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Overland Touren im Südlichen Afrika

Ein Bericht von Karlo Buntic, März 2011

Meine erste Reise durch den schwarzen Kontinent begann am 07. März 2011 und führte mich durch die Länder Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

Bereits am ersten Tag meiner Tour „Südafrika Entdecken“ stand einiges auf dem Programm. Wir ließen Johannesburg hinter uns und fuhren entlang der Panoramaroute in Richtung Krüger Nationalpark. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir die Bourke’s Luck Potholes und den größten grünen Canyon der Welt – den Blyde River Canyon mit seinen einzigartigen „Three Rondavels“. Erst spätabends waren wir im Drifters Bush Camp angekommen. Die Nacht verbrachten wir auf dem Terrassendeck umgeben von Klängen verschiedenster Tiere.

Bei Sonnenaufgang machten wir uns bereit für eine Wanderung durch den Bush, wo wir viel über die Natur und die sehr ursprüngliche Lebensweise der Ureinwohner erfuhren. Spätnachmittags gingen wir im offenen Safarijeep auf die Suche nach den Tieren. So trafen wir im dicht bewachsenen Park auf Anhieb auf einige Breitmaulnashörner, Büffel, Elefanten und nur wenige Meter von uns entfernt eine ausgewachsene Black Mamba.

Nach einem ausgiebigen Frühstück war es am nächsten Morgen an der Zeit sich vom Big 5 Terrain zu verabschieden, um nach Hazyview aufzubrechen. Als wir in unserer Lodge ankamen, war vor allem die subtropische Vegetation sehr auffallend. Während unseres Walks durch die dichte Waldlandschaft, stießen wir auf eine Vielzahl bunter Vögel und einige Warzenschweine.

Unser nächstes Ziel war der Krüger Nationalpark, wo wir während eines Game Drives unter anderem einige Elefanten beim Schlammbaden, beobachten konnten.

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Den Krüger Nationalpark hinter uns gelassen, verließen wir Südafrika und durchquerten die Grenze nach Swaziland, um anschließend das Drifters Zululand Camp zu erreichen, wo wir die nächsten beiden Tage verbrachten. Es folgte eine aufregende Pirschfahrt im Hluhluwe-Imfolozi Nationalpark, wo uns eine Menge Zebras, Nashörner und Giraffen begegneten.

Am zweiten Tag in Zululand besuchten wir eine traditionelle Zuluschule.
Entlang der Ostküste fuhren wir dann weiter nach Umdloti und verbrachten den restlichen Tag am Strand, was nach den vielen langen Pirschfahrten und Wanderungen genau das Richtige war. Nach einem kurzen Abstecher nach Durban erreichten wir am nächsten Tag die abgelegenen Drakensberge nahe Lesotho und starteten früh am nächsten Morgen unsere erste Wanderung. Während der Wanderung ließen wir uns von unserem Guide die vielen außergewöhnlichen Felsmalereien erklären.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir in der großen Karoo, wieder etwas abseits der Zivilisation. Bei einer langen Wanderung durch die trockene Gebirgsregion machten wir uns vertraut mit der Tier- und Pflanzenwelt und ließen auch hier die atemberaubende Kulisse und die Ruhe eine Weile auf uns wirken.
Der 13. Tag unserer Tour begann früh, denn wir hatten eine lange Fahrt vor uns. Über Graaff-Reinet, ging es weiter an der Garden Route über den Outeniqua Pass, vorbei an den Vogelstraußfarmen bis nach Knysna. Während der nächsten drei Tage begeisterte mich das Hiking (=Wandern) im Tsitsikamma Nationalpark am meisten. Dort wanderten wir entlang der rauen Küste durch die farbenfrohe Wald- und Felslandschaft und vorbei an abgelegenen Wasserfällen.
Nach einem kurzen Zwischenstop in Hermanus erreichten wir am 16. Tag schließlich das Ziel unserer Tour – Kapstadt.

In den letzten beiden Tagen besichtigten wir Cape Point, das Kap der Guten Hoffnung, den Tafelberg, die Waterfront und zum Abschluss eine Weinfarm im nahegelegenen Paarl. Nach fast drei gemeinsamen Wochen ließen wir schließlich unsere Eindrücke noch einmal Revue passieren und verabschiedeten uns von einander. Die darauffolgenden beiden Tage erkundete ich Kapstadt weiter auf eigene Faust.


Etwa die Hälfte meiner Reise war nun schon verstrichen und die nächste Tour stand unmittelbar bevor. Die Vorfreude war groß, denn mich erwartete eine Campingtour Tour durch die verschiedensten Landschaften im südlichen Afrika. Früh morgens fuhr ich mit dem Taxi zum Startpunkt der Tour „Vom Kap bis zu den Victoriafällen“. Das Gepäck verstaut, erledigten wir noch ein paar Einkäufe und fuhren zu unserem ersten Ziel dieser Tour – einem Camp in der Cederbergregion. Bevor wir unsere Zelte aufbauten, blieb uns noch ein wenig Zeit für einen geführten Bushman Walk durch die trockene Wüstenlandschaft. Abends saßen wir schließlich alle gemeinsam am Lagerfeuer, wo wir bei ausgelassener Stimmung gebrieft wurden.

Nach dieser ersten Campingnacht ging die Reise schließlich weiter über die namibische Grenze zum Camp direkt am Orange River, wo wir mit Kanus den Fluss erkundeten. Am nächsten Tag fuhren wir weiter zum größten Canyon Afrikas, den Fish River Canyon. Nach dem Sonnenuntergang ließen wir den Abend beim Essen am Aussichtspunkt ausklingen.

Über den Namib Naukluft Park führte uns die Reise weiter nach Sesriem, dem Tour zum Sossusvlei. Sehr früh am nächsten Morgen fuhren wir durch das Tor zum Sossusvlei und bestiegen noch vor Sonnenaufgang die erste Düne um mit dem Aufgang der Sonne das atemberaubende Licht- und Farbspektakel zu erleben.

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Am nächsten Tag erreichten wir die Spitzkoppe. Erneut waren es die Stille und die endlos
weite Landschaft, über die man einen Panoramablick vom Gipfel des Berges hatte, die mich dort fesselten. Daher war für mich und einige andere Teilnehmer gleich klar, dass wir die Nacht dort oben unter den Sternen verbringen werden.
Nach einer kurzen Fahrtstrecke in Kamanjab angekommen, wurden wir von einem lokalen Guide herzlichst in Empfang genommen, der uns dort durch ein traditionelles Dorf der Himbas führte. Sie gewährten uns einen direkten Einblick in Ihre Kultur und ließen uns unmittelbar an ihren Ritualen teilhaben.

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Weiter brachte uns die Reise in den Etosha Nationalpark. Vorbei an zahlreichen Antilopen, Zebras, Gnus und Giraffen, folgten wir der Schotterstraße zum Halali Camp. Anders als im üppig bewachsenen Krüger Park, war die Landschaft dort sehr ausgetrocknet und man hatte einen großartigen Blick auf die Tiere. Im Camp angekommen, warfen wir noch einen Blick auf das mit Flutlicht beleuchtete Wasserloch.
Etwas enttäuscht keine Raubkatzen gesehen zu haben, verließen wir am darauffolgenden Tag den Park und waren umso überraschter, als wir einen Blick auf eine verspielte Löwenfamilie erhaschen konnten. Mit vielen tollen Bildern und strahlenden Gesichtern verließen wir den Park und erreichten am späten Nachmittag Windhoek. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt erkundete jeder für sich die, für namibische Verhältnisse, quirlige Stadt auf eigene Faust. Den Abend ließen wir dann beim gemeinsamen Essen in einem Windhoeker Restaurant ausklingen.

Früh morgens machten wir uns auf in Richtung Botswana, wo uns ein völlig anderes landschaftliches Bild erwartete. In Ghanzi angekommen, sorgte neben einem geführten Bush Walk mit den San, auch ein traditioneller Tanz der Bushmen für Begeisterung.
Am nächsten Tag erreichten wir Maun, wo wir uns für das nächste große Highlight dieser Tour vorbereiteten – dem Ausflug ins Okavango Delta. Dieser startete mit dem Verstauen unserer Sachen in Mokoros, in denen wir schließlich durch die dicht bewachsenen Kanäle des Deltas gefahren wurden. Nach einer zweistündigen Fahrt erreichten wir dann eine Insel, die wir für die nächsten beiden Tage zu unserem Camp machten. Während der Zeit im Delta unternahmen wir Wanderungen, gingen Angeln und genossen zum krönenden Abschluss einen einzigartigen Sonnenuntergang beim Sundowner Cruise in unseren Mokoros.

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Wehmütig verließen wir früh morgens das Delta. Allerdings hatten wir noch einmal das Vergnügen die faszinierenden Kanäle vom Mokoro aus zu bestaunen, bis wir schließlich zurück am Festland angekommen waren. Weiter ging es dann nach Gweta, wo wir am Rande der Makgadikgadi Salzpfanne, umgeben von den vielen typischen Baobab Bäumen eine weitere Nacht zelteten.
Von Gweta aus fuhren wir weiter nach Kasane. Die recht lange Fahrt dorthin wurde aber mit einer einzigartigen Bootsfahrt auf dem Chobe River belohnt. Vom Boot aus konnten wir viele Tiere am Flussufer und sogar eine ganze Hippofamilie aus nur wenigen Metern Entfernung beobachten.

Einen Steinwurf von Kasane entfernt liegt Victoria Falls, wo wir schließlich auf die größten Wasserfälle Afrikas treffen sollten. Dort angekommen, gingen wir direkt zu den eindrucksvollen Viktoriafällen und schnell wurde auch klar, warum diese Fälle zu einem der 7 Weltwunder gehören. Die Größe und die enormen Wassermassen aus nächster Nähe zu erleben, war tatsächlich ein toller Abschluss dieser Tour. Nach einem gemeinsamen Abendessen verabschiedeten wir uns nach fast drei gemeinsamen Wochen von einander, da viele bereits am nächsten Tag ihren Rückflug antraten.

Für mich war die Reise allerdings noch nicht vorbei. Ich schloss mich mit weiteren zwei Teilnehmern den Guides an und fuhr am nächsten Tag mit einer Zwischenübernachtung in Botswana zurück nach Johannesburg. Hier verbrachte ich eine weitere Nacht und unternahm am nächsten Morgen eine Tagestour durch Soweto. Der Fahrer, der selbst in Soweto aufwuchs, zeigte mir den Markt, das Nelson Mandela Museum, in dem Mandela selbst bis vor einigen Jahren lebte und das Hector Peterson Museum, wo ich viel über die bewegende Geschichte Sowetos erfuhr. So ist mir auch dieser letzte Tag meiner aufregenden Reise bis heute sehr positiv in Erinnerung geblieben. Wenige Stunden später flog ich schließlich nach 6 unvergesslichen Wochen wieder nach Deutschland zurück.

Bei Fragen zu geführten Rundreisen im südlichen Afrika steht Ihnen gerne Aileen Bostjancic unter a.bostjancic@elefant-tours.de oder telefonisch unter 0761 / 611 667 – 280 zur Verfügung.

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