Lage: Indischer Ozean, 500 km vor der Küste Mosambiks.
Offizieller Staatsname: Republik Madagaskar.
Kontaktadressen
Landesvorwahl: 00261
Ministère de la Culture et du Tourisme
de Madagascar
Rue
Fernand Kasanga , Tsimbazaza, BP 610, MG-101 Antananarivo
Tel: (20) 22 6 68 05. Fax: (20) 227 89 53.
E-Mail: mct@tourisme.gov.mg
Internet: www.tourisme.gov.mg
Office National du Tourisme (ONTM) 3,
Rue Elysée Ravelontsalama Ambatomena, MG-101 Antananarivo
Postanschrift: PO Box 1780, MG-101 Antananarivo
Tel: (20) 223 51 78. Fax: (20) 226 95 22.
E-Mail: ontm@wanadoo.mg
Internet: www.madagascar-tourisme.com
Botschaft der Republik Madagaskar Seepromenade 92, D-14612 Falkensee
Postanschrift: Postfach 100168, D-14601 Falkensee
Tel: (03322) 2 31 40. Fax: (03322) 23 14 29, 23 01 52.
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
Internet: www.botschaft-madagaskar.de
Honorargeneralkonsulate mit
Visumerteilung in Hamburg (Tel: (040) 27 93 53.
Honorarkonsulatemit
Visumerteilung in München und Völklingen-Saarbrücken.
Honorargeneralkonsulat der Republik Madagaskar Pötzleinsdorferstraße 96, A-1180 Wien
Tel: (01) 47 81 52 20. Fax: (01) 478 15 22 20.
E-Mail: konsulat.madagaskar@vienna.at
Mo, Mi, Do 09.00-12.00 Uhr (nach tel. Vereinbarung).
Generalkonsulat der Republik Madagaskar Avenue
de Riant Parc 32, CH-1209 Genève
Tel: (022) 740 16 50. Fax: (022) 740 16 16.
E-Mail: ambamadsuisse@bluewin.ch
Internet: www.madagascar-diplomatie.ch
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Zürich (Tel: (044) 212 85 66. Internet: www.madagascar.ch).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland 101, Rue du Pasteur Rabeony Hans (Ambodirotra), MG-Antananarivo 101
Postanschrift: BP 516, MG-Antananarivo
Tel: (20) 222 38 02/03, 2 16 91. Fax: (20) 222 66 27.
E-Mail: amballem@wanadoo.mg
Internet: www.antananarivo.diplo.de
Honorarkonsulat der Republik Österreich c/o Landis Madagascar S.A.
7, Rue Elysée Ravelontsalama, Ambatomena, MG-101 Antananarivo
Postanschrift: B.P. 633, MG-101 Antananarivo
Tel: (20) 222 23 57 37.. Fax: (20) 22 223 37 48.
E-Mail: dklandis@wanadoo.mg
Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft in Pretoria
(s. Südafrika).
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Immeuble »ARO«, Solombavambahoaka, Frantsay 77, MG-101 Antananarivo
Postanschrift: BP 118, MG-101 Antananarivo
Tel: (2022) 6 29 97/98. Fax: (2022) 2 89 40.
E-Mail: ant.vertretung@eda.admin.ch

Allgemeines
FLÄCHE: 587.041 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 18.475.940
(2006).
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 31
pro qkm.
HAUPTSTADT: Antananarivo
(ehem. Tananarive). Einwohner: 1.463.750 (2006).
GEOGRAPHIE: Die viertgrößte Insel der Welt liegt im Indischen Ozean und ist durch die Straße von Mosambik vom afrikanischen Festland getrennt. Einige kleinere Inseln gehören zum Staatsgebiet. Die zentrale Bergkette, die Hauts Plateaux, bedeckt über die Hälfte der Hauptinsel und bedingt die ethnischen, klimatischen und landschaftlichen Unterschiede der West- und Ostküste. Die Westküste war früher mit trockenem Laubwald bedeckt und besteht heute fast nur noch aus Savanne. Die Halbwüste an der südlichen Inselspitze ist mit großen Wäldern kaktusähnlicher Pflanzen bewachsen. Die Hauptstadt Antananarivo liegt hoch in den Hauts Plateaux, fast in der Inselmitte.
STAATSFORM: Republik seit 1992 (III. Republik). Verfassung von 1992. Zweikammerparlament: Nationalversammlung (160 Mitglieder) und Senat (100 Mitglieder. Ein Drittel der Mitglieder wird vom Staatsoberhaupt ernannt). Staatsoberhaupt: Marc Ravalomanana, seit 2002. Regierungschef: Jaques Sylla, seit 2002. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
SPRACHE: Malagasy (Madagassisch) und Französisch als Amtssprachen, regionale Sprachen dienen als Umgangssprachen.
RELIGION: 52% Anhänger von Naturreligionen, 41% Christen und 7% Muslime.
ORTSZEIT: MEZ + 2 (UTC + 3).
NETZSPANNUNG: 110/220 V, 50 Hz. Zweipolstecker sind gebräuchlich.
POST- UND FERNMELDEWESEN:
Telefon: Internationale Direktdurchwahl ist zu den größeren Städten möglich. Das Telekommunikationswesen ist nicht zentralisiert. Je nach Anbieter muß nach der Landesvorwahl und vor der Ortsnetzkennzahl ein zweistelliger Access-Code gewählt werden. Die verschiedenen Access-Codes sind: 20 (TELMA), 30 (Telecel), 31 (Sacel), 32 (SRR) oder 33 (Madacom). Nach der Landesvorwahl und dem Access-Code sollte die Telefonnummer siebenstellig sein (einschließlich der Ortsnetzkennzahl). Die Ortsnetzkennzahl für Antananarivo ist 22. Da sich Verbindungen schwer herstellen lassen, sollte man öfters mit wechselnden Access-Codes probieren, bis eine Verbindung zustande kommt.
Ortsnetzkennzahlen:
Ambatolampy 42 - Ambositra 47 - Antananarivo 22 - Antsirabe 44 - Antsohihy 67 - Diégo Suarez 82 - Farafangana 73 - Fianarantsoa 75 - Fort Dauphin 92 - Maintirano 69 - Majunga 62 - Manakara et Mananjary 72 - Moramanga 56 - Morondava 95 - Nosy-Be 86 - Sambava 88 - Tamatave 53 - Tuléar 94.
Landesvorwahl: 261.
Mobiltelefon: GSM
900. Netzbetreiber sind Madacom (Internet: www.madacom.com)
und Orange Madagascar S.A. (Internet: www.orange.mg).
Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich auf
die größeren Städte und auf die Hauptverkehrsadern im Land.
Internet/E-Mail: Öffentlicher Internetzugang ist in den größeren Städten vorhanden. In Antananarivo gibt es mehrere Internetcafés.
Telegramme: Das Hauptpostamt (PTT) in Antananarivo bietet einen 24 Std.- Telegrammdienst an.
Post: Sendungen können postlagernd an das Hauptpostamt geschickt werden. Luftpost nach Europa ist zwischen 5 Tagen und 2 Wochen unterwegs, auf dem Landweg kann es 3-4 Monate dauern. Internationale Kurierdienste unterstützen das nationale Postsystem.
Deutsche Welle: Da
sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres
mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen
direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49)
(0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de)
anzufordern.

Reisepaß/Visum
Einreisebeschränkungen: Reisepässe,
die von palästinensischen Behörden ausgestellt wurden, werden
von Madagaskar nicht nicht anerkannt.
| |
Paß erforderlich |
Visum erforderlich |
Rückreiseticket
erforderlich |
| Deutschland |
Ja |
Ja |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Ja |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Ja |
Ja |
| Andere EU-Länder |
Ja |
Ja |
Ja |
Einreisebestimmungen
können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie
sich
im Zweifelsfall vor der Abreise bei der zuständigen
konsularischen Vertretung. |
REISEPASS: Allgemein
erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens
6 Monate gültig sein und über 1 leere Seite verfügen.
Einreise mit Kindern:
Deutsche: Deutscher Kinderausweis
oder Eintragung von Kindern im Reisepass miteinreisender
Eltern (ohne Lichtbilderfordernis) oder eigener Reisepass.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Seit
dem 01.01.2006 ersetzt der Kinderreisepass den
Kinderausweis. Es werden keine neuen Kinderausweise
mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch
noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit
nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher,
maschinenlesbar und stets mit einem Lichtbild versehen.
Österreicher: Eigener Reisepass
oder Eintragung von Kindern im Reisepass miteinreisender
Eltern (ohne Lichtbilderfordernis).
Aktueller Hinweis zum Kinderreisepass: In Österreich
wurde am 16. Juni 2006 ein Kinderreisepass (ohne
Chip aber mit digitalisiertem Foto) für Kinder
bis zum vollendeten 12. Lebensjahr eingeführt.
Kinder können bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres
aber weiterhin auch in den Reisepass eines mitreisenden
Elternteils eingetragen werden. Die Eintragung wird
jedoch nicht von jedem Land akzeptiert und auf internationaler
Ebene sinkt die Akzeptanz der Kindermiteintragung.
Schweizer: Eigener Reisepass oder
Eintragung von Kindern im Reisepass miteinreisender
Eltern (ohne Lichtbilderfordernis).
Aktueller Hinweis zur Eintragung im elterlichen
Reisepass: Der Miteintrag der Kinder bis
zum vollendeten 15. Lebensjahr im elterlichen Pass
des Modells 85 ist bis zum Ablauf des Passes am 31.12.2007
gültig. Ab diesem Zeitpunkt benötigen Kinder
in jedem Fall einen eigenen Ausweis mit Lichtbild.
Anmerkung: Für die Kinder gelten
jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für
ihre Eltern.
Achtung: Alleinreisende Minderjährige
benötigen eine Genehmigung ihrer Eltern/Erziehungsberechtigten.
VISUM: Allgemein erforderlich.
Transit: Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Rück- oder Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Visaarten: Geschäfts-, Touristen- und Transitvisum.
Visagebühren:
Deutschland und Österreich
Touristenvisum: 30 € (einmalige Einreise, für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen); 50 € (mehrmalige Einreise).
Geschäftsvisum: 30 € (einmalige Einreise, für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen); 50 € (mehrmalige Einreise).
Schweiz
Touristenvisum: 60 CHF (einmalige Einreise, für einen Aufenthalt
von bis zu 90 Tagen).
Geschäftsvisum: 60 CHF (einmalige Einreise, für einen Aufenthalt von
bis zu 90 Tagen)
Die genannten Gebühren gelten bei Bezahlung in bar oder mit Postscheck-Einzahlungsschein. Die Gebühren können nur mit einem Postscheck oder in bar, nicht aber mit einem Bankscheck beglichen werden. Die sofortige Erstellung des Visums ist gegen Zahlung einer Expressgebühr von 10 CHF möglich.
Gültigkeitsdauer: Visa sind ab dem Ausstellungsdatum 6 Monate gültig und berechtigen zu einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen, Verlängerung vor Ort um weitere 30 Tage möglich.
Antragstellung: Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen: (a) Reisepaß, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muß. (b) 1 Antragsformular. (c) 1 Paßfoto. (d) Nachweis der bezahlten Rück- oder Weiterreise. (e) Geschäftsvisum: Empfehlungsschreiben.
Der postalischen Antragstellung muß ein frankierter und adressierter Umschlag und der Zahlungsnachweis der Gebühren beigefügt werden.
Impfungen: Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit: Bei persönlicher Antragstellung sofort; 5 Werktage bei postalischer Beantragung.
Einreise mit Haustieren:
Für die Einfuhr von Haustieren muß vor der Abreise eine Einfuhrgenehmigung beim Directeur du Service de l'Elevage et de la Pêche Maritime de la République Démocratique Malgache beantragt werden. Außerdem wird ein Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt des Herkunftslands benötigt, das das Tier genau beschreibt, seinen Besitzer aufweist und das bescheinigt, daß das Tier gesund ist und daß der Herkunftsort frei von Infektionskrankheiten ist. Für Hunde über 3 Monate und für Katzen über 6 Monate muß das Gesundheitszeugnis außerdem bescheinigen, daß das Tier mindestens 1 Monat und maximal 1 Jahr vor der Einreise und für Hunde über 6 Monate mindestens 3 Monate und maximal 3 Jahre vor der Einreise gegen Tollwut geimpft wurde.
Die Tiere werden bei der Einreise untersucht. Die Auferlegung von Quarantäne ist möglich.

Geld
Währungskürzel:Ariary, MGA (ISO-Code).
Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000 und 2000 Ariary.
Münzen gibt es in den Nennwerten 1, 2, 4, 10, 20, 50 Ariary.
Sie sind wegen ihres geringen Wertes aber nicht im Umlauf.
Die neue Währung, der Ariary, ersetzt seit November 2004 die alte Währung,
den Madagaskar-Franc. Allerdings tauscht die Zentralbank den Madagaskar-Franc
noch bis 2009. Der Ariary war vor der Kolonisierung durch Frankreich schon einmal
offizielle Währungseinheit Madagaskars; die Landbevölkerung hat den
Namen für das Geld stets beibehalten
Geldwechsel: Ariarys sind nur in Banken, offiziellen Wechselstuben in Hotels und am Flughafen in Antananarivo erhältlich. In Antananarivo stehen einige Geldautomaten zur Verfügung.
Kreditkarten: American Express, Diners Club, Eurocard, MasterCard und Visa werden in den Hotels in der Hauptstadt akzeptiert, in den anderen Ortschaften jedoch nur begrenzt angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Können in Banken und größeren Hotels eingetauscht werden und sollten in US-Dollar, Euro oder Schweizer Franken ausgestellt sein.
Wechselkurse
|
MGA |
MGA |
MGA |
MGA |
MGA |
| Datum |
Jan. '05 |
April '06 |
Jul. '06 |
Okt. '06 |
Jan. '07 |
| 1 € |
2547,83 |
2667,78 |
2768,28 |
2725,01 |
2665,37 |
| 1 CHF |
1383,68 |
1690,86 |
1764,08 |
1694,22 |
1638,83 |
| 1 US$ |
2160,00 |
2204,50 |
2165,00 |
2128,50 |
2054,00 |
Devisenbestimmungen: Die
Einfuhr der Landeswährung ist auf 5.000 Ariary beschränkt.
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Ausfuhr
einer kleinen Geldsumme, die als Souvenir dienen soll, ist
jedoch erlaubt.
Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt,
Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 7.600
Ariary. Ausfuhr von Fremdwährungen maximal in der Höhe
des eingeführten und deklarierten Betrages.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 08.00-15.00 Uhr.

Gesundheit
| |
Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen |
Impfschein erforderlich |
| Gelbfieber |
Nein |
1 |
| Cholera |
2 |
Nein |
| Typhus & Polio |
Ja |
- |
| Malaria |
3 |
- |
| Essen & Trinken |
4 |
- |
Impfvorschriften
können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im
Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein. |
[1]: Eine
Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden
verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in Infektionsgebieten
einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum
in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende
in Madagaskar.
[2]: Eine
Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung.
Reisende sollten auf strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen
achten. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist,
empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen
Rat einzuholen.
[3]: Malariarisiko
der vorherrschenden gefährlicheren Form Plasmodium falciparum
besteht ganzjährig in allen Landesteilen, besonders in den
Küstengebieten. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.
[4]: Wasser
sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen
und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig
sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte
abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem
Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten
vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht
und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen
Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte
gekocht und Obst geschält werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen
vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher
vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem
Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind weitverbreitet, Hepatitis
B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A
wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis
B.
Die Pest kommt sporadisch in den Provinzen Antananarivo,
Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga und Toamasina vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich
ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge: Die
medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen
und ist vielfach technisch, apparativ und hygienisch hoch
problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete,
Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender,
dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige
Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Reiseverkehr -
International
FLUGZEUG: Madagaskars
nationale Fluggesellschaft Air Madagascar (MD) (Internet: www.airmadagascar.com)
bietet Flugverbindungen zu anderen Zielen in der Region (u.a.
nach Réunion, Mauritius, Kenia, Tansania, zu den Komoren und
den Seychellen) und nach Europa (Paris). Air France (AF)(Internet: www.airfrance.com) fliegt
von Frankfurt, München, Wien und Zürich über Paris
nach Antananarivo.Lufthansa (LH) (Internet: www.lufthansa.com) fliegt
von Deutschland, Swiss International (LX) (Internet: www.swiss.com)
von der Schweiz, Austrian Airlines (OS) (Internet. www.aua.com)
von Österreich in Kooperation mit anderen Airlines.
Durchschnittliche Flugzeit: Frankfurt– Antananarivo:
13 Std. 30; Zürich - Antananarivo: 13 Std.
20; Wien - Antananarivo: 13 Std. 40
Internationale Flughäfen: Antananarivo
(TNR) liegt 17 km außerhalb der Stadt. Wechselstube, Restaurant.
Busse fahren zum Büro von Air Madagascar und zum Hilton
Hotel. Taxis vorhanden.
Weitere Flughäfen: Nosy Bé (NOS) (Flüge zu den Seychellen),
Mahajanga (Ostafrika und die Komoren), Toamasina
(Mauritius und Réunion-Inseln) und Arivonimamo (internationaler
Ausweich-Flughafen), liegt 45 km von der Hauptstadt entfernt.
Airpässe: Mit
dem Indian Ocean Pass können günstige Flugcoupons
für die Strecken zwischen den Komoren, Madagaskar, den Malediven,
Mauritius, Réunion, Rodrigues und den Seychellen gekauft werden.
Teilnehmende Fluggesellschaften sind Air Mauritius, Air Seychelles
und Air Ausral. Voraussetzung sind ein Langstreckenflug und
der Kauf von mindestens drei Coupons für Flüge zwischen den
Inseln. Kinder erhalten Ermäßigungen.
SCHIFF: Haupthafen
der Insel ist Toamasina. Passagierschiffe laufen Madagaskar
im Rahmen von Kreuzfahrten durch den Indischen und Pazifischen
Ozean an.

Reiseverkehr -
National
FLUGZEUG: Der
Großteil Madagaskars mit Ausnahme einiger Städte des mittleren
Hochlands ist per Flugzeug erreichbar, es gibt über 200 Landepisten.
Air Madagaskar (MD) fliegt 51 Städte und Ortschaften
auf der Insel an und bietet den Air Tourist Pass an,
der beliebig viele Flüge innerhalb eines begrenzten Zeitraumes
bietet.
SCHIFF: Der
bedeutendste Hafen ist Toamasina. Stromschnellen machen viele
Flüsse unbefahrbar. Das Ministère du Tourisme de Madagascar
(s. Adressen) bietet Foto-Safaris in kleinen Booten
auf den Flüssen Betsiboka und Tsiribihina sowie Segeltörns
an. Der Pangalanes-Kanal verläuft auf 600 km parallel zur
Ostküste, Schlick verhindert allerdings zur Zeit auf weiten
Strecken den kommerziellen Verkehr.
BAHN: Es
gibt Passagierzüge von Toamasina (Ostküste) über Antananarivo
nach Antsirabe (eine Nebenstrecke führt zum Alaotra-See) sowie
von Manakara (ebenfalls an der Ostküste) nach Fianarantsoa.
Die nördliche Strecke soll noch ausgebaut werden, die Südstrecke
führt durch dichten Regenwald. Waggons 1. Klasse sind klimatisiert.
Auf allen Strecken verkehren täglich ein oder zwei Züge. Kinder
unter 4 Jahren reisen umsonst, Kinder von 4-6 Jahren zum halben
Preis.
PKW/BUS: 3500
km des Straßennetzes sind geteert. Viele Straßen sind reparaturbedürftig.
Asphaltierte Straßen verbinden die Städte des zentralen Hochlands
und führen weiter zur Ost- und Nordwestküste. Die drei Hauptverbindungsstraßen
führen von Antananarivo nach Mahajanga (RN4), nach Toamasina
(RN2) und nach Fianarantsoa (RN7). In anderen Landesteilen
gibt es einige befestigte Straßen, die Mehrheit besteht allerdings
aus unbefestigten Wegen, von denen viele während der Regenzeit
(November bis April) unbefahrbar sind. Fernbusse sind
oft überfüllt und eher unzuverlässig. Einheitsfahrpreise.
Taxi: Außer in Antananarivo und Fianarantsoa gelten
Einheitsfahrpreise. In diesen beiden Städten werden Preise
danach berechnet, ob man in die Ober- oder Unterstadt möchte.
Taxis gibt es in zwei Ausführungen: Taxi-bes sind schneller
und bequemer; Taxi-brousses (Buschtaxis) sind preiswerter,
allerdings langsamer, da sie öfter anhalten und auch in die
ländlichen Gegenden fahren. Preise sollten im voraus vereinbart
werden. Rikschas:Pousse-Pousses befördern Passagiere
überallhin, ausgenommen sind verkehrsreiche Gebiete oder zu
steile Hänge. Die Preise hängen von der jeweiligen Entfernung
ab. Kutschen: Es verkehren noch einige Passagierkutschen
in Antananarivo. Mietwagen gibt es nur in den größeren
Touristenstädten; Versicherungsbedingungen im voraus erfragen.
Motorräder können ebenfalls gemietet werden. Unterlagen:
Internationaler Führerschein wird empfohlen.
Anmerkung: Das
Ministère du Tourisme de Madagascar (s. Adressen)
bietet eine große Auswahl an Touren, die bis zu einem Monat
dauern können. Wer auf eigene Faust reisen will, sollte bedenken,
daß es in bestimmten Bergregionen Banditen gibt. Das Klima
und unwegsames Terrain erschweren zudem Überlandreisen in
vielen Regionen fast das ganze Jahr über.

Unterkunft
In der
Hauptstadt Antananarivo sowie in Nosy Bé und Toamasina gibt
es mehr Hotels als in anderen Regionen. In letzter Zeit wurden
jedoch Resorts und Mittelklasse-Hotels mit angemessenen Übernachtungspreisen
eröffnet. Außerdem sind Gruppen- und Jugendherbergen vorhanden.
Außerhalb der größeren Städte sind Unterkünfte, die europäischem
Standard entsprechen, dünn gesät – bei Reisen in abgelegene
Regionen sollte dies vorher bedacht werden. Weitere Informationen
vom Fremdenverkehrsamt in Antananarivo. Die Air-Madagascar-Agenturen
erteilen ebenfalls Auskunft (s. Adressen). Kategorien:
Hotels sind mit 1-5 Sternen ausgezeichnet (5 Sterne
entsprechen in etwa 3 Sternen in Europa). Mit Ravinala
(Palmen) werden die ländlichen Unterkünfte ausgezeichnet.

Sozialprofil
ESSEN & TRINKEN: Zu
den Spezialitäten zählen Ro (Kräuter und Blattgemüse
mit Reis vermischt); Rind- und Schweinefleisch, das in Essig,
Wasser und Öl mariniert und dann mit Gemüse, Zwiebeln und
eingelegtem Gemüse gekocht und mit Pimento gewürzt wird; Ravitoto
(ein Eintopf aus Fleisch und Blattgemüse); Ramazava
(Blattgemüse, Rind- und Schweinefleischstücke, gebraten);
Vary amid ’anana (Reis, Blattgemüse oder Kräuter,
Fleisch und manchmal Garnelen), das oft mit Kitoza
(langen Scheiben gepökeltem oder gesalzenem Fleisch) gegessen
wird. Getränke: In Madagaskar hergestellt werden Litchel
(Aperitif aus Litchis), Betsabetsa (eine Art Bier aus
Zuckerrohr) und Toaka gasy (aus Zuckerrohr und Reis
destilliert) sowie »Three-Horses«-Pilsner. Zu den alkoholfreien
Getränken zählen Ranon ’apango oder Rano vda
(ein Reisgetränk) und einheimisches Mineralwasser.
NACHTLEBEN: Es
gibt einige Discotheken. Spielkasinos befinden sich in Antananarivo,
Toamasina und auf Nosy Bé. In den meisten größeren Städten
findet man Kinos und Theater.
EINKAUFSTIPS: Zu
den Handarbeiten zählen Lamba (traditionelle Stoffquadrate
aus Webstoffen mit unterschiedlichen Mustern); Zafimaniny-Holzeinlegearbeiten;
Silberarbeiten wie Mahafaly-Kreuze und Vangavanga-Armbänder;
Edelsteinschmuck; Artikel aus geflochtenem Schilfrohr, Raffiabast
und Stroh. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-18.00
Uhr (zwischen 12.00-14.00 Uhr meist geschlossen).
SPORT: Tennis:
In den meisten größeren Städten findet man Tennisplätze. Golf
kann man in Tana spielen. Wassersport: Viele Städte
haben öffentliche Schwimmbäder. Vom Baden an der Ostküste
wird wegen der Haie abgeraten. Die besten Tauchzentren befinden
sich auf Nosy Bé (sowie auf den Nachbarinseln Tanikely, Nosy
Mitsio und Nosy Radama), Nosy Lava, Toliara und Ile Ste-Marie
(Nosy Boraha). Wasserski- und Seglerzentren gibt es in Ambohibao
(Mantasoa-See), Antsirabe (auf dem Andraikiba-See) und in
Ramena. Wandern: Die Direction du Tourisme bietet
Wander- und Trekking-Touren in unterschiedlichen Landesteilen
an, die nach Interessengruppen zusammengestellt werden. Ponyausritte
werden ebenfalls veranstaltet. Publikumssport: Auf
Fußballfelder stößt man in allen Landesteilen, und
während der Trockenzeit werden zuweilen auch Reisfelder als
Fußballplätze benutzt. Basketball und Volleyball
sind außerordentlich beliebt, so daß hierfür überdachte Stadien
gebaut wurden.
Veranstaltungskalender: Es
finden viele traditionelle Veranstaltungen und Feste statt,
besonders in ländlichen Gegenden (s. Land & Leute). Mphira
gasy (traditionelle Sänger) tragen singend und tanzend Geschichten
vor. Eine typische Vorstellung dauert zwischen einer halben
und einer ganzen Stunde. Die Reisernte wird in vielen Ortschaften
gefeiert.
Weitere Informationen sind von den Fremdenverkehrsämtern erhältlich
(s. Adressen).
LAND & LEUTE: Zwanglose
Kleidung ist durchaus angemessen, nur in vornehmeren Hotels
und Restaurants rechnet man eventuell mit eleganter gekleideten
Gästen. Einladungen in Privathäuser sind eher selten. Außerhalb
der größeren Städte sollte man die örtlichen Tabus (Fady)
respektieren. In manchen Gegenden ist es heute noch vereinzelt
üblich (soweit die Kosten dieser Aktion es zulassen), einen
Ahnen zum Dorffest einzuladen und ihn zu diesem Zweck auszugraben,
damit er persönlich anwesend sein kann. Später wird er dann
in neue Totenhemden gekleidet und wieder begraben. Dieses
Ritual (als Famadihana bekannt) zeigt das Festhalten
der Bevölkerung an althergebrachten Traditionen. Fotografieren:
Militärische oder Polizeieinrichtungen sollten nicht fotografiert
werden. Trinkgeld: 10-15% Trinkgeld in Restaurants
ist üblich. Trinkgeld ist auch in chinesischen und vietnamesischen
Einrichtungen üblich.

Klima
Heißes
und subtropisches Klima, in den Bergen ist es kühler. Regenzeit:
November - März. Trockenzeit: April - Oktober. Im Süden und
Westen ist es heiß und trocken. Die Monsunregen im Osten und
Norden bringen zwischen Dezember und März Stürme und Wirbelstürme
mit sich. In den Bergen, einschl. Antananarivo, ist es zwischen
November und April warm und gewittrig, ansonsten trocken,
kühl und windig.



Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis
vom Auswärtigen Amt: In Antananarivo hat es in den letzten
3 Monaten Entführungen und Überfälle auf ausländische bekannte
Geschäftsleute sowie auf ausländische Diplomaten gegeben.
Erhöhte Wachsamkeit und Umsicht sind daher zu empfehlen. Bei
Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös
bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten
"Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine
anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen
Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen
für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität,
Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter
Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in städtischen Gebieten
von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen
abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen
und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwandt
werden.

Landkarte


Urlaubsorte &
Ausflüge
Das zentrale
Hochland
Die
Hauptstadt und mehrere andere wichtige Städte liegen in der
zentralen Region der Hauts Plateaux, einer Kette schroffer
und von Schluchten durchzogener Berge, die in der Mitte Madagaskars
von Nord nach Süd verlaufen.
Antananarivo,
oft als Tana abgekürzt, ist auf drei Ebenen erbaut.
Der Palast der Königin und das damit verbundene königliche
Dorf (Rova) stehen unter Denkmalschutz. Auf der niedrigsten
Ebene der Stadt befindet sich der Analakely-Markt.
Auf dem Zuma-Markt ist freitags am meisten los; man
sollte sich aber vor Taschendieben in acht nehmen. Tsimbazaza,
der Zoo und Botanische Garten, ist Do, So und an öffentlichen
Feiertagen geöffnet. Das Touristen-Informationsbüro
liegt ganz in der Nähe. Nach Sonnenuntergang sollte man sich
nicht zu weit vom Hotel entfernen.
Ambohimanga
ist der Geburtsort des Staates Madagaskar und liegt 20 km
von der Hauptstadt entfernt. Die Stadt ist von Wäldern umgeben
und als »Blaue Stadt«, »Heilige Stadt« und auch als »Verbotene
Stadt« bekannt. Auch hier gibt es einen königlichen Palast.
Die Zitadelle war einmal eine bedeutende Merina-Festung, und
es stehen noch heute Gebäude, die für Zeremonien benutzt wurden.
Das Haupttor besteht aus einer Steinscheibe, die nur von 40
Männern bewegt werden kann. Sonntags finden hier rituelle
Ahnenverehrungen statt.
Mantasoa
liegt 80 km von der Hauptstadt entfernt und ist ein beliebtes
Picknick- und Ausflugsziel. Das Gelände umfaßt einen künstlichen
See, Pinienwälder und Madagaskars erstes Industriegelände.
Ampefy (90 km von der Hauptstadt entfernt) ist ein
vulkanisches Gebiet mit Wasserfällen, einem Vulkansee und
Geysiren.
Perinet (auch Andasibe) liegt 140 km von der Hauptstadt
entfernt, ist ein Naturschutzgebiet und die Heimat des Indri
(schwanzloser Maki) sowie vieler Orchideenarten.
Antsirabe
(170 km von der Hauptstadt entfernt) ist ein Thermalbad sowie
Madagaskars größtes Industriezentrum. Die Stadt wird von vulkanischen
Hügeln mit Kraterseen umgeben. Madagaskars zweithöchster Berg,
der Tsiafajovona, ragt westlich der Straße von Antananarivo
empor.
Der Norden
Der
üppig-grüne Norden des Landes wird von zwei großen Bergen
überragt. Der Tsarantanana (2880 m), der höchste Berg der
Insel, ist besonders im höhergelegenen Regenwald mit Riesenfarnen
und Flechten bewachsen. Der Nationalpark Montagne d’Arbre
(1500 m) beherbergt die berühmten Orchideen und zahlreiche
Lemurarten. Im Osten fällt zwischen Dezember und März der
Monsunregen.
Mahajanga
ist die Provinzhauptstadt an der Mündung des größten Flusses
von Madagaskar, dem Betsiboka. Die Straße zur Stadt
ist nur zwischen Juli und Oktober befahrbar. Man kann mit
Booten nach Nosy Bé und zu anderen Inseln fahren. Die interessantesten
Höhlen der Insel liegen in der Nähe von Anjohibe, 90
km im Landesinneren. Bei Ankarafantsika befindet sich ein
Naturschutzgebiet.
Nosy Bé ist Madagaskars wichtigstes Urlaubsgebiet.
Die Insel wird von kleineren Inseln umgeben und liegt vor
der Westküste. Man kann sie in einer Flugstunde von der Hauptstadt
aus erreichen. Die größte Stadt ist Andoany (Hell-Ville).
Ganz in der Nähe stößt man auf die Ruinen eines indischen
Dorfes aus dem 17. Jahrhundert.
Der kosmopolitische Küstenhafen Antsiranana (früher
Diégo Suarez) an der nördlichsten Inselspitze überblickt einen
schönen Golf. Oberhalb der Stadt entfaltet sich eine herrliche
Landschaft mit Seen, Wasserfällen, Höhlen und Regenwald. Für
den Besuch des nahegelegenen Nationalparks am Montagne
d’Arbre ist eine Genehmigung vom Ministère des
Eaux et Forêts (Außenstelle in der Stadt) erforderlich.
Boote fahren zur Insel Nosy Bé. Bei Ramena gibt es
einen schönen Sandstrand, allerdings wird hier vor Haien gewarnt.
Die Straße Richtung Süden zur Hauptstadt ist nur zwischen
Juli und Oktober befahrbar.
Ile Ste-Marie (Nosy Boraha) ist eine Insel vor der
Ostküste, 150 km nördlich von Toamasina. Einige historische
Stätten sind hier zu finden, einschl. Madagaskars ältester
katholischer Kirche.
Die Provinzhauptstadt Toamasina liegt an der Ostküste
und hat den größten Hafen des Landes. Sie liegt acht Autostunden
von Antananarivo entfernt und bietet wie die Landeshauptstadt
mehrere Märkte, einschl. des Bé-Basar. 11 km nördlich
der Stadt liegen die Ivolina-Gartenanlagen mit zahlreichen
Pflanzen- und Tierarten.
Das weiter südlich gelegene Vatomandry ist ein beliebter
Strandurlaubsort; wegen der Haie kann man allerdings nicht
im Meer baden.
Der Süden
Im kargen
Süden fallen vor allem die vielen seltsamen affenbrotbaumartigen
Pflanzen auf.
Die Provinzhauptstadt Fianarantsoa ist ein wichtiges
Zentrum der Wein- und Reisproduktion sowie ein guter Ausgangspunkt,
um das südliche Hochland zu erforschen. Zu den interessantesten
Ortschaften der umliegenden Berge gehört Amabalavao,
das die »Heimat der Verstorbenen« sein soll. Man stellt hier
Antemore-Papier und Lamba-Aridrano-Seide
her. An den nahegelegenen Ambondrome- und Ifandana-Felsen
kann man die Knochen der hier verehrten Vorfahren sehen. Der
Ifandana-Felsen war 1811 der Schauplatz eines Massenselbstmords.
In Ambositra und den benachbarten Zafimaniny-Dörfern
werden komplizierte Holzeinlegearbeiten hergestellt. Der Isalo-Nationalpark
liegt in einer Sandsteinbergkette (erreichbar per Fahrzeug
mit Allradantrieb oder zu Fuß mit einem Führer, Zelten ist
möglich). In Ranomafana ist ein Thermalbad. Im Strandurlaubsort
Mananjary an der Ostküste sollte man der Haie wegen
nicht im Meer baden.
Taolanaro
(vormals Fort Dauphin) liegt an der Südostspitze der Insel
und war die erste französische Siedlung auf Madagaskar. Teile
der Festung aus dem 17. Jahrhundert sind noch zu sehen. Die
Stadt und ihre Umgebung sind für Meeresfrüchte, Orchideen
und fleischfressende Pflanzen bekannt, die man auch im landwirtschaftlichen
Mandona-Zentrum in der Baie de Sainte-Luce sehen kann.
In der Nähe befindet sich der Berenty-Nationalpark,
in dem einige seltene Tierarten leben.
Der Westen
Der
Westen Madagaskars war einst mit üppigen Laubwäldern bewachsen,
besteht aber heute überwiegend aus Savanne. Dieser Landesteil
ist nur spärlich bevölkert, der größte Wirtschaftszweig der
Region ist die Zucht von Zebus, einer Ochsenart, die
im 8. Jahrhundert von südostasiatischen Siedlern eingeführt
wurde.
Toliara
ist die Provinzhauptstadt der Südwestküste mit herrlichen
Stränden sowie Gelegenheiten zum Tauchen, Fischen, Segeln
und weiteren Wassersportarten.

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