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Meine Reise zu den Schätzen Botswanas

Voller Vorfreude trat ich im November 2013 meine allererste Reise auf den afrikanischen Kontinent an. Geplant war eine etwas abgeänderte Version unserer 9-tägigen Fly-In Safari durch Botswana. Mit Air Namibia flog ich von Frankfurt über Windhoek nach Victoria Falls in Zimbabwe. Nach einigen Schwierigkeiten in der Vergangenheit (Verspätungen, Flugstreichungen etc.) hat die Airline ihre Flotte mittlerweile mit zwei neuen Airbus A 330-200 ausgestattet, so dass ich planmäßig in Victoria Falls landete.

Meine Reise begann mit dem Besuch der beeindruckenden Victoria Falls oder auch “Mosi oa Tunya”, frei übersetzt: Rauch, der donnert. Die mächtigen Wasserfälle entspringen dem Zambezi, der eine natürliche Grenze zwischen Zimbabwe und Zambia bildet, und zählen seit 1989 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Während eines Rundgangs durch den Nationalpark konnte ich die Wasserfälle von verschiedenen Aussichtspunkten aus betrachten. Anschließend habe ich einen ca. 10-15-minütigen Helikopterrundflug gemacht und konnte aus der Luft den großartigen Ausblick über diese einzigartige Landschaft genießen. Auch Abenteuerlustige kommen in Victoria Falls auf ihre Kosten, beispielsweise beim White Water Rafting oder Bungee Jumping von einer der höchsten Brücken Afrikas. Während meines Aufenthaltes habe ich unter anderem in dem eleganten, im Kolonialstil eingerichteten Victoria Falls Hotel in der Nähe der Wasserfälle übernachtet und einige andere Unterkünfte vor Ort besichtigt.

Von Victoria Falls ging es über die Grenze nach Kasane in Botswana. Kasane ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in den berühmten Chobe Nationalpark, der mit über 40.000 Elefanten der Park mit der höchsten “Elefantendichte” in Arika ist. Im November fand dort eine Konferenz von Botswana Tourism statt, an der ich stellvertretend für Elefant-Tours teilnehmen durfte. An den ersten Tagen wurden verschiedene Workshops angeboten, bei denen ich die Gelegenheit hatte, mehr über die verschiedenen touristischen Regionen und Highlights Botswanas zu lernen und Kontakte mit verschiedenen Unterkünften und Safarianbietern sowie Sales Agents aus Europa zu knüpfen.

Im Anschluss an die Konferenz wurden wir in Gruppen aufgeteilt und begannen unsere Inforeisen durch Botswana. Nachdem wir zunächst einige Unterkünfte in Kasane sowie die luxuriöse Chobe Game Lodge (die einzige Unterkunft innerhalb des Chobe Nationalparks) besichtigt haben, fuhren wir weiter zum Chobe Elephant Camp, welches ca. eine Stunde von Kasane und kurz vor dem Grenzübergang nach Namibia liegt. Das Camp wurde hoch oben auf ein Plateau gebaut und man hat von dort eine großartige Aussicht auf den bekannten Chobe River. Der Aufenthalt in diesem Camp hat mir besonders gut gefallen, denn die Guides dort sind sehr gut ausgebildet und haben die Pirschfahrten unglaublich interessant gestaltet, vor allem weil es nicht nur wie so oft um die “Big Five” (Löwe, Leopard, Büffel, Elefant, Nashorn) ging. Zwar konnten wir während der Pirschfahrten/ Bootstouren im Chobe Nationalpark natürlich Büffel, Flusspferde und riesige Elefantenherden beobachten, aber die Geschichten über Käfer, Termiten usw. waren mindestens genauso spannend. Ein weiterer Vorteil war, dass wir viel weiter westlich in den Nationalpark gefahren sind als die meisten anderen Safariunternehmen, die ihre Touren direkt bei Kasane beginnen. So waren wir auf unseren Pirschfahrten relativ ungestört, was natürlich wesentlich angenehmer ist als von mehreren Fahrzeugen umringt zu sein. Abends saßen wir bei einem leckeren Essen zusammen und haben den Tag dann an der Feuerstelle des Camps unter dem wunderschönen Sternenhimmel Botswanas ausklingen lassen.

Nach unserem Aufenthalt im Chobe Elephant Camp und der Besichtigung der nahegelegenen und sehr exklusiven Ngoma Safari Lodge ging die Reise zurück nach Kasane. Dort sind wir in ein Kleinflugzeug gestiegen, das uns in die faszinierende Linyanti Region gebracht hat. Der Linyanti River ist durch den Selinda Spillway mit dem nördlichen Teil des Okavango Deltas verbunden (dieser ist in Dürrezeiten jedoch gänzlich ausgetrocknet). Im Norden grenzt der Linyanti an den Caprivi Streifen in Namibia, im Osten an den Chobe Nationalpark. Das Gebiet ist eines der am wenigsten besuchten und dadurch unberührtesten Botswanas und es gibt dort nur wenige Camps, so dass man ein ganz privates und exklusives Tiererlebnis hat. Auch zählt die Region zu den besten Gegenden um die vom Aussterben bedrohten Wildhunde zu beobachten. Während unseres Aufenthaltes im Linyanti Gebiet konnten wir einige Löwenweibchen beobachten, die auf der Suche nach Futter für ihre Jungen waren und Jagd auf zwei Giraffen gemacht haben (diese sind ihnen jedoch knapp entwischt). Da die Region hauptsächlich aus privaten Konzessionen besteht, ist sie für Selbstfahrer und die meisten mobilen Safarianbieter nur schwer zugänglich, mit dem Kleinflugzeug jedoch gut zu erreichen. Der Vorteil der privaten Konzessionen ist, dass die Aktivitäten nicht beschränkt sind und man neben Nachtfahrten und Bush Walks auch Pirschfahrten abseits der Wege unternehmen kann. Zu den Camps, die wir hier besuchen haben, zählen unter anderem die beiden Luxuscamps Selinda und Zarafa der Great Plains Foundation .

Unser nächstes Ziel war die Savute Region im westlichen Teil des Chobe Nationalparks, die zu den bekanntesten Wildtierbeobachtungsgebieten in Botswana zählt. In der Vergangenheit floss der Savute Channel nur unregelmäßig und lag einst sogar bis zu 70 Jahre lang trocken. Dies änderte sich jedoch im Jahr 2008, als der Kanal nach fast 30 Jahren aufgrund der sehr starken Regenfälle erstmals wieder zu fließen begann. Während der Trockenzeit gleicht die Region einer kargen und wüstenähnlichen Landschaft, bei der die Wildtiere nun vom wieder fließenden Savute Channel profitieren. Dieser Kontrast ändert sich dramatisch in der Regenzeit, wenn sich die saisonalen Pfannen mit Wasser füllen und das Marschgebiet von einer üppigen grünen Landschaft überzogen wird. Das weite offene Land der Savute Marschregion sorgt für eine hohe Population von Zebras, Gnus und Büffeln, was wiederum Raubkatzen, Hyänen und Wildhunde anlockt und spektakuläre Tierbeobachtungen ermöglicht. In der Savute Region haben wir unter anderem die Ghoha Hills Savuti Lodge und die Savute Safari Lodge besucht, zwei wirklich schöne Unterkünfte, die ich Ihnen wärmstens weiterempfehlen kann.

Nach dem Besuch der Savute Region ging es weiter nach Khwai, an den Rand des Moremi Game Reserves. Hier haben wir das Sango Safari Camp und das Machaba Camp besucht. Beide Camps sind sehr geschmackvoll eingerichtet und unbedingt einen Besuch wert. Das Machaba Camp liegt in einem kleinen Galeriewald direkt am Khwai River und ist etwas luxuriöser als das Sango Safari Camp. Von der Veranda aus hat man einen großartigen Ausblick und kann die verschiedensten Tiere beobachten, die zum Trinken an den Fluss kommen. Auch das Essen ist in beiden Camps wirklich ausgezeichnet. Allerdings werden im Machaba Camp keine Wasseraktivitäten angeboten – möchte man also eine Mokoro Fahrt unternehmen (Einbaum), ist auf jeden Fall das Sango Safari Camp die richtige Wahl. Auch die Moremi/ Khwai Region bietet ausgezeichnete Tierbeobachtungsmöglichkeiten und da die beiden Unterkünfte außerhalb des Moremi Game Reserves liegen, konnten wir hier unter anderem auch eine Nachtpirschfahrt unternehmen, bei der wir Flusspferde, Antilopen und Hyänen erspäht haben.

Das letzte Ziel meiner Reise war das Okavango Delta. Von Maun aus flog ich mit dem Kleinflugzeug zunächst in das Pom Pom Camp. Während des Fluges konnte ich die atemberaubende Aussicht auf das größte Inlanddelta Afrikas genießen. Das hübsche Camp liegt direkt an einer Lagune und auf den dortigen Pirschfahrten konnte ich unter anderem eine Löwin mit ihren Jungen sowie Leoparden, Giraffen und Elefanten beobachten. Da ich zuvor nur einen kurzen Blick auf einen Leoparden erhaschen konnte, habe ich mich besonders gefreut, hier in Ruhe die schönsten Fotos schießen zu können. Auch das Pom Pom Camp liegt in einer privaten Konzession, so dass hier ebenfalls Nachtfahrten und Bush Walks möglich sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich nicht auf reine Wasseraktivitäten beschränken muss, wie es bei manchen anderen Camps im Delta der Fall ist. Nach der Besichtigung einiger anderer Camps im Okavango Delta flog ich mit dem Kleinflugzeug zurück nach Maun und über Windhoek weiter nach Frankfurt, wo ich am nächsten Morgen mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen ankam.

Abschließend kann ich sagen, dass ich eine unglaublich spannende Zeit in Botswana erlebt habe. Die beeindruckende Tierwelt Afrikas in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können, zählt mit zu den großartigsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte. Auch landschaftlich hat mir Botswana sehr gut gefallen und die Leute waren stets freundlich und hilfsbereit, so dass ich mich während meiner Reise wirklich sehr wohl gefühlt habe. Ich kann es kaum erwarten erneut ins südliche Afrika zu reisen und freue mich schon sehr auf meine Selbstfahrertour durch Namibia im kommenden Juni.

 

Gerne unterstütze ich Sie bei Ihrer Reiseplanung ins südliche Afrika und stehe Ihnen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

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