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Pap

PAP“ ist keine falsche Schreibweise für „Pub“ oder „BAP“ – PAP ist PAP!

Die Bezeichnung PAP kommt aus dem Afrikaans und meint Brei. Gemeint ist ein Brei auf Mais-Basis, ähnlich dem Polenta aus dem Norden Italiens oder dem Grits in den USA. In Afrika trifft man auf PAP – oder Mieliepap wie es gerne in Südafrika oder Namibia genannt wird – in den unterschiedlichsten Namensvarianten: z.B. „Ugali“ Tansania, Kenia oder Uganda; „Sadza“ oder „Isitshwala“ in Zimbabwe; „Ns(h)ima“ in Zambia und Malawi; „Phaletshe“ in Botswana oder „Banku“ in West Africa.

PAP ist ein Grundnahrungsmittel vieler indigener afrikanischer Bevölkerungen und nicht wenigen Weißen meist irgendwann zu viel. Es ist eben kein lockerer, fluffiger Kartoffelpüree sondern traditionell eine mit Maismehl und Wasser bzw. Milch angerührte Pampe, die – sieht man vom „Uji“ in einigen Regionen Ostafrikas mal ab – kompakter als Püree ist, um gut mit den Händen gegessen werden zu können.

Die Varianten der Zubereitung sind vielfältig, aber eins ist es im afrikanischen Verständnis nicht: einfach nur eine „Beilage“!

PAP ist die Hauptattraktion eines jeden Gerichtes und alles andere – seien es Soßen, Gemüse, Fisch oder Fleisch – sind hier die garnierenden Extras.

Die Extras sind es auch, die Farbe auf den Teller bringen, da der verwendete Mais selbst in der Regel kein Gelbkorn- sondern ein speziell für den menschlichen Konsum gezüchteter Weißkornmais ist.

Hier aber jetzt für alle, die den PAP noch nicht auf haben, eine kleine Rezept-Variante:

Gebraucht werden 300 Gr. Maismehl, 1 Liter Wasser und 1 Teelöffel Salz.

Das Wasser wird in einem Topf zum Kochen gebracht, dann ein bisschen Salz eingestreut und schließlich unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel das Maismehl langsam dazu gerieselt, bis ein zäher Brei den Spaß am Rühren verdirbt.

Nun wird der Löffel beiseite gelegt, der Deckel auf den Topf gepackt und das Ganze so lange gekocht, bis das Wasser beinahe vollständig verdampft ist.

Gelingt dies, dann den Topf kurz öffnen und den Maisbrei mit einer Gabel lockern, bevor man den Deckel wieder schließt und die pampige Konsistenz für etwa 30-40 Minuten weiter köcheln lässt.

PAP darf in dieser Zeit zwar anpappen aber nicht anbrennen.

Wer dieser großen, kulinarischen Herausforderung gewachsen ist, dürfte seinen Brei jetzt gar haben und ihn hoffentlich genießen können.

Ich wünsche also Guten Appetit und leckere Beilagen!

Juan Proll

Guide

Reisen war schon immer Juans große Leidenschaft: 3 Jahre in Lateinamerika, 2 Jahre in Südostasien und Ozeanien sowie „Kurzreisen“ bis zu 9 Monaten in Europa und Nordafrika. 2010 entschied er sich, seinen Beruf in Deutschland als Lehrer der Erwachsenenbildung und Leiter eines Kompetenzzentrums für Migrationsfragen an den Nagel zu hängen und in Südafrika Ranger bzw. Nature Guide zu werden. Seit 2011 ist Juan nun im südlichen Afrika unterwegs. Zunächst machte er seine Nature-Guide-Ausbildung in einem ‚Big Five‘ Wildreservat und verbrachte dort sein erstes Berufsjahr, bevor er Mitte 2013 zu Elefant-Tours wechselte und seitdem sein Wirkungsfeld als Guide auch auf die Tierwelten und Naturlandschaften der Nachbarländer Südafrikas ausdehnte. Juan ist Mitglied im Berufsverband „Field Guides Association of Southern Africa“. In unserem Blog schreibt er darüber hinaus über den afrikanischen Alltag in unseren Reiseländern, er informiert über Hintergründe, gibt Reisetipps und verrät kulinarische Besonderheiten.

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