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Auf Camping Safari in Tansania: zu Besuch bei Elefanten und Hyänen

Unsere Kollegin Sonja Borchardt hat ihren Rucksack gepackt, ihre Turnschuhe geschnürt und sich zur Wild Side Camping Safari nach Tansania aufgemacht. Gemeinsam mit fünf anderen Gästen und Guide Enock unseres Tochterunternehmens hat sie Tarangire, Serengeti und Ngorongoro Krater erkundet. Eine Woche lang im Zelt schlafen und im Camp Besuch von Elefanten empfangen? Mehr Natur geht nicht, findet sie.

 

Wie nah dran an Tieren und Natur ist man denn tatsächlich?

Sehr nah! Als wir am Ngorongoro Krater auf der Simba Campsite ankamen, standen zwei riesige Elefantenbullen wie zur Begrüßung am Eingang. 50 Meter weiter brachte unser Guide Enock das Auto zum Stehen und sagte: „Wir sind da. Hier campen wir.“ Da waren wir erstmal baff. Ganz in der Nähe haben Zebras friedlich gegrast. Auf ins Abenteuer, dachten wir uns. Nach dem Essen saßen wir am Lagerfeuer, als ich plötzlich ein reißendes Geräusch hörte.

Ein Zeltreißverschluss, dachte ich mir noch ganz entspannt. „Keine Panik, ruhig bleiben“, sagte da aber Enock. „Steht langsam auf und kommt auf die andere Seite des Feuers.“ Im Schein der Taschenlampe erschien plötzlich einer der Elefantenbullen! Mit seinem Rüssel riss er Grasbüschel ab – das Geräusch, das ich für einen Reißverschluss gehalten hatte.

 

Du warst schon auf Lodge Safaris in Botswana und Namibia. Nun auf Camping Safari in Tansania – was ist anders?

Auf einer Camping Safari ist man einfach nie drinnen, man ist die ganze Zeit in der Natur. Obwohl man an seinem Tagesziel angekommen ist, geht man nicht einfach auf sein Zimmer. Man schaut sich erstmal auf dem Gelände um, überlegt, welches Zelt man nehmen soll: Das ganz außen? Oder ist das gefährlicher als in der Mitte zu schlafen? Gegessen wird meist in einem überdachten Gebäude, aber selbst dort fragt man sich, ob gleich der Löwe vorbeispaziert kommt.

Man ist einfach immer draußen und das ist ein tolles Gefühl. Insgesamt haben wir auch viel mehr Tiere gesehen und sie waren viel näher an unserem Auto dran als ich es in anderen Ländern erlebt habe. Damit hatte ich nicht gerechnet.

 

Mit wem warst du unterwegs auf deiner Camping Safari in Tansania?

Wir haben eine Gruppen Camping Safari gemacht: sechs Gäste, unser Guide Enock, unser Koch Ari und Fahrer des Versorgungsfahrzeugs Innocent. Wir haben uns super verstanden und alle Gäste, zwei Pärchen, eine Alleinreisende und ich, waren auf Abenteuer gepolt. Das muss man auch. Schmutzige Fingernägel und Staub dürfen einen auf einer Camping Safari in Tansania nicht stören. Eine Mitreisende hat ihren 30. Geburtstag in der Serengeti gefeiert: Im Zelt schlafen und dem Löwengebrüll lauschen, so einen Geburtstag vergisst man so schnell nicht.

Auf dem Weg zum Lake Natron hatten wir eine kleine Panne. Das passiert bei den Straßen einfach. Während unser Guide Enock das Auto repariert hat, standen wie aus dem Nichts auf einmal zwei Masai Jungs neben uns. Zusammen haben wir uns Fotos auf unseren Handys angeschaut – die zwei wussten ganz genau, wie man ein Smartphone bedient. Gefühlt mitten im Nichts und doch sind wir uns alle näher als man denkt.

Toilettenpausen haben wir in lokalen Dörfern eingelegt, dort auch Kekse gekauft und uns mit den Locals unterhalten. Einfach mal aus dem Auto aussteigen und offen sein für Neues!

 

Warst du denn vorher schon oft campen?

Nein, eigentlich nicht. Aber wohl gefühlt habe ich mich trotzdem. Wir sind immer zu zweit oder dritt zu den Toilettenhäuschen gegangen – einmal stand tatsächlich eine Hyäne direkt vorm Eingang.

Abends war ich aber immer so k.o., ich bin sofort eingeschlafen. Aber nicht, ohne vorher den Hyänen zuzuhören. Deren Ruf ist so markant, den werde ich nie wieder vergessen.

 

Welcher Moment deiner Camping Safari in Tansania wird dir immer in Erinnerung bleiben?

Im Ngorongoro Krater hatte Enock einen dunklen Fleck am Horizont erspäht. Ein schneller Blick durchs Fernglas und es war klar: Das ist ein Löwe. Immer näher und näher kam er, und immer größer und größer wurde er. Bald brauchten wir kein Fernglas mehr. „Hinter uns ist ein Wasserloch, lasst uns abwarten, ob er hier hinkommt, um zu trinken“, sagte Enock dann. Und der Löwe kam!

Bald konnten wir die prächtige dunkle Mähne erkennen, wirklich beeindruckend. Und er lief schnurgerade auf uns zu. Einfach direkt zum Auto. „Bewegt euch jetzt nicht, keiner sagt etwas“, gab Enock vor. In nur 10 cm Entfernung lief der Löwe dann an unserem Auto vorbei, ich konnte ihm direkt in die Augen schauen.

So unglaublich nah dran an den Tieren wie in Tansania war ich noch auf keiner Safari.

 

Eine ganze Woche lang warst du nur draußen. Was macht das mit einem?

Ja, das war ungewohnt – und toll! Ich habe die Reise etwas erkältet angetreten und war nach zwei Tagen wieder top fit. Die frische Luft machts. Mir ging es einfach richtig richtig gut da draußen.

 

Was hast du unterwegs gelernt, was man auf keiner Webseite lesen kann?

Alle sagen immer, dass man nachts die Tiere hören kann. Und das stimmt wirklich! Hyänen, Löwen, Elefanten – ich habe sie alle mit eigenen Ohren gehört. Das war unglaublich!

Und: Man sollte nichts gegen Insekten haben. An zwei Tagen hat es nachmittags geregnet und plötzlich war alles voller Ameisen. Als der Boden wieder trocken war, waren sie wieder weg. Nachts im Dunkeln bei Gewitter im Zelt zu liegen und dem Regen zuzuhören, das war dann wirklich etwas Besonderes.

 

Wenn man nach Tansania reisen möchte, warum sollte man auf eine Camping Safari gehen?

Weil es die tollste Gelegenheit ist, mitten in der Natur zu sein. Näher dran an Afrikas Wildtieren geht einfach nicht. Keine Mauern, keine Zäune – mitten drin. Und auf dem letzten Campingplatz, da gab es sogar einen Swimming Pool.

Wenn Sie auf einer Camping Safari in Tansania Afrikas Natur erleben möchten, melden Sie sich bei uns und wir planen gemeinsam Ihre Reise.

Sonja Borchardt

Sales Manager

Sonja ist schon immer gerne verreist. Sie ist zuerst viel in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands und später auch in europäischen und asiatischen Ländern unterwegs gewesen. Beim Reisen fasziniert sie vor allem das Kennenlernen neuer Kulturen und die vielfältigen Eindrücke. Nach dem Abitur entschloss Sonja sich für die Ausbildung zur Freizeit und Tourismus Kauffrau. Hierbei beschäftigte sie sich hauptsächlich mit dem Incoming Tourismus und lernte Deutschland als Reiseland genauer kennen. Doch „nur“ Deutschland war ihr dann nicht genug und nach einem Studium mit touristischem Schwerpunkt unterstützt sie seit Anfang 2017 das Elefant-Tours Team in Gundelfingen. Hier kann sie nun auch den Outgoing Tourismus besser kennenlernen und selbst erleben. Ihre erste Afrika Reise führte sie in die Länder Botswana, Simbabwe und Namibia, gefolgt von einer Reise nach Tansania. Die einzigartige Tierwelt und die Freundlichkeit der Menschen begeisterten sie sofort. Sonja unterstützt Sie gerne tatkräftig bei Ihrer Reiseplanung in das südliche und östliche Afrika.

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