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Ein Road Trip durch Südafrika

Ich habe mich riesig gefreut! Vier Wochen war ich mit meinem Kollegen Phillip unterwegs in Südafrika, um die besten Ziele und Unterkünfte für Sie auszuprobieren und kennenzulernen. Vier Wochen Road Trip, ab ins Auto und einfach los! Unsere Reise führte uns auf einen Self Drive Trip (also eine Selbstfahrertour) an die schönsten Ziele in Südafrika.

Ehrlich gesagt hatte ich am Anfang ein wenig Bedenken, denn in den Nachrichten hört man ja immer wieder erschreckende Meldungen über die Sicherheitslage in Südafrika. Ohne Guide und ganz auf eigene Faust, da kann ja auch mal was passieren. Reifenpanne, Dunkelheit, Überfälle?

Unterwegs wurde ich aber positiv überrascht!

Safari Abenteuer im Hluhluwe-iMfolozi-Park:

Der Hluhluwe ist der älteste Nationalpark in Südafrika und für mich der beeindruckendste aller Parks. Ich war total fasziniert von den sanften, dicht bewachsenen Hügeln, die bis an den Horizont reichen. Diese Landschaft ist einmalig und hat mich total begeistert.

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Auch hier war ich erst etwas skeptisch als ich die offenen Safarifahrzeuge gesehen habe, mit denen wir auf unsere Pirschfahrt gehen sollten, denn wir fuhren ohne Fenster oder Dach und der Guide sprach davon, dass wir hoffentlich Löwen, Elefanten, Nashörner und andere wilde Tiere beobachten würden. Diese wollte ich auf der einen Seite auch unbedingt sehen, aber ohne Schutz?

Ich brachte meine Sorge zum Ausdruck und wurde von unserem sehr kompetenten Guide aufgeklärt. Die Tiere in den Nationalparks sind an die Safarifahrzeuge gewöhnt und wissen, dass von Ihnen keine Gefahr droht. Sie sehen das Fahrzeug mit uns als eine Einheit an und erkennen uns nicht als einzelne Menschen, solange wir im Wagen sitzen. Aus diesem Grund dürfen wir aber auch nicht aufstehen, denn damit wird die gewohnte Form des Fahrzeugs unterbrochen und wir als einzelnes Individuum wahrgenommen.

Die Safari war dann auch ein Erlebnis, das in Südafrika auf jeden Fall dazu gehört und das man nicht missen darf. Löwen die total entspannt nur Meter entfernt an uns vorbei trotteten. Eine Nashorn-Mama, die mit Ihrem Jungen auf der Suche nach dem saftigsten Gras keine Notiz von uns nahm, eine riesige Elefantenherde, die vor uns die Straße überquerte, um zu ihrem Wasserloch zu gelangen und viele, viele Zebras, Antilopen, Giraffen und Büffel, die unseren Weg kreuzten.

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Göttliche Aussichten und Reifenpannen im Blyde River Canyon:

Das 26.000 Quadratkilometer große Blyde River Nature Reserve gehört zu den spektakulärsten Naturerscheinungen Südafrikas. Der Blyde River Canyon ist eine ca. 26 km lange und an einigen Stellen bis zu 800 m tiefe gigantische Schlucht und gehört daher auch zu den meist besuchten Orten in Südafrika. Diese Gegend bietet auf relativ kleinem Raum viele unterschiedliche Attraktionen, die man unbedingt besichtigen sollte. Nur muss man vor allem zwischen Graskop und Pilgrims Rest auf die Straße achten, denn diese besteht hier leider mehr aus Schlaglöchern als aus Teerstraße. So kann man schnell mal einen Reifen an ein Schlagloch verlieren. Man sollte auf einer Reise nach Südafrika auch besser wissen, wie man einen Reifen wechselt. Zwar sind die Straßen in dem meisten Gegenden super, aber je nach Region führen schlecht geteerte Straßen auch mal zu Reifenpannen… wie auch bei uns….

Reifenwechsel

Erfahrung im Reifenwechseln ist also von Vorteil in Südafrika. Gut, dass die Jungs das so gut draufhatten!

Das „God’s Window“ ist ein Aussichtspunkt mit Blick in die weite Ebene des Blyde River Canyons. Hinter den sogenannten „Bourke`s Luck Potholes“ verbirgt sich eine faszinierende Felsformation.

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An der Stelle wo die beiden Flüsse Treur River und Blyde River auf einander treffen ist durch Erosion ein Canyon im Dolomitgestein entstanden. Durch viele unterschiedliche Auswaschungen des Gesteines sind tiefe Strudellöcher und kleine Pools in das Gestein geschliffen worden.

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Fantastisches Panorama auf die Three Rondavels

Die Three Rondavels liegen ebenfalls im Nationalpark des Blyde River Canyons und sind drei kreisförmige Berge am Fuße des Flusses, die an die runden Hütten der Einheimischen erinnern. Diesen Spot sollten Sie sich nicht entgehen lassen auf Ihrem Roadtrip durch Südafrika!

 

Freche Strauße in der Straußenfarm in Oudtshoorn:

Circa 50 Kilometer vor der Küste des Indischen Ozeans, liegt etwa in der Mitte zwischen Kapstadt und Port Elizabeth die Stadt Oudtshoorn. Oudtshoorn wird als die „Straußenmetropole“ Südafrikas bezeichnet. In traumhafter Umgebung, zwischen den Swartbergen im Norden und den Outeniqua-Mountains im Süden, leben hier ungefähr 60.000 Menschen, deren Geschichte eng mit der der Zucht von Straußen verbunden ist.

Oudtshoorn ist aber auch das Zentrum dieser als „Klein Karoo“ bezeichneten Halbwüstenlandschaft, in der Temperaturen um die 40°C durchaus keine Seltenheit sind. Ich muss sagen, ich war schon ganz schön nervös, als ich das erste Mal vor einem dieser großen Vögel stand. Der Guide erklärte uns zwar, dass dieser Strauß „Betsy“ an Menschen gewöhnt sei und man keine Angst vor ihr haben brauche, aber der lange Hals und der große Schnabel mit den riesigen schwarzen Augen blieben für mich doch sehr unberechenbar. Ich wollte jedoch mutig sein und ließ mich dazu überreden, mich von Betsy „umarmen“ zu lassen. Eine der Attraktionen der Farm. Und ich muss sagen, es war eine schöne und absolut ungefährliche Erfahrung. Ich konnte Betsy streicheln und ihr unter den Flügel fassen, während Sie ihren Hals um mich herum legte. Das war echt ein schönes Erlebnis.

Nicht jedoch die zweite Attraktion: ein Kuss von Betsy! Auch hier sagte der Guide es wäre ungefährlich. Phillip, der mutig genug war, musste sich ein Stück Leckerli zwischen die Lippen klemmen und Betsy sollte es sanft herauspicken. Leider war sie überhaupt nicht sanft und biss Phillip so heftig in die Lippe, dass es blutete. Lasst euch also besser nicht von Betsy küssen.

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Insgesamt kann ich nun aus eigener Erfahrung sagen, dass man vor Südafrika definitiv keine Angst haben muss. Ich habe mich auf unserer Reise pudelwohl und an keiner Stelle unsicher gefühlt und kann jedem nur empfehlen, dieses vielseitige Land zu besuchen und lieben zu lernen!

VIEL SPASS IN SÜDAFRIKA!

Reisebericht von Melanie Springmann.

Wo genau Ihre Route lang verlief sehen Sie hier!

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