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Malawi
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Lage: Südostafrika.
Offizieller Staatsname: Republik Malawi.
Kontaktadressen
Landesvorwahl: 00265
Malawi Tourism Information Service 4 Christian Fields, London SW16 3JZ
Tel: (+44) (0115) 982 1903. Fax: (+44) (0115) 981 9418.
E-Mail: mail@malawitourism.com.
Internet: www.malawitourism.com
(Nur Anfragen der Tourismusbranche; auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).
Ministry of Tourism, Parks and Wildlife P/Bag 326, MW-Lilongwe 3
Tel/Fax: (01) 77 06 50.
Botschaft der Republik Malawi Westfälische Straße 86, D-10709 Berlin
Tel: (030) 84 31 540. Fax: (030) 84 31 5430.
Internet: www.malawi-botschaft.de
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
(auch für Österreich
zuständig).
Honorarkonsulate in Esslingen, Hamburg und München.
Honorarkonsulat der Republik Malawi
Avenue Herrmann-Debroux 46, B-1160 Auderghem
Tel: (+32) (02) 231 09 80. Fax: (+32) (02) 231 10 66.
(auch zuständig für die Schweiz)
Konsulat der Republik Malawi (mit Visumerteilung)
Hohlstrasse 536, CH-8048 Zürich
Tel: (043) 817 05 82. Fax: (043) 817 05 83..
E-Mail: info@malawi.ch
Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-17.30 Uhr.
Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft der Botschaft
der Republik Malawi in Auderghem (Belgien)).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Convention Drive (Capital City), MW-Lilongwe
Postanschrift: PO Box 30046, MW-Lilongwe 3
Tel: 77 25 55. Fax: 77 02 50.
E-Mail: info@lilongwe.diplo.de
Internet: www.lilongwe.diplo.de
Honorarkonsulat der Republik Österreich Livingstone House, Livingstone Ave., MW-Limbe (Blantyre)
Postanschrift: PO Box 1811, MW-Limbe (Blantyre)
Tel: (01) 622100, 621601. Fax: (01) 621088.
E-Mail:chvribbeck@africa-online.net
Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der österreichischen Botschaft in Harare (s. Simbabwe).
Konsularagentur der Schweizerischen Eidgenossenschaft Churchill Road, Chilembwe House (1st Floor), MW-Limbe (Blantyre)
Postanschrift: P/Bag 550, MW-Limbe (Blantyre)
E-Mail: fracht-malawi@malawi.net
Tel: (01) 71 22 22. Fax: (01) 79 45 18.
Die Konsularagentur liegt im Zuständigkeitsbereich der Schweizer Botschaft in Harare (s. Simbabwe).

Allgemeines
FLÄCHE: 118.480
qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 11.359.670
(2006).
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 96
pro qkm.
HAUPTSTADT: Lilongwe. Einwohner: 683.480
(2006).
GEOGRAPHIE: Malawi grenzt im Norden und Nordosten an Tansania, im Osten, Süden und Südwesten an Mosambik und im Norden und Nordwesten an Sambia. Der Malawi-See ist der drittgrößte See Afrikas. Er ist Wahrzeichen des Landes und bildet die östliche Grenze zu Tansania und Mosambik. Die nördliche Region ist bergig, die höchsten Gipfel steigen hier auf über 3000 m an. Zum Norden gehören auch die hügelige Nyika-Hochebene, zerklüftete Steilhänge, Täler und die dicht bewaldeten Abhänge der Viphya-Hochebene. Die zentrale Region ist das landwirtschaftliche Zentrum des Landes. Sie besteht hauptsächlich aus einer 1000 m hohen Ebene, die sich durch ihre malerische Landschaft auszeichnet. Flachland überwiegt in der südlichen Region, südlich des Malawi-Sees erstreckt sich die Zomba-Hochebene und im Südosten erhebt sich das riesige, abgelegene Mulanje-Gebirgsmassiv.
STAATSFORM: Präsidialrepublik seit 1966 (im Commonwealth seit 1964). Eine neue Verfassung ist seit 1995 in Kraft. Nationalversammlung mit 193 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre. Staats- und Regierungschef: Bingu Mutharika, seit 2004. 1994 fanden die ersten freien Wahlen seit 1964 statt. Unabhängig seit 1964 (ehemaliges britisches Protektorat).
SPRACHE: Amtssprachen sind Chichewa und Englisch. Außerdem werden regional Chitumbuka, Lomwe, Yao und Sena gesprochen.
RELIGION: 75 % Christen (überwiegend Protestanten (55 %)); 20 % Muslime; 3 % Anhänger von Naturreligionen.
ORTSZEIT: MEZ + 1 (UTC + 2).
NETZSPANNUNG: 220/240 V, 50 Hz. In der Regel werden quadratische dreipolige Stecker benutzt. Die Mitnahme eines Adapters wird empfohlen.
POST- UND FERNMELDEWESEN:
Telefon: Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl: 265. Keine Ortsnetzkennzahlen.
Mobiltelefon: GSM
900. Netzbetreiber sind CelTel Limited (Internet: www.mw.celtel.com/en/index.html
oder www.msi-cellular.com)
und Callpoint 900. Der Empfangs/Sendebereich deckt die
größten Städte und deren Umland ab. Roaming-Abkommen bestehen
u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Fax: Öffentliche Fax-Büros stehen in Blantyre und Zomba zur Verfügung.
Internet/E-Mail: Internetanbieter
ist MalawiNet (Internet: www.malawi.net).
In den größeren Städten gibt es Internetcafés. Auf dem Land
ist Internetzugang in einigen Hotels möglich.
Telegrammaufgabe: Ist nur im Hauptpostamt möglich.
Post: Luftpost nach Europa ist ungefähr 7-10 Tage unterwegs. Die Postämter sind im allgemeinen Mo-Fr 07.30-12.00 und 13.00-17.00 Uhr geöffnet. Manche Postämter in den größeren Städten öffnen sonntags 09.00-10.00 Uhr, jedoch nur zum Briefmarkenverkauf und zur Annahme von Telegrammen. 3 Kurierdienste unterstützen das nationale Postsystem.
Deutsche Welle: Da
sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres
mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen
direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49)
(0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de)
anzufordern.

Reisepaß/Visum
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Paß erforderlich |
Visum erforderlich |
Rückreiseticket
erforderlich |
| Deutschland |
Ja |
Nein/1 |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Ja |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Ja |
Ja |
| Andere EU-Länder |
Ja |
1 |
Ja |
Einreisebestimmungen
können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie
sich
im Zweifelsfall vor der Abreise bei der zuständigen
konsularischen Vertretung. |
REISEPASS: Allgemein erforderlich, muß noch 6 Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.
Einreise mit Kindern:
Deutsche: Deutscher Kinderausweis ab 7 Jahren mit Lichtbild
oder Eintragung eines Kindes in den Reisepass eines begleitenden Elternteils
oder eigener Reisepass.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Seit dem
01.01.2006 ersetzt der Kinderreisepass den Kinderausweis. Es werden keine neuen
Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum
Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher,
maschinenlesbar und stets mit einem Lichtbild versehen.
Österreicher: Eintragung eines Kindes in den Reisepass
eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass. Aktueller Hinweis
zum Kinderreisepass: In Österreich wurde am 16. Juni 2006 ein Kinderreisepass
(ohne Chip aber mit digitalisiertem Foto) für Kinder bis zum vollendeten
12. Lebensjahr eingeführt. Kinder können bis zur Vollendung des 12.
Lebensjahres aber weiterhin auch in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils
eingetragen werden. Die Eintragung wird jedoch nicht von jedem Land akzeptiert
und auf internationaler Ebene sinkt die Akzeptanz der Kindermiteintragung.
Schweizer: Eintragung eines Kindes in den Reisepass eines begleitenden
Elternteils oder eigener Reisepass. Aktueller Hinweis zur Eintragung
im elterlichen Reisepass: Der Miteintrag der Kinder bis zum vollendeten
15. Lebensjahr im elterlichen Pass des Modells 85 ist bis zum Ablauf des Passes
am 31.12.2007 gültig. Ab diesem Zeitpunkt benötigen Kinder in jedem
Fall einen eigenen Ausweis mit Lichtbild.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen
wie für ihre Eltern.
VISUM: Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden Länder für Aufenthalte bis zu 90 Tage:
(a) EU-Länder: Bundesrepublik Deutschland (30 Tage) und
andere EU-Länder ( [1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht
für Staatsbürger von Österreich,
Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakische Republik, Slowenien,
Tschechische Republik und Ungarn);
(b) Commonwealth-Länder: (ausgenommen Staatsbürger von Indien,
Kamerun, Kanada, Nigeria und Pakistan)
(c) Island, Israel, Japan, Madagaskar, Nepal, Norwegen, San Marino, Taiwan und USA.
Transit: Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Diese Regelung gilt u.a. nicht für die Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen malawischen Vertretungen.
Visaarten: Touristenvisum (einmalige, mehrmalige Einreise), Transitvisum.
Visagebühren: Deutschland, Österreich
Touristenvisum:80 € (einmalige Einreise, 3 Monate gültig); 160 € (mehrmalige
Einreise, 6 Monate gültig)
Transitvisum: 60 €.
Bei postalischer Beantragung wird eine zusätzliche Gebühr erhoben.
Schweiz
Touristenvisum:70 € (einmalige Einreise, 3 Monate gültig);
110 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig);
150 € (mehrmalige Einreise, 12 Monate gültig)
Transitvisum: 50 €.
Bei postalischer Beantragung wird eine zusätzliche Gebühr erhoben.
Gültigkeitsdauer: Transitvisum: 7 Tage. Touristenvisum: 3 Monate (einmalige Einreise) bzw. 6 oder 12 Monate (mehrmalige Einreise) ab Ausstellungsdatum. Die Möglichkeit einer Visumverlängerung besteht, Beantragung beim Immigration Department in Blantyre.
Antragstellung: Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen: (a) Antragsformular in zweifacher Ausfertigung. (b) 2 Paßfotos. (c) Gebühr (in bar oder Postanweisung). (d) Gültiger Reisepaß. (e) Buchungsbestätigung der Rück- oder Weiterreise oder Schreiben der Firma oder des Geschäftspartners bei Geschäftsreisen.
Impfungen: Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit: Persönlich
sofort, postalisch ca. 14 Tage.
Aufenthaltsgenehmigung: Anfragen vor der Abreise an den Controller of Immigration Services, PO Box 331, MW-Blantyre.
Ausreichende Geldmittel: Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Geld
Währung: 1 Kwacha = 100 Tambala. Währungskürzel: MWK (ISO-Code). Geldscheine gibt es in den Nennwerten 500, 200, 100, 50, 20, 10 und 5 MWK. Münzen sind im Wert von 1 MWK sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Tambala im Umlauf.
Geldwechsel: US-Dollar, Euro, britische Pfund und südafrikanische Rand können problemlos gewechselt werden. Es bestehen kaum Umtauschmöglichkeiten für weniger gängige Währungen. Außerhalb der größeren Städte ist ausschließlich Barzahlung möglich. Ausländische Besucher des Landes müssen ihre Hotelkosten in Devisen bezahlen.
Kreditkarten: Die Annahme von Kreditkarten ist beschränkt, in der Hauptstadt und den großen Hotels werden die bekanntesten wie Visa, MasterCard, Diners Club und American Express angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Sollten in US-Dollar ausgestellt sein und können bei Banken und Hotels in größeren Städten eingelöst werden.
Wechselkurse
|
MWK |
MWK |
MWK |
MWK |
MWK |
| Datum |
Jan. '06 |
April '06 |
Jul. '06 |
Okt. '06 |
Jan. '07 |
| 1 € |
144,55 |
161,87 |
177,72 |
177,00 |
180,98 |
| 1 CHF |
94,64 |
101,45 |
113,54 |
110,33 |
109,97 |
| 1 US$ |
122,55 |
133,76 |
138,99 |
138,26 |
139,46 |
Devisenbestimmungen: Einfuhr
der Landeswährung und von Fremdwährungen ist auf
3000 MWK begrenzt. Die Ausfuhr der Landeswährung und von
Fremdwährungen deklarationspflichtig.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr
08.00-13.00 Uhr.

Gesundheit
| |
Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen |
Impfschein erforderlich |
| Gelbfieber |
Nein |
1 |
| Cholera |
2 |
Nein |
| Typhus & Polio |
Ja |
- |
| Malaria |
3 |
- |
| Essen & Trinken |
4 |
- |
Impfvorschriften
können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im
Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein. |
[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden (auch von Transitreisenden) verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in Infektionsgebieten einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.
[2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]: Malariarisiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark gegen Chloroquin und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein.
[4]: Milch ist nicht immer pasteurisiert. Trocken- und Dosenmilch sind erhältlich und im Zweifelsfall empfehlenswert. Alle Milchprodukte unterliegen strengen Qualitätskontrollen des Malawi Bureau of Standard. Obst sollte man vorsichtshalber schälen.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen und im Malawi-See vor. Generell sollte man vor Ort Rat einholen, bevor man in Binnengewässern badet. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind weitverbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B.
HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen.
Die Pest kommt sporadisch im Nsanje-Distrikt (Southern Region) vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge: Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Ein Auslands-Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen werden. Ärzte: Dr. Friend, British High Commission Clinic, Tel: (01774) 151, Fax: (01770) 669 (außerhalb der Geschäftszeiten unter Tel: (01772) 123, (01960) 237. Dr. Reich (Gynäkologe), Tel: (01756) 084. Dr. Volker Hoeynck (Gynäkologe), Tel: (08831) 662, (08831) 715. Dr. R. Burmeister-Rother (Anästhesistin), Tel: (01758) 040, (08837) 225. Dr. Florian Neuhann, Tel.: (08859) 046. Kliniken: Lilongwe Central Hospital, Tel: (01754) 331 (bei Notfällen Fr. Dr. Burmeister-Rother einschalten). MARS (Medical Air Rescue Service), Tel: (01795) 018, (01794) 967, (08835) 186, (08832) 077, (01794) 036 (im Notfall). Zahnärzte: Dr. J. Agra (7th Day Adventist Health Center), Tel: (01775) 456, (01775) 680. Dr. Mazloum (Family Dental Clinic), Tel: (01772) 228. Flugrettung: MRI Johannesburg, Tel: 101 27 11 440 37 90, Fax: 339 31 53. Deutsche Rettungsflugwacht Stuttgart, Tel: (+49) (0711) 70 10 70. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung ist notwendig.

Reiseverkehr - International
FLUGZEUG: Malawis
nationale Fluggesellschaft heißt Air Malawi(QM)
(Internet: http://www.airmalawi.com).Air
Malawi fliegt von Johannesburg, Nairobi, Lusaka, Dar es
Salaam und Harare nach Malawi. Kenya Airways, KLM, South
African Airways, Air Zimbabwe und Ethiopian Airlines bieten ähnliche
Verbindungen an. Flugverbindungen gibt es auch zwischen Malawi
und Kenia, Tansania, Südafrika und Simbabwe.
Durchschnittliche Flugzeiten: Amsterdam – Lilongwe: 11 Std. 50 (einschließlich Zwischenlandung in Dar es Salaam); London – Lilongwe: ca. 15 Std.
Internationale Flughäfen: Lilongwe(LLW) (Lilongwe International) liegt 23 km nördlich der Hauptstadt. Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop, Mietwagenschalter, Bank, Post, Tourist-Information, Hotel-Reservierungsschalter, örtliche Reiseveranstalter, Restaurants, Bars. Busverbindungen zur Stadt. Taxistand.
Blantyre(BLZ) (Chileka) liegt 18 km von der Stadt entfernt. Flughafeneirichtungen: Mietwagenschalter, Restaurants und Bars. Busverbindungen zur Stadt.
Flughafengebühren: 20 US$. Die Gebühr muß in US-Dollar bar bezahlt werden. Ausgenommen sind Kinder unter 2 Jahren und Transitpassagiere (24 Std.).
BUS/PKW: Malawi ist mit allen Nachbarländern durch Straßen verbunden. Straßen führen von Mosambik nach Mwanza in Südwest-Malawi und nach Chiponde im Osten. Eine Brücke am Songwe-Fluß im Nordwesten verbindet Malawi mit Tansania. Die Route Lilongwe–Lusaka verläuft von Chipata im Westen nach Sambia. Bei der Verbindung nach Simbabwe über den Tete-Korridor in Mosambik besteht immer noch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Reiseverkehr - National
FLUGZEUG: Air Malawi (QM) verbindet Blantyre und Lilongwe mit den regionalen Flughäfen Mzuzu und Club Makokola am Südufer des Malawi-Sees. Mehrere private Charterfluggesellschaften fliegen regelmäßig zu den wichtigsten Touristenattraktionen des Landes.
Flughafengebühr: 100 MWK für alle Inlandflüge.
SCHIFF: Regionale Schiffahrtsgesellschaften führen Rundfahrten auf dem Malawi-See durch. Kabinen stehen zur Verfügung, und Mahlzeiten können an Bord eingenommen werden. Nähere Auskünfte erteilen die örtlichen Reisebüros.
BAHN: Malawi Railways betreiben das Bahnnetz des Landes. Die Hauptstrecke führt von Mchinji über Lilongwe, Salima, Chipoka, Blantyre, Limbe und Nsanje bis an die Grenze von Mosambik. Nähere Informationen erteilt Malawi Railways, PO Box 5144, Limbe (Tel: 01 64 08 44. Fax: 01 64 34 96). Die Züge sind in der Regel langsam und überfüllt und werden von Touristen nur wenig benutzt.
BUS/PKW: Alle großen und die meisten der kleineren Straßen können bei jedem Wetter befahren werden. Das Straßennetz umfaßt über 13.500 km. Die große Nord-Süd-Schnellstraße nach Karonga im Norden ist vor kurzem asphaltiert worden. Fernbus: Gute Busverbindungen, einschließlich eines Express-Service, zwischen den größeren Städten. Die Fahrt von Mzuzu nach Karonga ist besonders eindrucksvoll. Zwischen Blantyre, Lilongwe und Mzuzu verkehren Luxusreisebusse. Mietwagen sind in den größeren Städten erhältlich (rechtzeitig vorbestellen). Wagen mit Chauffeur stehen auch zur Verfügung. Unterlagen: Internationaler Führerschein. Verkehrsbestimmungen: Linksverkehr.
STADTVERKEHR: In Blantyre und Lilongwe verkehren Doppeldeckerbusse. In allen größeren Städten gibt es Linienbusse. Taxi: Es gibt nur wenige Taxis, sie können nicht auf der Straße angehalten werden. Taxifahrer erwarten Trinkgeld.
FAHRZEITEN: von Lilongwe zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| |
Flugzeug |
Bus/Pkw |
| Blantyre |
0.40 |
4.30 |
| Mzuzu |
1.00 |
5.00 |
| Zomba |
- |
4.00 |
| Karonga |
1.30 |
6.30 |
| Salima |
- |
1.00 |
| Mangochi |
1.00 |
4.30 |

Unterkunft
HOTELS: In den größeren Städten Lilongwe, Blantyre/Limbe und Mzuzu gibt es ausgezeichnete Hotels. Dasselbe gilt für die Haupturlaubsorte an der Küste des Lake Malawi, vor allem im Süden zwischen Monkey Bay und Mangochi. In der Zomba-Hochebene wurde ein neues Luxushotel errichtet.
RASTHÄUSER: Das Ministerium für Tourismus unterhält saubere Rasthäuser, die in der Regel Badezimmer und Kochgelegenheiten bieten. Im Zuge der Privatisierung wurden allerdings viele der Rasthäuser in Lodges der Luxus- oder Mittelklasse umgewandelt, viele haben mittlerweile den Stellenwert eines etablierten Hotels.
NATIONALPARKS: In den letzten Jahren hat sich die Infrastruktur in den vier Nationalparks Liwonde, Kasungu, Nyika und Vwasa einschneidend verändert. Die ehemals von der Regierung betriebenen Camps sind alle durch private Safari Camps/Lodges ersetzt worden. Die neu entstandenen Luxus-Unterkünfte bestehen zum Teil aus fix angebrachten Zelten, Rundhütten, Block- oder Bambushütten. Daneben gibt es auch gute preisgünstige Unterkünfte und einen Campingplatz. Volle Verpflegung wird angeboten. Vorausbuchung ist vor allem an Wochenenden und zu Hauptreisezeiten erforderlich. Weitere Informationen zu den Nationalparks s. Urlaubsorte & Ausflüge.
CAMPING: Es gibt einige Campingplätze entlang der Küste des Malawi-Sees, oft in Hotelnähe, sowie in den Wildparks und Reservaten. Die Campingplätze sind in der Regel sehr gut ausgestattet und bieten hervorragende Unterkunftsmöglichkeiten in der Trockenzeit von April bis November.

Sozialprofil
ESSEN & TRINKEN: Die Spezialität des Landes ist frischer Fisch aus dem Malawi-See. Chambo (Tilapia-Fisch) ist die größte Delikatesse des Sees. In Hotelrestaurants und den größeren Restaurants der Hauptstadt ißt man sehr gut. Es gibt eine große Auswahl an Geflügel, Milchprodukten und tropischen Früchten. Getränke: Das einheimische Bier ist gut, Importbier und alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich. Wein wird hauptsächlich aus Südafrika eingeführt. Gin aus Malawi ist recht bekannt und billig.
EINKAUFSTIPS: Handarbeiten aus Raffiabast, Schilf, Sisal, Palm- und Maisblättern, Möbel aus Holz und Peddigrohr, Specksteinarbeiten, bunte Stoffe, Keramik und Perlstickereien. Holzschnitzereien aus Malawi zählen zu den schönsten aus ganz Afrika. In der Mua Mission südlich von Salima gibt es eine Holzschnitzerschule und ein wunderschönes Geschäft. Traditionelle Musikinstrumente werden im ganzen Land verkauft. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-17.00 Uhr. Märkte und Straßenstände sind täglich geöffnet.
SPORT: Angeln: Die Südufer des Malawi-Sees sind fischreich und ideal zum Angeln. Der Monat April ist die beste Zeit zum Fischen, in diesem Monat finden auch regelmäßig Angelwettbewerbe statt. Mangochi, das ca. 190 km von Blantyre entfernt liegt, ist ein Paradies für Angler. Weitere gute Stellen sind Boadzulu Island, Nkopola Lodge und White Rock. Es empfiehlt sich, Boote im voraus bei den Hotels am See zu mieten. Der Fang kann aus Lake Yellow, Seelachs und Lake Tiger bestehen. Ausgezeichnete Fischgründe sind die Flußmündungen in der Salima-Region, die Kapichira-Fälle im Shire Valley und die Nyika- und Zomba-Hochebenen. Bergsteigen: Der Mount Mulanje ist der höchste Berg Zentralafrikas und lockt Bergsteiger aus aller Welt an. Sein Gipfel ragt 3000 m hoch auf. Der Berg hat die längste schroffe Steilwand Afrikas, das Trekken auf Bergpfaden bietet einen leichteren Aufstieg. Zwei- bis sechstägige Touren sind zu empfehlen. Es besteht die Möglichkeit, Berghütten zu mieten oder auf dem nahegelegenen Campingplatz Zelte aufzuschlagen. Ein Motel und ein Rasthaus bieten weitere Unterkunftsmöglichkeiten. Steilhänge finden sich in Dedza in der mittleren Region, in Michiru, Ndirande und Chiradzulu bei Blantyre. Im Norden werden ein- bis sechstägige Wandertouren durch das Grasland der Nyika-Hochebene angeboten. Führer und Träger werden gestellt, Teilnehmer müssen ihre eigene Campingausrüstung mitbringen. Golf: Die meisten der sieben Golfplätze in Malawi haben 9 Löcher, können aber auf 18 Löcher ausgedehnt werden. Die Gebühren für Benutzung und Caddie sind günstig. Wassersport: Schwimmen, Wasserski und Segeln sind sehr beliebt am Malawi-See. Reiten ist ebenfalls möglich.
Veranstaltungskalender: Bei den meisten Zeremonien in Malawi spielen Tänze eine große Rolle, die von Chewa und Mang’anja aufgeführt werden. Der wichtigste Tanz ist Gule Wamkulu, bei dem die Tänzer geschnitzte Masken und Federschmuck tragen. Körper und Gesicht sind bemalt. Dieser und andere Nationaltänze sind während traditioneller Feierlichkeiten anläßlich des Tages der Republik zu sehen, den Malawi in der ersten Juliwoche feiert.
Weitere Informationen sind von den Fremdenverkehrsämtern erhältlich (s. Adressen).
LAND & LEUTE: Die bislang vor allem für Frauen strengen Bekleidungsvorschriften sind inzwischen aufgehoben. Dennoch ist im allgemeinen eher zurückhaltende Kleidung angebracht. Lange Haare bei Männern (über dem Hemdkragen) sind ungern gesehen. Trinkgeld: In den meisten Hotels und Restaurants wird ein Bedienungszuschlag von 10% erhoben. Trinkgeld ist nur für besondere Dienstleistungen üblich. Taxifahrer erhalten 10% Trinkgeld.

Klima
Entlang
des Malawi-Sees ist es am wärmsten, jedoch weht meistens eine
kühle Brise. Kühler im Bergland. Die Winter (Mai bis Juli)
sind trocken. Die Nächte können kalt sein, vor allem im Bergland.
Die Regenzeit dauert von November bis März.


Reise- und Sicherheitsinformationen
Für
dieses Land besteht beim Auswärtigen Amt momentan kein länderspezifischer
Sicherheitshinweis.

Landkarte


Urlaubsorte &
Ausflüge
Der Norden
Die
Straße von Kasungu nach Mzuzu, einer bislang wenig
besuchten Stadt im Norden des Landes, führt durch das hügelige
Grasland der Viphya-Hochebene. Weiter nördlich in der Nähe
der Livingstonia-Mission gelangt man zum Livingstonia-Steilhang
und zu den Manchewe-Wasserfällen in herrlicher
Umgebung. In Livingstonia gibt es ein Museum. Die gesamte
Region ist in jüngster Zeit in der Besuchergunst gestiegen.
Mzuzu hat ein erstklassiges Hotel und verschiedene kleinere
Einrichtungen und bietet sich als Ausgangspunkt für Fahrten
zum Nyika-Nationalpark und zur Nkhata Bay an.
Ein anderer Wildpark in dieser Region ist das wunderschöne
Vwasa Marsh Game Reserve.
Der Malawi-See
Der
riesige Malawi-See erstreckt sich vom äußersten Nordosten
bis nach Mangochi im Süden. Die Ufer des fast 24.000 qkm großen
und 699 m hoch gelegenen Sees sind überwiegend sandig, die
erschlosseneren Küstenabschnitte sind größtenteils frei von
Bilharziose-Erregern (s. Gesundheit). Krokodile sind
an den Hauptbadeorten nicht anzutreffen. Es gibt keine Gezeiten
oder Strömungen. Die meisten Hotels stellen Boote zur Verfügung
und ermöglichen ihren Gästen Wassersport wie Segeln, Fischen,
Wasserskifahren und Surfen. Der Malawi-See ist ein Unterwasserparadies
für Taucher. Er ist der artenreichste See der Welt.
Ausgezeichnete Strände laden auf der Insel Likoma zum
Baden ein, die auf einem Hügel stehende anglikanische Kathedrale
ist ebenfalls einen Besuch wert. Unterkünfte stehen hier nur
begrenzt zur Verfügung.
Den Malawi-See lernt man am besten auf einer Rundreise mit
der Ilala II kennen, dem kleinen Linienschiff des Sees,
das zwischen der Monkey Bay (nördlich des Club Makokola)
und Karonga im Norden des Landes verkehrt. Auf der
1052 km langen Reise können sich Besucher die Binnenhäfen
ansehen und den Ausblick auf die Gebirgslandschaft genießen.
Die Monate von März bis Mai sind für eine Seerundfahrt am
günstigsten. Abfahrt ist regelmäßig freitags, Rückkehr am
darauffolgenden Mittwoch. In der Hochsaison ist es aufgrund
des großen Andrangs erforderlich, Kabinen auf der Ilala
II im voraus zu reservieren und zu bezahlen.
Kap Maclear in der Nähe der Monkey Bay liegt
im Malawi-See-Nationalpark (s. Nationalparks).
Ein Sandstrand und angenehme Wassertemperaturen laden zum
Schwimmen ein. Die Nkhata Bay ist ruhig und abgelegen.
Nkhotakota war früher Zentrum des Sklavenhandels im
südlichen Afrika und ist eine der ältesten Marktstädte Afrikas.
Zentralmalawi
Senga
Bay 19 km von Salima entfernt liegt der größte
Badeort der zentralen Region des Landes mit ausgezeichneten
Unterkunftsmöglichkeiten und Campingplätzen.
Die Lizard-Insel in der Nähe von Salima steht unter
Naturschutz und beheimatet verschiedene Arten von Eidechsen
und Adlern.
Westlich von Salima auf dem Weg zur neuen Hauptstadt Lilongwe
durchquert man eine große fruchtbare Ebene. Lilongwe hat Zomba
als Malawis Hauptstadt abgelöst und liegt im Herzen des fruchtbaren
Agrargebietes im Zentrum Malawis. Die moderne Stadt zeichnet
sich durch einfallsreiche Architektur und einer reizvollen
Umgebung aus. Nördlich der Hauptstadt liegt der 2000 qkm große
Kasungu-Nationalpark – ein riesiges Gebiet mit
bewaldeten Hügeln und Grasland, das vielen Tierarten einen
Lebensraum bietet (siehe unten).
Der Süden
Blantyre,
das Geschäftszentrum der südlichen Region, wurde Ende des
letzten Jahrhunderts gegründet. Es besteht eigentlich aus
zwei Städten: Blantyre und Limbe, die ca. 7 km voneinander
entfernt und durch ein Industriegebiet getrennt sind. Auf
halbem Weg zwischen Blantyre und Limbe, abseits der Hauptstraße,
befindet sich das Nationalmuseum. Ausflüge können auch
zur Kirche St. Michael and All Angels sowie zum Mandala
House, dem ältesten europäischen Gebäude in Malawi, unternommen
werden.
Südwestlich von Blantyre liegt Lengwe, der kleinste
Nationalpark des Landes (siehe unten). 60 km nördlich von
Blantyre liegt die Universitätsstadt Zomba, die einen
ausgezeichneten Markt hat. Ein Abstecher zum Berg Zomba
mit seinen Wasserfällen, fischreichen Bächen, Fichtenschonungen
und seltenen Orchideen lohnt sich. Seine Ausläufer umrahmen
einen der schönsten Golfplätze Afrikas auf einem Gelände mit
Bächen, kleinen Wasserfällen, Bäumen und Felsformationen.
In der Nähe kommt man an Chingwes Loch vorbei, das
angeblich so tief ist, daß es nicht gemessen werden kann.
Im Südosten erstrecken sich die weitläufigen Teeanbaugebiete,
aus denen sich das Mulanje-Massiv erhebt. Bei Sapitwa
ragt ein Gipfel über 3000 m hoch auf. Mulanje bietet Touristen
viel Abwechslung, man kann bergsteigen, wandern oder, weniger
anstrengend, Forellen fischen. Wege und Feuerschneisen erschließen
die meisten Regionen des Massivs. Gut gepflegte Waldhütten
sind ideale Raststationen für Streifzüge durch die umliegenden
Wälder und Berge.
Nationalparks
Malawi
hat fünf große Nationalparks, die für Besucher geöffnet sind.
Der Nyika-Nationalpark ganz im Norden ist ganzjährig
geöffnet. Der 2000-3000 m hoch gelegene Park erstreckt sich
über fast die gesamte Nyika-Hochebene. Rauschende Bäche, Nadelwälder,
tiefe Täler und hügeliges Grasland sind charakteristisch für
diese Region. Seltene Vögel, Schmetterlinge, Großwild und
Blumenreichtum machen jeden Ausflug zum Erlebnis.
Chelinda Camp liegt hoch oben am Rande eines Nadelwaldes.
Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über den Stausee.
Unterkunft findet man in Häuschen mit offenem Kamin. Der Chowo
Forest in der Nähe von Chelinda ist ideal für Wanderungen
und einer der letzten noch erhaltenen Naturwälder des Parks.
Das Vwasa Marsh-Wildreservat liegt westlich von Mzuzu.
Ein neues Camp mit Luxus-Hütten überschaut den Kazumi-See.
Elephanten, Büffel, Nashörner und unzählige Vogelarten leben
u. a. hier in ihrem natürlichen Habitat. Die Landschaft besteht
zum Teil aus Wäldern, offenem Grasland und Sumpfgebieten.
Dieses Reservat ist ein Stück unberührter Natur.
Der Kasungu-Nationalpark ist ein ca. 2000 qkm großes
Waldgebiet im Nordwesten der mittleren Region. Er liegt 112
km von Lilongwe entfernt. Hauptattraktion des Parks sind die
Elefanten, die am frühen Morgen und gegen Abend erscheinen,
um an den Dambos oder Flußkanälen zu trinken. Das Grasland
dient den großen Büffelherden als Nahrung. Die scheuen Geparden,
Leoparden und Löwen lassen sich nur selten blicken; Säbelantilopen,
Zebras, Kudus und Rietböcke sind dagegen weit verbreitet.
Kasungu ist in der Regel von Anfang Mai bis Ende Dezember
geöffnet. Unterkunft finden Besucher in der Lifupa Wildlife
Lodge, einem Hotelkomplex aus strohgedeckten Häuschen
mit Restaurant, Schwimmbad, Tagescamp und einfachen sanitären
Anlagen.
Der Lengwe-Nationalpark im äußersten Südwesten ist
nur 130 qkm groß und das nördlichste Habitat der seltenen
und scheuen Nyala-Antilope. Buschbock, Kudu, Hartebeest, Impala,
Warzenschwein und Duiker sind hier ebenfalls anzutreffen.
In versteckten Beobachtungsständen können all diese Tiere
aus nächster Nähe betrachtet werden. Begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten
sind im Lengwe Game Camp vorhanden.
Der Liwonde-Nationalpark erstreckt sich über die Ebenen
des Shire Valley vom Malombe-See im Norden bis zum Stadtgebiet
Liwondes im Süden. In gemieteten Booten kann man durch die
Schilfsümpfe fahren und Flußpferde, Elefanten und Wasserböcke
an der Tränke beobachten. Auf Auto- oder Busfahrten sieht
man Wald- und Steppentiere wie Säbelantilopen, Kudus, Duiker
und Paviane. Ein neugeschaffenes Wasservogelschutzgebiet bietet
Reihern, Enten, Gänsen, Eisvögeln und Kormoranen Nistplätze.
Der Park ist zwischen November und Mai geschlossen. Campingplätze
und Kochgelegenheiten stehen im Mvuu Camp zur Verfügung, das
von Wilderness Safaris betrieben wird. Die Einrichtung
eines Bootsverkehrs zwischen einem Hotel an der Südspitze
des Malawi-Sees und der Liwonde-Talsperre ist geplant. Nähere
Auskünfte erteilt das Department of Tourism (s.
Adressen).
Der 1980 gegründete Malawi-See-Nationalpark umfaßt
den südlichen und mittleren Teil des Sees. Tropische Fische
sind hier die Hauptattraktion. Landeinwärts findet man Klippspringer,
Buschböcke und Vervet-Affen. Der Park ist ganzjährig geöffnet.
Campingplätze sind vorhanden. Gute Unterkünfte bieten u. a.
die Nkopola Lodge, der Club Makokola, das Mulangeri
und das Palm Beach.
Neben den Nationalparks gibt es eine Reihe weiterer Natur-
und Landschaftsschutzgebiete, in denen zur Zeit keine Unterkunftsmöglichkeiten
für Besucher zur Verfügung stehen. Das ca. 65 km nördlich
von Lengwe gelegene Majete-Wildreservat ist abgelegen
und wenig erschlossen. Es bietet zahlreichen Tierarten einen
Lebensraum, u. a. Flußpferden, Elefanten und Großkatzen. Südöstlich
von Lengwe befindet sich das Mwabvi-Wildreservat, in
dem schwarze Nashörner, Impalas, Zebras und Säbelantilopen
in geringer Anzahl leben. Weitere Schutzgebiete sind das Nkhotakota-Wildreservat
in der mittleren Region, Lizard Island bei Salima,
das Lilongwe-Naturschutzgebiet in der Hauptstadt und
der Michiru Mountain Park in der Nähe von Blantyre,
ein Paradies für Vogelkundler.

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