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Der Auftakt Ihrer Kenia Safari: der Nairobi Nationalpark

In Vorfreude auf Ihre Kenia Safari steigen Sie ins Flugzeug und landen zunächst erst einmal in der Hauptstadt Nairobi – mehr als drei Millionen Menschen leben hier und gefühlt genauso viele Autos, Motorräder und Pick-Ups schlängeln sich durch die Straßen. Der erste Gedanke für viele Reisende deshalb: schnell weg, schnell weiter in die Masai Mara oder an den Lake Naivasha.

Doch Natur, Wildtiere und Safarimomente können Sie vor oder nach Ihrer Kenia Safari auch in Nairobi erleben: im Nairobi Nationalpark. Wir waren da und finden: Ein Besuch lohnt sich allemal!

 

Von der Autobahn zum Hippopool

Der Nairobi Nationalpark liegt südlich der Metropole ganz in der Nähe des Giraffe Centres und der Elefantenaufzuchtstation – ideal um alle drei Orte auf einem Tagestripp zu besuchen.

Wir biegen von der Schnellstraße ab, fahren langsam durchs Tor; nach wenigen Formalitäten fahren wir weiter durch einen dichten Blätterwald und plötzlich – stolziert mit langen, eleganten Schritten eine Giraffe neben uns und überquert mit ihrem Jungen die Straße. Einige Meter weiter faulenzen Flusspferde in einem Damm, nur ihre kleinen Ohren und ein Teil der Schnauze schauen hervor. Von 80kmh auf der Schnellstraße entschleunigen zum Takt der Giraffen, das geht im Nairobi Nationalpark.

 

Zu Fuß vorbei an Krokodilen

 Der mit 117 Quadratkilometern verhältnismäßig kleine Nationalpark wurde 1946 gegründet und ist einer der ältesten des Landes. Trotz seiner unmittelbaren Nähe zur Millionenstadt Nairobi leben hier wilde Tiere und sogar vier der Big Five: Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden. Zur nördlichen Stadtseite hin trennt ein Zaun Wildtiere und Bewohner, doch zum Süden hin ist der Park offen.

Wir fahren weiter zu einem der vielen Aussichtspunkte und genießen die weite, offene Sicht. Für kenianische Verhältnisse ist der Nairobi Nationalpark vielleicht klein. Für europäische Augen erstreckt sich die Landschaft weiter als man es sich vorstellen mag.

Viele Autos sind an diesem frühen Nachmittag nicht unterwegs. Vorbei an großen Zebraherden und mehr Kuhantilopen als wir je in einem anderen Nationalpark gesehen haben, geht es über die Schotterpisten bis zum Hippo Pool.

Hier können wir aus dem Auto aussteigen und auf einem kurzen Spaziergang entlang des Flusses bis zum Hippo Pool laufen. Ein kleiner Vorgeschmack auf eine richtige Walking Safari. Ein bewaffneter Ranger ist natürlich dabei. „Die Löwen sind nicht das Problem, die sind diszipliniert und greifen uns nicht gleich an“, sagt er schmunzelnd. „Aber wenn hier ein Büffel gerade seinen Mittagsschlaf macht, das kann gefährlich werden, denn Büffel sind oft aggressiv. Deshalb bin ich ja dabei.“ Als zehn Meter weiter plötzlich eine Schaar Perlhühner mit großem Gezeter aus dem Dickicht bricht und rechts neben uns ein Impala über einen umgefallenen Baum springt, merken wir – ja, die Kenia Safari hat schon begonnen.

Flusspferde sehen wir an diesem Tag keine. Doch Schildkröten sonnen sich auf abgebrochenen Ästen und auch ein Krokodil – eines von nur vier im ganzen Park, wie unser Ranger erklärt – kühlt sich im seichten Flusswasser ab.

 

Echte Safarimomente vor der Hochhauskulisse

So stolz wie die Locals auf ihren Nairobi Nationalpark sind, machen sich der Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes immer mehr bemerkbar. Eine Eisenbahnstrecke, die irgendwann bis nach Uganda führen soll, wird quer durch den Park gebaut. Die Folgen für die Wildtiere sind noch nicht absehbar. Klar ist: Es wird langsam eng. Doch heute genießen wir echte Safarimomente inmitten von Kenias wilder Natur, sehen Giraffen, Büffel, Antilopen – und nur sehr wenige andere Autos.

Entlang der Schotterstraße fahren wir weiter und genießen auch die Aussicht auf die Skyline von Nairobi. Eine Herde Zebras streift friedlich in der Sonne durch das hohe Gras; wir schauen einfach und hören zu.

Foto: Devina Meinzingen

Ungefähr hundert Meter weiter entdecken wir zwei Löwen unter einem kleinen Baum. Zwischen den hohen goldenen Grashalmen hätten wir sie fast nicht gesehen, doch ihre vollen Bäuche heben und senken sich eindrücklich.

Als wir um die nächste Kurve biegen, trauen wir unseren Augen beinahe nicht: zwei ausgewachsene Nashörner stehen dort in einem kleinen Tümpel. Langsam und schwerfällig sinken sie zu Boden, um sich im kalten Schlamm abzukühlen. Laut und tief hören wir ihr Atmen nur wenige Meter von uns entfernt. Weit und breit ist kein anderes Auto zu sehen. Dieser Moment gehört nur uns.

Während wenige Kilometer entfernt Autos über die Schnellstraße rasen, erleben wir eines der Highlights unserer Kenia Safari.

Einen Besuch im Nairobi Nationalpark können Sie als Ganztages- oder Halbtagesausflug in Ihre Kenia Safari integrieren.

Melden Sie sich bei uns und wir planen gemeinsam Ihre Safari durch Kenia!

Ann-Kristina Rönchen

Ann-Kristina lebt seit 2012 in Südafrika und schreibt von Kapstadt aus über Reise- und Naturthemen aus dem südlichen und östlichen Afrika. Während ihres Studiums lebte sie in Lettland, Kenia, Thailand und Südafrika, wo sie schließlich ihr Politik- und Soziologiestudium abschloss. Im bunten Kapstadt ist sie nun zu Hause, packt aber bei der nächstbesten Gelegenheit gleich Zelt und Wanderschuhe ein, um die Natur des Western Capes zu genießen.

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