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Ostafrika mit Kindern: Familiensafari in Tansania und Kenia

Oft gilt das südliche Afrika mit vielen Aktivitäten, Bauernhofübernachtungen und Selbstfahrerreisen als kinderfreundliches Safariziel. Wir zeigen Ihnen heute, dass man auch in Ostafrika eine unvergessliche Zeit mit seiner Familie haben kann.

Elefant-Tours Gründer Holger Wiebe war mit seinen beiden Söhnen in Kenia unterwegs und berichtet, was er unterwegs über das Reisen mit Kindern gelernt hat.

 

Wie alt sollten Kinder sein, damit sie an einer Familiensafari in Ostafrika Freude haben?

Ich bin mit meinen beiden Söhne zum ersten Mal auf Safari gegangen, als sie drei und sechs Jahre alt waren. Damals waren wir in Südafrika unterwegs und ich habe schnell gemerkt, dass man solch eine Reise mit solch kleinen Zwergen wirklich gründlich planen muss, damit am Ende alle Spaß haben.

Eine Familiensafari in Ostafrika würde ich für Kinder ab zehn Jahre empfehlen. In Tansania und Kenia stehen die Wildtiere im Mittelpunkt. Safari bedeutet hier lange Pirschfahrten, auf denen man auch mal eine Weile nur Bäume und Büsche sieht, bis dann die riesige Elefantenherde um die Ecke biegt und alle aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Als meine Jungs noch klein waren, haben sie nach ein paar Sekunden das Interesse an den Elefanten verloren.

Mittlerweile ist mein Ältester schon acht und hatte bei seiner letzten Safari in Kenia viel mehr Interesse daran, durchs Fernglas zu schauen und das Verhalten der Tiere zu beobachten.

Safaris in Ostafrika sind kein Schnäppchen. Wenn die Kids momentan noch lieber Sandburgen bauen oder Kaninchen füttern, sollte man die Safari eventuell noch ein paar Jahre verschieben.

 

Was sollte man beim Reiseverlauf einer Familiensafari beachten?

Das Stichwort heißt meiner Meinung nach „Entschleunigung“. Als Erwachsene wollen wir oft so viel wie möglich von einem Land sehen und sind jeden Tag an einem anderen Ort. Wer mit Kindern auf Safari geht, tut sich sicherlich einen Gefallen, mehrere Nächte am gleichen Ort zu verbringen. Kürzere Fahrzeiten bedeuten mehr Freiheit für die Kinder und wenn es sein muss, kann man eine Pirschfahrt auch kurzerhand abbrechen und zurück zur Unterkunft fahren.

Und uns Erwachsenen tut es zudem auch gut, die Dinge einfach mal ruhiger angehen zu lassen. Reisen bedeutet, Zeit zu haben!

Ich würde auf jeden Fall von einer Gruppentour abraten und stattdessen eine private Familiensafari unternehmen, damit Sie so flexibel wie möglich bleiben.

Eine Gruppensafari folgt einem meist festgelegten Ablauf; Änderungen am Tagesablauf müssen mit der ganzen Gruppe besprochen werden. Ein spontane Wanderung zum Wasserfall am Lake Natron oder eine längere Mittagspause können Sie auf einer privaten Familiensafari viel flexibler in Ihren Tag einbauen.

Generell nutze ich auf unseren Familiensafaris jede Gelegenheit, Aktivitäten in den Reiseverlauf einzuplanen: von einer Ballon-Safari über die Masai Mara zu einer Tour über die Gemüsefarm der Lodge, meine Söhne, wie die meisten Kinder, sind aktiv, wollen anfassen, riechen, schmecken, staunen – eigentlich genau wie wir Erwachsenen.

Der Reiseverlauf ist das Kernstück Ihrer Familiensafari. Wenn der nicht passt, ist Frust vorprogrammiert. Deshalb ist es wichtig, sich hier von jemandem beraten zu lassen, der wirklich Ahnung hat und alle Wünsche, Bedenken und Fragen offen anzusprechen.

 

Gibt es spezielle Familienunterkünfte auf einer Safari?

Viele Lodges und Tented Camps haben sich auf die Bedürfnisse von Familien eingestellt. Bei der Wahl der Unterkunft gibt es ein paar einfache Tipps, die große Wirkung haben:

Viele Unterkünfte haben spezielle Familienzimmer und -cottages, oder „interconnecting rooms“, also zwei Zimmer oder Zelte, die durch eine Tür verbunden sind.

Foto: Rivertrees Country Inn Tansania

Wenn ausschließlich Spaghetti mit Tomatensauce auf dem Kindermenu stehen soll, sagen Sie Ihrem Reiseberater vorher kurz Bescheid. Dann kann der Koch seine Vorräte aufstocken.

Ein Swimming-Pool ist immer eine gute Idee. Wenn meine Jungs hören, dass es in unserer Unterkunft einen Swimming-Pool gibt, kann die Anfahrt auch noch so lang sein, das Quengeln hat sofort ein Ende. Im Wasser toben sie sich zwei Stunden lang einfach mal aus – da müssen wir als Eltern gar kein Unterhaltungsprogramm auf die Beine stellen, das übernehmen die Kinder selbst.

In Tansania und Kenia übernachten auch Familien häufig in Tented Camps, die meist nicht eingezäunt sind. Sie sind aufgebaut wie eine Lodge, bestehen aber aus Zelthäusern, statt Häusern aus festen Strukturen. So ist man ganz nah dran an der Natur – ein unglaublich tolles Erlebnis.

Wer ein richtiges Safariabenteuer für die ganze Familie erleben will, macht „Adventure Camping“. So oder so ähnlich sehen auch meine Familiensafaris mit meinen Jungs aus. Wir schlafen in Zelten auf öffentlichen Campingplätzen und sind den ganzen Tag draußen. Keine Sorge, ich stecke zwar jedes Mal selbst die Zeltstangen zusammen und bringe das Lagerfeuer zum Laufen, aber Sie müssen sich um nichts kümmern, das erledigt unsere Crew für Sie.

Seien Sie sich aber bewusst, dass Sie zu jeder Minute für die Sicherheit Ihres Kindes verantwortlich sind.

Foto: Tanganyika Wilderness Camp – Serengeti Kati Kati Camp

Mein Ältester kennt die Busch-Regeln zwar eigentlich in- und auswendig. Trotzdem stand er bei unserer letzten Campingsafari in der Masai Mara plötzlich mit nackten Füßen im Bach, während ich das Zelt aufgebaut habe. Er habe vorher nach Krokodilen geschaut, hat er mir dann versichert. Vor der Safari ein paar grundsätzliche Verhaltensregeln zu besprechen, ist auf jeden Fall ratsam.

 

Mit Kindern unterwegs auf Familiensafari

Die meisten Eltern werden mir zustimmen: Man sollte immer einen Plan B haben. Eine Ostafrika-Safari ist da keine Ausnahme. Ein Tablet, ein Handy, ein Kartenspiel, ein Buch – Sie kenne ihre Kids am besten und wissen, wie Sie akute Langeweile oder schlechte Laune überbrücken.

Mein Sohn liest auch auf der holperigsten Schotterpiste stundenlang in seinem Kindle. Auch wenn Sie sich eine Handy-freie Familiensafari gewünscht haben – seien Sie nicht zu streng mit sich und den Kindern. Der nächste Löwe lockt sie ganz bestimmt wieder hinterm Bildschirm hervor.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist es gut, einen familienerfahrenen Guide an Ihrer Seite zu haben. Wenn er die Kinder in das Geschehen einbindet, neugierig macht auf das, was in der Natur vor sich geht und Ihnen als Familie genug Raum gibt, um die besonderen Momente zu genießen, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Einzelkinder freuen sich sicherlich, wenn sie einen besten Freund mitnehmen dürfen. Zu zweit in einem Zelt zu schlafen, die neue Kamera auszuprobieren oder Wasserball zu spielen macht einfach mehr Spaß.

Reiseerfahrene und entspannte Familien werden eine unvergessliche Zeit auf einer Familiensafari durch Tansania und Kenia haben. Melden Sie sich bei uns und wir planen gemeinsam Ihre Safari.

Holger Wiebe

Managing Director

Nach einer Ausbildung als Reiseverkehrskaufmann und anschließendem Tourismus- und BWL-Studium hat Holger im April 2004 die Elefant-Tours GmbH gegründet. Diesem Schritt gingen diverse Reisen und Aufenthalte in Afrika voraus. Die Erfahrungen aus seinen Selbstfahrer-Touren durch Südafrika, Namibia, Botswana, Mosambik und Malawi sind der Grundstein für viele unserer Reiseprogramme. Des Weiteren hat er Simbabwe, Sambia, Tansania, Sansibar, Ruanda, Uganda und Kenia bereist. Nach vielen Jahren im aktiven Verkauf kümmert sich Holger nun um das Marketing, die Geschäftsführung und um die Entwicklung neuer Produkte.

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