen, vorbei an einer exotischen Vogelwelt, wie dem Haubenzwergfischer, dem Senegalliest oder sogar dem Afrikanischen Fischadler.
Doch schneller geht es auch deshalb nicht, weil zu viele Tiere vor uns auf den Wasserwegen unterwegs sind. Von den geschätzten 50.000 Elefanten und bis zu 1.500 Mitglieder großen Büffel-Herden in dieser Region sehen wir Hunderte um uns herum im Wasser.
Sie trinken, spielen, fressen oder marschieren einfach nur hindurch – vor allem die Elefanten in Reih und Glied, den Rüssel um den Schwanz des jeweils vorneweg laufenden Genossen gewickelt.

Selbst die Hippos haben sich offensichtlich sehr an die multikulturelle Präsenz gewöhnt und liegen gelassen im Nass. Eine Hippo-Mama ist sogar außerhalb des Wassers unterwegs und zeigt ihrem Kleinsten die nahrhaften Grasfutterstellen.
Die sonnenbadenden Krokodile auf den Trockenbänken vor uns wären dagegen sicher nur an dem Baby-Speck selbst interessiert.

Im Gegenlicht des zunehmenden Abendrots wirkt die gesamte Szenerie so idyllisch und romantisch, dass es mich mit warmen Schüben der Harmonie und Friedseligkeit füllt.
Sanfter Flügelschlag elegant dahin fliegender Wasservögel wie dem Löffelstorch oder dem Heiligen Ibis verleihen der ohnehin schon besonderen Stimmung eine zusätzliche Note von Einmaligkeit.
Fazit
Eine Bootssafari auf dem Chobe-Fluss ist ein unvergessliches Erlebnis, selbst für erfahrene Afrika-Reisende und Guides, die schon vieles gesehen haben. Lautlos über das Wasser zu gleiten, Elefanten beim Trinken zu beobachten, Nilpferde aus nächster Nähe zu sehen und dabei den Sonnenuntergang über der Savanne zu erleben, ist pure Magie.
Die Perspektive vom Wasser aus eröffnet völlig neue Einblicke in das Tierleben – ein echtes Highlight jeder Botswana-Reise.
Wir stehen gerne für Rückfragen und zur Unterstützung bei der Planung eures Botswana Abenteuers bereit und geben konkrete Empfehlungen.
Dank unseres engen Kontaktes zu unserer Tochterfirma in Botswana wissen wir über die aktuelle Lage immer gut Bescheid. Also melde dich bei uns! Dein Traum, unsere Expertise – Dein ganz individuelles Botswana-Erlebnis.






