Lage: Südwestafrika.
Offizieller Staatsname: Republik Namibia.
Kontaktadressen
Landesvorwahl: 00264.
Namibia Tourism Schillerstraße 42-44, D-60313 Frankfurt/M.
Tel: (069) 133 73 60. Fax: (069) 13 37 36 15.
E-Mail: info@namibia-tourism.com
Internet: www.namibia-tourism.com
Mo-Fr 09.00-12.00 (Publikumsverkehr und tel. Anfragen) und 14.00-16.00 Uhr (Publikumsverkehr und tel. Anfragen).
Namibia Tourism Independence Avenue, Sanlam Centre, Ground Floor, NA-Windhoek
Tel: (061) 290 60 00. Fax: (061) 284 23 64.
E-Mail: info@namibiatourism.com.na
Internet: www.namibiatourism.com.na
Botschaft der Republik Namibia Wichmannstraße 5, D-10787 Berlin
Tel: (030) 254 09 50. Fax: (030) 25 40 95 55.
E-Mail: info@namibia-botschaft.de
Internet: www.namibia-botschaft.de
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr; Konsularabteilung: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr
(auch für die Schweiz zuständig)
Botschaft der Republik Namibia Strozzigasse 10/14, A-1080 Wien
Tel: (01) 402 93 74. Fax: (01) 402 93 70.
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Sanlam Centre, 6th Floor, Independence Avenue, NA-Windhoek
Postanschrift: PO Box 231, NA-Windhoek
Tel: (061) 27 31 00, 27 31 33. Fax: (061) 22 29 81.
E-Mail: germany@iway.na
Internet: www.windhuk.diplo.de
Honorarkonsulat der Republik Österreich Schäferstraße 1, NA-Klein Windhoek
Postanschrift: PO Box 11848, NA-Klein Windhoek
Tel: (061) 22 21 59. Fax: (061) 23 23 53.
E-Mail: krumreyh@mweb.com.na
Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der österreichischen Botschaft in Pretoria (s. Südafrika).
Generalkonsulat der Schweiz Postanschrift: PO Box 9298, NA-Eros/Windhoek
Tel: (081) 127 93 88 (Mobil). Fax: (061) 22 01 04.

Allgemeines
FLÄCHE: 824.292 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 2.038.790
(2006).
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 2 pro qkm.
HAUPTSTADT: Windhoek. Einwohner: 277.350
(2006).
GEOGRAPHIE: Namibia
liegt im südwestlichen Afrika. Das überwiegend karge Land grenzt
im Norden an Angola, im Osten an Botswana und im Süden an Südafrika,
der Caprivi-Zipfel, eine schmale Landzunge im Nordosten des
Landes, grenzt an Sambia und Simbabwe. Der 1280 km lange Küstenstreifen
ist einer der eindruckvollsten der Welt. Die riesigen Wanderdünen
der Namib-Wüste an der Küste erstrecken sich 80-130 km landeinwärts
(bedecken damit 15% der gesamten Landesfläche). Die Ausläufer
eines von Nord nach Süd verlaufenden Plateaus senken sich nach
Osten zur Kalahari-Wüste hin ab. Im Nordwesten erheben sich
die 66.000 qkm umfassenden Kaokoveld-Berge, tiefer im Landesinneren
erstreckt sich die riesige Etoscha-Pfanne. Gras- und Buschland
umgibt diesen flachen, oft ausgetrockneten Salzsee, der Heimat
zahlloser Wildtiere ist. Das Etoscha-Tierreservat ist eines
der schönsten Afrikas und von Menschenhand fast völlig unangetastet.
STAATSFORM: Republik (im Commonwealth) seit 1990. Verfassung von 1990. Parlament: Nationalversammlung mit 72, Nationalrat mit 26 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Hifikepunye Pohamba, seit März 2005; Direktwahl alle 5 Jahre. Regierungschef: Nahas Angula, seit März 2005. Namibia wurde als letzte Kolonie Afrikas 1990 unabhängig (ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, seit 1920 von Südafrika verwaltet).
SPRACHE: Amtssprache ist Englisch (7 %). Afrikaans (60 %) ist Umgangssprache. Deutsch (32 %) ist verbreitet; zahlreiche afrikanische Sprachen wie Ovambo und Herero werden ebenfalls gesprochen.
RELIGION: Christen (80-90 %) und Naturreligionen (10-20 %).
ORTSZEIT: MEZ (UTC + 1); September bis April: MEZ + 1 (UTC + 2).
NETZSPANNUNG: 220/240 V, Wechselstrom, dreipolige Stecker. Adapter erforderlich, die im Land erhältlich sind. In Weltreise-Stecker-Sets befindet sich gewöhnlich kein Stecker für Namibia.
POST- UND FERNMELDEWESEN:
Telefon: Selbstwählferndienst. Namibia verfügt ein sehr modernes Telefonnetz. Teilweise werden noch Gespräche mit Hilfe eines Vermittlers hergestellt, besonders wenn es darum geht, eine Farm zu erreichen. (Bei Farmlinien hängen mehrere Teilnehmer an einer Leitung. Bei Aufforderung den Farmnamen nennen.) Es gibt Kartentelefone. Telefonkarten im Wert von N$ 10, N$ 20, N$ 50 sind erhältlich bei der Post und in Teleshops.
Landesvorwahl: 264.
Mobiltelefon: GSM
1800 und GSM 900. Hauptnetzbetreiber ist MTC (Mobile Telecommunications
Ltd.)
(Internet: www.mtc.com.na).
Mobil-Telefone können bei der MTC (Metje & Ziegler Gebäude,
Independence Avenue, PO Box 23051 Windhoek, Customer Service
(00264) 81 120. Tel. (+2 64) (061) 280 20 00, Fax (+2 64) (061)
280 21 24.) gemietet werden. SIM-Karten dort ebenfalls erhältlich.
Mitgebrachte Telefone müssen GSM-Telefone sein. Das D1- und
D2-Netz kann in größeren Ortschaften Namibias genutzt werden.
Faxgeräte: Stehen in den meisten Hotels zur Verfügung.
Internet/E-Mail: Internetanbieter sind IML und NCS. Internetcafés sind in Walvis Bay, Windhoek und mittlerweile in allen größeren Ortschaften zu finden.
Telegrammdienste: Telegrafenämter gibt es in jeder Stadt.
Post: Der Postdienst ist ausgezeichnet. Luftpost nach Europa ist 4-14 Tage unterwegs.
Deutsche Welle: Da
sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres
mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen
direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49)
(0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de)
anzufordern.

Reisepaß/Visum
| |
Paß erforderlich |
Visum erforderlich |
Rückreiseticket
erforderlich |
| Deutschland |
Ja |
Nein |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Nein |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Nein |
Ja |
| Andere EU-Länder |
Ja |
1 |
Ja |
Einreisebestimmungen
können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie
sich
im Zweifelsfall vor der Abreise bei der zuständigen
konsularischen Vertretung. |
REISEPASS: Allgemein erforderlich, muß mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Einreise mit Kindern:
Deutscher Kinderausweis mit Lichtbild oder Eintragung eines Kindes in den Reisepass
eines Elternteils bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild oder Kinderreisepass.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Seit dem
01.01.2006 ersetzt der Kinderreisepass den Kinderausweis. Es werden keine neuen
Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum
Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher,
maschinenlesbar und stets mit einem Lichtbild versehen.
Österreicher: Eigener Reisepass oder Eintragung eines Kindes
in den Reisepass eines Elternteils bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild.
Aktueller Hinweis zum Kinderreisepass: In Österreich
wurde am 16. Juni 2006 ein Kinderreisepass (ohne Chip aber mit digitalisiertem
Foto) für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr eingeführt. Kinder
können bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres aber weiterhin auch in den
Reisepass eines mitreisenden Elternteils eingetragen werden. Die Eintragung wird
jedoch nicht von jedem Land akzeptiert und auf internationaler Ebene sinkt die
Akzeptanz der Kindermiteintragung.
Schweizer: Eigener Reisepass oder Eintragung eines Kindes in
den Reisepass eines Elternteils bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild.
Aktueller Hinweis zur Eintragung im elterlichen Reisepass: Der
Miteintrag der Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr im elterlichen Pass
des Modells 85 ist bis zum Ablauf des Passes am 31.12.2007 gültig. Ab diesem
Zeitpunkt benötigen Kinder in jedem Fall einen eigenen Ausweis mit Lichtbild.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
VISUM: Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben), die bei der Einreise eine "Entry Permit" erhalten:
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (außer: Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) und Schweiz;
(b) Angola, Australien, Botswana, Brasilien, GUS, Island, Japan, Kanada, Kenia, Kuba, Lesotho, Liechtenstein, Malawi, Malaysia, Mosambik, Neuseeland, Norwegen, Sambia, Simbabwe, Singapur, Südafrika, Swasiland, Tansania und USA;
(c) Hongkong (China) und Macau (China) für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen.
Visagebühren:
Deutschland und Schweiz
Touristenvisum: 45 € (einmalige Einreise), 65 € (zweimalige
Einreise);
Geschäftsvisum: 60 €;
Transitvisum: 35 € (einmalige Durchreise);
Arbeitsvisum:50 € (für einen Aufenthalt von kürzer als 3 Monate);
Expressausstellung: 70 €.
Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die bei der Ausreise aus Namibia eine mindestens 6 Monate gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland haben oder eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für
die Schweiz haben.Jedem Antrag für einen Studien-, bzw. Arbeitsaufenthalt
oder eine Aufenthaltsgenehmigung muss eine Gebühr von 30 € beigefügt
werden (Rückerstattung nicht möglich). Die restliche Summe ist bei
Genehmigung des Antrags bei der Einreise in Namibia zu entrichten.
Österreich und Schweiz
Touristenvisum: 45 € (einmalige Einreise).
Geschäftsvisum: 65 €
Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Österreich haben.
Gültigkeitsdauer: Touristenvisum,
Geschäftsvisum: 3 Monate. Eine Verlängerung (max. 90 Tage)
ist möglich und sollte rechtzeitig beim "Ministry of Home Affairs",
Independence Avenue/Ecke Casino Street, NA-Windhoek, beantragt
werden.
Antragstellung: Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen: (a) Gültiger Reisepaß. (b) 2 Antragsformulare. (c) 2 Paßfotos. (d) Rückflugticket (Kopie). (e) Geschäftsvisum: ggf. Firmenschreiben. Bei postalischer Beantragung muß ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigelegt werden.
Impfungen: Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit: 14 Tage.
Visumverlängerung: Eine Verlängerung des Visums kann beim Innenministerium in Windhoek (Tel: (061) 292 91 11) oder bei der zuständigen namibianischen Vertretung beantragt werden.
Aufenthaltsgenehmigung: Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Einreise mit Haustieren:
Für die Einfuhr von Hunden und Katzen gelten besondere Bestimmungen. Anträge hierfür sind bei der Botschaft von Namibia (s. Adressen) erhältlich.
Nagetiere und Vögel dürfen generell nicht eingeführt werden.

Geld
Währung: 1 Namibischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Der Namibische Dollar ist an den Südafrikanischen Rand gebunden, der ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert wird.
Kreditkarten: Diners Club, Eurocard, MasterCard, American Express und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Wechselkurse
|
N$ |
N$ |
N$ |
N$ |
N$ |
| Datum |
Jan. '06 |
Apr. '06 |
Jul. '06 |
Okt. '06 |
Jan. '07 |
| 1 € |
7,48 |
7,46 |
9,12 |
9,77 |
9,29 |
| 1 CHF |
4,83 |
4,67 |
5,77 |
6,32 |
5,75 |
| 1 US$ |
6,34 |
6,16 |
7,13 |
7,63 |
7,17 |
Devisenbestimmungen: Die
Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen
ist ab einem Betrag im Gegenwert von 5.000 N$ deklarationspflichtig.
Die Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen
ist unbeschränkt, es besteht jedoch Deklarationspflicht.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr, Sa 08.30-11.00 Uhr.

Gesundheit
| |
Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen |
Impfschein erforderlich |
| Gelbfieber |
Nein |
1 |
| Cholera |
Nein |
Nein |
| Typhus & Polio |
Ja |
- |
| Malaria |
2 |
- |
| Essen & Trinken |
3 |
- |
Impfvorschriften
können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im
Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein. |
[1]: Eine
Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden
verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen. Wer aus einem
Land außerhalb der Infektionsgebiete einreist, braucht keine
Impfbescheinigung. Allerdings wird eine Impfbescheinigung
verlangt, wenn in einem Land der Infektionszone zwischengelandet
wurde, auch wenn beim Transit der Flughafen nicht verlassen
wurde. Personen, die auf Verlangen keine Gelbfieber-Impfbescheinigung
vorlegen können, müssen sich einer 6-tägigen Quarantäne unterziehen
oder werden ins Herkunftsland zurückgeschickt.
Bei Kindern unter 9 Monaten und Frauen im ersten Drittel einer
Schwangerschaft wird nicht auf einer Impfbescheinigung bestanden.
[2]: Malariaschutz
ganzjährig erforderlich im Kawango- und Kunene-Tal sowie im
Caprivi-Streifen am Sambesi-Fluss (hohes Malaria-Risiko).
Von November bis Juni besteht ein mittleres Malariarisiko
in Otjozondjupa, Ovamboland, Etosha und Omaheke (vorwiegend
in den Feuchtbiotopen im Nordosten und Osten). Ein geringeres
Risiko herrscht in den übrigen Landesteilen im Norden, Nordwesten
und nach Süden. Kein Malaria-Risiko gibt es in den Städten
und Süd-Namibia. Die zu 85 % vorherrschende gefährlichere
Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) soll chloroquinresistent
sein und tritt im Kawango- und Kunene-Tal sowie im Caprivi-Streifen
auf. In den übrigen von Malaria betroffenen Gebieten tritt
die weniger gefährliche Plasmodium vivax Malaria tertiana
auf.
Für die Malariaprophylaxe sind generell langärmelige Kleidung
und Mückenschutzmittel empfohlen. In den hohen Risiko-Regionen
Kawango-, Kunene-Tal, im Caprivi-Streifen ganzjährig und in
den übrigen nördlichen Gebieten von November bis Juni sollte
man medikamentös einer Malaria-Infektion vorbeugen. Eine Notfallmedikation
empfiehlt sich von Juli bis Oktober in den nördlichen Gebieten.
[3]: Größtes
Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für
alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht
bei Genuß von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten
sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der
Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung
entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte
Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur
mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter
Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte
nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von
rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse
sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und
Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und
von Märkten wird gewarnt.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen
v.a. im Caprivi-Streifen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern
sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken
mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine
Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung
gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem
Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei
Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für
alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte,
unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können
ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis
kommen vorwiegend in der Trockenzeit vor. Um sich zu schützen
empfiehlt sich bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung
eine Impfung und die Meidung großer Menschenansammlungen.
Pest-Fälle wurden aus der Ohangwena-Region im Norden
des Landes gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch
sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das
Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr.
Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische
Einnahme von Antibiotika.
In vereinzelten Regionen im Norden besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko
für die Schlafkrankheit.Bei Aufenthalten in
diesen Gebieten werden aufgrund des Risikos der durch Mücken
übertragenen Erkrankungen sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen
empfohlen.
Tollwut kommt vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen,
Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche
Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung
empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche
Hilfe in Anspruch nehmen.
Die UV-Strahlung in Namibia ist sehr hoch. Sonnenschutz
(Sunblocker) ist daher unbedingt erforderlich.
Gesundheitsvorsorge: Die
medizinische Versorgung in den städtischen Bereichen liegt
grundsätzlich weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In
allen größeren Orten findet man Krankenhäuser und Apotheken.
Die Ärzte stehen im Telefonbuch unter "Medical Practioners".
Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff,
Pflaster und Wunddesinfektion sollten unbedingt mitgenommen
werden. Serum gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche sollte
u. U. mitgeführt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung
wird dringend empfohlen.

Reiseverkehr -
International
FLUGZEUG: Die
nationale Fluggesellschaft Air Namibia (SW) bietet
viermal wöchentlich Nonstopflüge von Frankfurt/M. aus an.
Außerdem fliegt LTU International Airlines von München
und Düsseldorf nach Windhoek. Lufthansa fliegt von
Frankfurt/M. über Johannesburg nach Windhoek. Es gibt keine
Direktflüge von Österreich oder der Schweiz. Die Flüge gehen
über Frankfurt/M., Paris oder Johannesburg.
Durchschnittliche Flugzeiten: Frankfurt
– Windhoek: 10 Std; München – Windhoek:
9 Std. 55;
Zürich – Windhoek: 13 Std. 30 Min.; Wien - Windhoek: 15 Std.15 Min.
Internationaler Flughafen:
Windhoek (WDH) (Windhoek International Airport) liegt
45 km östlich von Windhoek(Fahrzeit 35 Min.). Bank, Post,
Autovermietung, Duty-free-Shops, Bars, Restaurants. Airportbusse
und Taxis stehen zur Verfügung. Die Bushaltestelle für die
Abfahrt zum Flughafen liegt an der Ecke Independence Avenue
und Peter-Müller-Straße (gegenüber vom Kalahari Sands Hotel).
Die Busse fahren ca. 90 Minuten vor Abflug ab.
SCHIFF: Ein
moderner Tiefseehafen befindet sich in Walvis Bay. Lüderitz
hat einen kleinen Hafen.
BAHN: Die
einzige internationale Zugverbindung, welche die meisten Städte
Namibias mit Windhoek verbindet, führt einmal wöchentlich
über Ariamsvlie nach Südafrika. Die beiden Hauptstrecken sind
Johannesburg – De Aar – Keetmanshoop – Windhoek
und Kapstadt – Windhoek.
BUS/PKW: Folgende
Grenzübergänge gibt es in die Nachbarländer
nach Angola:
Oshikango an der B1 (06.00-18.00 Uhr), Ruacana an der C46
(06.00-18.00 Uhr) und Rundu (07.00-18.00 Uhr).
nach Botswana:
Buitepos über Gobabis auf der B6 (07.00-00.00 Uhr). Auf der
Trans-Kalahari-Schnellstraße sollte in Namibia noch
einmal vollgetankt werden, die nächste Tankmöglichkeit in
Botswana kommt erst nach 400 km. Außerdem gibt es die Grenzübergänge
Impalila Iland (07.00-17.00 Uhr), Ngoma (06.00-18.00 Uhr)
nach den Victoria-Fällen und Mohembo (06.00-18.00 Uhr), wenn
man über den Mahango Nationalpark fährt. Der Trans-Caprivi-Schnellweg
führt durch den Caprivi-Zipfel und über Botswana nach Simbabwe.
nach Südafrika:
Eine asphaltierte Straße im Süden des Landes führt nach Upington
und nach Kapstadt (Südafrika). Weitere Grenzübergänge nach
Südafrika sind Rietfontein über Aroab nach Klein Menasse (07.00-21.00
Uhr), Hohlweg (06.00-22 Uhr) auf der Straße Nr. 39, Ariamsvlei
nach Nakop über die Karasburg-Straße B3, Velloorsdriv (06.00-22.00
Uhr) über die Karasburg-Straße C10, Noordoever über die Straße
B1 in Richtung Kapstadt und Oranjemund (06.00-22.00 Uhr).
Der Grenzübergang Mata Mata ist geschlossen.
nach Sambia:
Wenella bei Katima Mulilo (06.00-18.00 Uhr).
Bus: Nachtbusse verkehren regelmäßig zwischen Windhoek
und Kapstadt sowie Johannesburg. Weitere Busverbindungen bestehen
nach Botswana und Sambia. Intercape (Internet: www.intercape.co.za)
unterhält folgende internationale Linien ab/bis Windhoek:
Usakos - nach Kapstadt (Südafrika) über Rehoboth, Mariental,
Keetmanshoop u.Grünau - nach Oshikango - nach Victoria Falls
(Simbabwe) - nach Johannesburg (Südafrika) entweder über Gaborone
(Botswana) oder über Upington (Südafrika) und Johannesburg
(Südafrika) nach Maputo (Mosambik). Weitere Busgesellschaften
sind NamVic Shuttle (Windhoek - Victoria Fälle (Simbabwe))
und Ekonolux Liner (Windhoek - Walvis Bay - Kapstadt
(Südafrika)).

Reiseverkehr -
National
FLUGZEUG: Das
schnellste und praktischste Verkehrsmittel für Langstrecken
in Namibia ist das Flugzeug. Air Namibia (SW) fliegt
alle größeren Ortschaften sowie die Etoscha-Pfanne an (vom
Eros-Flughafen, 3 km südlich von Windhoek).
BAHN: Das
Streckennetz der Eisenbahngesellschaft TransNamib (Internet:
www.transnamib.com.na)
umfaßt Verbindungen von Windhoek nach Gobabis, Otjiwarongo,
Tsumeb, Keetmanshoop, Upington und Walvis Bay. Die Züge fahren
in der Regel abends los und kommen am frühen Morgen an der Endstation
an. Wagen der 1. und 2. Klasse stehen auf diesen Strecken zur
Verfügung, in Nachtzügen sind auch Schlafwagen erhältlich. Für
Familien und Gruppen mit mehr als zwei Personen gibt es in der
Nebensaison zeitweise ermäßigte Tickets. Es lohnt sich stets,
nach Sondertarifen zu fragen.
Weitere Verbindungen bietet Trans-Namib mit Bahnbussen:
Grootfontein - Tsumkwe,
Otjiwarongo - Coblentz - Okakarara,
Otjiwarongo - Walvis Bay,
Tsumeb - Oshakati,
Grootfontein - Rundu - Katima Mulilo,
Otjiwarongo - Opuwo,
Windhoek - Leonardville,
Windhoek - Katima Mulilo sowie
Windhoek - Uhlenhorst/Hoachanas.
Sitzplätze müssen generell im voraus reserviert werden. Die
Reservierungen können bereits 3 Monate vor Reiseantritt bei
jeder Bahnstation vorgenommen werden. Wenn diese nicht erfolgt,
wird eine nachträgliche Gebühr von 5 N$ erhoben. Kinder bis
einschließlich 6 Jahre reisen umsonst. Voraussetzung ist, daß
das Kind in Begleitung eines Erwachsenen mit einem gültigen
Fahrschein reist. Der Luxuszug Desert Express
verkehrt zwischen Swakopmund und Windhoek (Fahrzeit 19 Std.
30 Min.). Bei zahlreichen Halten während der Fahrt hat man Gelegenheit,
Löwen in freier Wildbahn zu beobachten und auf Spaziergängen
durch die Sanddünen der Namib-Wüste zu wandern. Ein dreigängiges
Abendessen und die Übernachtung im Schlafwagen sind im Reisepreis
eingeschlossen.
BUS/PKW: Es
gibt 4500 km asphaltierte Fernstraßen und über 25.000 km geschotterte
Nebenstraßen der Kategorie C. Auf Schotterstraßen ist wegen
erhöhter Unfallgefahr äußerste Vorsicht geboten. Auf längeren
Strecken sollte man mit Versandungen der Straße rechnen und
für Notfälle immer ausreichend Wasser und einen Benzinkanister
mit sich führen. In jeder größeren Ortschaft gibt es eine Tankstelle
und auf den Hauptverbindungsstrassen der Kategorie B ist das
Tankstellennetz sehr gut. Dennoch sollte man es sich zur Regel
machen, jede sich bietende Möglichkeit zum Nachtanken zu nutzen.
Die meisten Tankstellen bieten bleifreies Benzin an. Es kann
nur mit Bargeld bezahlt werden. Weitere Auskünfte von der Automobil
Association Namibia (AAN), Carl-List-Building 15, Independence
Avenue, Postbox 61, Windhoek. Tel: (061) 22 42 01. Fax: (061)
22 24 46. Busse der Gesellschaft Intercape Mainliner
(Internet: www.intercape.co.za)
sind schnell, preiswert und komfortabel. Allerdings verbinden
sie nur größere Orte miteinander. Weitere Busgesellschaften
sind NamVic Shuttle (Windhoek - Victoria Fälle) und Ekonolux
Liner (Windhoek - Walvis Bay - Kapstadt). Ferner werden
von Veranstaltern vor Ort Bustouren durch das Land organisiert.
Mietwagen sind am Flughafen und in größeren Orten erhältlich.
Es gibt viele Mietwagenfirmen in Namibia, die Mitglieder der
Mietwagendachorganisation Car Rental Association of Namibia
(CARAN) (Internet: www.natron.net/tour/caran)
haben sich jedoch im Interesse der Kunden Leistungskontrollen
unterworfen. Bei Vertragsabschluß mit Mietwagenfirmen im Heimatland
sollten vorher alle Vertragsbedingungen eingesehen und Unklarheiten
ausgeräumt werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein.
Versicherungsbedingungen und Altersbeschränkungen - in der Regel
23 Jahre - sind von Firma zu Firma unterschiedlich.
Verkehrsbestimmungen:
Linksverkehr.
Promillegrenze: 0,79 ‰
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 60 km/h;
auf Asphaltstraßen: 120 km/h;
auf Schotterstraßen: 70 km/h.
STADTVERKEHR: In
Windhoek gibt es zahlreiche Taxis. Die Fahrzeuge mit Taxameter
sind vorzuziehen. Diese berechnen die Preise nach der Entfernung.
Bei Taxis ohne Taxameter ist der Preis Verhandlungssache.
Aus Sicherheitsgründen sollte man in kein Taxi steigen, in
dem sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden.
Auch sollte man niemanden hinzusteigen lassen.

Unterkunft
HOTELS: In
Windhoek, Swakopmund und anderen Städten stehen Hotels der
gehobenen Mittelklasse zur Verfügung. Hotelzimmer sind jedoch
nur in begrenztem Umfang vorhanden, rechtzeitige Vorausbuchung
wird empfohlen. Einige Hotels und Lodges haben auch Einrichtungen
für behinderte Reisende. Es gibt viele Gästefarmen. Weitere
Informationen sind erhältlich von Hotel Association of
Namibia (HAN), PO Box 11942, NA-Windhoek. Tel/Fax: (61)
22 29 04; (E-Mail: han@namib.com).
Kategorien: Hotels werden mit 1-5 Sternen ausgezeichnet.
LODGES: Unterkünfte
gibt es u. a. in der Nähe der berühmten Dünen von Sossusvlei
und im Namib-Naukluft-Park. Außerdem befinden sich gut ausgestattete
Buschcamps im Etoscha-Nationalpark und in anderen Tierschutzgebieten.
Weitere Informationen vom Namibia Tourism (s. Adressen).
CAMPING: Campingplätze
gibt es in einigen Tierschutzgebieten, u. a. im Etoscha-Nationalpark;
außerdem in Ai-Ais, am Hardap-Damm im Süden, in Groß-Barmen
in der Nähe von Okahandja, an den Popa-Fällen in Kavango und
an verschiedenen Küstenorten.

Sozialprofil
ESSEN & TRINKEN: Die
Küche Namibias ist eine Mischung afrikanischer und europäischer
Kochkunst, der deutsche Einfluß ist noch immer spürbar. So
wird z. B. Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.
Eine Spezialität Namibias sind die verschiedenartig zubereiteten
Wildfleischsorten wie z. B. Biltong (Dörrfleisch) und
Rauchfleisch.
NACHTLEBEN: In
Windhoek gibt es Restaurants, Kaffeehäuser, Kino und Theater.
EINKAUFSTIPS: In
der Hauptstadt gibt es eine Auswahl eleganter Geschäfte. Einheimisches
Kunstgewerbe kann man in Spezialgeschäften oder auf dem Windhoek-Straßenmarkt
erstehen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-17.00
Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einige größere Supermärkte haben
auch sonntags von 11.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr geöffnet.
SPORT: Nordwestlich
von Usakos erhebt sich die 1728 m hohe Spitzkoppe aus der
Namib-Wüste mit ausgezeicheten Möglichkeiten zum Bergsteigen.
Einige Stellen an der Küste und den Flüssen bieten gute
Angelgründe, ein Angelschein ist nicht erforderlich.
Verschiedene Wanderwege führen durch den Fischfluß-Canyon,
den Waterberg Plateau-Park, die Naukluft-Berge und am Fluß
Ugab entlang.
Veranstaltungskalender: Folgende
Veranstaltungen finden jedes Jahr statt:
April Karneval, Windhoek. Aug. (1) Maherero-Tag,
Okahandja. (2) Küste-Karneval, Swakopmund. Sept. Windhoek
Agricultural, Commercial & Industrial Show (Messe für Landwirtschaft,
Industrie und Handel). Okt. Oktoberfest.
Ein vollständiger Veranstaltungskalender ist vom Fremdenverkehrsbüro
erhältlich (s. Adressen).
LAND & LEUTE: Trinkgeld:
10% sind üblich.

Klima
Der
kalte Benguela-Strom hält das Küstengebiet der Wüste Namib
kühl und beinahe niederschlagsfrei. Morgens ist dichter Küstennebel
möglich. Im Landesinneren fällt im Sommer (Oktober - April)
der meiste Niederschlag. Die Sommertemperaturen sind im Jan.
und Febr. am höchsten. Durch die Höhenlage sind die Nächte
mitunter kühl.
 
Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis
vom Auswärtigen Amt: Von Überlandfahrten während der Dunkelheit
wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle
Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen
unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher
Tiere. Vorsicht ist bei den kleinen, unbewirtschafteten Rastplätzen
entlang der Landstraßen angebracht, wo es wiederholt zu Überfällen
auf Touristen gekommen ist. Diebstähle und Raubdelikte gegen
Touristen - vor allem Einzelreisende - werden auch in den
Städten Windhuk und Swakopmund häufiger. Von Spaziergängen
in der Dunkelheit wird abgeraten.

Landkarte


Urlaubsorte
& Ausflüge
Nationalparks
Zu Namibias
Hauptattraktionen zählen die zehn Nationalparks, die vom Ministerium
für Umwelt und Tourismus verwaltet werden. Vorausbuchung wird
unbedingt empfohlen.
Etoscha-Nationalpark und Wildreservat: Dieser ganzjährig
geöffnete Nationalpark mit der berühmten Etoscha-Pfanne ist
eines der bekanntesten Tierschutzgebiete der Welt. Die in
1065 m Höhe liegende Hochmulde bildet ein riesiges, salzhaltiges
Becken, das nur zeitweilig mit Wasser gefüllt ist. Hier leben
große Herden der verschiedensten Tierarten: u. a. Elefanten,
Löwen, Zebras, Giraffen und Springböcke. Gute Unterkunftsmöglichkeiten
sind vorhanden.
Der Fischfluß-Canyon im Süden des Landes ist mit 161
km Länge, 27 km Breite und bis zu 550 m Tiefe eines der größten
Naturwunder Afrikas. Am besten gelangt man von Keetsmanshoop
zum Fischfluß, an dem auch der Hardap-Damm liegt.
Ai-Ais
und Groß-Barmen sind Urlaubsorte mit heißen Quellen.
In der Twyfelfontein-Region nordwestlich von Windhoek
kann man uralte Felszeichnungen besichtigen. Nordöstlich von
Twyfelfontein (westlich von Khorixas) befindet sich der »versteinerte
Wald« mit seinen 30 m langen, auf ein Alter von 200 Mio. Jahren
geschätzten, versteinerten Baumstämmen. Das Brandbergmassiv
ragt einsam aus der Halbwüste auf, sein Hauptgipfel ist mit
2573 m der höchste Berg des Landes. In den Schluchten und
Höhlen des Brandbergmassivs gibt es Felszeichnungen und Steingravierungen.
Die bis zu 300 m hoch aufragenden Sanddünen der Namib-Wüste
an der Westküste sind die höchsten Sanddünen der Welt (am
höchsten bei Sossusvlei). Die Namib-Wüste gehört zu den ältesten
und trockensten Wüsten weltweit. Der Namib-Naukluft-Park
ist mit 49.768 qkm das viertgrößte Naturschutzgebiet der Erde.
Campingplätze gibt es in Sesriem und Naukluft. Der Skelett-Küstenpark
ist eine Küstenlandschaft an den Wüstenausläufern im Norden
des Landes mit endlosen Dünen, Nebelschwaden und Luftspiegelungen.
Zahlreiche Schiffswracks und verlassene Minen verstärken die
unheimliche Atmosphäre. Im Badeort Swakopmund erinnern
manche Gebäude noch daran, daß Namibia einst eine deutsche
Kolonie war. Die charmante Hafenstadt Lüderitz liegt
im Süden der Namib-Region. Lüderitz war die erste deutsche
Siedlung im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Sie verdankt
ihren Namen dem Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz, der die heute
rund 4000 Einwohner zählende Kleinstadt 1884 gegründet hat.
Charakteristisch sind die vielen Jugendstilbauten an den schwarzen
Felsen.
Windhoek,
die lebhafte Hauptstadt im Zentrum des Landes, liegt mitten
im Gebirge. Wie in einigen anderen Städten des Landes gibt
es auch hier zahlreiche Beispiele deutscher Kolonialarchitektur,
z. B. die Christuskirche, die Alte Feste und
der Tintenpalast; dieser prachtvolle Palast ist damals
wie heute Regierungssitz.

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