Lage: Ostafrika.
Offizieller Staatsname: Vereinigte Republik Tansania.
Kontaktadressen
Landesvorwahl: 00255
Tanzania Tourist Board IPS Building, 3rd Floor, Azikiwe Street, TZ-Dar es Salaam
Postanschrift: PO Box 2485, TZ-Dar es Salaam
Tel: (022) 211 12 44. Fax: (022) 211 64 20.
E-Mail: md@ttb.ud.or.tz
Internet: www.tanzaniatouristboard.com
Botschaft der Vereinigten Republik Tansania Eschenallee 11, D-14050 Berlin
Tel: (030) 303 08 00. Fax: (030) 30 30 80 20.
E-Mail: info@tanzania-gov.de
Internet: www.tanzania-gov.de
Mo-Fr 09.00-16.30 Uhr; Konsularabt: 10.00-13.00 Uhr.
(auch für Österreich und die Schweiz zuständig).
Honorarkonsulat mit Visumerteilung in Hamburg (Tel: (040) 250 79 36).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Umoja House, Mirambo Street/Garden Ave., 2nd Floor, TZ-Dar es Salaam
Postanschrift: PO Box 9541, TZ-Dar es Salaam
Tel: (022) 211 74 09/-15. Fax: (022) 211 29 44.
E-Mail: german.embassy@bol.co.tz
Internet: www.daressalam.diplo.de
Honorarkonsulat in Arusha und Sansibar.
Honorargeneralkonsulat der Republik Österreich Msasani Peninsula, Plot 1684/2 Slipway Road, TZ-Dar es Salaam
Postanschrift: PO Box 105526, TZ-Dar es Salaam
Tel: (022) 260 14 92. Fax: (022) 260 15 03.
E-Mail: austrianconsulate@bol.co.tz
Das Honorargeneralkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der österreichischen Botschaft in Nairobi (s. Kenia).
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft Kinondoni Road, Plot 79, TZ-Dar es Salaam
Postanschrift: PO Box 2454, TZ-Dar es Salaam
Tel: (022) 266 60 08/09. Fax: (022) 266 67 36.
E-Mail: dar.vertretung@eda.admin.ch

Allgemeines
FLÄCHE: 945.087 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 37.979.420
(2006).
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 39 pro qkm.
HAUPTSTADT: Dodoma. Einwohner: 188.150
(2006).
Der Regierungssitz befindet sich noch in Dar es Salaam (Einwohner 2006: 2.805.520),
der ehemaligen Hauptstadt.
GEOGRAPHIE: Tansania liegt am Indischen Ozean und grenzt im Norden an Kenia und Uganda, im Westen an Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo und im Süden an Sambia, Malawi und Mosambik. Das tansanische Festland besteht aus der 16-64 km breiten Küstenebene mit üppiger tropischer Vegetation, der 213-1067 m hoch gelegenen Masai-Savanne im Norden und dem Hochplateau im Süden, das sich bis nach Sambia und zum Nyassa-See erstreckt. Savanne und Buschland bedecken den Großteil des Landes, Halbwüsten und fruchtbare Küstenebenen machen die verbleibende Landschaft aus. Die Binnengewässer umfassen eine Fläche von über 53.000 qkm, den größten Anteil haben die Seen des Rift Valleys, dem ostafrikanischen Grabenbruch. Die Inseln Sansibar und Pemba, ca. 45 km vor der Nordostküste, gehören zum Hoheitsgebiet.
STAATSFORM: Föderative Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1964. Verfassung von 1977, letzte Änderung 2000. Einkammerparlament mit 274 Mitgliedern. Darunter sind 232 auf fünf Jahre gewählte Mitglieder. Staatsoberhaupt: Benjamin William Mkapa, seit 1995. Regierungschef: William Mkapa, seit 1995. Das Staatsoberhaupt wird alle fünf Jahre direkt gewählt. Unabhängig seit 1964 (Inkrafttreten der Union), ehemaliges britisches Protektorat.
SPRACHE: Kisuaheli und Englisch sind Amtssprachen. Arabisch und verschiedene regionale Sprachen.
RELIGION: Muslime (35 %), Christen (30 %), Anhänger von Naturreligionen (35 %) und hinduistische Minderheit. Muslime (fast 100 % auf Sansibar).
ORTSZEIT: MEZ + 2 (UTC + 3).
NETZSPANNUNG: 240 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.
POST- UND FERNMELDEWESEN:
Telefon: Selbstwählferndienst. Telefonzellen sind in Postämtern und größeren Städten vorhanden. In einigen ländlichen Gebieten müssen Anrufe ins Ausland bei der Vermittlung angemeldet werden.
Landesvorwahl: 255.
Mobiltelefon: GSM
900 und GSM 1800. Netzbetreiber sind Vodacom Tanzania (Internet:
www.vodacom.co.tz)
Zanzibar Telecom und Celtel Tanzania (Internet:
http://www.tz.celtel.com/en/index.html).
Der Sende-/Empfangsbereich fur Mobilfunk beschränkt sich auf
die Umgebung der größeren Städte.
Internet/E-Mail: Internetanbieter
sind Africa Online (Internet: www.africaonline.co.tz)
und Raha
(Internet: www.raha.com).
In den Großstädten gibt es viele Internetcafés, auch in ländlichen
Gebieten wird zunehmend Internetzugang angeboten.
Telegramme: Können im Postamt aufgegeben werden.
Post: Luftpost nach Europa ist ca. fünf Tage unterwegs.
Deutsche Welle: Da
sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres
mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen
direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49)
(0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de)
anzufordern.

Reisepaß/Visum
| |
Paß erforderlich |
Visum erforderlich |
Rückreiseticket
erforderlich |
| Deutschland |
Ja |
Ja/2 |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Ja/2 |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Ja/2 |
Ja |
| Andere EU- Länder |
Ja |
1/2 |
Ja |
Einreisebestimmungen
können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie
sich
im Zweifelsfall vor der Abreise bei der zuständigen
konsularischen Vertretung. |
REISEPASS: Allgemein
erforderlich, muß bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.
Einreise mit Kindern:
Deutsche: Deutscher Kinderausweis oder eigener Reisepass oder
Eintragung eines Kindes im Reisepass eines mitreisenden Elternteils.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Seit
dem 01.01.2006 ersetzt der Kinderreisepass den Kinderausweis. Es werden keine
neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch
bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher,
maschinenlesbar und stets mit einem Lichtbild versehen.
Österreicher: Eigener Reisepass oder Eintragung eines Kindes
im Reisepass eines mitreisenden Elternteils.
Aktueller Hinweis zum Kinderreisepass: In Österreich wurde
am 16. Juni 2006 ein Kinderreisepass (ohne Chip aber mit digitalisiertem Foto)
für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr eingeführt. Kinder können
bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres aber weiterhin
auch in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils eingetragen
werden. Die Eintragung wird jedoch nicht von jedem Land
akzeptiert und auf internationaler Ebene sinkt die Akzeptanz
der Kindermiteintragung.
Schweizer: Eigener Reisepass oder Eintragung eines Kindes im
Reisepass eines mitreisenden Elternteils.
Aktueller Hinweis zur Eintragung im elterlichen Reisepass: Der
Miteintrag der Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr
im elterlichen Pass des Modells 85 ist bis zum Ablauf des Passes am 31.12.2007
gültig. Ab diesem
Zeitpunkt benötigen Kinder in jedem Fall einen eigenen
Ausweis mit Lichtbild.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen
wie für ihre Eltern.
VISUM: Allgemein erforderlich,
ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder für einen Aufenthalt von
bis zu 3 Monaten:
(a) Commonwealth-Länder: Fast alle Commonwealth-Länder
(Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsbürger
von Australien, Bangladesch, Großbritannien, Indien, Kanada, Neuseeland,
Nigeria, Pakistan, Sri Lanka und Südafrika.)
(b) Übrige Länder: Hongkong (VR China), Macau
(VR China), Ruanda und Rumänien.
Visitor Pass bei der Einreise:Staatsbürger
folgender Länder erhalten bei Einreise einen Visitors
Pass für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten:
(a) EU-Länder: [1] Irland
(Rep.), Malta, Rumänien und Zypern;
(b) Übrige Länder: Antigua & Barbuda,
Bahamas, Barbados, Belize, Botswana, Brunei, Dominica, Fidschi,
Grenada, Guyana, Jamaika, Kiribati, Lesotho, Malawi, Malaysia,
Mauritius, Nauru, Papua-Neuguinea, Ruanda, St. Kitts & Nevis,
St. Lucia, St. Vincent & die Grenadinen, Salomonen, Sambia,
Samoa, Seychellen, Simbabwe, Singapur, Swasiland, Tonga,
Trinidad & Tobago, Tuvalu und Vanuatu.
VISUM BEI DER EINREISE: Staatsangehörige
einiger Länder können bei der Einreise ein Visum
beantragen, darunter:
[2] Bundesrepublik Deutschland, Österreich
und die Schweiz sowie Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Großbritannien, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien,
Tschechische Republik und Ungarn. Nähere Auskünfte
erteilen die zuständigen Botschaften und Konsulate..
Visaarten: Einmaliges
Einreisevisum, Transitvisum, Geschäftsvisum.
Visagebühren:
Deutschland, Österreich, Schweiz
Je nach Nationalität unterschiedlich. 50 € für deutsche, österreichische, die meisten EU-Staatsbürger
sowie Schweizer.
Expressausstellung: Zusätzlich zu den Visumgebühren 20 € (Ausstellung
innerhalb von 1 Werktag).
Visagebühren bei der Einreise am Flughafen, Seehafen Sansibar oder an den großen Grenzübergängen:
Deutsche: 50 €
Österreicher: 50 €
Schweizer: 50 €
Gültigkeitsdauer: Maximal 3 Monate ab Einreisedatum.
Antragstellung: Persönlich
oder postalisch beim Honorarkonsulat oder Konsularabteilung
der Botschaft (s. Adressen).
Das mehrfache Visum, Geschäftsvisum und Transitvisum
werden vom Immigration Headquarters, P.O. Box 512, Ghana
Av./Ohio Str in Dar es Salaam, vergeben.
Unterlagen: (a) Antragsformular.
(b) 1 neueres Paßfoto. (c) Reisepaß (Original) mit mindestens 6 Monaten Gültigkeit ab geplantem Einreisedatum. (d) Gebühr. (e) Buchungsbestätigung für Rückflugticket.
Bei postalischer Antragstellung sollte ein adressierter Rückumschlag (Einschreiben und/oder Eilsendung) beigefügt werden. Für ausländische Schecks wird zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr verlangt. Internationale Coupon-Response-Scheine werden nicht angenommen. (f) Geschäftsreisende: Brief aus dem der Geschäftskontakt
und der Zweck der Reise hervorgeht.
Bearbeitungszeit: Die
vollständigen Unterlagen sollten ca. 3-4 Wochen vor der geplanten Einreise eingereicht werden. Die Bearbeitung erfolgt so schnell wie möglich.
Aufenthaltsgenehmigung: Anfragen an die Botschaft (s. Adressen).
Ausreichende Geldmittel: Alle
Reisenden müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.
Impfungen: Informationen
zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können
dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Einreise mit Haustieren:
Für alle Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis von einem behördlich berechtigten Tierarzt benötigt.
Außerdem wird für Hunde und Katzen ein Tollwutimpfzertifikat verlangt,
das bestätigt, daß Katzen mindestens 1 Monat und maximal 1 Jahr und Hunde
mindestens 6 Monate und maximal 3 Jahre vor der Einreise gegen Tollwut geimpft
worden sind.

Geld
Währung: 1
Tansanischer Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: TS,
TZS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000,
1000, 500 und 200 TS; Münzen in den Nennbeträgen 200, 100,
50, 20, 10, 5 und 1 TS sowie 100, 50, 20, 10 und 5 Cents. In
den touristischen Gebieten werden gerne US-Dollar angenommen.
Geldwechsel: Umtausch
von Bargeld – vorzugsweise US-Dollar oder Euro – bei
jeder Zweigstelle der National Bank of Commerce und
allen autorisierten Wechselstuben. Umtauschquittungen sollten
bis zur Ausreise aufbewahrt werden. In den touristischen Zentren wird der US-Dollar ebenfalls als Zahlungsmittel angenommen
Kreditkarten: Diners Club, MasterCard und Eurocard werden nur in größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Reiseschecks in US-Dollar werden empfohlen. Sie können bei jeder Zweigstelle der National Bank of Commerce und allen autorisierten Wechselstuben eingelöst werden.
Wechselkurse
|
TS |
TS |
TS |
TS |
TS |
| Datum |
Jan. '06 |
April '06 |
Jun. '06 |
Okt. '06 |
Jan. '07 |
| 1 € |
1373,00 |
1499,35 |
1604,71 |
1637,44 |
1657,95 |
| 1 CHF |
889,61 |
950,36 |
1017,64 |
1020,32 |
1021,76 |
| 1 US$ |
1164,00 |
1222,81 |
1255,00 |
1279,00 |
1282,00 |
Devisenbestimmungen: Keine
Beschränkungen, es besteht jedoch Deklarationspflicht.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 08.30-12.30 Uhr, teilweise auch bis 16.00 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr.

Gesundheit
| |
Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen |
Impfschein erforderlich |
| Gelbfieber |
1 |
1 |
| Cholera |
2 |
Nein |
| Typhus & Polio |
Ja |
- |
| Malaria |
3 |
- |
| Essen & Trinken |
4 |
- |
Impfvorschriften
können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im
Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein. |
[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird offiziell nicht mehr verlangt. Abweichungen der Grenzbeamten von den eigenen Impfvorschriften sind in Einzelfällen jedoch nicht auszuschließen. Es wird allerdings dringend eine Impfung gegen Gelbfieber bei Reisen nach Tansania empfohlen.
[2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Cholera kommt verstärkt im westlichen und südwestlichen Hinterland und auf Sansibar vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]: Malariaschutz ist ganzjährig, besonders aber während der Regenzeit (November bis Mai), in allen Landesteilen unter 1.800 m einschließlich der Städte erforderlich. In Regionen oberhalb der 1.800 m-Marke besteht ein geringes bzw. kein Risiko der Ansteckung. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) soll hochgradig gegen Chloroquin und Sulfadoxin/ Pyrimethamin resistent sein. Für die Gebiete mit hohem Malariarisiko empfiehlt sich eine medikamentöse Prophylaxe. In den übrigen Gebieten reicht ein Schutz durch langärmelige Kleidung und Mückenschutzmitteln aus.
[4]: Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
Bilharziose-Erreger können landesweit (auch in Sansibar und Pemba) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Die Zahl der HIV-Infizierten in Tansania wird auf mehrere Millionen geschätzt. Sexuelle Kontakte mit unbekannten Partnern sollten gemieden werden.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem in den ländlichen Gebieten vor. Um sich zu schützen empfiehlt sich eine Impfung und die Meidung großer Menschenansammlungen.
Pest-Fälle wurden aus der Provinz Tanga am Westhang der Usambara-Berge gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.
In den Nationalparks Manyara, Serengeti und Ngorongoro sowie in den Gebieten Arusha und Kigoma kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis) kommen, die durch die Tsetse-Fliege mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeiden der Fliegenstiche durch Insektenschutzmittel und entsprechende, möglichst helle Kleidung ist hier besonders angeraten. Bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zeckenbißfieber tritt landesweit und ganzjährig, v.a. von April bis Oktober, auf. Schutz vor den Überträgern bieten hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.
Gesundheitsvorsorge: Es gibt ca. 2000 Krankenhäuser und Kliniken, einige Kirchenmissionen haben medizinische Versorgungsstationen. Außerdem gibt es Privatärzte, Krankenhäuser und Gesundheitszentren. Der Versorgungsstandard entspricht aber nicht dem europäischen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.

Reiseverkehr - International
FLUGZEUG: Tansanias
nationale Fluggesellschaft heißt Air Tanzania (TC) (Internet:
www.airtanzania.com).
Swiss (LX) fliegt Dar es Salaam regelmäßig an. Weitere
Fluggesellschaften, die Tansania anfliegen, sind British
Airways, Gulf Air, KLM, Emirates, South African Airways, Ethiopian
Airways und Air India.
Durchschnittliche Flugzeiten: Zürich – Dar es Salaam: 9 Std. 50; London – Dar es Salaam: 11 Std. 15.
Internationaler Flughafen: Dar es Salaam International Airport (DAR) liegt 15 km südwestlich der Stadt. Bank/Wechselstube (24 Std. geöffnet), Post, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Hotel-Reservierungsschalter, Mietwagenschalter, Bars, Restaurants. Busse und Taxis ins Stadtzentrum (Fahrzeit 25-30 Min.).
Kilimanjaro International Airport (JRO) und Zanzibar Airport (ZNZ).Geschäfte, Postamt, Bar und Restaurant. Busse und Taxis fahren von Kilimanjaro nach Arusha.
Flughafengebühren: Keine.
SCHIFF: Passagier- und Frachtlinien laufen Dar es Salaam an. Die MS Sepideh verkehrt zwischen Tansania und Mombasa (Kenia). Auf dem Tanganjika-See werden Fährverbindungen zwischen Bujumbura (Burundi) und Kigoma, in den Kongo (Dem. Rep) und zwischen Mpulungu (Sambia) und Kigoma angeboten. Auf dem Victoria-See gibt es Verbindungen nach Kenia und Uganda. Reisende von Malawi können mit der Fähre von der Nkhata Bucht in Malawi zur Mbamba Bucht in Tansania über den Nyasa-See fahren.
BAHN: Züge der Tanzania-Zambia Railway Authority (Tazara) fahren zweimal wöchentlich von Dar es Salaam nach Kapiri Mposhi (Sambia), an der Grenze steigt man um. Der Zug hat einen Speisewagen. Von Kigoma und Mwanza kann man per Schiff die Reise nach Burundi, Ruanda und Uganda fortsetzen. Züge sind meist überfüllt, aber Bahnbeamte helfen bei der Suche nach einem Sitzplatz. Sein Gepäck sollte man in Sichtweite behalten.
BUS/PKW: Gute geteerte Straßen verbinden Tansania, Sambia und Kenia. Die befestigte Great North Road führt von Lusaka (Sambia) direkt nach Dar es Salaam. Am häufigsten wird die Überlandstrecke über die kenianische Grenzstadt Namanga genutzt, die zwischen Nairobi in Kenia und Arusha in Tansania liegt. Die Straßenverbindungen zwischen Tansania (wegen fehlender Brücken über den Ruvuma), Ruanda und Mosambik sind äußerst schlecht. Reisende, die von Malawi kommen, müssen über die Songwe-Brücke, südöstlich von Mbeya, nach Tansania fahren. Reisende aus Uganda fahren über Mutukula, nordwestlich von Bukoba, nach Tansania. Fernbus: Regelmäßige Busverbindungen bestehen zwischen Nairobi (Kenia) und Arusha (Tansania) und täglich fahren Busse zwischen Mombasa (Kenia) und Dar es Salaam (Tansania). Mehrmals wöchentlich fahren Busse zwischen Lilongwe (Malawi) und Dar es Salaam und zwischen Lilongwe, Mzuzu (Malawi) und Mbeya (Tansania). Es bestehen Busverbindungen zwischen Dar es Salaam und Kampala in Uganda.

Reiseverkehr - National
FLUGZEUG: Air Tanzania (TC) und zahlreiche private Fluggesellschaften fliegen regelmäßig alle größeren Städte (Dar es Salaam, Arusha, Sansibar und Mwanza) an. Die Flüge sind in der Regel zuverlässig, trotzdem sollte man sich vor Abflug in einem Büro der Fluggesellschaft nach eventuellen Flugplanänderungen erkundigen. Alle Nationalparks haben Landepisten. Kleinflugzeuge zweier Chartergesellschaften fliegen die Landepisten der Städte und im Busch an.
Flughafengebühren: Keine.
SCHIFF: Es gibt folgende größere Seen in Tansania: Den Eyasi-See, Manyara-See, Natron-See, Nyasa-See, Tanganyika-See und den Victoria-See. Ein Schnellboot verkehrt täglich in beide Richtungen zwischen Dar es Salaam und Sansibar (Fahrzeit 60-90 Min.). Auf derselben Strecke verkehren das Tragflächenboot Sea Express und die Katamaranfähre Flying Horse. Es gibt auch eine Verbindung von Sansibar nach Pemba. Dampfer verkehren auf dem Tanganjika- und dem Victoria-See. Es gibt drei Klassen, die 1. Klasse ist bequem und selten überfüllt. Die Dampfer des Victoria-Sees verbinden Bukoba, Mwanza und Musoma; die Fahrpläne werden nicht immer eingehalten.
BAHN: Züge
der Tanzania Railways Corporation (TRC) (Internet: www.trctz.com)
verkehren auf den wichtigsten Strecken von Dar es Salaam nach
Kigoma und Mwanza sowie entlang der Linien Kaliua-Mpanda und
Manyoni-Singida. TRC fährt täglich von Dar es Salaam
nach Mwanza und Kigoma; Die Zugfahrten dauern Tage, für Verpflegung
muß selbst gesorgt werden. Tazara fährt zur sambischen
Grenze. Weitere Auskünfte erteilen die Tanzania Railways
Corporation, PO Box 468, Dar es Salaam. Tel: (22) 211 05
99. Fax: (22) 211 65 25.
BUS/PKW: Ein gutes, wetterfestes Straßennetz verbindet alle größeren Städte. Nebenstraßen sind oft in schlechtem Zustand und in der Regenzeit (April - Mai) nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahrbar. Nachtfahrten sollten vermieden werden, da man auf wilde Tiere, Rinder und Ziegen auf der Straße stoßen kann. Wegweiser fehlen an Kreuzungen häufig, weshalb man nach dem Weg fragen sollte. Ersatzteile sind schwer erhältlich, Benzinengpässe kommen vor. Busse verbinden fast alle Ortschaften und sind recht preiswert, jedoch eher unzuverlässig. Minibusse (Dala Dalas) halten auch in kleineren Dörfern. Besonders während der Regenzeit werden Fahrpläne nicht immer eingehalten, und Ausfälle sind häufig. Mietwagen: Fahrzeuge ohne Chauffeur sind teuer und selten, empfehlenswert sind Fahrzeuge mit Chauffeur. Unterlagen: Internationaler Führerschein empfohlen, unter Vorlage des eigenen Führerscheins stellt die Polizei eine befristete Fahrerlaubnis aus.
Verkehrsbestimmungen: Linksverkehr.
STADTVERKEHR: In Dar es Salaam gibt es Busse und Minibusse; es gelten Einheitsfahrpreise. Die Busse sind oft überfüllt und unzuverlässig. In Dar es Salaam stehen Taxis vor den Hotels zur Verfügung. Sie haben festgelegte Tarife für Fahrten innerhalb der Stadt. In anderen Städten sollten die Tarife im voraus vereinbart werden. Es sollten nur offizielle Taxis benutzt werden. Taxifahrer erwarten 10% Trinkgeld.

Unterkunft
HOTELS: Hotels aller Klassen stehen zur Verfügung. Preiswertere Hotels sind zweckmäßig, jedoch weniger komfortabel, und häufig ausgebucht. Preise sind i. allg. recht hoch. Zwei Personen können sich meist ein Einzelzimmer teilen; dies ist jedoch nicht in Hotels der höheren Preisklassen möglich.
LODGES: Lodges stehen in allen Nationalparks zur Verfügung. Buchung über das Tanzania Tourist Board (s. Adressen).
GUEST HOUSES: Einheimische Bars bieten zum Teil auch preiswerte Unterkünfte an, allerdings sollte man mit Betrunkenen rechnen, das Zimmer mit einem Reisegefährten teilen und Wertgegenstände im Auge behalten. Vorausbuchung nicht möglich. Dem jeweiligen Standard entsprechend sind Guest Houses in den Städten oft teuer.
CAMPING: Campingplätze gibt es in den folgenden Parks: Arusha-Nationalpark (vier), Tarangire-Nationalpark (zwei), Manyara-See-Nationalpark (zwei), Ngorongoro Conservation Unit (zwei), Serengeti-Nationalpark (sieben), Kilimanjaro-Nationalpark (einen), Mikumi-Nationalpark (zwei) und Ruaha-Nationalpark (zwei). Einige bieten Waschgelegenheiten, Toiletten, Hütten und Feuerholz; in anderen ist die Ausstattung teilweise recht einfach. Bereits vor der Ankunft sollte man eine Erlaubnis zum Betreten sowie zum Fotografieren und Filmen beantragen und sich über Preise und Campbenutzungsordnung informieren. Schriftliche Buchungen an: Tanzania National Parks, PO Box 3134, Arusha. Tel: (027) 250 34 71, 250 19 30. Fax: (027) 254 82 16. (E-Mail: tanapa@yako.habari.co.tz)
JUGENDHERBERGEN: Manyara-See-Nationalpark (hauptsächlich für Schul- und Lehrgruppen), Serengeti-Nationalpark, YMCA-Hostels in Moshi und Dar es Salaam sowie das YWCA-Hostel (für Frauen und auch Paare) in Dar es Salaam.

Sozialprofil
ESSEN & TRINKEN: Fast alle Hotels bieten einheimische Spezialitäten aus Mais, Bohnen, Maismehl, Fisch und Fleisch an. In den großen Hotels werden auch europäische Gerichte angeboten. Meeresfrüchte wie Hummer, Krabben, Krevetten, Thunfisch und Hai stehen ebenso auf der Speisekarte wie tropische Früchte aller Art. Tischbedienung ist üblich. Getränke: Kaffee und Tee sind hervorragend. Alkoholkonsum ist gestattet, und das einheimische Bier ist besonders schmackhaft. Spezialitäten sind Konyagi (einheimischer Gin) und Afrikoko, ein Likör mit Schokolade und Kokosnuß. Der süße Dodoma-Wein ist in Rot und Rosé erhältlich. In den Bars wird am Tresen bedient.
NACHTLEBEN: In Dar es Salaam gibt es vier Nachtklubs und ein Kabarett. Kinos sind klimatisiert, ein Autokino ist auch vorhanden. In der Oyster Bay befindet sich das Little Theatre.
EINKAUFSTIPS: Trommeln, alte Messing- und Kupfergegenstände, Schmuckwaren und Holschnitzereien. Auf »Souvenirs« wie Jagdtrophäen, Tierfelle, Elfenbein u. ä. sollte man verzichten, da diese unter das Artenschutzabkommen fallen und nicht in die Bundesrepublik, die Schweiz oder nach Österreich eingeführt werden dürfen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.00-18.00 Uhr, Sa 08.30-12.30. Einige Geschäfte sind auch sonntags geöffnet.
SPORT: In vielen Sportklubs, ob privat oder in Hotels, muß man vorübergehend Mitglied werden. In zahlreichen Urlaubsorten gibt es Tennis- und Basketballplätze.Bergsteigen: Bergtouren auf den Kilimanjaro und andere Berge setzen Erfahrung, gute Ausrüstung mit warmer Kleidung, angemessenem Schuhwerk, Handschuhen und Kopfbedeckung voraus. Man sollte bedenken, daß selbst für niedrige Gipfel Führer und Träger notwendig sind. Zahlreiche Hotels bieten Bergtouren mit Trägern und Verpflegung an, die allerdings teuer sind. Vorausbuchung wird empfohlen. Bergsteiger können eigene Ausrüstungen mitbringen und in den Parks Träger und zusätzliche Ausrüstungen mieten (z. B. warme Schlafsäcke und Bekleidung). Wassersport: An der Küste kann man segeln, schwimmen und angeln. Die Angelsaison dauert von September bis März.
Veranstaltungskalender: Im
Sukuma- (oder Bujora-) Museum, 15 km östlich von Mwanza,
werden wöchentlich die traditionellen Tänze des Wasukuma-Stammes
aufgeführt, u.a. der Bugobobobo (Sukuma-Schlangentanz).
Während des islamischen Festes Eid al-Fitr gibt
es eine Veranstaltung in Makunduchi auf Sansibar, bei der sich
Männer aus dem Süden und Norden mit Palmwedeln von
Bananenpalmen geißeln, gefolgt von traditionellen Liedern,
die von den Frauen der Dorfgemeinschaft gesungen werden, und
einer Fest- und Tanznacht. Im Juli finden
in Sansibar das Mwakakongwa Festival und das Tarnasha
Festival statt.
Juni / Juli Fest der Dhow-Länder
(Kunst- und Kulturfest), Sansibar.
Weitere Informationen über Veranstaltungen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
LAND & LEUTE: Zur Begrüßung und zum Abschied gibt man sich die Hand. Eine einzelne Person wird mit Jambo begrüßt, worauf man ein Jambo erwidert. Gruppen begrüßt man mit Hamjambo und grüßt mit Hatujambo zurück. Traditionell ißt man mit der Hand, und Gastgeber freuen sich über ein Geschenk. Ein Aschenbecher ist normalerweise ein Zeichen, daß geraucht werden darf. Kinos und öffentliche Verkehrsmittel sind Nichtraucherzonen. Vor allem auf Sansibar, wo 95 % der Bevölkerung muslimisch sind, sollte auf zurückhaltende Kleidung geachtet werden. Fotografieren: Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Brücken etc.) zu fotografieren. Mitunter wird eine geringe Geldsumme erwartet. Grundsätzlich immer um Erlaubnis fragen, bevor man jemanden fotografiert. Trinkgeld ist nicht üblich, obwohl Kellner und Träger oft ein kleines Entgelt erwarten.

Klima
Tropisches
Klima, an der Küste heiß und feucht, Regenzeit von März bis
Mai. Äußerst trocken in der Hochebene; im nordwestlichen Hochland
herrscht kühles und gemäßigtes Klima mit Regenzeiten von November
bis Dezember und Februar bis Mai.



Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: In der Region gibt es Hinweise auf mögliche Planungen von Attentaten, die auch Tansania betreffen könnten.
Zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit wird auf öffentlichen Plätzen sowie beim Besuch von touristischen Sehenswürdigkeiten und religiösen Stätten geraten. Ziel von Attentaten können auch ausländische Einrichtungen bzw. von Ausländern besuchte Hotel- und Ferienanlagen sein.
Im übrigen sollten wegen zunehmender Gewaltkriminalität einsame Gegenden gemieden werden, auch tagsüber. Dies gilt auch für die Strände im Bereich der Küstenstädte. Mit Einbruch der Dunkelheit sollte in Städten von Spaziergängen abgesehen werden. Im äußersten Nordwesten des Landes, in dem sich zahlreiche Flüchtlinge aus den Nachbarländern aufhalten, besteht ein erhöhtes Risiko von Überfällen.
Innenpolitische Spannungen in Sansibar und Pemba können zu Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei führen. Reisende sollten politische oder religiöse Versammlungen meiden. Dies gilt insbesondere für die Altstadt Sansibars (Stone Town) an Freitagen.

Landkarte


Urlaubsorte &
Ausflüge
Dar es
Salaam
Die Hafenstadt und ehemalige Hauptstadt Dar es Salaam ist idealer Ausgangspunkt für jeden Urlaubsaufenthalt in Tansania. Vom Flughafen sind der Kilimanjaro,Dodoma (die neue Hauptstadt) und Sansibar leicht erreichbar. Man kann Wildtiere aller Art beobachten, angeln und eine Reihe von Wassersportarten ausüben. Die Strände laden zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. Die geschäftige Metropole hat einige Sehenswürdigkeiten: Das Nationalmuseum, das Observatorium und die Universität von Dar es Salaam sowie das Dorfmuseum mit Beispielen traditioneller Architektur und traditionellen Kunstgewerbes.
Die Küste
Im Fischerdorf Msasani, ca. 8 km von der Hauptstadt entfernt, kann man Gräber aus dem 17. Jahrhundert besichtigen. Im südlich gelegenen Kilwa Kisiwani gibt es arabische und portugiesische Ruinen zu erforschen.
In der Umgebung von Dar es Salaam liegen zahlreiche Strände, besonders empfehlenswert sind Kunduchi, Mjimwena und Mbwa Maji. Das Fischerdorf Kunduchi liegt ca. 24 km nördlich der Hauptstadt. Ganz in der Nähe befinden sich Ruinen persischer Moscheen und Grabstätten. Das Bahari- und das Kunduchi Beach-Hotel liegen ca. 3 km von der Insel Mbudya entfernt. Die unbewohnte Insel gehört zu einem geschützten Korallenriff und ist ideal zum Tauchen, Schnorcheln und Angeln. Das African Vacation Village auf der Halbinsel in der Nähe von Kunduchi ist eine weitere unabhängige Hotelanlage. Die Insel Sinda (14 km vor Dar es Salaam) bietet ideale Bedingungen zum Schnorcheln und Muschelsammeln.
72 km nördlich von Dar es Salaam liegt Bagamoyo. Die kleine Stadt liegt in der Nähe von Sansibar in einer wunderschönen Bucht mit herrlichen Stränden. Die Moschee und die arabischen Grabstätten gehen auf das 18. und 19. Jahrhundert zurück. 5 km südlich liegt das Dorf Kaole, dessen nahegelegene Moschee und Säulen 800 Jahre alt sein sollen. Die zweitgrößte Hafenstadt des Landes, Tanga, ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zur Usambara-Bergkette und nach Moshi am Fuße des Kilimanjaro.
Sansibar und
Mafia-Insel
Die Insel Sansibar ist nur 20 Flugminuten von Dar es Salaam entfernt. Die Stadt Sansibar beherbergt einige eindrucksvolle Bauwerke - die Altstadt Stone-Town wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Häuser der Altstadt sind aus glitzernden Korallenblöcken erbaut und zeichnen sich durch zahlreiche Balkone aus. Das ehemalige Haus des britischen Forschungsreisenden Dr. Livingstone ist einen Besuch wert. Die Anglikanische Kathedrale wurde auf den Überresten des alten Sklavenmarkts errichtet. Vor dem Palast des Sultans und dem Beit-el-Ajaib (Haus der Wunder) am Hafen gleiten heute noch malerische Dhaus vorbei. Inmitten tropischer Vegetation und duftender Gewürzplantagen stößt man auf Paläste, Festungen, Aquädukte und Badehäuser.
Anmerkung: Auf Sansibar sollte man die islamischen Sitten und Gebräuche beachten. Weitere Informationen unter Welt des Islam (s. Anhang).
Die Insel Mafia kann in ca. 40 Flugminuten von Dar es Salaam erreicht werden. Hier gibt es eine einzigartige Unterwasserwelt. Die Mafia Island Lodge ist bei Sportanglern aus aller Welt beliebt. Motorboote und Ausrüstungen kann man mieten.
Kilimanjaro
Der mit 5895 m höchste Berg Afrikas zieht Bergsteiger aus aller Welt an. Alle Aufstiege müssen von einem Führer begleitet werden. Gipfelstürmer sollten ca. drei Tage einplanen und warme Kleidung mitnehmen. Es gibt drei Rasthütten in verschiedenen Höhen, in der letzten sollte man sich genügend Zeit zur Akklimatisierung lassen. Näheres unter Sport.
Die Nationalparks
Die 11 Nationalparks Tansanias bedecken eine Fläche von 33.660 qkm. Zusätzlich gibt es die einmalige NgorongoroConservation Area, ein Schutzgebiet, in dem die Masai weiterhin ihre Rinder hüten, sowie zehn weitere Wildreservate.
Der weltbekannte Serengeti-Nationalpark umfaßt eine Fläche von 14.763 qkm. Im artenreichsten Tierschutzgebiet Tansanias findet man u. a. Gnus, Gazellen, Zebras, Elefanten, Löwen und unzählige Vogelarten. Jedes Jahr kann man die eindrucksvolle Nord-Süd-Wanderung der riesigen Herden auf der Suche nach Weideland beobachten. Beste Besuchszeit: November bis Mai.
Ngorongoro Conservation Area: Dieses Schutzgebiet erstreckt sich zwischen dem Natron-See im Nordosten, dem Enaysi-See im Süden und dem Manyara-See im Osten. Im Schutzgebiet liegt auch der aktive Vulkan Ol Doinyo Lengai (Gottesberg), der 1983 letztmals ausbrach. Das Herzstück des Parks ist der 610 m tiefe Ngorongoro-Krater, der mit seinen 20 km Durchmesser und einer Gesamtfläche von 311 qkm ein Zehntel des Schutzgebietes ausmacht. Der Krater bietet einer unvorstellbar artenreichen Tierwelt Schutz und Lebensraum. U. a. sind hier Zebras, Gnus, Gazellen, Elefanten, Nashörner, Leoparden, Löwen, Giraffen und Büffel beheimatet. Der sodahaltige Magadi-See am Kratergrund lockt zahlreiche Vögel, insbesondere Flamingos, an.
Manyara-See-Nationalpark: Das Rift Valley bildet den beeindruckenden Hintergrund einer Region mit Wäldern, Savannen, Sümpfen und dem sodahaltigen See. Der Park ist vor allem die Heimat großer Elefantenherden; aber auch Büffel, Paviane, Nashörner, Impalas, Löwen, Giraffen, Leoparden, Zebras, andere Herdentiere und verschiedene Affenarten sind hier anzutreffen. In Manyara gibt es auch zahlreiche Vogelarten.
Der Arusha-Nationalpark liegt im Ngurdoto-Krater, der zu einem vor ca. 250.000 Jahren erloschenen Vulkan gehört. Von besonderen Aussichtspunkten kann man Büffel, Nashörner, Elefanten, Giraffen und Warzenschweine beobachten.
Mikumi-Nationalpark: Dieses Reservat umfaßt 1300 qkm. Hier kann man Löwen, Zebras, Flußpferde, Leoparden, Geparden, Giraffen, Impalas, Gnus und Warzenschweine in freier Wildbahn sehen. Ein beliebtes Besucherziel ist der Kikaboga Hippo Pool, die Badestelle der Flußpferde. Obwohl Dezember bis März die beste Besuchszeit ist, sind Ausflüge ganzjährig möglich.
Ruaha-Nationalpark: Eines der weltweit größten Elefantenschutzgebiete (ca. 118 km von Iringa entfernt) liegt in den südlichen Hochländern an einer wetterfesten Straße. Man kann auch zahlreiche Antilopenarten beobachten. Die Landschaft der Ruaha-Schlucht ist unvergeßlich. Flug- und Buslinien verbinden Iringa mit Dar es Salaam und anderen Städten. Beste Besuchszeit: Juli bis November.
Tarangire-Nationalpark: Dieser Park ist knapp 130 km von Arusha entfernt und liegt 8 km abseits der Straße, die vom Kap der Guten Hoffnung nach Kairo führt. Der Artenreichtum dieses Parks wird nur noch durch die Serengeti übertroffen.
Gombe-Nationalpark: In dem an den Ufern des Tanganjika-Sees in der Nähe von Kigoma gelegenen Schutzgebiet leben ca. 200 Schimpansen. Seit ca. 30 Jahren wird hier das Verhalten der Schimpansen erforscht und aufgezeichnet.
Selous-Game Reserve: Das Selous-Wildreservat im Süden des Landes ist Heimat einer der größten Elefantenherden der Erde. Löwen, Nilpferde, Krokodile und andere Tiere sind ebenfalls in großer Zahl vertreten. 1982 wurde das Reservat von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Man kann Wandersafaris und Flußfahrten mit Führern unternehmen.
Weitere Nationalparks in Tansania sind Katavi, Kilimanjaro, Mahale Mountains, Rubondo und Udzungura Mountains. Ferner gibt es die Meeres- und Wasserschutzgebiete Kilwa Reserve, Tanga Coral Gardens, Rufigi Delta und Latham Island Reserve.

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