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Camping Abenteuer in Afrika: Was Sie wissen müssen

Eine Camping Safari in Afrika klingt für viele Reisende nach dem Traum von Abenteuer, Freiheit und unberührter Natur. Tagsüber geht es mit Ihrem Guide durch den Busch, hinter jeder Ecke kann das nächste Abenteuer warten. Lauschige Abende am Lagerfeuer folgen unvergesslichen Sonnenuntergängen und am nächsten Morgen sehen Sie die Spuren nächtlicher Besucher auf dem Pfad zur Dusche.

Doch je näher die Reise rückt, desto häufiger gehen einem praktische Fragen durch den Kopf: Wo genau gehe ich denn auf Toilette? Wo kommt mein Abendessen her? Und muss ich wirklich Khaki tragen? Wir haben die Antworten!

 

Schlafen auf Safari

Es liegt natürlich in der Natur der Sache, dass Sie im Zelt schlafen. Auf ausgewiesenen Campingplätzen teilen Sie sich ein Zwei-Personen-Zelt mit ihrem Mitreisenden. Hier passt zwar kein King-Size Bett rein, aber zwei gemütliche Schlafmatten. Die meisten Anbieter übernehmen den Auf- und Abbau der Zelte für Sie – keine Sorge, das drohende Beziehungsdrama zwischen Zeltschnuren bleibt aus.

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Einige Campingplätze sind zwar eingezäunt, doch schnell wird Ihnen klar: Nächtlicher Besuch ist keine Seltenheit. Nur eine dünne Zeltplane trennt Sie und die wilde Nacht im afrikanischen Busch. Das reicht allerdings schon, um Wildtiere davon abzuhalten, sich neben Sie auf Ihre Schlafmatte zu kuscheln: Das Material der Zeltplane und die Form der Zelte sind den Tieren fremd. Selbst wenn sie neuigierig an die Zeltwand klopfen, erwarten sie keinen Einlass und verziehen sich schnell wieder. Den Toilettenbesuch vorm Schlafen gehen zu erledigen, ist trotzdem keine schlechte Idee.

 

Essen im Busch

Nichts garantiert einen Lagerkoller auf einer Camping Safari wie schlechtes Essen. Nach einem aufregenden Tag an der frischen Luft möchte sich auch kaum jemand daran versuchen, mitten im Nichts eine warme Mahlzeit zu kochen. Deshalb sind auf einer Camping Safari Köche mit von der Partie, die Frühstück und Abendessen im Camp vorbereiten und Ihnen eine Lunchbox für unterwegs zustecken. Sie essen kein Fleisch, Gluten verursacht bei Ihnen mehr als ein unangenehmes Grummeln im Magen oder Sie mögen einfach keine Tomaten. Sagen Sie Ihrem Reiseberater einfach vor Abreise Bescheid. Ihr Magen wird nicht knurren.

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Die praktischen Fragen

Das letzte Mal haben Sie sich mit zehn hinter einen Busch gehockt, als die Blase drückte? Das kann auch gerne so bleiben. Auf den Campingplätzen gibt es Toilettenhäuschen. Selbst wenn Sie den ganzen Tag auf Pirschfahrten im Busch unterwegs sind, machen Sie zur Mittagspause Halt auf einem Picknickplatz, wo Sie sich erleichtern können. Wer sich ungern abmeldet und seinen Guide nach Toilettenpapier fragt, bevor er das stille Örtchen besucht, packt vorsichtshalber eine eigene Rolle ein. Bringen Sie für die Duschräume auf dem Campingplatz Flip-Flops oder Badeschlappen mit.

 

Sie wissen zwar, dass sie in zwei Wochen wieder zu Hause sind, nehmen aber trotzdem lieber sieben paar Hosen, fünf paar Schuhe und ihre Winterjacke mit? Überlegen Sie es sich lieber noch einmal. Viele Anbieter erlauben nur eine begrenzte Kilozahl und ein Gepäckstück, denn das Gepäck reist in Ihrem Safari-Fahrzeug mit. Sie wollen weder, dass es aufs Dach gebunden werden muss, noch dass Sie die Elefantenherde zwischen ihren Koffergriffen hindurch sehen. Gut zu wissen: Hartschalenkoffer sind eines der unpraktischsten Dinge, die der Busch je gesehen hat. Kramen Sie Ihre Reisetasche wieder hervor!

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Es gibt einige Regeln, wie man sich im Busch verhalten muss, damit Tiere, Natur und Sie selbst das Abenteuer gut überstehen. Doch diese häufig missverstandene Regel wollen wir an dieser Stelle kurz aufklären: Sie müssen kein Großwildjäger-Kostüm im nächsten Karnevalsladen erstehen. Setzen Sie lieber auf den bequemen „Zwiebel-Look“, sodass Sie Lagen unkompliziert an- und ausziehen können, wenn unterwegs die Sonne vom Himmel brennt oder Ihnen der kühle Fahrtwind um die Nase weht. Ihr Lieblingspulli wird Ihnen auch in Afrika gute Dienste leisten – auch wenn er nicht Khaki ist.

Wenn Sie das Abenteuer Camping Safari nun am liebsten gleich ganz praktisch angehen möchten, geht Ihre Reise hier los.

Ann-Kristina Rönchen

Ann-Kristina lebt seit 2012 in Südafrika und schreibt von Kapstadt aus über Reise- und Naturthemen aus dem südlichen und östlichen Afrika. Während ihres Studiums lebte sie in Lettland, Kenia, Thailand und Südafrika, wo sie schließlich ihr Politik- und Soziologiestudium abschloss. Im bunten Kapstadt ist sie nun zu Hause, packt aber bei der nächstbesten Gelegenheit gleich Zelt und Wanderschuhe ein, um die Natur des Western Capes zu genießen.

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