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Inseltraum Sansibar

Sansibar – schon der Name klingt traumhaft! Und wer weiß … vielleicht hat sich Freddy Mercury bei der Komposition seiner Lieder „We are the champions“ oder „We will rock you“ von der Schönheit der Insel inspirieren lassen. Jedenfalls ist er ohne Zweifel der berühmteste Sohn der Insel und noch heute kann man sein Geburtshaus in Sansibar-Stadt besuchen.

Wer ihn als Leadsänger der Rockgruppe Queen in den 70er und 80er Jahren erlebt und seine einzigartige Stimme gehört hat, wird unweigerlich einige seiner Songs auf den Lippen haben, wenn er oder sie an den weißen Stränden entlang des türkisfarbenen Wassers spazieren geht oder verträumt unter sanft wehenden Palmen am Strand liegt.

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Sansibar liegt ruhig und unscheinbar im Indischen Ozean, doch die Geschichte der Insel ist so stürmisch wie ein Hurricane: Mit den Arabern kam im 8. Jahrhundert der Islam auf die Insel, der heute die vorherrschende Religion ist. Im 16. und 17. Jahrhundert kolonialisierten die Portugiesen das Land und kontrollierten von hier den Handel im Indischen Ozean. Sie verloren ihre Macht an den Sultan von Oman, der Sansibar zum Zentrum des östlichen Sklavenmarktes ausbaute. Ende des 19. Jahrhunderts ging die Insel in britisches Protektorat über, ehe sie Ende 1963 ihre Unabhängigkeit erhielt und erneut Sultanat wurde. Anfang 1964 kam es zu einer Revolution gegen den Sultan von Sansibar, die auch Mercury (damals 17-jährig) und seine Eltern veranlasste, von der Insel zu fliehen. Inzwischen ist Sansibar aber ein Bundesstaat Tansanias und bemüht, demokratische Prinzipien zu pflegen. Gut also für den auf Entspannung fokussierten Tourismus.

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Die bewegte Geschichte ist heute am sichtbarsten in Sansibar-City’s Altstadt Stone Town, wo sie sich in kolonialer Architektur und einer besonderen Verschmelzung unterschiedlichster Kulturen abbildet. Diese einzigartige Mischung hat Stone Town zu einem schützenswerten Weltkulturerbe der UNESCO gemacht. Hier durch die Gassen zu schlendern ist wie das Eintauchen in die Erzählungen aus 1001 Nacht.

Leicht nachvollziehbar, dass all diese Entwicklungen auch Einfluss auf die einheimische Küche hatten. Kulinarische Eintöpfe, Currys und Reisgerichte wie Pilau sind nur Beispiele. Doch berühmt ist Sansibar auch für seine Gewürztouren zu den Farmen, die so edle Produkte wie Muskat, Pfeffer, Nelken, Kardamom, Zimt, Ingwer, Vanille und andere anbauen. Gewürze, die im Laufe der Jahrhunderte hergebracht wurden und hier einfach gut gedeihen. Wenn man sie nicht im Essen verwenden sondern sie lieber als Naturheilmittel probieren möchte? Na ja, auch gut. Es heißt, dass Sansibarer den Kardamom zur Beruhigung, Zimtwurzeln bei Atemwegsbeschwerden, Nelken gegen Zahnschmerzen und Muskat als Aphrodisiakum nutzen.

Vielleicht ist das Großartigste an Sansibar aber, Bestandteil eines Viererbundes bester Urlaubsunterhaltung in Tansania zu sein, zusammen mit dem Kilimandscharo für eine Bergbesteigung zum Dach Afrikas, einer Safari in die nach Zimtwurzeln schreienden Parklandschaften der Serengeti oder des Ngorongoro und Besuchen der Masai oder anderer ethnischer Völker. Wer denkt bei so vielen Möglichkeiten nicht daran, am Ende wenigstens für ein paar Tage chillig in der Hängematte am Strand zu liegen? Jambo und Karibu …

Juan Proll

Guide

Reisen war schon immer Juans große Leidenschaft: 3 Jahre in Lateinamerika, 2 Jahre in Südostasien und Ozeanien sowie „Kurzreisen“ bis zu 9 Monaten in Europa und Nordafrika. 2010 entschied er sich, seinen Beruf in Deutschland als Lehrer der Erwachsenenbildung und Leiter eines Kompetenzzentrums für Migrationsfragen an den Nagel zu hängen und in Südafrika Ranger bzw. Nature Guide zu werden. Seit 2011 ist Juan nun im südlichen Afrika unterwegs. Zunächst machte er seine Nature-Guide-Ausbildung in einem ‚Big Five‘ Wildreservat und verbrachte dort sein erstes Berufsjahr, bevor er Mitte 2013 zu Elefant-Tours wechselte und seitdem sein Wirkungsfeld als Guide auch auf die Tierwelten und Naturlandschaften der Nachbarländer Südafrikas ausdehnte. Juan ist Mitglied im Berufsverband „Field Guides Association of Southern Africa“. In unserem Blog schreibt er darüber hinaus über den afrikanischen Alltag in unseren Reiseländern, er informiert über Hintergründe, gibt Reisetipps und verrät kulinarische Besonderheiten.

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