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Zauberhaftes Malawi: ein Besuch in Livingstonia

Livingstonia in Malawi ist ein zurückgezogener Ort, einer, der sich nicht freigiebig präsentiert, sondern seine Besucher vor eine Herausforderung stellt. Aber auch ein Ort, der seine Besucher für ihre Mühe gebührlich entschädigt.

In 18 Kurven windet sich eine Schotterpiste aus Schlaglöchern und Steinen serpentinenartig in die Höhen des Bergwaldes im Nordwesten Malawis. Ohne Allradantrieb geht hier nichts. Zehn Kilometer, eine lange Stunde, tiefe Abgründe – und am anderen Ende des Weges wartet eine Welt wie aus einem Bilderbuch.

Touristen trifft man hier keine. Die einzigen, die es hier hin verschlägt sind Reisende, die weit ab der Massen auf der Suche nach Ursprünglichkeit, Ruhe und Natur sind.

Auf kurzen Wanderungen zu Wasserfällen oder geführten Touren durch den Bergwald kann man abtauchen in diese tiefgrüne, großzügige Landschaft.

Eine der wenigen Unterkünfte hier oben ist das Lukwe Eco Camp, das friedlich über einer Schlucht thront. Neben einem Ausblick, der einem kurzzeitig den Atem stocken lässt, erleben Besucher hier das Leben im Einklang mit der Natur: Gemüsegarten, Solarstrom und Kompost-Toiletten sind der Antrieb hinter der gewaltigen Naturkulisse.

Wo Reisende heute Entspannung suchen, fand der schottische Missionar Dr. Robert Law im Jahr 1894 zunächst einmal einen Ort für seine Missionsstation, an dem sein Team nicht an Malaria sterben würde. Hoch über dem Malawisee fand er, was wir heute als Livingstonia kennen.

Die von der Mission erbaute Kirche steht auch heute noch und wer um die alten Mauern geht, kann die dröhnende Stimme des lokalen Pastors hören, der seine Predigt übt.

Auch ein Museum im ehemaligen Wohnhaus des Missionars ist für Besucher geöffnet. Vor aber allem sieht man in diesem Ort, der auf den ersten Blick erscheint, als sei er in der Zeit stehen geblieben, junge Menschen die erdigen Straßen entlanglaufen: An der University of Livingstonia studieren junge Malawier Jura, Theologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften.

Livingstonia, ein Fleck auf Erden, der seinen Besuchern lange in Erinnerung bleiben wird.

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Ann-Kristina Rönchen

Ann-Kristina lebt seit 2012 in Südafrika und schreibt von Kapstadt aus über Reise- und Naturthemen aus dem südlichen und östlichen Afrika. Während ihres Studiums lebte sie in Lettland, Kenia, Thailand und Südafrika, wo sie schließlich ihr Politik- und Soziologiestudium abschloss. Im bunten Kapstadt ist sie nun zu Hause, packt aber bei der nächstbesten Gelegenheit gleich Zelt und Wanderschuhe ein, um die Natur des Western Capes zu genießen.

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